1. Special: Moodle im Bildungskontext Schule und Universität (Anglistik)

Herr Rumlich ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Fakultät für Geisteswissenschaften und lehrt im Fachgebiet Anglistik. Als Lehrbeauftragter ist er zudem im Institut für Psychologie der Universität Duisburg-Essen tätig. Sein Spezialgebiet ist die angewandte Linguistik und Sprachdidaktik, speziell bilinguales Lehren im Unterricht und quantitative Forschungsmethodik. Durch einen Auslandsaufenthalt an der Waikato University in Hamilton (Neuseeland) gilt sein besonderes Interesse den kulturellen und linguistischen Eigenheiten der neuseeländischen Kultur und Sprache, die er erforscht und lehrt. Neben seiner Beschäftigung an der Universität hat er einen Lehrauftrag an einem Essener Gymnasium, an dem er in einem 11. Jahrgang Englisch unterrichtet.

Als Fachdidaktiker nutzt Herr Rumlich die Moodle-Plattform im schulischen sowie im universitären Kontext, um den Präsenzunterricht durch die vielfältigen Möglichkeiten, die eine kreative Nutzung der Lernaktivitäten ermöglicht, zu ergänzen. Im Folgenden werden die hervorstehenden Merkmale von drei Kursangeboten vorgestellt, die mit der Lernplattform Moodle in unterschiedlichen Lehr- und Lernszenarien realisiert werden.

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Moodle im Bildungskontext „Schule“

2. Englischunterricht Klasse 11

Als Ergänzung zum Schulunterricht bietet Herr Rumlich einen Moodlekurs für zahlreiche Zwecke an: so nutzt er beispielsweise die Lernaktivität Wiki, um ein gemeinsames digitales „Vokabelheft“ zu führen, welches Begriffe beinhaltet, die im Unterricht gemeinsam zusammengetragen wurden. Dies wird mithilfe einer Tabelle realisiert, in die jede/r Schüler/in eine Vokabel pro Woche eintragen muss. Mithilfe der Funktion „Änderungen“ kann Herr Rumlich verfolgen, welche/r Schüler/in zu welchem Zeitpunkt einen Beitrag zu dieser Gruppenarbeit geleistet hat.

Ferner wird die Lernaktivität Wiki eingesetzt, um in einer weiteren Tabelle gemeinsam Klausurberichtigungen durchzuführen.

Mithilfe der Lernaktivität Aufgabe wird außerdem eine Hausaufgabe gestellt, bei der Schüler und Schülerinnen Fotos in bestimmten Kameraeinstellungen machen und diese anschließend mit einer entsprechenden Beschreibung in die Datenbank des Moodlekurses hochladen müssen.

Speziell für den letzteren Einsatzzweck der Lernplattform gab es von den Schülern und Schülerinnen viel positives Feedback. Durch die Ausrichtung der Lernaktivitäten an die speziellen Bedürfnisse der Schüler/innen und die Lernautonomie wurde somit die Motivation sichtlich gesteigert.

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Moodle im Bildungskontext „Universität“

3. Kurs zum Thema "Neuseeland"

Neben gewöhnlichen Zwecken, wie der Dateiablage von Multimediainhalten und der wöchentlichen Hausaufgabenstellung, nutzt Herr Rumlich erneut die Lernaktivität Wiki, um eine Gruppenarbeit der besonderen Art zu realisieren: während seines eigenen Auslandsaufenthaltes in Neuseeland knüpfte der Dozent Kontakt zu einem 32-jährigen Neuseeländer und einem 28-jährigen Deutschen, die sich beide bis heute in Neuseeland aufhalten. In seinem Kurs erfolgt zu einem gegebenen Zeitpunkt ein Telefonat über die Videokonferenzsoftware Skype, bei der die Studierenden des Kurses den beiden Bekannten Fragen stellen können.

Die Lernaktivität Wiki wird in diesem Zusammenhang für folgende Zwecke eingesetzt: in einem ersten Schritt muss jeder Studierende zwei Fragen formulieren und hochladen, die daraufhin in einem zweiten Schritt von den anderen Kursteilnehmern mit Punkten versehen werden. Auf diese Weise erhalten die aufgeworfenen Fragen ein Ranking, in dessen Reihenfolge sie dann während des Telefonats an die beiden Bekannten in Neuseeland gestellt werden.

Während des Telefonats erhält ein/e Kursteilnehmer/in die Aufgabe, ein Protokoll des Gesprächs anzufertigen und dieses ebenfalls in einem Wiki zusammenzutragen, sodass die auf diese Weise gewonnenen Kenntnisse zur Prüfungsvorbereitung an einer zentralen Stelle gesammelt werden.

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4. EFL Kurs (English as a Foreign Language)

In Herrn Rumlichs Didaktik-Kurs gibt es ebenfalls zwei Elemente, die besonders auffallen: zum einen wird ein Arbeitsauftrag formuliert, eine Recherche in Fachpublikationen zu einem bestimmten Thema vorzunehmen und den ausgewählten Artikel zu rezensieren. Dies wird mit der Lernaktivität Forum realisiert. Studierende können jedoch nur die Beiträge ihrer Kommilitonen lesen, wenn sie selbst einen Beitrag geschrieben haben. Auf diese Weise muss jede/r Student/in seine/ihre eigene Recherche anstellen und kann nicht bei den Ergebnissen der Kommilitonen abkupfern.

Um seinen Studierenden einen echten Mehrwert für das gesamtes Studium zu bieten, nutzt Herr Rumlich zum anderen die Lernaktivität Glossar, die er zusammen mit seinen Studierenden mit didaktischen Begriffe rund um das Thema „Englisch als Zweitsprache“ füllt. Die einzelnen Einträge wurden dabei eigenständig von den Studierenden recherchiert, in eigenen Worten wiedergegeben und anschließend eingetragen. Aufgrund der Tatsache, dass Herr Rumlich den Kurs nach Ablauf des Semesters nicht schließt und die Studierenden weiterhin eingeschrieben bleiben können, steht den Teilnehmern das Glossar für den restlichen Verlauf ihres Studiums als Nachschlageressource zur Verfügung.

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