Über 2,2 Millionen Euro für die Universitäten an der Ruhr
Mit über 2,2 Millionen Euro fördert die Stiftung Mercator mit der Initiative Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) 17 innovative Forschungsprojekte an den drei UAMR-Universitäten Bochum, Dortmund, und Duisburg-Essen. Diese Projekte konnten in der ersten Ausschreibungsrunde einen hochkarätig besetzten Beirat überzeugen. Mehr als 100 Antragsskizzen der drei Universitäten waren eingegangen, 43 zum weiteren Verfahren zugelassen.
Mit dieser Förderung verbinden die Stiftung Mercator und MERCUR das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen den drei Universitäten in der Metropole Ruhr zu fördern und sie gleichzeitig bei ihrer wissenschaftlichen Profilbildung zu unterstützen.
Zu den erfolgreichen Projekten, die nach den Standards der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgewählt wurden, gehört auch das Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen mit dem Titel Aufschlüsselung der Niveaustruktur von Elektronen-, Löcher- und Exzitonen-Systemen in selbstorganisierten InAs Quantenpunkten, an dem die Arbeitsgruppe von Prof. Axel Lorke und Dr. Martin Geller vom Lehrstuhl für Experimentalphysik beteiligt ist. Hier soll mit Hilfe einer neuartigen Kombination aus elektrischer und optischer Messung die Struktur von künstlichen „Atomen“ entschlüsselt werden. Das Ziel ist es, auf Quantenmechanik basierende Computer zu entwickeln, die um ein vielfaches schneller arbeiten als herkömmliche.
Weiterhin wurde auch das Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen mit dem Titel Silberdotierte Calciumphosphat-Nanopartikel als antibakterielle Wirkstoffe: Synthese, Charakterisierung und biologische Wirkung ausgewählt, an dem die Arbeitsgruppe von Prof. Matthias Epple vom Institut für anorganische Chemie beteiligt ist.
Alle ausgewählten Projekte stehen auf folgender Homepage www.mercur-research.de zum Download bereit.
Die Rektoren der drei Universitäten, Prof. Dr. Elmar Weiler (Ruhr-Universität Bochum), Prof. Dr. Ursula Gather (Technische Universität Dortmund) und Prof. Dr. Ulrich Radtke (Universität Duisburg-Essen), stimmen überein: „Wir sind mit dem Ergebnis der ersten Bewilligungsrunde sehr zufrieden. Es wurden von unseren drei Universitäten gemeinsam konzipierte Projekte bewilligt, die unsere Zusammenarbeit und damit den Zusammenhalt der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) deutlich stärken und profilieren werden. Zudem werden in jeder der drei Universitäten Forschungsprojekte finanziert, die das jeweils eigene Profil schärfen helfen. Wir sind zuversichtlich, dass wir uns mit Hilfe von MERCUR gemeinsam auf neue Wege begeben und den Standort Ruhrgebiet als wichtige Wissenschaftsregion auf internationaler Ebene präsentieren werden.“
Das Mercator Research Center ist eine Initiative der Stiftung Mercator und der UAMR und hat im März 2010 seine Tätigkeit aufgenommen. Mit dem Center soll die strategische Kooperation der drei Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen gestärkt werden. Die Wissenschaftler der UAMR-Universitäten können in vier verschiedenen Förderlinien Mittel beantragen: Projektförderung, Strukturförderung, Personenförderung und Anschubförderung. Das Center ist eines der bislang größten Projekte privater Wissenschaftsförderung im Ruhrgebiet.
