Aktuelles

Neue Publikation in Genes & Development

Ein Protein als Verpackungskünstler

[02.09.2011] Wie passen zwei Meter DNA in einen Zellkern, der einen Durchmesser von nur wenigen Mikrometern hat? Dieser Frage geht die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Ann Ehrenhofer-Murray am Zentrum für Medizinische Biotechnologie der Universität Duisburg-Essen nach. Ihre neuesten Ergebnisse hat sie jetzt in der renommierten Zeitschrift Genes & Development publiziert.
Im Zentrum der Studie steht das Protein Sir3. Es sorgt dafür, dass das genetische Material, die DNA, in einer unzugänglichen Form im Zellkern verpackt wird. „Sir3 funktioniert wie eine Art molekularer 'Leim'. Dadurch kann die in der DNA gespeicherte Information nur dann abgelesen werden, wenn sie von der Zelle gebraucht wird“, erklärt die Genetikerin Ehrenhofer-Murray.
Zusammen mit Arbeitsgruppen an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München und am Friedrich-Miescher-Institut in Basel hat die Wissenschaftlerin nun die Kristallstruktur einer Domäne von Sir3 entschlüsselt. So kann ermittelt werden, welche Regionen auf der Proteinoberfläche für Kontakte mit Interaktionspartnern verantwortlich sind.

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Neue Veröffentlichung in Nature Communications

Molekulare Eindringlinge

[31.08.2011] Wege durch die Zellmembran: Kurze eiweißartige Molekülketten untersuchen Wissenschaftler des Zentrums für Medizinische Biotechnologie der Universität Duisburg-Essen (UDE). Diese so genannten Cell Penetrating Peptides (CPPs) dringen in Zellen ein, doch was sie von gewöhnlichen Peptiden unterscheidet, war bislang weitgehend unbekannt. Ein Kombination aus Experimenten und Simulationen lieferte überraschende Erkenntnisse, die Manuel Prinz und Prof. Dr. Daniel Hoffmann aus der Abteilung für Bioinformatik nun mit internationalen Kollegen in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht haben.

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Lättig-Tünnemann G, Prinz M, Hoffmann D, Behlke J, Palm-Apergi C, Morano I, Herce HD, Cardoso MC. Backbone rigidity and static presentation of guanidinium groups increases cellular uptake of arginine-rich cell-penetrating peptides. Nat Commun. 2011 Aug 30;2:453. doi:10.1038/ncomms1459.

Veröffentlichung in der Nature Cell Biology

Spät wirkende Mutationen

[10.08.2011] Verzögerte Entwicklung: Manche Zellmutationen befinden sich schon lange im menschlichen Körper, führen jedoch erst ab dem 40. Lebensjahr zu bestimmten Erkrankungen. Damit befassen sich Biologen der Universität Duisburg-Essen (UDE). Ihre Ergebnisse haben sie jetzt in der Online-Ausgabe der renommierten Nature Cell Biology veröffentlicht.

„Wir arbeiten seit Jahren an einem System, in dessen Zentrum VCP/p97 – eine Art Nanomaschine – steht. Sie reguliert viele grundlegende und lebenswichtige zelluläre Prozesse wie die Zellteilung. Kürzlich wurde entdeckt, dass bestimmte Mutationen in der Nanomaschine zu einer degenerativen Erkrankung führen. Dies war erstaunlich, da diese Krankheiten trotz der grundlegenden Funktionen in VCP/p97 erst im Alter von etwa 40 bis 60 Jahren auftreten“, erklärt Prof. Dr. Hemmo Meyer vom Institut für Molekularbiologie.

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Projekt kombiniert Ökologie und Technik

Neue Perspektiven für die Region

[23.05.2011] Wie kann Biomasse aus städtischen Grünanlagen wirtschaftlich genutzt werden? Wie sieht künftige Landwirtschaft im urbanen Raum aus? Welchen Wert haben renaturierte Bäche in der Stadt? Wie kann Niederschlagswasser effektiv versickern? Und wie kann die im Abwasser enthaltene Wärme genutzt werden? Diesen und weiteren Fragen widmet sich ein neues Forschungsprojekt, das vom BMBF im Schwerpunkt „Nachhaltiges Landmanagement“ mit 4,5 Millionen Euro gefördert wird. Unter dem Titel „Nachhaltige urbane Kulturlandschaft in der Metropole Ruhr (KuLaRuhr)“ wird es von Prof. Dr. Bernd Sures vom Zentrum für Wasser- und Umweltforschung der Universität Duisburg-Essen (UDE) geleitet.

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Zoologen publizieren neue Erkenntnisse zu Graumullen

Viel Sex und ein langes Leben

[27.04.2011] Für Aufsehen sorgten Zoologen der Universität Duisburg-Essen (UDE), als sie entdeckten, dass bei einer bestimmten Nagetier-Art die Lebenserwartung sexuell aktiver Individuen gegenüber „abstinenten“ Artgenossen etwa doppelt so hoch ist. In einer Folge-Studie beweist das Team um Dr. Philip Dammann und Prof. Dr. Hynek Burda nun, dass das Phänomen weiter verbreitet ist, als zunächst gedacht: Eine ganze Tiergattung – afrikanische Graumulle mit dem wissenschaftlichen Namen Fukomys – zeigt dieses denkwürdige Muster. Der Befund könnte die Alterungsforschung voranbringen und wurde jetzt in der Fachzeitschrift PLoS ONE veröffentlicht. 

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29.500 Euro Preisgeld für Krebsforscherin Shirley Knauer

Wie Tumorzellen überleben

[11.04.2011] Tumorzellen sind keine Leisetreter. „Sie tun was, um sich vor Therapien zu schützen“, sagt Prof. Dr. Shirley Knauer vom Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB). Welche Strategien Kopf-Hals-Tumore dabei an den Tag legen, untersucht das aktuelle Projekt der Krebsforscherin.

