Institut für Optionale Studien IOS
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Studium liberale | ||
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In dem Modul E1 werden vielfältige Schlüsselqualifikationen vermittelt. Studierende haben in diesem Studienbereich je nach Studiengang insgesamt 6-15 ECTS-Credits zu erwerben. Seitens des IOS sind die Veranstaltungen innerhalb der Teilbereiche Sprachkurse Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz sowie Schreibwerkstatt frei wählbar. Beachten Sie jedoch unbedingt die studiengangsspezifischen Vorgaben, die in der jeweiligen Prüfungsordnung oder im Modulhandbuch festgelegt sind. Vgl. studiengangsspezifische Informationen unter STUDIENINFOS/Formulare Downloads.
Die Sprachkurse des IOS (ca. 190 pro Semester, davon 30-40 während der vorlesungsfreien Zeit) sind nach den Niveaustufenangaben des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) ausgerichtet und bieten den Studierenden der UDE einerseits die Möglichkeit, die Grundlagen einer ihnen bislang fremden Sprache zu erwerben und andererseits die Kenntnisse in einer bereits erlernten Fremdsprache entsprechend ihrer Niveaustufe auszubauen und zu festigen.
Welches Sprachniveau für die Belegung einer Veranstaltung bereits vorhanden sein sollte, ist den spezifischen Kursvoraussetzungen im VVZ zu entnehmen. Eine Hilfestellung bei der Einschätzung des eigenen Sprachniveaus bietet das GER Raster zur Selbsteinstufung.
Wir bieten Sprachkurse in den folgenden Sprachen an: Altgriechisch – Arabisch – Chinesisch – Dänisch – Deutsch als Fremdsprache (DaF) – Englisch – Finnisch – Französisch – Griechisch – biblisches Hebräisch – Italienisch – Japanisch – Koreanisch – Kurdisch (Kurmancî) – Lateinisch – Niederländisch – Persisch (Farsi) – Polnisch – brasilianisches Portugiesisch – Russisch – Schwedisch – Spanisch – Türkisch.
Die Studierenden können sich die Sprachkursleistungen je nach individuellen Bedarfen für ihr BA-, MA- oder LA-Studium anrechnen lassen, sprachliche Studieneingangsvoraussetzungen studienbegleitend nachholen oder sich persönlich weiterbilden.
Damit bereitet der Sprachkursbereich die Studierenden der UDE durch sein vielfältiges Fremdsprachenangebot umfassend auf die durch Globalisierung und Internationalisierung geprägte Arbeitswelt vor. Die Aussichten auf einen Studien- oder Praktikumsplatz im Ausland sowie die Chancen, sich auf dem nationalen und europäischen Arbeitsmarkt zu etablieren, werden durch den Erwerb zusätzlicher Fremdsprachenkennisse deutlich gesteigert.
Serviceangebote des Fremdsprachenbereichs:
Was ist und wie entwickelt man eigentlich eine Fragestellung?
Wie werden Zitate korrekt belegt?
Und wie kommt man vom Lesen zum Schreiben?
Um Fragen wie diese zu klären, wurde 1997 die Schreibwerkstatt der UDE eingerichtet, seit 2010 gehört sie zum IOS.
Die Schreibwerkstatt unterstützt Studierende und Promovierende dabei, Schreibprozesse zu organisieren und schlüssige Texte zu verfassen. Im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre" wurden ihre Angebote im Wintersemester 2011/12 ausgeweitet: Ein interdisziplinäres Team von 8 wissenschaftlichen Mitarbeitern, die eine Ausbildung zum Schreibberater absolviert haben, bietet den Studierenden und Promovierenden aller Fächer der UDE ein Rundum-Paket zum wissenschaftlichen und beruflichen Schreiben, bestehend aus:
Crash-Kursen und Seminar-Angeboten zu zentralen Themen des wissenschaftlichen Schreibens
individueller Textberatung an beiden Campi
telefonischer Sprachberatung (Sprachtelefon)
online Lehr-Lern-Materialien zum Selbststudium
Rucksack-Schreiblehrgängen für Fakultäten
Erfahren Sie mehr auf: www.uni-due.de/schreibwerkstatt
Im Ergänzungsbereich Modul E1 Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz werden Veranstaltungen angeboten, deren Inhalte Studierenden die Möglichkeit bieten, kompetente Handlungsfähigkeit in Studium, Beruf und Gesellschaft zu erwerben. Hierzu zählen neben transferfähigen Arbeits- und Lerntechniken auch die Fähigkeiten, Strukturen in Organisationen zu erkennen, sich in diesen zu orientieren und Prozesse innerhalb dieser Strukturen kreativ voranzubringen. Die Förderung derartiger Fähigkeiten schließt die Entwicklung der Persönlichkeit auf unterschiedlichen Ebenen ein und hat zugleich das Ziel, fachliche Qualifikationen durch eine sinnvolle Verbindung mit überfachlichen Kompetenzen ganzheitlich wirksam werden zu lassen. Schlüsselkompetenzen in diesem Sinne sollen sowohl die Studier- als auch die Berufsfähigkeit der Studierenden fördern und sie auf zukünftige Aufgaben in der Gesellschaft vorbereiten.
