Prüfungstermine

Hier stehen Links zu den Prüfungsterminen für die Fachdisziplinen

Soziologie: http://www.uni-due.de/soziologie/pruefungen.php

Politikwissenschaft: http://www.uni-due.de/politik/ba_pruefungsinformationen.php

Wirtschaftswissenschaften: http://www.uni-due.de/verwaltung/pruefungswesen/d_bwl_du_startseite.php

Leitfaden für Studierende

 

Bachelor-Studiengang Moderne Ostasienstudien (BA MOAS):
Gesellschaft – Wirtschaft – Politik

Universität Duisburg-Essen
 

Der Text auf dieser Seite erläutert zahlreiche Aspekte des Studiums aus Sicht des Instituts. Ein ergänzender, von Studierenden verfasster Leitfaden findet sich als PDF-Dokument hier.
 

Ihr Studiengang

Im BA-Studiengang Moderne Ostasienstudien (kurz: BA MOAS) haben wir vier wichtige Elemente miteinander verknüpft, die nötig sind, um auf dem Arbeitsmarkt oder – falls Sie nach Erhalt des Bachelors noch weiter studieren möchten – auf dem Wissenschaftsmarkt eine gute Figur abgeben zu können.

Zum einen lernen Sie eine Sprache, entweder Chinesisch oder Japanisch, ganz wie Sie wünschen. Die meisten von Ihnen werden diese Sprachen ohne Vorkenntnisse angehen. Deshalb brauchen Sie Geduld. Lassen Sie sich nicht entmutigen. Erwarten Sie nicht den gleichen Lernfortschritt wie Sie ihn in Englisch, Französisch oder einer anderen europäischen Sprache erzielen können. Um im Chinesischen oder Japanischen auf ein brauchbares Niveau zu kommen, dauert es meist etwas länger, aber man kommt ans Ziel. Ihre SprachdozentInnen wissen um diese Herausforderung und sie wissen auch, wie man ihr erfolgreich begegnet. Spätestens während Ihres Auslandsjahres werden Sie davon profitieren und Ihre Fähigkeiten dann noch einmal beträchtlich ausbauen können. Freuen Sie sich schon mal darauf.

Dann hält BA MOAS ein regionalwissenschaftliches Element für Sie bereit. Das bedeutet, dass Sie sich mit Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Geschichte und anderen Seiten der Region befassen werden und so ein solides Grundwissen über Ostasien aufbauen können. Zudem erwarten Sie im vierten Studienjahr anwendungsbezogene Veranstaltungen, in denen Ihnen auch Vertreter der Praxis eine gute Vorbereitung auf den Berufsstart vermitteln werden.

Dazu kommt die Ausbildung in einer so genannten Fachdisziplin. Hier können Sie wählen zwischen Soziologie, Politikwissenschaft und Wirtschaftswissenschaft. Wofür ist das gut? Vor allem wird Ihnen hier beigebracht, wie sie sich mit dem Land Ihrer Wahl wissenschaftlich befassen können. Wenn Sie beispielsweise Interesse an der Wirtschaft Chinas oder der japanischen Gesellschaft haben, dann ist es für eine wissenschaftliche Beantwortung Ihrer Fragen von großer Bedeutung, das richtige Instrumentarium, die richtigen Vorgehensweisen und die richtigen Orientierungshilfen zu haben. Sie werden rasch sehen, dass die Methoden und Theorien der Fachdisziplinen dabei von unverzichtbarem Wert sind. Aber nicht nur in der Beschäftigung mit China oder Japan werden Ihnen dadurch tiefere Einsichten ermöglicht, sondern auch bei politischen, gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Fragen Deutschlands oder anderer Regionen und Kulturen. Sie werden die Welt im Großen und Kleinen besser verstehen und besser analysieren lernen.

