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1. Einführung
Die Mitarbeiter eines Großlagers müssen stets bei der Aufnahme der Ware tief in das Regal greifen. Dies ist notwendig, sobald die Palette im vorderen Teil keine Ware enthält. Dabei entsteht eine tief gebückte Haltung mit weit nach vorne vorgestreckten Armen. Solche oder ähnliche Bewegungen ziehen eine deutlich erhöhte Belastung der gesamten Wirbelsäule nach sich. Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer äußerst ungünstigen Körperhaltung auszugehen, die bei oftmaliger Wiederholung zu einer dauerhaften Überlastung und damit auch zu Schäden an der Wirbelsäule führt. Fast die Hälfte aller Unfälle im Kommissionierbetrieb ist auf erschwerte Warenhandhabung zurückzuführen.
2. Funktion
Der Vorgang des Drehens einer Palette erfolgt wahlweise ebenerdig bzw. auf der 1. Regalebene und besteht aus 12 Schritten. Die ersten drei Schritte macht der Fahrer manuell, die restlichen Schritte erfolgen automatisch, wobei der Fahrer die Geschwindigkeit mittels eines Joysticks bestimmen kann.
3. Ziel
Entwicklung eines Palettenwendegeräts zum automatisierten Drehen der halb vollen Paletten in Großkommissionierlagern zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Wirtschaftlichkeit.
4. Technische Daten und Anforderungen
Das Palettenwendegerät ist konzipiert als ein Anbaugerät für einen 3 t Gabelstapler. Es wiegt ca. 1 t und hat eine max. Traglast von 1 t (max. Traglast einer EURO-Palette). Der Drehvorgang dauert insgesamt 25 s ebenerdig und 31 s auf der 1. Regalebene. Dabei ergibt sich eine mögliche Reduzierung der Greifzeiten um durchschnittlich 27 %; bei einem Greifzeitanteil von 22 % - 35 % ist eine Reduzierung der Kommissionierzeit um durchschnittlich 7 % möglich.
Förderung und Kontakt
Dieses Projekt wird gefördert durch:
Großhandels- und Lagerei-Berufsgenossenschaft
IWS Ingenieurgesellschaft Weiner und Schröter mbH
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich Bitte an:
B. Eng. Tomislav Stevanovic
e-mail: pwg@uni-duisburg.de
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