Historische Wurzeln

Der Diversity Management-Ansatz stammt aus den USA und wird dort bereits über 20 Jahre, seit Mitte der 1980er-Jahre, diskutiert, erforscht, in die Praxis umgesetzt und auch in fast allen Institutionen "gelebt".

Die historischen Wurzeln von Diversity und Diversity Management (DiM) gehen noch weiter zurück und liegen in den Bürgerrechtsbewegungen, den Protesten und den Kämpfen gegen Diskriminierung und für Gleichbehandlung in den USA in den 1950er/-60er Jahren.

In den 60er Jahren wurde gesetzlich verankert, dass es keine Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Hautfarbe, Rasse, nationaler Herkunft oder der Religion geben darf. In den 70er Jahren begann man in den USA mit der Affirmative Action (AA) und den Equal Employement Opportunities (EEO)-Programmen.

"Difference Paradigm" und die Nutzung von Diversity als Ressource

In den 80er Jahren änderte sich zunehmend die Perspektive von der Anti-Diskriminierung hin zu einer Nutzung der Kompetenzen der vielfältigen Belegschaft. Mit diesem „difference paradigm" und der positiven Perspektive auf Diversity begann die Auseinandersetzung mit dem Thema. So entstand auch 1987 der Report: Work Force 2000; Work and Workers for the Twenty-First Century" vom Hudson Institute, welcher als der Beginn des Themas Diversity und DiM betrachtet werden kann.

Von den USA aus ging die Entwicklung in den 90er Jahren über Großbritannien nach Europa. Die Entwicklung in Großbritannien wurde von den Erfahrungen aus den USA stark beeinflusst. Die ersten Publikationen über das Thema und dessen Einführung in den deutschsprachigen Raum erfolgten Ende der 90er Jahre.