Modul E1 Schlüsselqualifikationenen
Modul E2 Allgemeinbildende Grundlagen des Fachstudiums
Modul E1 Schlüsselqualifikationen
E1 Schlüsselqualifikationen
In dem Modul E1 werden vielfältige Schlüsselqualifikationen vermittelt. Studierende haben in diesem Studienbereich je nach Studiengang insgesamt 6-12 ECTS-Credits zu erwerben. Seitens des IOS sind die Veranstaltungen innerhalb der Teilbereiche Sprachkurse sowie Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz frei wählbar. Beachten Sie jedoch unbedingt die studiengangsspezifischen Vorgaben, die in der jeweiligen Prüfungsordnung oder im Modulhandbuch festgelegt sind. Vgl. studiengangsspezifische Informationen unter IOS - Formulare Downloads
Alle wichtigen Informationen zu den Sprachkursen auf einen Blick! (Aktuelles, Sprachkursprogramm, Anmelde-verfahren, Beleggründe, Teilnahmevorraussetzungen, Leistungserbringungen, Scheine, Kontakt)
Fremdsprachenkenntnisse werden seitens vieler Unternehmen von Hochschulabsolventen beim Berufseinstieg erwartet. Durch den Erwerb zusätzlicher Fremdsprachenkenntnisse werden die Aussichten für Studierende auf einen Studien- oder Praktikumsplatz im Ausland bzw. die Chancen von Hochschulabsolventen, sich auf dem europäischen Arbeitsmarkt zu etablieren, gesteigert. Das vielfältige Sprachenangebot des Bereiches E1 Sprachkompetenz bereitet die Studierenden umfassend auf die durch Globalisierung und Internationalisierung geprägte Arbeitswelt vor.
IOS bietet Sprachkurse in den folgenden Sprachen an:
Altgriechisch, Arabisch, Chinesisch, Dänisch, Dari (Persisch), Deutsch als Fremdsprache (DaF), Englisch, Finnisch, Französisch, (biblisches) Hebräisch, Italienisch, Japanisch, Kurdisch (Kurmancî), Lateinisch, Neugriechisch, Niederländisch, Polnisch, (brasilianisches) Portugiesisch, Russisch, Schwedisch, Spanisch, Türkisch.
Neben den ca. 100 Semesterkursen werden ca. 30 Intensivkurse während der vorlesungsfreien Zeit angeboten. Die Kurse werden von qualifizierten Lehrbeauftragten (i. d. R. Muttersprachler) geleitet und sind aus qualitativen Gründen auf 25 Teilnehmer begrenzt.
Die Sprachkurse sind durch eine Niveaustufenangabe nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER Globalskala) ausgezeichnet. Welches Sprachniveau für die Belegung einer Veranstaltung bereits vorhanden sein sollte, ist den spezifischen Kursvoraussetzungen im VVZ zu entnehmen. Eine Hilfestellung bei der Einschätzung des eigenen Sprachniveaus bietet das GER Raster zur Selbsteinstufung.
Auf Vorschriften, welches Sprachniveau von Studierenden im Rahmen des E1-Bereiches insgesamt durch die Belegung von Sprachkursen erreicht werden sollte, wird verzichtet. Hier geht es viel mehr darum, dass Studierende ihr bisheriges Wissen erweitern und zusätzliche Qualifikationen erwerben. Sprachen-Studierende, z. B. Hispanistik-Studierende, können daher keine ECTS-Credits für den E1-Bereich in Spanischkursen erwerben, weil dadurch keine zusätzlichen Qualifikationen erlangt würden.
Durch die Staffelung der Kurse nach Niveaustufen ergeben sich für BA-Studierende die folgenden Wahlmöglichkeiten:
1) Studierende können im Sinne des Erwerbs einer zusätzlichen Basisqualifikation die Grundlagen einer ihnen bislang fremden Sprache erlernen, z. B. Schwedisch I (A1.1).
2) Studierende mit Vorkenntnissen in einer Sprache, z. B. zwei Jahre Schulfranzösisch, können ihre Kenntnisse festigen und ausbauen, indem sie einen ihrer Niveaustufe entsprechenden Kurs belegen, z. B. Französisch III (A2.1).
Die unmittelbaren Lernziele variieren von Kurs zu Kurs, da sie von der jeweiligen Sprache und den Niveaustufen abhängig sind. Das berufsqualifizierende Element liegt jedoch immer in dem Erwerb bzw. dem Ausbau der Sprachkenntnisse selbst.
