Wichtige Informationen für Erstsemester

In der Woche vor Beginn Ihrer Vorlesungen (20.10.2014) haben wir folgende Orientierungs- und Informationsveranstaltungen für Sie organisiert. Die Teilnahme ist freiwillig, wird allerdings dringend empfohlen (eine An- oder Abmeldung ist nicht erforderlich).

Dienstag, 14.10.2014
10:00 Uhr: gemeinsames Frühstück mit Studierenden höherer Semester, Vorstellungsrunde, Fragen zum Studium
Raum: SG U111, TREFFPUNKT: vor dem Vordereingang des SG-Gebäudes in der Geibelstraße 41

Mittwoch, 15.10.2014
17:00 Uhr: Spiele- und evtl. Karaokeabend mit Pizza, Softdrinks und Bier (verantw.: Fachschaft)
Raum: SG U111

Freitag, 17.10.2014
10:00 Uhr: Einführung in das BA-Studium "Moderne Ostasienstudien" (verantw.: Prof. Dr. Axel Klein)
Raum: Aula Gebäude LA (Campus Duisburg)
Direkt nach der Begrüßungsveranstaltung im LA Audimax (Aula): Campusrallye (Wettkampf in 10er-Teams auf dem Campus mit verschiedenen Stationen) TREFFPUNKT: vor dem LA Audimax (Aula)
15:00 Uhr: Siegerehrung & Preisvergabe
Raum: SG U111

Prüfungstermine

Hier stehen Links zu den Prüfungsterminen für die Fachdisziplinen

Soziologie: http://www.uni-due.de/soziologie/pruefungen.php

Politikwissenschaft: http://www.uni-due.de/politik/ba_pruefungsinformationen.php

Wirtschaftswissenschaften: http://www.uni-due.de/verwaltung/pruefungswesen/d_bwl_du_startseite.php

Leitfaden für Studierende

 

Bachelor-Studiengang Moderne Ostasienstudien (BA MOAS):
Gesellschaft – Wirtschaft – Politik

Universität Duisburg-Essen
 

Der Text auf dieser Seite erläutert zahlreiche Aspekte des Studiums aus Sicht des Instituts. Ein ergänzender, von Studierenden verfasster Leitfaden findet sich als PDF-Dokument hier.
 

Ihr Studiengang

Im BA-Studiengang Moderne Ostasienstudien (kurz: BA MOAS) haben wir vier wichtige Elemente miteinander verknüpft, die nötig sind, um auf dem Arbeitsmarkt oder – falls Sie nach Erhalt des Bachelors noch weiter studieren möchten – auf dem Wissenschaftsmarkt eine gute Figur abgeben zu können. Der Studienverlauf ist in der Prüfungsordnung festgelegt, die Sie hier einsehen können. In den nächsten Absätzen haben wir das Wichtigste daraus für Sie zusammengefasst.

Zum einen lernen Sie eine Sprache, entweder Chinesisch oder Japanisch, ganz wie Sie wünschen. Die meisten von Ihnen werden diese Sprachen ohne Vorkenntnisse angehen. Deshalb brauchen Sie Geduld. Lassen Sie sich nicht entmutigen. Erwarten Sie nicht den gleichen Lernfortschritt wie Sie ihn in Englisch, Französisch oder einer anderen europäischen Sprache erzielen können. Um im Chinesischen oder Japanischen auf ein brauchbares Niveau zu kommen, dauert es meist etwas länger, aber man kommt ans Ziel. Ihre SprachdozentInnen wissen um diese Herausforderung und sie wissen auch, wie man ihr erfolgreich begegnet. Spätestens während Ihres Auslandsjahres werden Sie davon profitieren und Ihre Fähigkeiten dann noch einmal beträchtlich ausbauen können. Freuen Sie sich schon mal darauf.

Dann hält BA MOAS ein regionalwissenschaftliches Element für Sie bereit. Das bedeutet, dass Sie sich mit Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Geschichte und anderen Seiten der Region befassen werden und so ein solides Grundwissen über Ostasien aufbauen können. Zudem erwarten Sie im vierten Studienjahr anwendungsbezogene Veranstaltungen, in denen Ihnen auch Vertreter der Praxis eine gute Vorbereitung auf den Berufsstart vermitteln werden.

