Bochum hat die schlechtesten Karten

Bochum hat sehr schlechte Karten, das Aus ist jetzt näher denn je, sagte Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg-Essen zu WDR.de. Das Opel-Werk sei schon älter und damit weniger effizient als andere, seine Mitarbeiter seien besser bezahlt als die in Osteuropa. Und: "Bochum war immer schon ein Schließungskandidat. Nur ein Wunder kann das Werk noch retten."

WDR2 17.05.2012

Das Risiko für Opel in Bochum ist so hoch wie nie

General Motors, US-Mutterkonzern des deutschen Autobauers Opel, plant offenbar die Schließung von zwei Werken in Europa, darunter auch das Werk in Bochum. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft kritisierte den Umgang mit Opel-Mitarbeitern.

WDR 2 Gespräch mit dem Auto-Experten Ferdinand Dudenhöffer: "Das Risiko für Opel in Bochum ist so hoch wie nie." (23.03.2012)
Ferdinand Dudenhöffer/Stefan Vogt, WDR 2 Mittagsmagazin

Werksschließungen, Schuldenkrise, sinkende Verkäufe

Die Autobranche verdient in der Ferne - darunter leidet auch Opel
Streiks gab es heute im holländischen Born: dort haben 1.000 Arbeiter im Autowerk von Mitsubishi die Arbeit niedergelegt, sie protestieren gegen die geplante Schließung des Werks zum Jahresende. Der japanische Autobauer will wegen der schwachen Nachfrage künftig keine Autos mehr in Europa bauen. Auch bei Opel in Bochum geht die Sorge um: Der Mutterkonzern GM könnte das Werk über kurz oder lang schließen - in dieser Woche sind wieder entsprechende Gerüchte aufgekommen. All das zeigt: Europa wird für die großen Autobauer immer unwichtiger. Das große Geld, das wird woanders gemacht. Und die Schuldenkrise in Südeuropa, sagt Jörg Marksteiner, macht das ganze noch schlimmer...
WDR5, 10.02.2012

Wie konkurrenzfähig sind Elektroautos?

Der Automobilexperte von der Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, widerspricht der Analyse des Öko-Instituts. Nach Untersuchungen seines Hauses würden Elektroautos bereits heute einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Bundesregierung müsse mehr für die Entwicklung der Elektro-Mobilität tun. Länder wie Frankreich oder die USA seien hier längst weiter.

Quelle: Radio Bremen, 30.01.2012