Schließlich schickt Sie BA MOAS ein Jahr nach China oder Japan. Das mag jetzt einschüchternd klingen oder aufregend, Unsicherheit oder große Vorfreude hervorrufen, oder alles auf einmal. So oder so wird es für Sie spannend und einmalig werden. Sie erweitern dort Ihre Sprachkenntnisse, besuchen Fachkurse, absolvieren ein Praktikum oder führen ein Praxisprojekt durch. Es müsste schon sehr viel schief laufen, um diese Erfahrungen nicht schätzen zu können. So weit entfernt und anders Ihnen beide Länder jetzt vielleicht noch vorkommen mögen, Sie werden sich zweifelsfrei einleben und große interkulturelle Kompetenz aufbauen. Für Ihren Lebensweg ist das großartig, und zukünftige Arbeitgeber werden es auch sehr zu schätzen wissen. Für den universitären Teil des Auslandsjahres erhalten Sie einen Studienplatz an einer unserer Partneruniversitäten. Mit der am IN-EAST angesiedelten Koordinationsstelle für Praktika KOPRA (www.kopra.org) existiert zudem eine große und bewährte Plattform für die Vermittlung von Praktika vor Ort.

Im Bild: Der BA MOAS

Der BA MOAS wird zwar kein Spaziergang für Sie. Wahrscheinlich gibt es Studiengänge, die Ihnen weniger abverlangen. Aber wenn Sie die Herausforderung annehmen und gelegentliche Schwierigkeiten überwinden, werden Sie sich in vielerlei Hinsicht belohnen. Und Sie stehen mit einem Abschluss da, der sich auf dem Arbeitsmarkt sehen lassen kann. Sie sind dann ein(e) OstasienexpertIn, die/der sowohl über vertieftes Wissen über die Region und ihre Länder, über Sprach- und Kommunikationskompetenz wie auch über das notwendige analytische Handwerkszeug verfügt.

Einige Details

Als wir uns einig waren, mit welchen Fähigkeiten wir AbsolventInnen ausstatten wollen, um sie erfolgreich an den Arbeitsmarkt oder in den Master-Studiengang bringen zu können, mussten wir aus diesen Überlegungen einen Studiengang formen. Das ist ein nicht ganz einfacher Vorgang, an dessen Ende eine Agentur darüber wacht, dass eine lange Reihe von Anforderungen erfüllt wird, die in langen politischen Entscheidungsfindungen mit Bezeichnungen wie "Bologna-Prozess" über viele Jahre mit zahlreichen Kompromissen auf europäischer Ebene gefunden und von nationalen Regierungen abgesegnet worden sind. Der ganze Vorgang ist viel zäher als der vorhergehende Satz. Für neue Studierende wird die Beschäftigung mit Ihrem Studiengang durch einige Fachvokabeln erschwert. Wir versuchen hier, ein wenig zu übersetzen.

Module

Das, was Sie lernen sollen, wird Ihnen in so genannten „Modulen“ angeboten. In der Prüfungsordnung, dem "Gesetz" zu diesem Studiengang, wird ein Modul bezeichnet als "Verbund von thematisch und zeitlich aufeinander abgestimmten Lehr-/Lerneinheiten, ggf. inklusive Praktika." (§ 5, Absatz 2) Sie können sich ein Modul auch wie einen Baustein Ihres Studiums vorstellen. Das Modul "Einführung in die Sozialwissenschaften" beispielsweise führt sie in jeweils 2 Stunden pro Woche anhand zentraler soziologischer Grundbegriffe an das Studium der Soziologie heran. Diejenigen von Ihnen, die sich für die Fachdisziplin "Soziologie" entschieden haben, werden diesen Unterricht folglich im 1. Semester besuchen.

