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Biologie

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Die Biologie als Wissenschaft der belebten Natur wird – klassisch – in die Gebiete Botanik, Zoologie, Mikrobiologie und Anthropologie unterteilt. Diese Einteilung richtet sich nach der Natur der Organismen. Von größerer Bedeutung ist mittlerweile die Unterscheidung nach dem jeweiligen Aspekt, unter dem Lebewesen untersucht werden. Diese Einteilung führt zu Teildisziplinen wie z.B. Tier- und Pflanzenphysiologie, Zellbiologie, Molekularbiologie, Genetik, Entwicklungsbiologie, Verhaltensbiologie und Ökologie. Manche dieser Teildisziplinen haben in den letzten Jahrzehnten geradezu rasante Entwicklungen durchgemacht, so dass die Biologie heute eine außerordentlich expansive Wissenschaft ist. Im Zuge dieser Entwicklung kam es auf zahlreichen Gebieten zu immer größeren Überschneidungen mit anderen Wissenschaftsdisziplinen. Hier sind die Übergänge teilweise fließend geworden, was auch mit Blick auf den Arbeitsmarkt von Bedeutung ist. Zu nennen sind zum einen natürlich die "Basiswissenschaften" Physik und vor allem Chemie, die dementsprechend im Rahmen des Biologiestudiums einen beachtlichen Raum einnehmen. Zum anderen ergeben sich aber auch Berührungspunkte mit den Studienbereichen Pharmazie und Medizin (auf Gebieten wie Immunologie, Gentechnik), mit der Informatik (Biokybernetik, Neurobiologie) sowie mit Psychologie und Soziologie (Verhaltensbiologie). Wegen der großen Bandbreite der Biologie wird eine Spezialisierung bereits während des Studiums unumgänglich sein. Aufgrund unterschiedlich guter Aussichten am Arbeitsmarkt sollte die Wahl der Spezialdisziplin mit Blick auf die zukunfttsweisenden Felder Molekularbiologie, Biochemie, Mikrobiologie, und Genetik genau überlegt werden.

An Fachhochschulen werden verstärkt Bachelorstudiengänge mit der Ausrichtung Bioinformatik und Biotechnologie angeboten. Auch an Universitäten ist die Einführung der gestuften Studiengänge fast vollständig umgesetzt worden. Studienmöglichkeiten zum Bachelor können gezielt über die ständig aktualisierte Datenbank Hochschulkompass (unter Studium /grundständiges Studium) der Hochschulrektorenkonferenz abgefragt werden. Einen Gesamtüberblick über Studienmöglichkeiten und -profile des Faches Biologie bietet der Studien- und Berufswahlführer. Zu empfehlen ist auch das Internetangebot des Verbandes Deutscher Biologen (vdbiol), u.a. mit einem online-Studienführer Biowissenschaften.

Der Anteil der grundständigen Bachelorabsolventen (erster berufsqualifizierender Anschluss) hat im Jahr 2010 bezogen auf die grundständigen Studiengänge insgesamt bei 51 % gelegen. Lehramtsstudierende - soweit dafür ausgewiesen - sind dabei nicht berücksichtigt worden.

Biologie Studienanfängerstatistik

Studiendauer und Alter   -   Biologie (Uni)
Abschluss: Diplom u. Vergleichbare
Regelstudienzeit: 9 Semester
Tatsächliche Studiendauer: 11,6 Fachsemester (2010) 12,6 Fachsemester (1995)
Alter bei Abschluss: 27,1 Jahre
Studiendauer und Alter   -   Biologie (FH)
Abschluss: Diplom u. Vergleichbare
Regelstudienzeit: 8 Semester
Tatsächliche Studiendauer: 10,1 Fachsemester (2010)
Alter bei Abschluss: 27,1 Jahre
Absolventen:   Studiendauer und Alter   -   Bachelor insgesamt
Abschluss: Bachelor
Regelstudienzeit: 6-8 Semester
Tatsächliche Studiendauer: 6,2 Fachsemester (2010)
Alter bei Abschluss: 24,2 Jahre