Dazu kommt die Ausbildung in einer so genannten Fachdisziplin. Hier können Sie wählen zwischen Soziologie, Politikwissenschaft und Wirtschaftswissenschaft. Wofür ist das gut? Vor allem wird Ihnen hier beigebracht, wie sie sich mit dem Land Ihrer Wahl wissenschaftlich befassen können. Wenn Sie beispielsweise Interesse an der Wirtschaft Chinas oder der japanischen Gesellschaft haben, dann ist es für eine wissenschaftliche Beantwortung Ihrer Fragen von großer Bedeutung, das richtige Instrumentarium, die richtigen Vorgehensweisen und die richtigen Orientierungshilfen zu haben. Sie werden rasch sehen, dass die Methoden und Theorien der Fachdisziplinen dabei von unverzichtbarem Wert sind. Aber nicht nur in der Beschäftigung mit China oder Japan werden Ihnen dadurch tiefere Einsichten ermöglicht, sondern auch bei politischen, gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Fragen Deutschlands oder anderer Regionen und Kulturen. Sie werden die Welt im Großen und Kleinen besser verstehen und besser analysieren lernen.

Schließlich schickt Sie BA MOAS ein Jahr nach China oder Japan. Das mag jetzt einschüchternd klingen oder aufregend, Unsicherheit oder große Vorfreude hervorrufen, oder alles auf einmal. So oder so wird es für Sie spannend und einmalig werden. Sie erweitern dort Ihre Sprachkenntnisse, besuchen Fachkurse, absolvieren ein Praktikum oder führen ein Praxisprojekt durch. Es müsste schon sehr viel schief laufen, um diese Erfahrungen nicht schätzen zu können. So weit entfernt und anders Ihnen beide Länder jetzt vielleicht noch vorkommen mögen, Sie werden sich zweifelsfrei einleben und große interkulturelle Kompetenz aufbauen. Für Ihren Lebensweg ist das großartig, und zukünftige Arbeitgeber werden es auch sehr zu schätzen wissen. Für den universitären Teil des Auslandsjahres erhalten Sie einen Studienplatz an einer unserer Partneruniversitäten. Mit der am IN-EAST angesiedelten Koordinationsstelle für Praktika KOPRA (www.kopra.org) existiert zudem eine große und bewährte Plattform für die Vermittlung von Praktika vor Ort.

Im Bild: Der BA MOAS

Der BA MOAS wird zwar kein Spaziergang für Sie. Wahrscheinlich gibt es Studiengänge, die Ihnen weniger abverlangen. Aber wenn Sie die Herausforderung annehmen und gelegentliche Schwierigkeiten überwinden, werden Sie sich in vielerlei Hinsicht belohnen. Und Sie stehen mit einem Abschluss da, der sich auf dem Arbeitsmarkt sehen lassen kann. Sie sind dann ein(e) OstasienexpertIn, die/der sowohl über vertieftes Wissen über die Region und ihre Länder, über Sprach- und Kommunikationskompetenz wie auch über das notwendige analytische Handwerkszeug verfügt.

Einige Details

Als wir uns einig waren, mit welchen Fähigkeiten wir AbsolventInnen ausstatten wollen, um sie erfolgreich an den Arbeitsmarkt oder in den Master-Studiengang bringen zu können, mussten wir aus diesen Überlegungen einen Studiengang formen. Das ist ein nicht ganz einfacher Vorgang, an dessen Ende eine Agentur darüber wacht, dass eine lange Reihe von Anforderungen erfüllt wird, die in langen politischen Entscheidungsfindungen mit Bezeichnungen wie "Bologna-Prozess" über viele Jahre mit zahlreichen Kompromissen auf europäischer Ebene gefunden und von nationalen Regierungen abgesegnet worden sind. Der ganze Vorgang ist viel zäher als der vorhergehende Satz. Für neue Studierende wird die Beschäftigung mit Ihrem Studiengang durch einige Fachvokabeln erschwert. Wir versuchen hier, ein wenig zu übersetzen.

