Fakultät für Biologie

Kurzprofil


Laborarbeit, wie hier im Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB), erwartet die Studierenden nicht erst nach ihrem Abschluss.

Als Lehre vom Leben ist die Biologie eine breit gefächerte Wissenschaft. Dies spiegelt sich im Angebot der Fakultät für Biologie und Geographie wider, das von den organismisch orientierten Fächern der Zoologie und Botanik bis hin zur Genetik, Molekularbiologie und Biochemie reicht. In diesem Kontext kooperieren die Arbeitsgruppen eng mit dem Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB) und dem Zentrum für Wasser- und Umweltforschung (ZWU).

In der Forschung zeichnet sich die Fakultät durch drei Schwerpunkte aus: So geht es in der Medizinischen Biologie um die Analyse von molekularen Mechanismen menschlicher Krankheiten. In enger Kooperation mit der Medizin werden die Grundlagen menschlicher Erkrankungen auf molekularer Ebene erfasst. Hierauf aufbauend sollen gezielte Therapien mit möglichst geringen Nebenwirkungen auch für seltene oder bisher nicht zu behandelnde Erkrankungen entwickelt werden. Das DFG-geförderte Graduiertenkolleg Transkriptionskontrolle, Chromatinstruktur und DNA-Reparatur in Entwicklung und Differenzierung ermöglicht jungen DoktorandInnen, die Grundlagen der Genregulation in einem exzellenten Forschungsumfeld zu untersuchen.

Der zweite Akzent liegt im Bereich der Wasser- und Gewässerökologie. Hier reicht das Spektrum der Forschung von Untersuchungen zur Biodiversität, über die Parasitologie bis hin zu den angewandten Themen der Gewässerbewertung. Mit WISER (Water bodies in Europe: Integrative Systems to assess Ecological status and Recovery) wurde wiederholt ein bedeutendes EU-Projekt eingeworben - Ziel ist es, neue Formen der Bewertung und Renaturierung von Gewässern zu entwickeln.

Die Empirische Lehr-Lernforschung in der Fachdidaktik bildet den dritten Schwerpunkt. Damit reagiert die Fakultät auf die bildungspolitischen Herausforderungen, die sich aus internationalen Vergleichsstudien zum naturwissenschaftlichen Unterricht ergeben haben.

In der Lehre wird der bisherige Schwerpunkt in der Lehramtsausbildung durch forschungsorientierte Bachelor- und Masterprogramme ergänzt. Großes Interesse ruft bereits seit einigen Jahren der Studiengang Medizinische Biologie hervor, in dem junge NaturwissenschaftlerInnen für die akademische und industrielle Forschung ausgebildet werden. Zurzeit wird der Bachelor-/Masterstudiengang Biologie akkreditiert, parallel das Masterprogramm Enviromental Toxicology eingeführt. Zur Internationalisierung der Lehre trägt der Masterstudiengang Transnational Ecosystem Based Water Management bei, der in Kooperation mit der Universität Nijmegen (Niederlande) AbsolventInnen in Ökologie, Technik und Management ausbildet.