Alles so schön queer hier!? Einführung in die Debatten um die Queer-Theory
Lesbisch, schwul, bi, trans und nun queer?
In den 1990er Jahren hat der Begriff Queer in politischen Debatten und in der Wissenschaft, vor allem im angloamerikanischen Raum, eine große Bedeutung gewonnen. Dr. Lisa Mense, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Gleichstellungsbüro und Lehrbeauftragte an der Fakultät für Bildungswissenschaften und am Institut für Optionale Studien, gab am 26.10.2011 im SchwuBiLe eine Einführung in die komplexe Theorie um "Queer": Urspünge in sozialen Bewegungen ihr Verhältis zu poststrukturalistischen und dekonstruktivistischen Ansätzen. Im Kern geht es um das radikale Hinterfragen von Identitätskategorien und ihre gleichzeitige Relevanz für politische Bewegungen, z.B.: Warum ist Heterosexualität die Norm und welche Konsequenzen hat das für die Einzelnen und die gesellschaftliche Ebene? Hier finden Sie die Präsentation (nur intern zugänglich).
Vortrag
Ernährung – ein reflexives Projekt? Zum Zusammenhang von gesunder Ernährung, sozialer Ungleichheit und Geschlecht
"Du bist, was du isst" ist ein geflügelter Gemeinplatz. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Ernährungshandeln, den Bedeutungen denen eine Person Essen und Gesundheit beimisst, den Grad des "Bescheidwissens" über entsprechende "wissenschaftliche Expertenmeinungen" und den Variablen Geschlecht, Alter, Bildungsgrad und Beruf? Dieser Frage ging Dr. Lisa Mense, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Gleichstellungsbüro und Lehrbeauftragte an der Fakultät für Bildungswissenschaften und am Institut für Optionale Studien, am 20.10.2011 in einem Vortrag beim Forschungsforum Gender des EKfG nach. Gängige Stereotype, wie 'Frauen knabbern an Salatherzen', 'Männer schwingen die Steakgabel' können durch eine differenzierte Fragestellung und Datenanalyse aufgeweicht werden.
Die Dissertation, auf welcher der Vortrag basiert, können Sie hier abrufen.
Workshop
Profilbildung/ -schärfung der Gender-Einrichtungen der UDE
Am 2. Mai 2011 luden das Essener Kolleg für Geschlechterforschung und die Gleichstellungsbeauftragte zum ersten UDE-internen Workshop der mit der Geschlechterforschung bzw. Gleichstellung befassten Forschungseinrichtungen und zentralen Einrichtungen ein. Ziel des Vernetzungstreffens war es zunächst die jeweiligen Forschungsinteressen und Gleichstellungsaktivitäten vorzustellen. Durch die Zusammenarbeit der Institutionen soll das Gender-Profil der UDE nach innen und außen gestärkt werden.
Im folgenden finden Sie die Präsentationen der einzelnen AkteurInnen (nur intern zugänglich):
Am 17. Dezember 2010 fand im Mercatorhaus am Campus Duisburg ein Workshop für Unternehmens- und Hochschulvertreter/innen zum Thema Karriereentwicklung für Studentinnen in Hochschulen und Unternehmen statt. Als Bestandteil einer Vorlaufstudie zu einem kooperativen Förderprojekt für Studentinnen der MINT-Fächer in NRW hatte die Veranstaltung das Ziel, Lösungswege für den aktuellen und zukünftig wachsenden Nachwuchsmangel im MINT-Bereich in Kooperation von Hochschulen und Wirtschaft zu diskutieren. In diesem Kurzbericht sind die Ergebnisse des Workshops zusammengefasst.
Tagung
Gender als Indikator für gute Lehre 2010
Die Tagung "Gender als Indikator für gute Lehre 2010" knüpfte an ihren Erfolg vor zwei Jahren an. Rund 50 Teilnehmende aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten am 3. November 2010 über Genderaspekte in Fach- und Wissenschaftskulturen sowie in der Systemakkreditierung. Der Fokus lag dabei auf der Frage, wie sich Hochschullehre verbessern lässt und wie Lehr-Lernkontexte auf die Geschlechterverhältnisse auswirken und umgekehrt. Zwei Vorträge widmeten sich einem Aspekt, der in der Hochschulentwicklung- und Lehre zunehmend an Bedeutung gewinnt: Diversity - Vielfalt.
