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Fächergruppe Mathematik / Naturwissenschaften

Die wichtigsten Studienbereiche der mathematisch / naturwissenschaftlichen Fächergruppe sind

Weitere Fächer bzw. Studienbereiche wie Geographie oder Geowissenschaften werden wegen der geringeren Nachfrage zunächst nicht gesondert dargestellt. Sie können jedoch bei der Diskussion von Arbeitsmarktperspektiven nicht völlig vernachlässigt werden, weil es in manchen Tätigkeitsfeldern zu Konkurrenzsituationen kommt, etwa zwischen Chemikern, Biologen, Biochemikern und Pharmazeuten oder auch zwischen Physikern und Geologen. Im Gegensatz zu den Studien- und Beschäftigungssektoren Lehramt / Schule, Medizin und Ingenieurwesen sind die mathematisch-naturwissenschaftlich orientierten Studienbereiche verhältnismäßig offen im Hinblick auf die ihnen zuzuordnenden Tätigkeitsfelder und Beschäftigungssektoren. Von daher ist das Auftreten stärkerer Konkurrenzsituationen in dieser Fächergruppe besonders kennzeichnend. Die Hauptursache für diese Offenheit zum Arbeitsmarkt ist darin zu suchen, dass diese Studiengänge von ihrer inhaltlichen Ausgestaltung her in der Regel primär auf die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses zugeschnitten sind (auszunehmen ist hier die Informatik). Da jedoch nur eine Minderheit der Absolventen später eine wissenschaftliche Laufbahn einschlägt, müssen sich die meisten ihr Tätigkeitsfeld nach dem Studium erst suchen. Die Stärke dieser Absolventen liegt dann im allgemeinen nicht in ihrem Spezialwissen, sondern darin, dass sie in der Regel Generalisten sind, die über genügend Flexibilität verfügen, unterschiedlichste Probleme zu lösen. Ausnahmen auf dem Arbeitsmarkt bilden zum einen die Chemiker, für die es in Deutschland einen recht fest etablierten Stellenmarkt in der chemischen bzw. pharmazeutischen Industrie gibt. Zum anderen ist der allergrößte Teil der Pharmazeuten beruflich in öffentlichen Apotheken tätig. Die approbierten Apotheker bilden damit neben Humanmedizinern und Zahnärzten einen dritten Teilarbeitsmarkt im Bereich des Gesundheitswesens. Das Fach Pharmazie wird deshalb in der Fächergruppe Medizin / Pharmazie beschrieben.

Die Gesamtentwicklung des Teilarbeitsmarktes Mathematik / Naturwissenschaften lässt sich nicht unbedingt aus dem möglichen Ersatzbedarf ableiten, denn in diesem Bereich spielen andere Faktoren wie die Konjunktur oder das Tempo technologischer Innovation oft eine wesentlich größere Rolle für den tatsächlichen Bedarf an Arbeitskräften als der Faktor Ersatzbedarf.