Zu einem Modul gehören aber nicht nur der Unterrichtsinhalt und die Zahl der Wochenstunden. Wenn Sie das im Internet einsehbare Modulhandbuch des BA MOAS anschauen (www.uni-due.de/in-east/fileadmin/studienprogramme/Modulhandbuch_BA_MOAS.pdf), dann sehen Sie auf S. 6 zahlreiche weitere Angaben zu diesem Modul. Sie können der Modulbeschreibung entnehmen, dass es eine Pflichtveranstaltung im 1. Semester ist, die ein Semester dauert, und Sie 6 ECTS-Punkte damit erwerben können (dazu später mehr). Sie sehen auch, dass davon ausgegangen wird, dass Sie mit Vor- und Nachbereitung dieses Unterrichts, Prüfung und Unterricht über das gesamte Semester insgesamt 180 Stunden verbringen werden (das nennt die Prüfungsordnung "workload"). Eine Zugangsvoraussetzung für dieses Modul gibt es nicht, die Abschlussprüfung besteht aus einer zweistündigen Klausur, und die Lehrmethode, die verwendet werden soll, lautet "Vorlesung". Des Weiteren finden Sie den Namen des Modulverantwortlichen, die Ziele, die mit diesem Modul verfolgt werden, und die Lehrinhalte. Wichtig ist die letzte Angabe auf S. 6. Der Unterricht, der zu diesem Modul gehört, trägt einen etwas anderen Namen. Er lautet "Grundlagen der Soziologie" und wird in 2 SWS (= Semesterwochenstunden, also 2 Unterrichtsstunden à 45 Minuten pro Woche während der Vorlesungszeit) unterrichtet. Ähnlich sind die weiteren Seiten des Modulhandbuches aufgebaut. Das Auslandsjahr ist übrigens das mit Abstand umfangreichste aller Module. Sie finden Angaben dazu auf S. 107 des Modulhandbuches.

Die folgenden Abbildungen zeigen die Studienverlaufspläne und die nötigen Module (die Abkürzung für die Module finden Sie ebenfalls im Modulhandbuch wieder):

Studienverlaufspläne nach gewählter Disziplin

Wenn Sie die notwendigen Module kennen, müssen Sie noch herausfinden, wo, wann und von wem der dazugehörende Unterricht angeboten wird. Dazu benötigen Sie die aktuellen Vorlesungsverzeichnisse, die man auf den Internet-Seiten der Universität finden kann. Im sogenannten "LSF" wartet unter Ostasienstudien eine Aufstellung der im jeweiligen Semester angebotenen Veranstaltungen auf Sie. Sollten Sie beispielsweise die Kombination Chinesisch und Soziologie gewählt haben, brauchen Sie Angaben über (1) den Chinesisch-Unterricht, (2) die Veranstaltungen der Soziologie sowie (3) der Regionalwissenschaft Ostasien. Sie bauen sich Ihren Stundenplan dann aus diesen drei Elementen zusammen. Klingt vielleicht etwas kompliziert, spielt sich aber schnell ein.

Wir haben für Sie schon mal den Stundenplan für das 1. Semester zusammengestellt:

 

Wie finde ich die Veranstaltungsräume?

Am Campus Duisburg sind alle Gebäude mit einer Kombination aus zwei Buchstaben gekennzeichnet. Der Erste Buchstabe steht für den Bereich (L = Lotharstraße, M = Mülheimer Straße, B = Bismarckstraße, S = Sonderstandort), der zweite Buchstabe kennzeichnet das jeweilige Gebäude in diesem Bereich. Die meisten Veranstaltungen im BA MOAS finden am L-Bereich statt. Die den beiden Buchstaben folgenden Ziffern bezeichnen das Stockwerk und die Raumnummer. So finden Sie das Institut für Ostasienwissenschaften im 6. und 7. Stock des Gebäudes LE, und ein häufig benutzter Seminarraum im 7. Stock trägt die Bezeichnung LE 736.

Wann beginnt eine Veranstaltung?