Quelle: Statistisches Bundesamt 
Hinweis zur Studiendauer Bachelor

Wegen der anhaltend hohen Nachfrage unterliegen die Studiengänge des Studienfaches Biotechnologie an Universitäten nicht selten  einem Orts-NC oder ggf. einem Auswahlverfahren. Da die Zahl der Bewerber die Zahl der nominell zur Verfügung stehenden Studienplätze in den Jahren bis 2000 nur in maßvollem Umfang überstieg, konnte man bis dahin noch jedem Bewerber mit Erstwunsch Biologie einen entsprechenden Studienplatz zuweisen. Die Zunahme von Bewerbungen machte es dann erforderlich, ab dem Wintersemester 2001/2002 zunächst zum allgemeinen Auswahlverfahren durch die damalige ZVS zurückzukehren. Nach Abschaffung der ZVS ist in der Regel an den einzelnen Hochschulen ein Orts-NC-Verfahren anzutreffen. Aktuelle Informationen über das zum jeweiligen Semester gültige Verfahren, über Bewerbungstermine und -unterlagen erhält man auf dem Server der HRK , bei hochschulstart.de ( Nachfolgeeinrichtung der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen) oder bei den jeweiligen Hochschulen. Über den Server der von hochschulstart.de sind auch verschiedene Beratergruppen für Einzelfragen zu erreichen.

Biologie Studienanfängerstatistik

Biologie Studierendenstatistik

Trotz der angesprochenen bestehenden Zulassungsbeschränkungen an verschiedenen Hochschulen ist die Zahl der Studienanfänger in den letzten Jahren noch einmal kontinuierlich gestiegen und eilt von einem Rekordhoch zum nächsten. Der Run auf die Studienplätze in Biologie bringt seit 1997 gleichfalls steigende Studierendenzahlen mit sich. Inzwischen sind fast 45.000 Studierende im Studienbereich Biologie eingeschrieben. An den Fachhochschulen hat sich dabei die Nachfrage in den letzten Jahren spürbar erhöht und macht bereits über 15 % der Gesamtnachfrage des Studienbereiches Biologie aus. 

Biologie Absolventenstatistik

Im Jahr 2010 haben ca. 7.500 Absolventen (Uni/FH) ihren ersten Hochschulabschluss in Biologie bestanden. Setzt man die Absolventenzahlen der letzten Jahre in Beziehung mit den zeitversetzt zurückliegenden entsprechenden Anfängerzahlen, so dürften sich kalkulatorisch die grundständigen Absolventenzahlen in den kommenden Jahren in einer Bandbreite von 7.500 bis 8.000 bewegen. . Bis zum Jahr 2017 wäre dann bei Beibehaltung dieses Niveaus von einer Absolventenzahl von mindestens 8.000 (UNI/FH) auszugehen.

3.818 Biologen bestanden die Bachelorprüfung im Jahr 2010. Mit Blick auf das Studienjahr 2010/2011 haben 3.087 Studierende mit dem entsprechenden Masterstudium (ohne Lehramt) begonnen. Die Zahl der  Masterabschlüsse wird mit Sicherheit vor diesem Hintergrund weiter ansteigen. Bei den Promotionen ist mit  2607 im Jahr 2010 ein neuer Höchststand erreicht worden.

Biologie Master

Biologie Promoventenstatistik

Wie im Studiengang Chemie findet ein Teil der Biologen ein Arbeitsfeld in der Grundlagenforschung (Hochschulen und staatliche oder gemeinnützige Forschungsinstitute, aber auch in Bereichen der chemischen, pharmazeutischen oder Agrar-Industrie). Ohne Promotion sind derartige Tätigkeiten kaum möglich. 

Die Jobampel  finden Sie bei www.stern.de

 


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