E1 Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz
Im Ergänzungsbereich Modul E1 Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz werden Veranstaltungen angeboten, deren Inhalte Studierenden die Möglichkeit bieten, kompetente Handlungsfähigkeit in Studium, Beruf und Gesellschaft zu erwerben. Hierzu zählen neben transferfähigen Arbeits- und Lerntechniken auch die Fähigkeiten Strukturen in Organisationen zu erkennen, sich in diesen zu orientieren und Prozesse innerhalb dieser Strukturen kreativ voranzubringen. Die Förderung derartiger Fähigkeiten schließt die Entwicklung der Persönlichkeit auf unterschiedlichen Ebenen ein und hat zugleich das Ziel, fachliche Qualifikationen durch eine sinnvolle Verbindung mit überfachlichen Kompetenzen ganzheitlich wirksam werden zu lassen. Schlüsselkompetenzen in diesem Sinne sollen sowohl die Studier- als auch die Berufsfähigkeit der Studierenden fördern und sie auf zukünftige Aufgaben in der Gesellschaft vorbereiten.
International akzeptierte und auf der Basis des strukturellen Rahmens für Bachelor- und Masterprogramme an der Universität Duisburg-Essen (verabschiedet im Akademischen Senat am 16.07.2004) begründete Kompetenzfelder, in denen Lehrveranstaltungen angeboten werden, sind:
Methodenkompetenz
Im Bereich Methodenkompetenz ist der Erwerb von Fähigkeiten und Techniken mit großer Breitenwirkung fokussiert, die es ermöglichen, Aufgaben und Probleme systematisch anzugehen, geeignete Strategien zu entwickeln und schließlich adäquate Methoden zur Lösung einzusetzen. Analytische Fähigkeiten, der Umgang mit Informationen und (Meta-)Lernmethoden stehen in diesem Kompetenzfeld, neben dem Erwerb von Kreativitäts- und Präsentationstechniken, im Vordergrund. Auch werden hier Methoden wissenschaftlichen Arbeitens zur erfolgreichen Beendigung des Studiums sowie Strategien zum Einstieg in das Berufsleben angeboten.
Selbstkompetenz
In diesem Kompetenzbereich stehen Fähigkeiten und Einstellungen im Vordergrund, die die individuelle Haltung zur Arbeit und zur eigenen Person reflektieren und zur Identitätsbildung beitragen. Diese personale Dimension beinhaltet die Fähigkeit zur kritischen (Selbst-)Reflexion, die Ausbildung eines Bewusstseins zur Verantwortungsübernahme als auch Selbstorganisation und Selbstmotivation sowie die Fähigkeiten, Ziele zu setzen und Entscheidungen zu treffen.
Sozialkompetenz
Erfolgreiche Interaktionen mit anderen Menschen erfordern ein hohes Maß an Kommunikations-, Empathie- und Konfliktfähigkeit. In diesem Kompetenzbereich steht die (Weiter-)Entwicklung eines Bewusstseins für gesellschaftliche und kulturelle Rahmenbedingungen mit dem Ziel kompetenter Handlungsfähigkeit in komplexen Situationen an zentraler Stelle. Gerade die erfolgreiche Kooperation in (zunehmend auch interkulturellen) Gruppen in Studium und Beruf basiert zum Großteil auf sozialen Kompetenzen. Auch zählen die Fähigkeit sich in sozialen Systemen/Organisationen zu bewegen und adäquat zu handeln sowie Strategien und Methoden zur Bildung und Pflege von Netzwerken zu diesem Kompetenzbereich.
Das Lehrangebot im Bereich Schlüsselkompetenzen speist sich aus drei Quellen: Die zentralen wissenschaftlichen Einrichtungen und Betriebseinheiten der UDE (u. a. ABZ, Universitätsbibliothek, Uni-Aktiv ZfH-Kompetenzentwicklung für Studium und Lehre, ZIM) stellen eine Vielzahl unterschiedlich kreditierter Lehrveranstaltungen zur Verfügung, sodass Studierende vielfältige überfachliche Kompetenzen erwerben können. Darüber hinaus öffnen – als zweite Angebotsquelle – einzelne Fakultäten/Studiengänge Veranstaltungen, in denen Schlüsselkompetenzen erworben werden können, für Studierende anderer Fakultäten. Die dritte Angebotsquelle stellen die Lehraufträge des IOS dar: Die Inhalte und der Umfang dieser Veranstaltungen orientieren sich an den Rückmeldungen aus den Fakultäten hinsichtlich des spezifischen Bedarfs sowie an der universitätsweit ermittelten Angebots-Nachfrage-Situation.
Modul E2 Allgemeinbildende Grundlagen des Fachstudiums
Das Modul E2 Allgemeinbildende Grundlagen des Fachstudiums wird inhaltlich nicht vom IOS, sondern selbstständig von den Fächern ausgebaut. Deshalb finden die Veranstaltungsanmeldung und Beratung zum Modul E2 nicht im IOS sondern in den Fächern und Fakultäten statt.