Von der "Akademischen Viertelstunde" haben Sie vielleicht schon gehört. Wenn als Unterrichtszeitraum z.B. "9–11 Uhr" angegeben ist, fängt die Veranstaltung in der Regel um 9.15 Uhr an und endet um 10.45. Dadurch haben Sie Zeit, zum Ort der nächsten Veranstaltung zu wechseln. Die Abkürzung "c.t.", die vom Lateinischen cum tempore kommt, deutet genau auf diesen Umstand hin. Ist hingegen die Abkürzung "s.t." (sine tempore) hinter der Zeitangabe zu finden oder auch eine Zeitangabe mit Minuten (9.30), dann gönnt man Ihnen keine akademische Viertelstunde. Ihr Unterricht beginnt dann tatsächlich zur angegebenen Uhrzeit.

ECTS-Punkte

Jetzt noch einmal zu den "ECTS-Punkten". ECTS steht für "European Credit Transfer System". Wie Ihnen Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/European_Credit_Transfer_System) verraten wird, soll dieses System "sicherstellen, dass die Leistungen von Studenten an Hochschulen des Europäischen Hochschulraumes vergleichbar und bei einem Wechsel von einer Hochschule zur anderen, auch grenzüberschreitend, anrechenbar sind." ECTS-Punkte sind also Wertungseinheiten, die Sie bei erfolgreicher Absolvierung von Modulen erhalten und die Sie an anderen Universitäten anrechnen lassen können, sollten Sie einmal ein Semester anderswo studieren wollen.

Diese Punkte werden Ihnen im Uni-Alltag auch oft als "credit points" oder nur "Credits" begegnen (wobei "credit" nicht "Kredit" bedeutet, sondern "Guthaben"). Insgesamt müssen im BA MOAS  240 Credits gesammelt werden. Für Sie wird deshalb ein "Punktekonto" im Prüfungsamt eingerichtet. In Ihrer Fachdisziplin erwerben Sie über die vier Jahre hinweg 69 bis 72 Punkte, in den Sprachkursen 46, im regionalwissenschaftlichen Teil 39, und während des Auslandsjahrs im Umfang von insgesamt 60 ECTS können Sie bis zu 30 Punkte über die Sprache, 20 über Fachkurse an einer Universität vor Ort, und 20 bis 30 durch ein Praktikum bzw. Praxisprojekt erwerben. Die Abschlussarbeit (Bachelor-Arbeit) bringt 12 ECTS-Punkte. Übrigens bekommt jede(r) Studierende, die/der ein Modul erfolgreich absolviert, die gleiche, in der Modulbeschreibung festgelegte ECTS-Punktzahl. Die Prüfungsnote spielt dabei zwar keine Rolle, allerdings fließt sie in Ihre Abschlussnote ein und sollte Ihnen deshalb nicht gleichgültig sein.

Die letzte hier zu nennende Quelle für Credits ist der Ergänzungsbereich Ihres Studiums, auch als "E-Bereich" oder studium liberale bezeichnet. Hier sollen Sie einmal den Blick über den Tellerrand Ihres Studienfachs werfen. Deshalb können Sie selbst Veranstaltungen auswählen, die Sie interessieren, allerdings nur diejenigen, die nicht aus den Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften kommen.

Mentoring

Hinter diesem Begriff verbirgt sich die Idee, dass Sie über Ihr gesamtes Studium hinweg von einem Mitglied der Dozentenschaft betreut werden. Mindestens einmal im Semester sollten Sie sich mit ihr/ihm zusammensetzen und über Ihren Studienverlauf sowie evtl. auch Ihre Berufsplanung sprechen. Dieses Angebot ist zwar freiwillig, aber so hilfreich, dass man es eigentlich nicht ablehnen kann. Zu Beginn Ihres Studiums wird Ihnen deshalb schon einmal ein(e) MentorIn zugeteilt, Sie können aber später auch wechseln, wenn Sie wünschen.

Wir hoffen, dass Sie gut ins und durch das Studium kommen.

Ihre Dozentinnen und Dozenten

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