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Engagement in der Begabtenförderung

Prof. Shirley Knauer leitet Lebenswissenschaftliches Kolleg „Onkologie“ der Studienstiftung des Deutschen Volkes

[05.04.2011] Bereits zum zweiten Mal leitete die Krebsforscherin Prof. Shirley Knauer vom Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB) der Universität Duisburg-Essen das Lebenswissenschaftliche Kolleg „Onkologie“ der Studienstiftung des Deutschen Volkes, in diesem Frühjahr unterstützt von ihrem Mainzer Kollegen Prof. Dr. Roland Stauber.

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Zwei Nachwuchswissenschaftlerinnen starten durch

Dr. Anja Matena und Paulina Kaempfe überzeugen mit ihrem Gründungskonzept „COVERsolutions“

[30.03.2011] Zwei Nachwuchswissenschaftlerinnen der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben das vielversprechendste Gründungskonzept in der „NEnA = Nano-Entrepreneurship-Academy“ vorgelegt. Die Chemikerin Paulina Kaempfe vom Institut für Anorganische Chemie und die Biologin Dr. Anja Matena vom Institut für Strukturelle und Medizinische Biochemie setzten sich mit ihrem Konzept „COVERsolutions“ durch, ein biokompatibles Filtersystem, das gefährliche Krankenhauskeime schon direkt bei der Infusion abtöten kann.

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Prof. Dr. Markus Kaiser erhält europäischen Förderpreis

Großer Erfolg für Chemische Biologie

[31.01.2011] Internationale Anerkennung: Für seine Forschungen in der Chemischen Biologie wurde Prof. Dr. Markus Kaiser von der Universität Duisburg-Essen (UDE) mit einem hochrangigen Förderpreis des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) ausgezeichnet. Er erhielt den „Starting Independent Researcher Grant“, der mit 1,49 Millionen Euro dotiert ist.

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Zoologen machen erstaunliche Beobachtung

Magnetgesteuerte Füchse

[12.01.2011] Wenn der Rotfuchs auf der Jagd ist, springt er nicht einfach so auf seine Beute zu. Er richtet sich unbewusst am Magnetfeld der Erde aus. Zu diesem überraschenden Schluss kommen Zoologen der Universität Duisburg-Essen und der Prager Agraruniversität, die über 80 Füchse bei fast 600 Jagdsprüngen beobachtet haben. Die Ergebnisse der Arbeit von Dr. Sabine Begall, Prof. Dr. Hynek Burda, Prof. Dr. Jaroslav Cerveny und Kollegen werden am 12. Januar in der renommierten Fachzeitschrift Biology Letters publiziert.

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Neu an der Fakultät

Prof. Dr. rer. nat. Jens Boenigk

[06.01.2011] Neu an der Universität Duisburg-Essen (UDE) ist Prof. Dr. rer. nat. Jens Boenigk (40). Der Biologe hat die Professur für Allgemeine Botanik übernommen.

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Weiterförderung des DFG-Graduiertenkollegs 1431

Wie wird die Erbinformation abgelesen?

[02.12.2010] „Hervorragende Arbeit – weiter so!“ lautet das Fazit der Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), als sie die bisherige Arbeit des Graduiertenkollegs „Transkriptionskontrolle, Chromatinstruktur und DNA-Reparatur in Entwicklung und Differenzierung“ (GRK 1431) an der Universität Duisburg-Essen (UDE) zu bewerten hatten. Jetzt liegt der Förderbescheid für die kommenden viereinhalb Jahre vor.

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Biologiestudienplätze an der Universität Duisburg-Essen sind so begehrt wie noch nie

Endlich sind sie raus: Die Zulassungsbescheide der ersten Platzvergabe für die Studiengänge an der Universität Duisburg-Essen. Die Fakultät für Biologie jubelt: Erneut gab es einen Run auf die begehrten Plätze in allen Biologie Studiengängen. Die Gesamtbewerberzahl hat sich im Vergleich zu den Vorjahren sogar erhöht.

Zurückzuführen ist dies sicherlich auch auf die Einführung des Bachelorstudiengangs Biologie auf den einige Abiturienten sehnlichst gewartet haben. Seit Jahren werden die Studienberater der Universität mit Fragen gelöchert, wann denn endlich die UDE diesen Studiengang anbietet.

Jetzt ist es soweit. Nach gut zwei Jahren Planungszeit geht es ab Oktober endlich los. Von dem Run auf die Studienplätze wurden die Studiengangsplaner allerdings völlig überrascht: 1212 Abiturienten haben sich auf die 50 Plätze des neuen Studiengangs beworben. Und das obwohl die Fakultät auf Werbung fast völlig verzichtet hat. Der gute Ruf eilt wohl schon voraus. Nicht umsonst setzt die Fakultät auf kleine und sehr gut betreute Studiengänge.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Studiengang „Medizinische Biologie“ zu den Studiengängen mit der höchsten Absolventenquote der UDE gehört. Auch hier waren die Bewerberzahlen mit diesmal 1820 Bewerbern sehr hoch. Erfreulich: Die Fakultät für Biologie und Geographie konnte in Zusammenarbeit mit der Fakultät Medizin in diesem Jahr die Anzahl der Studienplätze von bisher 25 auf 46 erhöhen. Hohe NCs werden auch für die Biologie-Lehramtsstudiengänge erwartet. Ähnlich wie im letzten Jahr gab es hier ca. 2000 Bewerbungen auf die Studiengänge mit den unterschiedlichen Schultypen als Schwerpunktsetzung.

 

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