Module

Das, was Sie lernen sollen, wird Ihnen in so genannten "Modulen" angeboten. In der Prüfungsordnung, dem "Gesetz" zu diesem Studiengang, wird ein Modul bezeichnet als "Verbund von thematisch und zeitlich aufeinander abgestimmten Lehr-/Lerneinheiten, ggf. inklusive Praktika." (§ 5, Absatz 2) Sie können sich ein Modul auch wie einen Baustein Ihres Studiums vorstellen. Das Modul "Einführung in die Sozialwissenschaften" beispielsweise führt sie in jeweils 2 Stunden pro Woche anhand zentraler soziologischer Grundbegriffe an das Studium der Soziologie heran. Diejenigen von Ihnen, die sich für die Fachdisziplin "Soziologie" entschieden haben, werden diesen Unterricht folglich im 1. Semester besuchen.

Zu einem Modul gehören aber nicht nur der Unterrichtsinhalt und die Zahl der Wochenstunden. Wenn Sie das im Internet einsehbare Modulverzeichnis des BA MOAS anschauen (bitte hier klicken), dann sehen Sie zahlreiche weitere Angaben zu den Modulen. Sie können auf den Seiten 1–8 zunächst lesen, wie viele "Credit Points" es für ein Modul insgesamt gibt, in welchem Fachsemester die Veranstaltungen besucht werden sollten, wie die dazugehörenden Lehrveranstaltungen heißen, etc.  Ab S. 9 (22) finden Sie zudem inhaltliche Beschreibungen der Module.

Die folgenden Abbildungen zeigen die Studienverlaufspläne und die nötigen Module (die Abkürzung für die Module finden Sie ebenfalls im Modulhandbuch wieder):

Studienverlaufspläne nach gewählter Disziplin

Wenn Sie die notwendigen Module kennen, müssen Sie noch herausfinden, wo, wann und von wem der dazugehörende Unterricht angeboten wird. Dazu benötigen Sie die aktuellen Vorlesungsverzeichnisse, die man auf den Internet-Seiten der Universität finden kann. Im sogenannten "LSF" wartet unter Ostasienstudien eine Aufstellung der im jeweiligen Semester angebotenen Veranstaltungen auf Sie. Sollten Sie beispielsweise die Kombination Chinesisch und Soziologie gewählt haben, brauchen Sie Angaben über (1) den Chinesisch-Unterricht, (2) die Veranstaltungen der Soziologie sowie (3) der Regionalwissenschaft Ostasien. Sie bauen sich Ihren Stundenplan dann aus diesen drei Elementen zusammen. Klingt vielleicht etwas kompliziert, spielt sich aber schnell ein.

Wie finde ich die Veranstaltungsräume?

Am Campus Duisburg sind alle Gebäude mit einer Kombination aus zwei Buchstaben gekennzeichnet. Der Erste Buchstabe steht für den Bereich (L = Lotharstraße, M = Mülheimer Straße, B = Bismarckstraße, S = Sonderstandort), der zweite Buchstabe kennzeichnet das jeweilige Gebäude in diesem Bereich. Die meisten Veranstaltungen im BA MOAS finden am L-Bereich statt. Die den beiden Buchstaben folgenden Ziffern bezeichnen das Stockwerk und die Raumnummer. So finden Sie das Institut für Ostasienwissenschaften im 6. und 7. Stock des Gebäudes LE, und ein häufig benutzter Seminarraum im 7. Stock trägt die Bezeichnung LE 736.

Wann beginnt eine Veranstaltung?

Von der "Akademischen Viertelstunde" haben Sie vielleicht schon gehört. Wenn als Unterrichtszeitraum z.B. "9–11 Uhr" angegeben ist, fängt die Veranstaltung in der Regel um 9.15 Uhr an und endet um 10.45. Dadurch haben Sie Zeit, zum Ort der nächsten Veranstaltung zu wechseln. Die Abkürzung "c.t.", die vom Lateinischen cum tempore kommt, deutet genau auf diesen Umstand hin. Ist hingegen die Abkürzung "s.t." (sine tempore) hinter der Zeitangabe zu finden oder auch eine Zeitangabe mit Minuten (9.30), dann gönnt man Ihnen keine akademische Viertelstunde. Ihr Unterricht beginnt dann tatsächlich zur angegebenen Uhrzeit.

ECTS-Punkte

Jetzt noch einmal zu den "ECTS-Punkten". ECTS steht für "European Credit Transfer System". Wie Ihnen Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/European_Credit_Transfer_System) verraten wird, soll dieses System "sicherstellen, dass die Leistungen von Studenten an Hochschulen des Europäischen Hochschulraumes vergleichbar und bei einem Wechsel von einer Hochschule zur anderen, auch grenzüberschreitend, anrechenbar sind." ECTS-Punkte sind also Wertungseinheiten, die Sie bei erfolgreicher Absolvierung von Modulen erhalten und die Sie an anderen Universitäten anrechnen lassen können, sollten Sie einmal ein Semester anderswo studieren wollen.