Karriere, Kinder, Kohle - Gender und Arbeit im Ruhrgebiet
"Wie kann/sollte das Ruhrgebiet in 20 Jahren aussehen in Bezug auf Gender und Arbeit?" So lautete die Leitfrage des Workshops "Karriere, Kinder, Kohle..." Dieser fand im Rahmen der Frühjahrsakademie statt, einem Veranstaltungsbeitrag der Universität Duisburg-Essen im Jahr der Kulturhaupstadt.
Im Mittelpunkt des Workshops standen die TeilnehmerInnen: Sie formulierten Kritik an bestehenden Geschlechterverhältnissen und entwickelten Visionen ihrer Verwirklichung.
Der Workshop war ein Projekt des Essener Kollegs für Geschlechterforschung in Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro, dem Institut für Soziologie und der Fakultät für Bildungswissenschaften der Universität Duisburg-Essen.
Tempus fugit – Gender bleibt. Denken an Doris Janshen
Im Feburar 2009 starb plötzlich und unerwartet Prof. Dr. Doris Janshen, Gründerin und langjährige Direktorin des Essener Kollegs für Geschlechterforschung.
Um Prof. Dr. Doris Janshen und ihr Lebenswerk zu würdigen, fand am 22. Oktober 2009 ab 10.00 Uhr im Glaspavillon der Universität Duisburg-Essen (Campus Essen) das interdisziplinäre Symposium „Tempus fugit – Gender bleibt. Denken an Doris Janshen“ statt, in dessen Verlauf die Forschungsgebiete und die Lebensleistung Doris Janshens reflektiert und in ihrer Aktualität vergegenwärtigt wurden.
Organisiert wurde die Veranstaltung vom Essener Kolleg für Geschlechterforschung (EKfG). Einen ausführlichen Bericht mit weiterführenden Links und fotographischen Eindrücken gibt es hier auf der Homepage des EKfG.
Großen Anklang fand die Open Space Tagung zum Thema „Diversity Management an der Hochschule“ am 17. Februar 2009. Über 70 Teilnehmende aus den Fachbereichen, zentralen und studentischen Einrichtungen der UDE sowie anderen Universitäten diskutierten im Gerhard-Mercator-Haus am Campus Duisburg über Handlungsbedarfe und Entwicklungsmöglichkeiten eines Diversity Managements an der Hochschule. Die Tagung hatte zum Ziel, das Thema Diversity an der Universität Duisburg-Essen sichtbar zu machen und für die Notwendigkeit und Chancen eines Diversity Managements zu sensibilisieren. Veranstaltet wurde sie vom Zentrum für Hochschul- und Qualitätsentwicklung der Universität Duisburg-Essen in Kooperation mit dem Prorektorat für Diversity Management und der Gleichstellungsbeauftragten.
Ebenfalls großen Anklang fand die am 24. Oktober 2008 vom Zentrum für Hochschul- und Qualitätsentwicklung (ZfH) veranstaltete Tagung „Gender als Indikator guter Lehre“ am Campus Duisburg. Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum diskutierten Anforderungen guter Lehre für das Gender Mainstreaming in der Hochschulentwicklung. Veranstalterinnen waren der Kompetenzbereich Studium und Lehre sowie die Koordinierungsstelle Diversity Management des Zentrums für Hochschul- und Qualitätsentwicklung in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten der Universität Duisburg-Essen.
Zu dieser Veranstaltung gibt es eine eigene Seite mit sämtlichen Vorträgen, Posterbeiträgen und einigen fotographischen Eindrücken.
Das Gender-Portal als Arbeitsinstrument für die Umsetzung von Gender Mainstreaming wurde am 4. Juni 2008 auf dem Workshop „Gender | Wissen | Management“ vorgestellt. Für den Eröffnungsvortrag konnte Prof. Dr. Heike Wiesner vom Harriet Taylor Mill-Institut gewonnen werden. Sie diskutierte mit den rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern neue technische Möglichkeiten in Arbeits- und Lernkontexten im Rahmen von Web 2.0, Gender- und Diversity. Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglichen eine größere Sichtbarkeit und Teilhabe in Lern- und Arbeitsprojekten in Studium und Berufspraxis.
