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Motivation
Viele Sonderabfälle werden in eigens dafür betriebenen Drehrohröfen verbrannt, weil diese sich am bestens dafür eignen, die schädlichen organischen Stoffe im Abfall zu zerstören. Als fester Rückstand der Verbrennung fällt Schlacke an. Durch strenge Auflagen haben die Sondermüllverbrennungsanlagen (SAV) in Deutschland in den letzten Jahren einem hohen Umweltstandard erreicht. Die damit verbundenen Investitionen müssen von den Betreibern über den Entsorgungspreis finanziert werden. Nun erlaubt die Gesetzeslage in Deutschland, daß bestimmte Sonderabfälle auch in thermischen Produktionsanlagen, wie z.B. Zementwerken verbrannt werden dürfen. Weil diese weniger strenge Umweltauflagen erfüllen müssen, können sie ihre Kapazitäten billiger anbieten. Das führt dazu, daß die Drehrohröfen nur noch mit schlecht brennbaren Sonderabfällen beaufschlagt werden, während insbesondere flüssige Abfälle mit hohem Heizwert in Produktionsanlagen verwertet werden können. Allerdings sinkt damit der Umweltstandard der Entsorgung der heizwertreichen Sonderabfälle (Ökodumping), während gleichzeitig die technisch hochgerüsteten SAV um ihre Existenz kämpfen müssen.
Ziel
Durch die Senkung der Umweltverfügbarkeit von Schwermetallen wird die Entsorgung der SAV-Schlacke auf einer kostengünstigen TASi-Deponie möglich. Die so erzielte Kostenreduzierung wird sich positiv auf die Kostendeckung der SAV und die Entsorgungskosten für Sondermüll niederschlagen.
Methode
Durch die Korrektur der Zusammensetzung von SAV-Schlacke können deren Elutionseigenschaften nachhaltig beeinflußt werden. Die Zugabe von Korrekurstoffen, wie Kalk oder Kalkstein, wird der CaO-Gehalt der Schlacke soweit verändert, daß die schmelzflüssigen Anteile im Drehrohr erhöht werden. Diese bieten gute Bedingungen zur Bildung von kristallinen und amorphen Phasen, die Schwermetalle in der Schlackematrix fixieren.
Abb.: Korrektur von SAV-Schlacke
Förderung
beantragt bei AiF
Bearbeiter
Dipl.-Ing. J. Reich
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