Diese Punkte werden Ihnen im Uni-Alltag auch oft als "credit points" oder nur "Credits" begegnen (wobei "credit" nicht "Kredit" bedeutet, sondern "Guthaben"). Insgesamt müssen im BA MOAS  240 Credits gesammelt werden. Für Sie wird deshalb ein "Punktekonto" im Prüfungsamt eingerichtet. In Ihrer Fachdisziplin erwerben Sie über die vier Jahre hinweg 69 bis 72 Punkte, in den Sprachkursen 46, im regionalwissenschaftlichen Teil 39, und während des Auslandsjahrs im Umfang von insgesamt 60 ECTS können Sie bis zu 30 Punkte über die Sprache, 20 über Fachkurse an einer Universität vor Ort, und 20 bis 30 durch ein Praktikum bzw. Praxisprojekt erwerben. Die Abschlussarbeit (Bachelor-Arbeit) bringt 12 ECTS-Punkte. Übrigens bekommt jede(r) Studierende, die/der ein Modul erfolgreich absolviert, die gleiche, in der Modulbeschreibung festgelegte ECTS-Punktzahl. Die Prüfungsnote spielt dabei zwar keine Rolle, allerdings fließt sie in Ihre Abschlussnote ein und sollte Ihnen deshalb nicht gleichgültig sein.

Die letzte hier zu nennende Quelle für Credits ist der Ergänzungsbereich Ihres Studiums, auch als "E-Bereich" oder studium liberale bezeichnet (Politikwissenschaft: 10 ECTS-Punkte, Soziologie: 11 ECTS-Punkte, Wirtschaftswissenschaften: 10 ECTS-Punkte). Hier sollen Sie einmal den Blick über den Tellerrand Ihres Studienfachs werfen. Deshalb können Sie selbst Veranstaltungen auswählen, die Sie interessieren, allerdings nur diejenigen, die nicht aus den Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften kommen.

Mentoring

Hinter diesem Begriff verbirgt sich die Idee, dass Sie über Ihr gesamtes Studium hinweg von einem Mitglied der Dozentenschaft betreut werden. Mindestens einmal im Semester sollten Sie sich mit ihr/ihm zusammensetzen und über Ihren Studienverlauf sowie evtl. auch Ihre Berufsplanung sprechen. Dieses Angebot ist zwar freiwillig, aber so hilfreich, dass man es eigentlich nicht ablehnen kann. Zu Beginn Ihres Studiums wird Ihnen deshalb schon einmal ein(e) MentorIn zugeteilt, Sie können aber später auch wechseln, wenn Sie wünschen.

Wir hoffen, dass Sie gut ins und durch das Studium kommen.

Ihre Dozentinnen und Dozenten

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Vorbereitung für den Japanisch-Kurs

Erstsemester, die im Rahmen des Studiengangs BA MOAS Japanisch wählen, können hier schon einmal als Vorbereitung für den Sprachunterricht die beiden Silbenschriften üben. Das ist deshalb sinnvoll, weil zu Beginn des Semesters nur wenig Zeit für das Lernen dieser Schriftzeichen bleibt.

Eine Silbenschrift heißt Hiragana. Sie wird meistens dazu verwendet, um Funktionswörter und japanische Wörter zu beschreiben.

Die zweite Schrift heißt Katakana und wird meistens für Fremdwörter benutzt.

Hier einige hilfreiche Links zum Lernen:

1. Hiragana Chart mit den Aussprachen
http://happylilac.net/hiragana-a4-katakana-roma.pdf

2. Hiragana Chart mit den Strichfolgen
http://happylilac.net/hiragana-kakizyun.pdf

3. Katakana Chart mit den Aussprachen
http://happylilac.net/katakana-a4-hiragana-roma.pdf

4. Katakana Chart mit den Strichfolgen
http://happylilac.net/katakana-kakizyun.pdf

Für das Üben beider Silbenschriften eignet sich diese Übungspapiere:
PDF 1: Hiragana-Übung
PDF 2: Katakana-Übung

Viel Spaß!