Der Videomittschnitt des Vortrags von Prof. Dr. Heike Wiesnerist nun online und kann hier(externer Link zum Publikationsserver der Uni) abgerufen werden. DenVortrag im Power-Point-Formatkönnen Sie mit Klick auf diesen Link herunterladen.
Ausschnitt aus dem Projektposter der Geisteswissenschaften
Gender-Projekte in den Geisteswissenschaften
Gender Mainstreaming und Gender-Kompetenz - diese Elemente haben als Gegenstand der Auseinandersetzung mit Studierenden in den Geisteswissenschaften im Wintersemester 2007/2008 und 2010 sowie im Sommersemester 2008 großen Anklang gefunden. Dahinter stehen engagierte Lehrende der Germanistik, die vielfältige Projekte ins Lebens gerufen haben:
Workshop zur Berufsorientierung: Frauen(netzwerke)! – Geisteswissenschaftlerinnen im Beruf
Tagung zur Geschlechterkonstruktionen in Literatur, Sprache und Gesellschaft - eine Ideenbörse für mögliche Examens- und Dissertationsthemen
Ausführliche Infos finden Sie im Abschlussbericht der Initiatorinnen Dr. Elke Reinhardt-Becker und Dr. Corinna Schlicht.
Wie können AbsolventInnen der Gender Studies ihr Wissen und ihre Qualifikation in der Berufspraxis einbringen? Was sind mögliche Berufsfelder? Seit Einführung des Studiengangs Gender Studies an der Ruhr-Universität Bochum im Jahr 2005 werden jährlich Personen aus der Praxis eingeladen - z.B. aus Wirtschaft, Politik, Medien oder Wissenschaft.
Am Freitag, den 20. Janaur 2012 fand der "Genderwissen in der Praxis-Tag" zum sechsten Mal statt. Berichtet haben Mithu Sanyal, Journalistin und Kulturschaffende, Autorin einer historischen Betrachtung über die Vulva, Karola Ludwig, Mitarbeiterin bei der Landeskoordination Integration NRW, einer Landesinitiative die sich mit den Themenfeldern „Berufliche und soziale Eingliederung Suchtkranker“, „Gender und Sucht“ und „Ess-Störungen“ befasst sowie Eva Wegrzyn, Mitarbeiterin im Zentrum und Hochschul- und Qualitätsentwicklung der UDE (ZfH). In ihrem Vortrag diskutierte sie die Rolle von Genderwissen im Berufsfeld Hochschulmanagement. Außerdem berichtete sie über ihre Tätigkeitsschwerpunkte am Institut und gab Tipps für Bewerbungen im Bereich der Hochschulentwicklung. Den Vortrag finden Sie unter folgendem Link: www.sowi.ruhr-uni-bochum.de/mam/images/genderstudies/genderwissen_im_hochschulmanagement.pdf
Tagung in Frankfurt am Main
DIVERSITY ENT-DECKEN. Reichweiten und Grenzen von Diversity Policies an Hochschulen
Vom 10. bis zum 11. November fand an der Goethe Universität Frankfurt eine Tagung zum Diversity Management (DiM) an Hochschulen statt. Christiane Theisen berichtet hier ausführlich über die inhaltlichen Debatten und vorgestellten Praxisbeispiele der Tagung...
