Weit über die Region bekannt

Fünf Profilschwerpunkte in der Forschung

In der Forschung setzt die Universität auf fünf Profilschwerpunkte: Nanowissenschaften; Biomedizinische Wissenschaften; Urbane Systeme, Logistik und Verkehr; Empirische Bildungsforschung; Wandel von Gegenwartsgesellschaften . Dabei kann sie sich auf herausragende Vorleistungen zahlreicher Arbeitsgruppen stützen.

Weit über die Region hinaus hat sich die Universität mit verschiedenen Projekten zu Grundlagen und Anwendungen der Nanotechnologie bekannt gemacht. In Nordrhein-Westfalen will sie auf diesem Gebiet die "Nummer eins" werden und damit ein Schlüsselthema der nächsten Jahrzehnte besetzen. Die Chancen dafür stehen gut: Vier Sonderforschungsbereiche und zwei Graduiertenkollegs sind den Nanowissenschaften gewidmet. Spannend ist in diesem Schwerpunkt die Beschäftigung mit sogenannten intelligenten Materialien. Dazu gehören Werkstoffe, die sich an ihre ursprüngliche Form erinnern können und die zum Beispiel für die Steuerungs- und Regelungstechnik neue Perspektiven eröffnen. Zum grundlegenden Wandel traditioneller Produktionsverfahren können auch Materialien mit "maßgeschneiderten" optischen, elektronischen, magnetischen und mechanischen Eigenschaften beitragen.

Der Profilschwerpunkt "Biomedizinische Wissenschaften" an der UDE vernetzt die Grundlagenforschung in den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Bereichen an den Campi Essen und Duisburg mit der klinischen Forschung am Universitätsklinikum in Essen. Er umfasst dasZentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB) und das Erwin L. Hahn Institut, eine hochschulübergreifende interdisziplinäre Forschungsinstitution zur Erforschung und Anwendung der Magnetresonanz-tomographie (MRT) Bildgebung in den Neurowissenschaften und in der medizinischen Diagnostik und Therapie. Die aktive Vernetzung der Forschergruppen untereinander fördert und ermöglicht über Kooperationen und vielfältige, gemeinsame interdisziplinäre Projekte die Entwicklung von Ideen und Innovationen. Aktuelle Forschungsergebnisse können direkt in die klinische Forschung bis hin zur Durchführung klinischer Studien eingebunden werden.

In einem der größten Ballungsräume Europas befassen sich Ingenieur-, Wirtschafts-, Natur- und Gesellschaftswissenschaftler mit der Zukunft urbaner Systeme und arbeiten an tragfähigen Konzepten für die nachhaltige Entwicklung des menschlichen Lebensraumes im Kontext des Strukturwandels. Für diesen Zweck müssen ökologische, ökonomische und soziologische Sichtweisen zusammengeführt und in politisch machbare Strategien umgesetzt werden. Die Integration von Stadt und Verkehr, das Mobilitätsverhalten im Personen- und Güterverkehr, eine vernünftig in die Stadtstrukturen eingebundene Abfall- und Verkehrsbewältigung oder die zuverlässige Ermittlung der Wasserqualität sind einige der Stichworte, unter denen zahlreiche Arbeitsgruppen ihre Aktivitäten bündeln.

Vertreter der Empirischen Bildungsforschung, der Fachdidaktiken sowie der Lehr-Lernpsychologie arbeiten an der Entwicklung eines konkurrenzfähigen Bildungssystems, einem seit der PISA-Studie besonders breit diskutierten Thema. Die Universität, eines der nordrhein-westfälischen Zentren der Lehrerausbildung, ist auch ein Zentrum der Bildungsforschung. Dies zeigt sich an einer bislang einzigartigen Unterstützung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Sie erwartet aus der zeitgleichen Einrichtung einer Forschergruppe und eines Graduiertenkollegs schnelle und aussagekräftige Arbeitsergebnisse.

In einer interdisziplinären Perspektive befassen sich die Gesellschaftswissenschaften mit dem Wandel von Gegenwartsgesellschaften. Globalisierung heißt Veränderung. Die globalisierte Welt des 21. Jahrhunderts zeichnet sich durch vielfältige Phänomene gesellschaftlichen und politischen Wandels sind. Die Veränderungen geschehen rasant. Sie führen zur Herausbildung neuer Strukturen und Gewohnheiten in Politik und Gesellschaft, die in rasender Geschwindigkeit die alten ablösen. Der Wandel geschieht unerhört schnell.. Gleichwohl sind die Probleme und die Konstellationen, in denen sich Politik und Gesellschaft bewegen, global bzw. haben globale Auswirkungen. Die Gesellschaftswissenschaften haben vier Schwerpunktfelder identifiziert, um Hintergründe, Erscheinungsformen, Auswirkungen und nicht zuletzt Gestaltungsmöglichkeiten dieser umfassenden Prozesse des sozialen und gesellschaftlichen Wandels zu untersuchen.

  • Neue Arbeitsgesellschaft und soziale Integration
  • „Government und „Governance“
  • Legitimation und Teilhabe
  • Methoden der Analyse von Gegenwartsgesellschaften