Die Sprachdozentinnen und Sprachdozenten des IN-EAST

Bestellung von Japanisch-Lehrmaterialien

Die Lehrmaterialien für die Japanisch-Sprachkurse können kostengünstig über die Firma OCS bestellt werden. Für ein pdf-Download des Bestellformulars bitte hier klicken.

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Hello und Good-bye

Das Institut für Ostasienwissenschaften verleiht die Abschlusszeugnisse an seine Absolventen jedes Jahr im Herbst auf seiner Absolventenfeier. Gleichzeitig werden die neuen Studierenden begrüßt. Deshalb heißt dieses Fest "Hello und Good-bye". Alle Graduierten und alle Studienanfänger sind herzlich eingeladen, auch mit Ihren Angehörigen und Freunden, und natürlich auch alle anderen IN-EAST-Mitarbeiter.

Das letzte "Hello und Good-bye" fand am 16. Oktober 2013 statt (bitte hier klicken).

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Wie gefährlich ist ein Studium in Japan?

Japan ist in verschiedener Hinsicht von Naturgewalten bedroht. Zum einen ist es erdbebengefährdet. Mit dem Erdbeben kommt die Gefahr von seismischen Wellen (Tsunami), die allerdings sehr selten und nur an ganz bestimmten Küstenabschnitten so groß werden wie am 11. März 2011. Schließlich muss immer wieder mit Taifunen gerechnet werden, Wirbelstürmen mit heftigen Niederschlägen, die zu Erdrutschen führen können.

Während sich Taifune schon Tage vorher ankündigen und Tsunami sofort nach einem Erdbeben in der Entstehung erkannt und gefährdete Küstenregionen gewarnt werden können, geschehen Erdbeben in der Regel nur mit sehr kurzen Vorwarnzeiten von wenigen Sekunden.

Es ist auch deshalb schwer abzuschätzen, wie hoch die Gefahr für Leib und Leben bei einem Auslandsstudium in Japan tatsächlich ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass beispielsweise ein größeres Beben in den nächsten Jahren in der Region Tokyo stattfindet, wird von Seismologen unterschiedlich bewertet. Gebäude, die seit den 1980er Jahren errichtet wurden, haben gute Chancen, auch starke Beben zu überstehen. Gefährlich sind dann eher berstende Scheiben oder herunterfallende Gegenstände. Mindestens ebenso gefährlich wie die Stärke des Bebens selbst ist die Sekundärwirkung durch Feuer. Aus diesen Gründen ist es wichtig zu wissen, wie man sich im Falle eines Bebens schützen kann. Die Einwohnerämter in Japan halten dazu hervorragendes Informationsmaterial (u.a. in Englisch) bereit, das auch für Ausländer leicht verständlich ist.

Erdbeben stellen sicherlich eine Gefahr dar, die es in Deutschland so nicht gibt. Andererseits müsste man in ein Risikokalkül auch einbeziehen, dass es kein Industrieland gibt, in dem die öffentliche Sicherheit so groß ist wie in Japan. Kriminalstatistiken zeigen, dass beispielsweise keine Großstadt in Deutschland auch nur annähernd so sicher ist wie die Metropole Tokyo.

Die radioaktive Strahlung, die aus den zerstörten Reaktoren in Fukushima austritt, ist in Tokyo und auch in Gebieten, die von dem großen Erdbeben 2011 betroffen waren, nach den bisherigen Erkenntnissen äußerst ungefährlich. Dozenten des Instituts haben im Sommer 2013 in verschiedenen Städten der Gegend selbst gemessen und dabei festgestellt, dass die Strahlenwerte niedriger waren als z.B. die in Wiesbaden. Die aktuellen Werte in Japan finden Sie übrigens hier:

http://jciv.iidj.net/map/

Die Entscheidung, ob die beschriebenen Gefahren ein zu großes Risiko darstellen, muss individuell getroffen werden. Einerseits ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass ein Beben tatsächlich während des Auslandstudiums passieren könnte. Andererseits scheint die Gefahr in anderen Weltregionen ähnlich groß, so z.B. in der Türkei (besonders Istanbul), der San-Andreas-Verwerfung (1.100 km entlang der Westküste Mexikos und der USA, inkl. San Franscisco und Los Angeles) oder ganzen Regionen in China, Neuseeland, Alaska, Chile oder Italien.

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