International akzeptierte und auf der Basis des strukturellen Rahmens für Bachelor- und Masterprogramme an der Universität Duisburg-Essen (verabschiedet im Akademischen Senat am 16.07.2004) begründete Kompetenzfelder, in denen Lehrveranstaltungen angeboten werden, sind:
Methodenkompetenz
Im Bereich Methodenkompetenz ist der Erwerb von Fähigkeiten und Techniken mit großer Breitenwirkung fokussiert, die es ermöglichen, Aufgaben und Probleme systematisch anzugehen, geeignete Strategien zu entwickeln und schließlich adäquate Methoden zur Lösung einzusetzen. Analytische Fähigkeiten, der Umgang mit Informationen und (Meta-)Lernmethoden stehen in diesem Kompetenzfeld, neben dem Erwerb von Kreativitäts- und Präsentationstechniken, im Vordergrund. Auch werden hier Methoden wissenschaftlichen Arbeitens zur erfolgreichen Beendigung des Studiums sowie Strategien zum Einstieg in das Berufsleben angeboten.
Selbstkompetenz
In diesem Kompetenzbereich stehen Fähigkeiten und Einstellungen im Vordergrund, die die individuelle Haltung zur Arbeit und zur eigenen Person reflektieren und zur Identitätsbildung beitragen. Diese personale Dimension beinhaltet die Fähigkeit zur kritischen (Selbst-)Reflexion, die Ausbildung eines Bewusstseins zur Verantwortungsübernahme als auch Selbstorganisation und Selbstmotivation sowie die Fähigkeiten, Ziele zu setzen und Entscheidungen zu treffen.
Sozialkompetenz
Erfolgreiche Interaktionen mit anderen Menschen erfordern ein hohes Maß an Kommunikations-, Empathie- und Konfliktfähigkeit. In diesem Kompetenzbereich steht die (Weiter-)Entwicklung eines Bewusstseins für gesellschaftliche und kulturelle Rahmenbedingungen mit dem Ziel kompetenter Handlungsfähigkeit in komplexen Situationen an zentraler Stelle. Gerade die erfolgreiche Kooperation in (zunehmend auch interkulturellen) Gruppen in Studium und Beruf basiert zum Großteil auf sozialen Kompetenzen. Auch zählen die Fähigkeit, sich in sozialen Systemen/Organisationen zu bewegen und adäquat zu handeln, sowie Strategien und Methoden zur Bildung und Pflege von Netzwerken zu diesem Kompetenzbereich.
Das Lehrangebot im Bereich Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz speist sich aus drei Quellen: Die zentralen wissenschaftlichen Einrichtungen und Betriebseinheiten der UDE (u. a. ABZ, Universitätsbibliothek, Uni-Aktiv, ZfH-Kompetenzentwicklung für Studium und Lehre, ZIM) stellen eine Vielzahl unterschiedlich kreditierter Lehrveranstaltungen zur Verfügung, sodass Studierende vielfältige überfachliche Kompetenzen erwerben können. Darüber hinaus öffnen – als zweite Angebotsquelle – einzelne Fakultäten/Studiengänge Veranstaltungen, in denen Schlüsselkompetenzen erworben werden können, für Studierende anderer Fakultäten. Die dritte Angebotsquelle stellen die Lehraufträge des IOS dar: Die Inhalte und der Umfang dieser Veranstaltungen orientieren sich an den Rückmeldungen aus den Fakultäten hinsichtlich des spezifischen Bedarfs sowie an der universitätsweit ermittelten Angebots-Nachfrage-Situation.
Das Modul E2 Allgemeinbildende Grundlagen des Fachstudiums wird inhaltlich nicht vom IOS, sondern selbstständig von den Fächern ausgebaut. Deshalb finden die Veranstaltungsanmeldung und Beratung zum Modul E2 nicht im IOS, sondern in den Fächern und Fakultäten statt.
