Wie in der Gesellschaft allgemein hat auch an Universitäten die kulturelle Vielfalt zugenommen. Zum einen kommen zunehmend mehr ausländische Studierende an eine deutsche Hochschule, zum anderen haben nicht wenige Studierende, die in Deutschland aufwuchsen und hier die Schule besuchten, einen Migrationshintergrund. Konkrete Zahlen hierzu liegen jedoch kaum vor, da meistens nur die Staatsangehörigkeit bekannt ist.
Kulturelle Vielfalt an der UDE
Auch an der Universität Duisburg-Essen sind zahlreiche Nationalitäten vertreten. Studierende mit einer deutschen Staatsangehörigkeit stellen zwar die Mehrheit dar, doch gibt es z.B. sehr viele türkische und chinesische Studierende. Hinzu kommen Studierende mit einem Migrationshintergrund. Auch wenn hierzu keine konkreten Zahlen vorliegen, kann davon ausgegangen werden, dass deren Anteil recht hoch ist, da die UDE mitten im Ruhrgebiet und somit in einem der großen Zuwanderungsgebiete Deutschlands liegt. Unterstützt wird diese Vermutung durch die Studierendenbefragung 2009: Über ein Viertel der Teilnehmenden hat einen Migrationshintergrund.
Förderung der kulturellen Vielfalt
Mit unterschiedlichen Angeboten will die UDE die kulturelle Vielfalt gezielt unterstützen. Um voneinander und miteinander Fremdsprachenkenntnisse auszubauen und Einblicke in andere Kulturen zu erhalten, wird beispielsweise das "Sprachtandem" angeboten. Für Studierende gibt es darüber hinaus eineninternationalen Stammtisch. Ausländische Studierende erhalten bei allen Fragen nicht nur Unterstützung durch das Akademische Auslandsamt, sondern auch durch Tutoren und Tutorinnen, des Tutoren Service Centers. Ansprechpartnerinnen sind ferner die evangelischen Studierendengemeinden in DuisburgundEssen sowie die katholische Hochschulgemeindegemeinde.
Für Studierende mit Zuwanderungsgeschichte wird außerdem eininterkulturelles Mentoring-Programm angeboten und Stipendiaten mit Migrationshintergrund können zusätzlich an einem speziellen Tutorium teilnehmen.
Da es nicht nur das Anliegen der UDE ist, ihre Studierenden zu unterstützen, sondern bereits Schülerinnen und Schüler zu fördern, insbesondere wenn sie einen Zuwanderungshintergrund haben, gibt es auch für diese spezielle Angebote. Neben dem Förderunterricht ist es insbesondere das Projekt Chance2, durch das die so genannten Bildungsinländer auf ihren Weg an und in der Uni unterstützt werden.