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22.00 bis vor 22.10
22.1 Frequenz |
Die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde wird als Frequenz f bezeichnet. Die Einheit der Frequenz ist das Hertz.[1]
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Fourieranalyse). Trägt
man die Amplituden der einzelnen Sinusschwingungen über der Frequenz f auf,
so erhält man - wie im folgenden Bild für einen Ton, einen Klang und
ein Geräusch dargestellt - das entsprechende Frequenzspektrum. |
Ton Klang Geräusch |
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Ein Ton stellt sich im Frequenzspektrum als eine Linie bei einer bestimmten Frequenz dar. Bei einem Klang treten neben der tiefsten Schwingung, die als Grundton bezeichnet wird, weitere spektrale Komponenten bei höheren Frequenzen auf, die Obertöne genannt werden. Ein Geräusche weist i.d.R. ein kontinuierliches Frequenzspektrum auf. Zur Beschreibung wird die Frequenzachse in Oktaven oder in Dritteloktaven (Terzen) unterteilt, die jeweils durch eine untere und obere Eckfrequenz (fu, fo) begrenzt sind.
Der Frequenzbereich von 16 - 16000 Hz wird logarithmisch in Oktaven und Terzen,
d.h. Dritteloktaven, unterteilt. Bei der gröberen Oktavunterteilung entspricht
jeder Oktavschritt einer Frequenzverdoppelung. Die Terzschritte unterteilen
eine Oktav logarithmisch in drei gleiche Teile. Jede Oktav bzw. Terz ist durch
die untere und obere Eckfrequenz (
,
) bestimmt. Die Mittenfrequenz
teilt den Oktav- bzw. Terzschritt in
zwei logarithmisch gleiche Teile. Die jeweilige Mittenfrequenz benennt die entsprechende
Oktav bzw. Terz.
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Oktavband
|
Terzband
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fo
fu fm |
obere
Eckfrequenz der Oktav/Terz in Hz untere Eckfrequenz der Oktav/Terz in Hz Mittenfrequenz der Oktav/Terz in Hz Bandbreite in Hz |
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a. Oktavbänder |
b. Terzbänder |
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Stabförmige Körper und Drähte:
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Unbegrenzte Körper:
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Zeichen
|
Größe |
SI-Einheit
|
|
c
|
Schallgeschwindigkeit |
m/s
|
|
E
|
Elastizitätsmodul |
kg/(ms2) [6]
|
|
r
|
Rohdichte |
kg/m3
|
|
m
|
Querdehnungszahl [7] |
-
|
![]() |
|
Zeichen
|
Größe |
SI-Einheit
|
|
c
|
Schallgeschwindigkeit in einer Flüssigkeit |
m/s
|
|
K
|
Kompressionsmodul
|
kg/(ms2) [8]
|
|
k
|
Kompressibilität |
ms2/kg [9]
|
|
r
|
Dichte der Flüssigkeit |
kg/m3
|
![]() |
|
Zeichen
|
Größe |
SI-Einheit
|
|
c
|
Schallgeschwindigkeit in einem Gas |
m/s
|
|
k
|
Adiabatenexponent [10] |
-
|
|
r
|
Gasdichte |
kg/m3
|
|
p
|
Gasdruck |
Pa
|
|
RStoff
|
spezifische Gaskonstante [11] |
J/(kgK)
|
|
T
|
Gastemperatur |
K
|
|
Schallgeschwindigkeit in Luft: |
|
|
Zeichen
|
Größe |
SI-Einheit
|
|
c
|
Schallgeschwindigkeit in einem Gas |
m/s
|
|
J
|
Lufttemperatur |
°C
|
| Medium |
Schallgeschwindigkeiten m/s
|
| Helium |
1020
|
| Luft |
344
|
|
Wasser |
1480
|
|
Eisen |
5000
|
|
Stahl |
5050
|
|
Aluminium |
5200
|
|
Beton |
3100
|
|
Granit |
3950
|
|
Ziegel |
3600
|
|
Kiefernholz |
3600
|
|
Eichenholz |
4100
|
|
Kork |
500
|
|
Polystyrol |
1800
|
|
PVC weich |
80
|
|
Plexiglas |
1840
|
|
Quarzglas |
5400
|

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|
Zeichen
|
Größe |
SI-Einheit
|
|
w
|
Kreisfrequenz |
rad/s
|
|
f
|
Frequenz |
Hz
|
Die mittlere Geschwindigkeit, mit der Teilchen hin und her schwingen, wird als Schallschnelle bezeichnet.[12]
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|
Zeichen
|
Größe |
SI-Einheit
|
|
v
|
Schallschnelle |
m/s
|
|
a
|
Amplitude
der Schwingung |
m
|
|
w
|
Kreisfrequenz
|
rad/s
|
Die Schwingung wird wie folgt beschrieben:
[13]
Die Schallschnelle v ergibt sich zu:
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Für homogene Medien gilt: |
![]() |
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Zeichen
|
Größe |
SI-Einheit
|
|
v
|
Schallschnelle [14] |
m/s
|
|
p
|
Schalldruck |
Pa
|
|
r
|
Dichte der Luft |
kg/m3
|
|
c
|
Schallgeschwindigkeit |
m/s
|
|
Schallwellenwiderstand [15] |
kg/(m2s)
|
Der Schalldruck p in Pa ist ein Wechseldruck, der durch eine Schallwelle erzeugt wird und sich mit dem statischen Druck (z.B. atmosphärischer Luftdruck) überlagert. Bestimmt wird allerdings nicht der momentane, sondern der effektive Schalldruck als zeitlicher quadratischer Mittelwert des momentanen Schalldrucks p(t).
