Dialog an Deck in Duisburg
Vom Feuerstein zum Antimaterie-Reaktor? – Energienutzung im Wandel der Zeit
Rund 100 Interessierte kamen am Donnerstagabend aufs Energieschiff in Duisburg, um mit Carl Friedrich Gethmann (Uni Duisburg-Essen), Frank Moseler (Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz), Ferdi Schüth (MPI für Kohlenforschung) und Moderator Karsten Schwanke über die Energienutzung im Wandel der Zeit zu dikutieren – ein erfolgreicher Abschluss der neuen Diskussionsreihe „Dialog an Deck“ für dieses Jahr.

Dialog an Deck: Wissenschaftler und Publikum diskutierten in Duisburg auf dem Energieschiff über die „Energienutzung im Wandel der Zeit“. Foto: Miriam Buchmann-Alisch/WiD
[12.08.2010] Dialog an Deck in Duisburg
Vom Feuerstein zum Antimaterie-Reaktor? – Energienutzung im Wandel der Zeit
Die Nutzbarmachung von Energie ist eines der Kennzeichen der Menschwerdung. Schon vor 1,5 Millionen Jahren, so vermuten manche Wissenschaftler, verwendeten die frühen Hominiden Feuer, um Nahrung zu garen und sich zu wärmen. Die Nutzung des Feuers durch den Menschen steht am Beginn der Geschichte der Energienutzung, die sich über den Einsatz fossiler Energieträger bis zur Erschließung der Kernenergie und demnächst vielleicht der Kernfusion zur Gewinnung von Strom und Wärme entwickelt hat.
Oft war die Erschließung neuer Energieformen mit technologischen und kulturellen Fortschritten verbunden. Die Nutzung des Feuers machte eine Besiedlung kühlerer Lebensräume möglich. Mit seiner Hilfe konnten Werkzeuge, Waffen, Tonzeug und Schmuck hergestellt werden, was die kulturelle Entwicklung maßgeblich beeinflusste. Die Nutzung der Dampfkraft und der Einsatz des Energieträgers Kohle bereiteten der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert den Weg. Heute sehen uns manche am Ende des fossilen Zeitalters, an der Schwelle zum Solarzeitalter. Welchen Einfluss wird das auf unser Leben haben? Wie soll der Übergang gestaltet werden? Und wie kann es gelingen, dass Energie klimafreundlich gewonnen wird und für alle Menschen dieser Welt in ausreichendem Maß verfügbar ist? Heute gehört Energie nur in den Wohlstandsgesellschaften zur Grundversorgung, während sie in Entwicklungsländern ein Luxusgut ist.
- Wie kann eine nachhaltige Energieversorgung in allen Teilen der Erde sichergestellt werden?
- Was können wir aus der Energienutzung der Vergangenheit für die zukünftige Energieversorgung lernen?
- Welchen Einfluss wird der Übergang zur Energieversorgung mit erneuerbaren Energien auf kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen haben?
- Wie lassen sich solche Entwicklungen steuern?
Diskutieren Sie diese und weitere Fragen mit:
Prof. Dr. Dr. Carl Friedrich Gethmann
Universität Duisburg-Essen, Institut für Philosophie, Essen
Frank Moseler M. A.
Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz, Forschungsbereich Altsteinzeit, Außenstelle Neuwied
Prof. Dr. Ferdi Schüth
Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, Mülheim
Die Diskussion wird moderiert von:
Karsten Schwanke
ZDF
Redaktion: Wissenschaft im Dialog
