Im
Grundlagenstudium werden die Studierenden durch Vorlesungen und
Praktika anhand grundlegender Gebiete der klassischen Physik mit der
Denk- und Arbeitsweise der Physik vertraut gemacht. Auch der
größte Teil des notwendigen mathematischen
Rüstzeugs
wird in dieser ersten Phase des Studiums vermittelt, was für
viele
Studienanfänger erfahrungsgemäß eine
große
Hürde bedeutet. Erst mit dem sich anschließenden
Orientierungs- oder auch Hauptstudium beginnt üblicherweise
der
Einstieg in die "moderne" Physik. Dazu zählen an
Universitäten die Gebiete, deren Verständnis erst
durch die
Quantentheorie ermöglicht wird, wie etwa Atom-, Kern- und
Elementarteilchenphysik. Erst im Rahmen des Masterstudiums
setzt
in der Regel eine stärkere Spezialisierung ein, wobei die
möglichen Themen sehr stark vom Angebot der jeweiligen
Hochschule
abhängen.
An
den Fachhochschulen lassen sich Studiengänge in Richtung
Physikalische Technik, Bauphysik oder auch für allgemeine
Physik
belegen. Bachelorstudiengänge sind auch hier der Regelfall.
Konkrete Studienmöglichkeiten zum
Bachelorstudium können gezielt über die
ständig
aktualisierte Datenbank Hochschulkompass (unter Studium /
grundständiges Studium) der Hochschulrektorenkonferenz
abgefragt werden.
An der Universität Duisburg - Essen wird beispielsweise das Studienprogramm Bachelor of Science (Physik) und Master of Science (Physik) angeboten. Das dreijährige Bachelor Studium wird mit dem berufsqualifizierenden Zertifikat Bachelor of Science (Physik) abgeschlossen. Das zweijährige Master Studium erfordert als Zungangsvorraussetzung einen Bachelor of Science in Physik oder vergleichbare vom Fachbereich anzuerkennende Abschlüsse und wird mit dem Zertifikat Master of Science (Physik) abgeschlossen. Nur die beiden konsekutiv absolvierten Studienprogramme zusammen sind dem bisherigen universitären Diplom Physik (DII) als äquivalent anzusehen.
Einen aktuellen Einblick zu der Entwicklung des Faches Physik geben die ausführlichen Informationen der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Tiefergehende Informationen zur Physik an deutschen Hochschulen bietet die Konferenz der Fachbereiche Physik (KFP). Umfangreiche Linklisten zum Physikstudium erhält man beim Portal pro-physik.de. Mit Blick auf die Studienmöglichkeiten und -profile empfiehlt sich der Studien- und Berufswahlführer. Der Anteil der grundständigen Bachelorabsolventen (erster berufsqualifizierender Anschluss) hat im Jahr 2010 bezogen auf die grundständigen Studiengänge insgesamt bei 35 % gelegen. Lehramtsstudierende - soweit dafür ausgewiesen - sind dabei nicht berücksichtigt worden.

| Studiendauer und Alter - Physik (Uni) | |||||||||
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| Absolventen: Studiendauer und Alter - (Bachelor insgesamt) | ||||||||
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Quelle: Statistisches Bundesamt 2008.
Hinweis zur
Studiendauer
Bachelor
Die Studienanfängerentwicklung zeigt seit 1993 zunächst einen Rückgang und dann seit 2003 ein deutlich höheres Niveau auf. Im Studienjahr 2010/11 hat das Niveau der ersten Fachsemestereinschreibungen den Höchststand von 2003 übertroffen. Hingegen hat der Gesamtbestand der Physikstudierenden in der ersten Hälfte der neunziger Jahre auf einem wesentlich höherem Niveau gelegen. Aktuell nähert sich der Studierendenbestand diesem früheren Niveau wieder an - allerdings auf der Grundlage wesentlich höherer Einschreibungszahlen und der kürzeren Studienzeiten des Bachelors.



Als Konsequenz des in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre erfolgten Nachfragerückgangs nach Physik-Studienplätzen sanken die Absolventenzahlen in den Jahren bis 2004 ganz deutlich (von rund 3.800 im Jahr 1996 auf unter 1.500 im Jahr 2004 (Tiefstand)). Danach ist es zu einer Trendwende gekommen. Berücksichtigt man, dass die Studienzeit in Physik (Diplom) im Bundesdurchschnitt bei etwa 11 - 12 Semestern gelegen hat und Bachelorabsolventen durchschnittlich in ca. 6 Semester bis zum Abschluss benötigen, so ist damit zu rechnen, dass der aktuelle Aufwärtstrend - seit 2005 - sich bei den Absolventenzahlen halten wird bzw. sich noch weiter fortsetzen könnte. Allerdings nur dann, wenn sich das Erfolgsniveau in Physik in den nächsten Jahren weiter steigt. Ausgehend von den neuen Erstabschlüssen (Bachelor) könnte es zu dieser Verbesserung des Erfolgsniveaus insgesamt kommen.
Setzt man die Absolventenzahlen der letzten Jahre in Beziehung mit den zeitversetzt zurückliegenden entsprechenden Anfängerzahlen, so dürften sich kalkulatorisch die grundständigen Absolventenzahlen in den kommenden Jahren in einer Größenordnung von 4.500 bis zu 5.000 bewegen. Bis 2017 sind ist nicht zu erwarten, dass diese Größenordnung unterschritten wird.
1.396 Physiker bestanden die Bachelorprüfung im Jahr 2010. Mit Blick auf das Studienjahr 2010/11 haben 1.575 Studierende mit dem entsprechenden Masterstudium (ohne Lehramt) begonnen,wobei hier ein gewisser Anteil von bisherigen Fachhochschulabsolventen anzunehmen ist. Die Zahl der Masterabschlüsse wird mit Sicherheit vor diesem Hintergrund weiter ansteigen - im Gegensatz zu den Promotionen. Hier liegt die Bandbreite - seit 2005 - bei ca.1.200 bis 1.400 pro Jahr.
Wie in den naturwissenschaftlichen Studiengängen Chemie und Biologie gewinnt auch in der Physik die Promotion zunehmend an Bedeutung. Inzwischen promovieren über 70 - 80% der erfolgreichen Absolventen. Daher an dieser Stelle ein Blick auf die Entwicklung:


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