In diesem Modul wird „fachfremdes, aber fachnahes Grund- und Anwendungswissen" vermittelt, das im engen Zusammenhang mit dem Fachstudium steht. Die Fächer sind hierbei durch den Strukturellen Rahmen der UDE aufgefordert „eigene Angebote für die Vermittlung von fachspezifischem Anwendungswissen" zu schaffen oder weiter auszubauen. Studierende haben in diesem Studienbereich je nach Studiengang insgesamt 6-12 ECTS-Credits zu erwerben.
Zum Angebot des E2-Bereichs können z. B. fachnahe propädeutische Veranstaltungen und der Erwerb von praxisbezogenem Wissen durch ein Praktikum gehören. Beispiele für E2 wären:
Einführung in das (natur-/geistes-) wissenschaftliche Arbeiten
Fach- und berufsbezogene Praktika mit begleitenden Seminaren
Übungen zur Mathematik (E2 für Ingenieure; ABER: Fachstudium für Mathematiker und E3 für Soziologen)
British Literature (E2 für Germanisten; ABER: Fachstudium für Anglisten und E3 für Physiker)
Das Modul E3 Studium liberale ist ein überfachliches Studienangebot und ergänzt das Fachstudium in allen Bachelor- und einigen Master-Studiengängen der Universität Duisburg-Essen. Studierende erwerben in diesem Studienbereich je nach Studiengang 6-15 ECTS-Credits.
Im Studium liberale nehmen die Studierenden Einblick in explizit studienfachfremde Disziplinen sowie interdisziplinäre Arbeitsweisen. Sie besuchen:
grundlegende geöffnete Veranstaltungen fremder Fächer gemeinsam mit einer Mehrzahl an Fachstudierenden,
speziell für sie durch die Fächer der UDE und durch Lehraufträge des IOS (Stand 02/2009) eingerichtete fachfremde Veranstaltungen (spezifische Veranstaltungen) sowie
genuin interdisziplinäre Lehrveranstaltungen, in denen Fragestellungen aus der Sicht verschiedener Disziplinen bearbeitet werden.
So wird einem Bildungskonzept Rechnung getragen, das Offenheit für andere Wissenschaftskulturen fördert und eine Denkweise unterstützt, eigenes Fachwissen und Handeln in übergeordneten Zusammenhängen zu sehen und zu verstehen. Insbesondere werden reflexive Kompetenzen im Sinne von analytischem Denken, Abstraktionsvermögen und kritischem Befragen von Wissenschaft und Gesellschaft gestärkt. Ziel ist es, die Fähigkeit der Studierenden zum eigenständigen, bewussten Handeln zu fördern und sie auf das lebenslange Lernen vorzubereiten, damit sie die Herausforderungen in Beruf und Gesellschaft meistern können.
Sie lernen, ihre eigene Fachwissenschaft vor einem erweiterten Horizont einzuordnen und mit Angehörigen anderer Fachkulturen über ihre Problemstellungen ins Gespräch zu kommen. Dies fördert die Einsatzfähigkeit in diversen Arbeitszusammenhängen: Unabhängig davon, ob Studierende sich wissenschaftlich durch einen Master- oder Promotionsstudiengang weiterqualifizieren wollen oder in das Berufsleben eintreten – stets erfordert dies die nicht selbstverständlichen Fertigkeiten, mit Kolleginnen und Kollegen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu kommunizieren und kooperieren, sich auf fremde Denkweisen einzustellen, die eigene Perspektive verständlich zu vermitteln und sich schnell in neue zunächst fremde Aufgaben einzuarbeiten. Entsprechend sollen sich Studierende in diesem Modul gerade auf solche Veranstaltungen einlassen, bei denen sie neues und unvertrautes Terrain betreten.
Die Studienverlaufspläne der Studiengänge empfehlen die Belegung des Moduls E3 in bestimmten Fachsemestern, wobei das erwartbare Arbeitsaufkommen im jeweiligen Fachsemester berücksichtigt wird. Seitens des IOS wird das Studium liberale aus inhaltlichen Gründen für höhere Fachsemester empfohlen, damit Studierende bereits einen disziplinär einschlägigen Hintergrund einbringen können.
Das Ursprungskonzept des Studium liberale wurde 2005 vom Zentrum für Interdisziplinäre Studien ZIS entworfen. 2007 wurde der Bereich Studium liberale mit den E1-Abteilungen unter dem Dach des Instituts für Optionale Studien IOS organisatorisch zusammengeführt.