In diesem Modul wird „fachfremdes, aber fachnahes Grund- und Anwendungswissen“ vermittelt, das im engen Zusammenhang mit dem Fachstudium steht. Die Fächer sind hierbei durch den Strukturellen Rahmen der UDE aufgefordert „eigene Angebote für die Vermittlung von fachspezifischem Anwendungswissen“ zu schaffen oder weiter auszubauen. Studierende haben in diesem Studienbereich je nach Studiengang insgesamt 6-12 ECTS-Credits zu erwerben.
Zum Angebot des E2-Bereichs können z. B. fachnahe propädeutische Veranstaltungen und der Erwerb von praxisbezogenem Wissen durch ein Praktikum gehören. Beispiele für E2 wären:
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Einführung in das (natur-/geistes-)wissenschaftliche Arbeiten
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Fach- und berufsbezogene Praktika mit begleitenden Seminaren
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Übungen zur Mathematik (E2 für Ingenieure; ABER: Fachstudium für Mathematiker und E3 für Soziologen)
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British Literature (E2 für Germanisten; ABER: Fachstudium für Anglisten und E3 für Physiker)
Modul E3 Studium liberale
Das Modul E3 Studium liberale ist ein überfachliches Studienangebot und ergänzt das Fachstudium in allen Bachelor- und einigen Master-Studiengängen der Universität Duisburg-Essen. Studierende erwerben in diesem Studienbereich je nach Studiengang 9-15 ECTS-Credits.
Im Studium liberale nehmen die Studierenden Einblick in explizit studienfachfremde Disziplinen sowie interdisziplinäre Arbeitsweisen. Sie besuchen:
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grundlegende geöffnete Veranstaltungen fremder Fächer gemeinsam mit einer Mehrzahl an Fachstudierenden,
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speziell für sie durch die Fächer der UDE und durch Lehraufträge des IOS (Stand 02/2009) eingerichtete fachfremde Veranstaltungen (spezifische Veranstaltungen) sowie
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genuin interdisziplinäre Lehrveranstaltungen, in denen Fragestellungen aus der Sicht verschiedener Disziplinen bearbeitet werden.
So wird einem Bildungskonzept Rechnung getragen, das Offenheit für andere Wissenschaftskulturen fördert und eine Denkweise unterstützt, eigenes Fachwissen und Handeln in übergeordneten Zusammenhängen zu sehen und zu verstehen. Insbesondere werden reflexive Kompetenzen im Sinne von analytischem Denken, Abstraktionsvermögen und kritischem Befragen von Wissenschaft und Gesellschaft gestärkt. Ziel ist es, die Fähigkeit der Studierenden zum eigenständigen, bewussten Handeln zu fördern und sie auf das lebenslange Lernen vorzubereiten, damit sie die Herausforderungen in Beruf und Gesellschaft meistern können.
Sie lernen, ihre eigene Fachwissenschaft vor einem erweiterten Horizont einzuordnen und mit Angehörigen anderer Fachkulturen über ihre Problemstellungen ins Gespräch zu kommen. Dies fördert die Einsatzfähigkeit in diversen Arbeitszusammenhängen: Unabhängig davon, ob Studierende sich wissenschaftlich durch einen Master- oder Promotionsstudiengang weiterqualifizieren wollen oder in das Berufsleben eintreten – stets erfordert dies die nicht selbstverständlichen Fertigkeiten, mit Kolleginnen und Kollegen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu kommunizieren und kooperieren, sich auf fremde Denkweisen einzustellen, die eigene Perspektive verständlich zu vermitteln und sich schnell in neue zunächst fremde Aufgaben einzuarbeiten. Entsprechend sollen sich Studierende in diesem Modul gerade auf solche Veranstaltungen einlassen, bei denen sie neues und unvertrautes Terrain betreten.
Die Studienverlaufspläne der Studiengänge empfehlen die Belegung des Moduls E3 in bestimmten Fachsemestern, wobei das erwartbare Arbeitsaufkommen im jeweiligen Fachsemester berücksichtigt wird. Seitens des IOS wird das Studium liberale aus inhaltlichen Gründen für höhere Fachsemester empfohlen, damit Studierende bereits einen disziplinär einschlägigen Hintergrund einbringen können.
Konzept und Zielsetzung des Studium liberale wurden vom Zentrum für Interdisziplinäre Studien ZIS entworfen (2005-07). Seit dem WS 2007/08 ist das Studium liberale gemeinsam mit den Koordinationsstellen für das Modul E1 am Institut für Optionale Studien IOS angesiedelt.
