Fakultät für Medizin
Kurzprofil

Begegnung im Institut für Anatomie.
Die Medizinische Fakultät der UDE ist die kleinste ihrer Art in Nordrhein-Westfalen, aber den Wettbewerb mit den Großen scheut sie nicht. Mit der engen Verzahnung zwischen Klinik und Vorklinik bietet die Fakultät ihren Studierenden eine attraktive Ausbildung, die doppelt interessant wird, weil etliche Arbeitsgruppen in der Theoretischen und Praktischen
Medizin mit ihren Forschungsergebnissen auch im internationalen Wettbewerb in der ersten Reihe stehen.
Die Konzentration auf die drei Forschungsschwerpunkte Herz-Kreislauf, Onkologie, Transplantation und den vernetzenden Schwerpunkt Immunologie und Infektiologie sowie eine daran ausgerichtete gezielte Berufungspolitik haben der Fakultät ein klares Profil gegeben. Es sind gleichzeitig die großen Themen, die die Einrichtungen auch in der Krankenversorgung zu einer bekannten Adresse machen. So ist das Westdeutsche Tumorzentrum (WTZ) aufgrund hervorragender Leistungen in der Forschung und Krankenversorgung von der Deutschen Krebshilfe als Onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet worden und die Klinik für Knochenmarktransplantation ist europaweit führend sowie nach Seattle weltweit die zweitgrößte.
Die DFG unterstützt die Forschungsbestrebungen durch Förderung einer Klinischen Forschergruppe, eines Graduiertenkollegs und eines Transregio-Sonderforschungsbereichs. So analysieren unter Essener Leitung deutsche und chinesische WissenschaftlerInnen die Grundlagen für die Immuntherapie und Impfungen mit Fokus auf die Erkrankungen Aids (HIV) und Leberentzündung (Hepatitis B und C). Das Graduiertenkolleg etabliert in der Rhein-Ruhr-Region ein Forum, in dem der wissenschaftliche Nachwuchs in der Grundlagenforschung zur Infektionsimmunologie ausgebildet werden kann, und die Klinische Forschergruppe ist die einzige in Deutschland, die sich mit der Optimierung der Leberlebendspende auseinandersetzt.
Viele Forschungsverbünde über Fach- und geographische Grenzen hinweg bestätigen das breite Spektrum der wissenschaftlichen Arbeit, und mit ihren Publikationsleistungen nimmt die kleine Fakultät in Nordrhein-Westfalen einen Spitzenplatz ein. Folgerichtig kann sich auch ihre Drittmittelbilanz mit der Förderung mehrerer Stiftungsprofessuren sehen lassen.
Die Studierenden profitieren von der fachlichen Breite des Klinikums. Neben naturwissenschaftlichen und medizinischen Grundlagen werden sie in zahlreichen klinischen Fächern ausgebildet. Dabei erleben sie die unaufhaltsame Weiterentwicklung der Hochleistungsmedizin aus nächster Nähe: Im Westdeutschen Protonentherapiezentrum (WPE) bietet das Klinikum seit kurzem eine Form der Tumortherapie an, die weltweit bisher nur an wenigen Orten eingeführt ist.
