NanoEnergie = Energietechnik auf Basis von Nanotechnologie
Nanotechnologie gilt als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Sie bietet die Möglichkeit, maßgeschneiderte Materialien für eine große Bandbreite von Anwendungen herzustellen. Damit hat die Nanotechnologie das Potential auch im Bereich unserer zukünftigen Energieversorgung eine wichtige Rolle zu spielen. Auf Basis von gezielt hergestellten funktionalen Nanomaterialien können bestehende Verfahren der Energieumwandlung und Energiespeicherung effizienter und leistungsfähiger gemacht werden. Ebenfalls können nachhaltige und umweltschonende Wege in der Nutzung regenerativer Energien beschritten werden. Das gilt für die Energieproduktion, -speicherung und -einsparung gleichermaßen.
Dennoch haben Nanotechnologien bislang keinen angemessenen Eingang in die technische Nutzung gefunden. Das Problem für Unternehmen: Es fehlte bisher häufig an ausreichenden Mengen dieser spezifischen Nanomaterialien. Die erforderlichen Verarbeitungsverfahren und die Produkteigenschaften können daher oftmals nicht untersucht werden.
An dieser Stelle will das Duisburger NanoEnergieTechnikZentrum (NETZ) eingreifen. Etwa 50 Forscher arbeiten daran, maßgeschneiderte neue Materialien für energietechnische Anwendungen zu entwickeln und in ausreichenden Mengen bereitzustellen, damit die nachfolgenden Verarbeitungsverfahren, bis hin zur Anwendung erprobt werden können. Damit verbunden ist die Entwicklung von skalierbaren verfahrenstechnischen Prozessen, die eine Voraussetzung für die technische Nutzbarkeit der untersuchten Materialsysteme sind. Innerhalb eines Konsortiums von 4 Forschungseinrichtungen im Umfeld der Universität Duisburg Essen (Institut für Energie- und Umwelttechnik (IUTA), Zentrum für Brennstoffzellentechnik (ZBT), das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, sowie die Universität Münster) werden Materialien für Anwendungen im Bereich von Brennstoffzelle, Lithiumionen-Batterien, Energietechnisch relevante Katalyse, Photovoltaik und Thermoelektrik untersucht. Das Projekt ist eingebettet in ein Umfeld, in dem zwei DFG Sonderforschungsbereiche, eine Graduiertenkolleg sowie einige großskalige Projekte unter Landes- und EU Förderung etabliert sind. Ein auf die Bedürfnisse von NETZ abgestimmter Forschungsbau wir 2012 in Betreib genommen. Der an der Universität ansässige sehr erfolgreiche Studiengang NanoEngineering wirkt als Magnet für interessierte natur- und ingenieurwissenschaftlich interessierte Studierende und sorgt fürden erforderlichen hervorragend ausgebildeten wissenschaftlichen Nachwuchs in den Forschungsprojekten.
