Gegenstand der Untersuchungen sind TENORM (Technologically Enhanced Natural Occurring Radioactive Material), also Materialien mit natürlichen Radionukliden, die durch anthropogene Prozesse angereichert wurden.
Ziel des Projektes ist die Schaffung einer EU-weiten Datengrundlage von TENORM und eine Harmonisierung bislang angewendeter Risiko-Abschätzungen. Da in den EU-Ländern die Datengrundlage ausreichend ist, liegt der Schwerpunkt der Datensammlung und -evaluation in den Ländern, die als EU-Beitrittskandidat anerkannt sind.
Aufgaben im Projekt sind die Identifizierung von TENORM-Quellen und der Grad der Kontamination in Absprache mit den EU-Beitrittskandidaten. Hierzu werden Statusberichte von den Teilnehmern ausgewertet. Die halbjährigen Treffen finden in Ungarn, Tschechien, Slowenien, Rumänien, Polen, Belgien und Deutschland statt.
Die Bindungsformen von Radionukliden in TENORM sind Thema einer Promotion in der Abteilung Geologie. Anhand sequentieller Extraktionen sollen die Bindungsformen (und damit die potentielle Mobilisierbarkeit) von Radionukliden ermittelt werden. Weiterhin soll die Radon-Emmanation der TENORM bestimmt werden, da diese die Strahlenexposition des Menschen maßgeblich kontrollieren kann.