Internationaler Kongress an der University of Warmia and Mazury
Pedagogy towards stereotypes
Stereotype "an sich" gehören zum Miteinander. Niemand kann sich daher von ihnen frei sprechen, denn sie dienen der Reduktion von Komplexität im Alltag. Problematisch werden Stereotype wenn durch sie Menschen systematisch diskriminiert und ausgegrenzt werden. Die internationale Konferenz „Pedagogy towards stereotypes" am 22.9.2011 an der Universität Warmia und Masuren in Olsztyn, Polen, hatte das Ziel den aktuellen Forschungsstand über Stereotype zu reflektieren, didaktische Interventionsmöglichkeiten zu diskutieren sowie Beispiele guter Praxis vorzustellen. An letzterem setzten die Vorträge der Mitarbeiterinnen des Kompetenzbereiches Studium und Lehre des Zentrums für Hochschul- und Qualitätsentwicklung (ZfH) der Universität Duisburg-Essen an:
Sylwia Lindhorst präsentierte Diversity orientierte Aktivitäten des Kompetenzbereichs Studium und Lehre des ZfHs. Eva Wegrzyn stellte ein innovatives Lehrprojekt an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften im Studiengang Angewandte Kognitions- und Medienwissenschaften zum Thema "Was bedeutet Vielfalt bzw. Diversity (Management) für Studierende" vor. In diesem Seminar stand das Hinterfragen sozialer Kategorien im Fokus. Aufgabe der Studierenden war es, Dimensionen von Vielfalt bzw. Diversity in der Hochschule bildlich umzusetzen. Ein Ergebnis des Seminars war der Diversity-Kalender 2010.
Die Beiträge der Referentinnen fanden im Plenum großen Anklang. Sowohl in Polen als auch in Deutschland steht die Diversitätskategorie Geschlecht im Fokus sowohl in Forschungsarbeiten als auch in der Hochschulentwicklung. In Zukunft ist ein weiterer Austausch geplant. Mehr Informationen:
Zentrum für Hochschul- und Qualitätsentwicklung, Kompetenzbereich Studium und Lehre Eva Wegrzyn, M.A. eva.wegrzyn@uni-due.de
Auf der Tagung "Neue Freiheit, neues Glück - Selbstentwürfe und Geschlechterpolitiken in Zeiten des Neoliberalismus?" am 24./25.06.2010 wurden die Entwicklungen verschiedener Wohlfahrtstaaten und die Freiheit des postfeministischen Subjekts diskutiert. Die Tagung bot einen international vergleichenden Überblick über die aktuelle Entwicklung von Geschlechterpolitiken und mögliche Handlungsstrategien.
Unter dem Titel Gleichheit im Diversity Management? diskutierten Prof. Dr. Michael Meuser (TU Dortmund) und Eva Wegrzyn (Universität Dusiburg-Essen) im Rahmen eines Workshops
Frauenkarrieren fördern - Neue Wege an den Hochschulen
Die Grüne Landtagsfraktion lud am 17. November 2009 ExpertInnnen und Interessierte zur Tagung "Frauenkarrieren fördern - Neue Wege an den Hochschulen" über den Stand und die Perspektiven von Gleichstellung und Frauenförderung an den Hochschulen NRWs ein. Diskutiert wurden u. a. Forschungsergebnisse und Perspektiven zur Gleichstellung in der Wissenschaft und Praxis, Gender und Diversity-Aspekte an Hochschulen, Karrierewege für Migrantinnen u. v. m.
Vorträge der UDE:
Mechthild Budde und Anna Weber: Workshop: Karrierewege für Migrantinnen
Dr. Friederike Preiß, Dipl.-Soz.-Wiss. Lisa Mense: Gender and Diversity als Zukunftsaufgabe für Hochschulen
Dr. Beate Kortendiek, (UDE+ Netzwerk Frauenforschung NRW): Workshop: Wie kommt mehr Gender in die Lehre?
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6th European Conference on Gender Equality in Higher Education in Stockholm
Knapp 240 TeilnehmerInnen aus über 30 Nationen trafen sich vom 5. bis 8. August 2009 im Rahmen der "6th European Conference on Gender Equality in Higher Education". Organisatorin der seit 1998 alle zwei Jahre stattfindenden Konferenz ist das "European Network on Gender Equality in Higher Education". Im Mittelpunkt der Treffen stehen die Darstellung, Analyse und Diskussion gleichstellungspolitischer Maßnahmen und Forschungsergebnisse im Hochschulbereich.
Motiv des Plakates für das ZfH-Mentoring-Programm Mento-Due Interkulturell
Gender and Diversity an der UDE
Verschiedene Beispiele, wie Gender und Diversity an der Universität Duisburg-Essen berücksichtigt wird, finden Sie in den folgenden Tagungspräsentationen: