Universität Duisburg-Essen
 Kopf Arial 3
Kopf Arial 3

Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis Computerlinguistik
Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2007/2008


Grundstudium

Simunic Grundlegende Programmiertechniken (Programmierung)

Bachelor Angewandte Informatik

V, 2 SWS, Do 14-16, LB 107

Anhand der Programmiersprache Java werden grundlegende Programmiertechniken in einer objektorientierten, modernen Sprache besprochen. Inhalte im Einzelnen: - Einführung und grundlegende Struktur von Programmen - Lexikalische Elemente, Datentypen und Variablen, Ausdrücke und Anweisungen - Objektorientierte Programmierung: Klassen, Methoden, Vererbung, Interfaces, Abstrakte Klassen - Standard und Utilityklassen - Generische Datentypen – Anwendung von Standardtypen - Ausnahmebehandlung - Ein- und Ausgabe mittels Streams - Graphische Oberflächen (Einführung) - Einführung - Ereignisbehandlung - Anwendung der JSDK Utility Programme (Javadoc etc.).

Weitere Informationen zur Vorlesung finden Sie hier.

Simunic Grundlegende Programmiertechniken (Programmierung)
Ü, 2 SWS, LF 257

Gruppe 1: Di 10-12 Uhr
Gruppe 2: Di 12-14 Uhr
Gruppe 3: (neu) Mi 10-12 Uhr
Gruppe 4: (neu) Mi 12-14 Uhr
Gruppe 5: Do 10-12 Uhr

Hauptstudium

Hoeppner Benutzermodellierung in natürlichsprachlichen Systemen
HS, 2 SWS, Di 14-16, LF 125

Natürlichsprachliche Äußerungen enthalten oft keine expliziten Informationen darüber, mit welchen Absichten des Sprechers sie verbunden sind. Menschliche Gesprächspartner inferieren diese Absichten und können so erst adäquat reagieren. In natürlichsprachlichen Systemen (und immer mehr in Anwendungssystemen wie z.B. Netzwerkbrowser) dient ein Benutzermodell dazu, Annahmen über die Intentionen abzuleiten. Im Seminar sollen die bisher erarbeiteten Ansätze für den Aufbau und die Verwendung von Benutzermodellen vorgestellt werden.
Hoeppner Sprachtechnologie (Kommedia)
(Computerlinguistische Methoden der Semantik; Magister CL)
Vorlesung, 2 SWS, Mo 16-18, LE 105, ab 12.11.07 in SG 135

Um die Bedeutung sprachlicher Äußerungen und Texte darstellen zu können, wurden in der Computerlinguistik zahlreiche Notationen entwickelt. In der Vorlesung werden die wichtigsten dieser semantischen Repräsentationssprachen vorgestellt. Wie in der Linguistik kann man auch hier von logikorientierten Ansätzen und von pragmatisch orientierten Ansätzen sprechen: erstere versuchen, die Bedeutungsdarstellung von Sätzen an Wahrheitsbedingungen zu binden, während letztere die Äußerungssituation, insbesondere auch die mit einer Äußerung verfolgte Absicht mit einbeziehen. Für die Verwendung von semantischen Repräsentationssprachen in Computersystemen sind insbesondere Verarbeitungsaspekte wichtig, d.h. wie kann eine semantische Repräsentation für eine sprachliche Äußerung erzeugt werden (Analyse) und wie kann aus einer semantischen Repräsentation eine sprachliche Form erzeugt werden (Generierung). In der Praxis sind für diese Zwecke häufig mehrstufige Beschreibungssprachen entwickelt worden, deren Ebenen sich im Grad der Eindeutigkeit oder Explizitheit unterscheiden.

