Hilfe für Betroffene

Beratungsangebote nach der Loveparade

[27.07.2010] Viele Besucher der Loveparade, darunter auch Universitätsangehörige, leiden unter den traumatischen Ereignissen. Einrichtungen an der UDE bieten Betroffenen kurzfristig Beratung und Hilfe an:

Traumaambulanz des Uniklinikums Essen

Sie ist unter der Telefonnummer 0201 / 7227-521 zu erreichen.

http://www.rk-essen.lvr.de/behandlungsangebote/ambulanzen/trauma.htm

Es kann sehr hilfreich sein, kurz nach dem schlimmen Erlebnis über diese Erfahrungen zu sprechen – sei es mit Freunden, der Familie, anderen Betroffenen oder professionellen Beratern. Dies gilt insbesondere bei Schlafstörungen oder wenn Bilder und Erinnerungen der Ereignisse sich in anderer Form als belastend bemerkbar machen.

„Die wiederkehrenden aufwühlenden Bilder, das schmerzhafte Mitleiden ist auch eine heilsame und notwendige Reaktion des Gehirns, um das Geschehen zu verarbeiten“, erklärt Ulrike Schultheis von der Traumaambulanz, die bereits von vielen Loveparadebesuchern kontaktiert wurde. „Wenn die Symptome nach zwei Wochen noch nicht abgeklungen sind, sollte man sich allerdings in fachärztliche Behandlung begeben.“

Psychologische Beratung des ABZ

http://www.uni-due.de/abz/studierende/psychologische-beratung.shtml

Studierende, die mit dem Erlebten nicht fertig werden, können sich außerdem an das Akademische BeratungsZentrum Studium und Beruf der Uni (ABZ) wenden, das auch in den Semesterferien psychologische Betreuung bietet. „Wir gehen davon aus, dass die betroffenen Studierenden mit einer gewissen Zeitverzögerung zu uns kommen – nämlich dann, wenn sich die Erlebnisse auf die Leistungen auswirken“, sagt Elke Muddemann-Pulla, die mit ihrem Kollegen Bernd Göhing die Krisensprechstunden an beiden Campi anbietet. „Wir können eine Art "Erste Hilfe" leisten. Für eventuell erforderliche therapeutische Hilfe werden wir dann die Studierenden an geeignete niedergelassene Fachleute vermitteln.“

Rechtsbeistand

UDE-Studierende, die selbst direkt oder indirekt Opfer des Loveparade-Unglücks geworden sind, können sich an Professor Dr. Thomas Feltes vom Lehrstuhl für Kriminologie und Polizeiwissenschaft der Ruhr-Uni Bochum wenden. Der Jurist und Pädagoge bietet an, Hinterbliebene, Verletzte oder psychisch Betroffene bei Strafanzeigen gegen die Verantwortlichen zu beraten und im weiteren Verfahren auch ohne Kosten zu unterstützen.

Kontakt: thomas.feltes@rub.de, oder telefonisch unter 0173/31 70 807