Kapazitätserweiterungen der Hochschulen

Der Hochschulpakt 2020

Campus Duisburg

Um für die zu erwartende steigende Zahl an Studienbewerbern und Studienbewerberinnen die Kapazitäten an allen Hochschulen erheblich zu erweitern, haben Bund und Länder mit dem „Hochschulpakt 2020" ein milliardenschweres Sonderprogramm aufgelegt.

2007 haben Bund und Länder der Vereinbarung über den Hochschulpakt 2020 zugestimmt. Mit dieser ersten Phase des Hochschulpakts 2020 I wurden die Rahmenbedingungen geschaffen, die es den Hochschulen ermöglichen sollen bis 2010 insgesamt 91.370 zusätzliche Studienanfänger und Studienanfängerinnen gegenüber 2005 aufzunehmen. Am 4. Juni 2009 haben die Regierungschefs von Bund und Ländern die Fortsetzung des Hochschulpakts 2020 (Hochschulpakt 2020 II) unterzeichnet. Bund und Länder schaffen damit ein Angebot für die in den Jahren 2011 bis 2015 zu erwartenden 275.000 zusätzlichen Studienanfänger und Studienanfängerinnen.

Für Nordrhein-Westfalen beinhaltet die Vereinbarung differenzierte Ausbauplanungen an den Universitäten und Fachhochschulen für rund 90.000 zusätzliche Studienanfänger und Studienanfängerinnen in den Jahren 2011 bis 2015.

Hochschulpakt 2020 I (2007-2010)

Die Universität Duisburg-Essen hat sich verpflichtet im Rahmen des Hochschulpakts 2020 I Vorkehrungen dafür zu schaffen, 1.312 zusätzliche Studienanfänger und Studienanfängerinnen in den Studienjahren 2007 bis 2010 aufzunehmen.

Hochschulpakt 2020 II (2011-2015)

Der Hochschulpakt 2020 II sieht vor, dass die Universität Duisburg-Essen von 2011 bis 2015 weitere 3.288 zusätzliche Studienanfänger und Studienanfängerinnen aufnehmen wird. Darüber hinaus wird sich die Universität Duisburg-Essen bemühen, weitere 1.920 Studienplätze zu schaffen, soweit das Ministerium (MIWF NRW) diese Plätze auch ausfinanziert.

In der Medizin wie auch in anderen apparativen Fächern ist eine Erhöhung der Studienplätze eine besondere Herausforderung, da einhergehend auch eine Erhöhung von Laborplätzen, Praktika etc. erfolgen muss. In der Medizin werden für die Jahre 2011 bis 2015 im Rahmen einer separaten Vereinbarung mit dem MIWF NRW pro Studienjahr rund 190 Studienplätze zur Verfügung gestellt werden, was einer Erhöhung der derzeitigen Kapazität um etwa 12 % entspricht.