Hoeppner, Taday Datenschutz, Praxisprojekt (Kommedia)
2 SWS, Do 14-16, LF 226

Mit zunehmender Verbreitung von Internet-Diensten im privaten, beruflichen und wirtschaftlichen Leben gerät der Datenschutz immer stärker ins Blickfeld. In diesem Praxisprojekt wollen wir uns in verschiedene aus der Sicht des Datenschutzes sensible Bereiche einarbeiten, deren spezifische Problematik durchleuchten und Lösungsansätze kritisch beurteilen. Beispiele für solche Bereiche sind die folgenden:

• Gesundheitswesen (Identitätsmanagement, Patientendaten)
• Finanzbereich (Bundesweite Steuerdatenbank)
• Web 2.0 Anwendungen (Suchmaschinen, Emailverkehr etc.)
• Urheberschutz (Digitale Bibliotheken, Fachzeitschriften)
• Rechnerausspähung (Schäuble-Pläne)
• E-Commerce (Personalisierung, Recommender Systeme)
• Vertrieb/Marketing (Customer Relationship Management, Data Warehouse, Kundenkarten)
• Kriminalität (Polizei, BND, BKA etc.)
• RFID-Technologien (Ambient Intelligence)
• Betriebliche Anwendungen (Personaldaten, Qualitätssicherung etc.)

Als Ergebnis soll ein Internet-Portal erstellt werden, auf der Recherche-Ergebnisse und Fallbeispiele präsentiert werden, wobei jeweils ein Schwerpunkt auf die Einschätzung jetziger und zukünftig möglicher Technologien gelegt werden soll.

Wagner Intelligente Recherche-Strategien für eHumanities, Praxisprojekt (Kommedia)
2 SWS, Di 14-16, LF 226


Im Computerzeitalter gewinnt die digitale Archivierung, Verwaltung und Bearbeitung von Texten zunehmend an Bedeutung. Auch in den Geisteswissenschaften hat die digitale Speicherung und Aufbereitung kulturellen Wissens unter dem Stichwort eHumanities (enhanced Humanities) bereits Einzug gehalten. Obwohl das Potential dieser neuen Form der Textdatensammlung und �systematisierung für die Geistes- und Kulturwissenschaft unverkennbar ist, fehlt es bisher an Anwendungen (Software), welche die spezifischen Herangehensweisen dieser Disziplinen gezielt unterstützen. Ein exemplarisches komplexes Anwendungs-Szenario ergibt sich aus der sog. Text-Kontext-Theorie in der Literaturwissenschaft, die literarische (und sonstige) Texte in Beziehung zu anderen Texten der jeweiligen Epoche setzt und markante Parallelen und Abweichungen aufzeigt. Um eine solche Analysearbeit durch den Computer zu unterstützen, sind Recherche-Verfahren notwendig, die weit über die bekannte „Google-Suche“ hinausgehen. Es müsste möglich sein, gezielt inhaltliche und stilistische Merkmale in die Suche einzubeziehen, z.B. Schreibvarianten (aufwendig vs. aufwändig), Wortarten-Muster (welche Adjektive modifizieren „Autobahn“?), grammatische Muster (direkte Objekte von „bauen“), Synonyme und bedeutungsverwandte Ausdrücke (Autobahn: Autostraße, Straße, Verkehrsweg, Auto, Fahrzeug, fahren). Ferner müssten derartige Recherchen parallel auf die eigentlich untersuchten Texte und auf Texte in deren Umfeld (Kon-Texte) angewandt werden, wobei letztere in verschiedene Kategorien unterteilt sein müssten, damit man z.B. Äquivalenzen eines Gedichts mit zeitgenössischen politischen Reden, Predigten, Werbetexten, oder Gebrauchsanweisungen feststellen könnte. Hierfür wären wiederum automatische Textkategorisierungsverfahren erforderlich, um die Fülle der digitalisierten Texte erfassen zu können. Ziel dieses Praxisprojekts ist es, technische und infrastrukturelle Voraussetzungen und Möglichkeiten für derartige Recherche-Szenarien zu eruieren und auf einem Internet-Portal vorzustellen. Inhalte dieses Portals können u.a. sein:

• verfügbare digitale Text-Korpora
• sprachtechnologische Verfahren und Ressourcen für eine intelligente Recherche
• spezielle Anforderungen aus kulturwissenschaftlicher Sicht
• bereits existierende Software
• Grenzen der bestehenden Ressourcen und Techniken sowie mögliche/wünschenswerte Weiterentwicklungen
Letzte Änderung: Mittwoch, 26.3.2008
© Universität Duisburg-Essen - Kontakt: armin.wiefels@uni-due.de