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Für die im folgenden dargestellte sinusförmige Druckschwankung gilt:
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Zeichen
|
Größe |
SI-Einheit
|
|
Amplitude der Druckschwankung |
Pa
|
|
T
|
Periodendauer |
s
|
|
w
|
Kreisfrequenz |
rad/s
|
|
peff , p
|
effektiver Schalldruck |
Pa
|
Für homogene Medien gilt:
![]() |
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Zeichen
|
Größe |
SI-Einheit
|
|
v
|
Schallschnelle |
m/s
|
|
r
|
Dichte der Luft |
kg/m3
|
|
c
|
Schallgeschwindigkeit |
m/s
|
|
v
|
Schallschnelle |
m/s
|
|
Schallwellenwiderstand
|
kg/(m2s)
|
Die Schallintensität I ist die Schallenergie , die in der Sekunde senkrecht durch eine Fläche von 1 m2 strömt. Für homogene Medien und für ebene Schallwellen gilt:
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Zeichen
|
Größe |
SI-Einheit
|
|
|
I
|
Schallintensität |
W/m2
|
|
|
p
|
(effektiver) Schalldruck |
Pa
|
|
|
Schallwellenwiderstand [16] |
kg/(m2s)
|
|
Die von einer Schallquelle als Luftschall abgegebene akustische Leistung wird als Schallleistung bezeichnet.[17]
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|
Zeichen
|
Größe |
SI-Einheit
|
|
P
|
Schallleistung |
W
|
|
I
|
Schallintensität |
W/m2
|
|
S
|
Fläche |
m2
|
Unter der Schallenergiedichte w wird die durch die Flächeneinheit dA in der Zeit dt hindurchströmende Schallenergie dW verstanden. Bildlich entspricht die Schallenergiedichte w der im Volumenelement dV enthaltenen Schallenergie dW, bezogen auf das Volumen.
![]() |
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Für die Schallenergiedichte w gilt:
|
mit
ergibt sich
|
Der Ausdruck ds/dt entspricht der Schallgeschwindigkeit
c bzw.
. Eingesetzt in die obige Formel, ergibt
sich die Schallenergiedichte als Funktion der Schallintensität und der Schallgeschwindigkeit.[18]
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|
Zeichen
|
Größe |
SI-Einheit
|
|
w
|
Schallenergiedichte |
Nm/m3
|
|
W
|
Schallenergie |
Nm
|
|
V
|
Volumen |
m3
|
|
P
|
Schallleistung |
W
|
|
S
|
Fläche |
m2
|
|
t
|
Zeit |
s
|
|
s
|
Energietransportstrecke |
m
|
|
I
|
Schallintensität |
W/m2
|
|
c
|
Schallgeschwindigkeit |
m/s
|
| [1] ) | 1 Hz = 1 s-1. | ||||||||||||||||||||||||
| [2] ) | Bei Terz- und Oktavfiltern handelt es sich um Filter mit konstanter
relativer Bandbreite, d.h. konstant. Sie unterscheiden sich von
Filtern mit konstanter absoluter Bandbreite, für die gilt: = konstant. Für die Mittenfrequenz
der erstgenannten Filter gilt: . |
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| [3] ) | Eine Frequenz von 16 Hz entspricht in der Luft einer Wellenlänge von 21,3 m; bei 16000 Hz beträgt die Wellenlänge nur 2,13 cm. | ||||||||||||||||||||||||
| [4] ) | Bauakustisch interessanter Frequenzbereich: 100 Hz - 3150 Hz. | ||||||||||||||||||||||||
| [5]) |
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| |
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[6] ) |
1 kg/(ms2) = 1 N/m2. | ||||||||||||||||||||||||
| [7] ) | mBeton » 0,20; mStahl » 0,28; mAluminium » 0,34. | ||||||||||||||||||||||||
| [8] ) | 1 kg/(ms2) = 1 Pa | ||||||||||||||||||||||||
| [9] ) | 1 ms2/kg = 1 Pa-1 | ||||||||||||||||||||||||
| [10] ) | Für Luft gilt: k = 1,41 (bei 20°C). | ||||||||||||||||||||||||
| [11] ) | Für Luft gilt: RLuft = 287 J/(kgK). | ||||||||||||||||||||||||
| [12] ) | Beachte: Schallschnelle v Schallgeschwindigkeit c. Die Schallschnelle v ist die Geschwindigkeit, mit der die Teilchen um ihre Ruhelage schwingen. Die Schallgeschwindigkeit c ist die Geschwindigkeit, mit der sich die Schallwellen im Medium ausbreiten. | ||||||||||||||||||||||||
| [13] ) | Hierbei ist a die Schwingungsamplitude. wird als Schallausschlag oder Elongation,
d.h. Auslenkung eines schwingenden Teilchens aus seiner Ruhelage, bezeichnet. |
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| [14] ) | Wie beim Schalldruck p, wird bei der Schallschnelle ihr Effektivwert
anstelle der Amplitude der Schallschnelle in der Praxis verwendet. |
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| [15] ) |
Der Schallwellenwiderstand Z, d.h. der akustische Widerstand gegenüber Schallwellen im unendlichen Medium wird auch als Schall-Kennimpedanz oder Schallwellenkennwiderstand bezeichnet. In der folgenden Tabelle werden für verschiedene Stoffe Anhaltswerte für Z angegeben[32]:
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| [16] ) | Für Luft: 414 kg/(m2s) (bei 20 °C). | ||||||||||||||||||||||||
| [17] ) | Die Schallleistung wird nicht direkt gemessen, sondern aus dem Schalldruck
und der Fläche berechnet.![]() |
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| [18] ) | Bei der Schallintensität I und der Schallgeschwindigkeit c handelt es sich um gerichtete Größen. Die Schallenergiedichte w ist eine ungerichtete Größe. |