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Schart, Aaron, last edited: 2007-10-18
Schulz Hauptstudium
2007ws024
Wunder (als Thema¼) im Religionsunterricht
(SII: D2; P/SI: C2; PWU: A4; GHR: M4; GyGe: )
SE2, Di 16-18, R12 T03 F87, Beginn: 16.10.2007
Achtung, diese Veranstaltung beginnt ab der kommenden Woche bereits um 16 Uhr s. t. (Raum bleibt unverändert)!
Das Wunder ist nach einem berühmten Wort Goethes 'des Glaubens liebstes Kind'. Die Wahrheit dieses Satzes ist jedenfalls in dem Sinne unbestreitbar, dass bislang keine der uns bekannten positiven Religionen, ja keine Form von religiösem Glauben überhaupt ohne den Anspruch aufgetreten ist, durch wunderbare Ereignisse zustande gekommen oder sogar legitimiert, zumindest aber mit der Behauptung ihrer Faktizität unauflöslich verknüpft zu sein. Andererseits provoziert dieser Anspruch seit jeher das Ärgernis und den Widerspruch des aufgeklärten Verstandes, der alles Mirakulöse in den Bereich der bloßen Fiktion verbannt.
Am Leitfaden ausgewählter Positionen und Autoren von Thomas von Aquin über David Hume bis hin zu Rudolf Bultmann und Richard Swinburne werden wir diesem Streit im ersten Teil des Seminars en détail nachgehen. Ein zweiter, religionspädagogischer Erarbeitungsabschnitt schließt sich an, der darauf abzielt, das bis dato gewonnene Problembewusstsein didaktisch anzuwenden, indem eine komplette Unterrichtsreihe zum Thema Wunder im RU (der Primar- oder Sekundarstufe, je nach Teilnehmerklientel) entworfen werden soll.
Einschlägige Literatur wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben. Als ersten Einstieg in die Thematik empfehle ich:
Fabry, Heinz Josef u.a.: Art. Wunder, in: RGG4, Bd. 8, 1715-1732.