Thema: Besonderheiten einer Netmeeting-Konferenz unter Einsatz des Moduls
Fritz!web

Bevor das konkrete Thema erläutert wird, bietet sich vorerst an eine kurze Anmerkung darüber zu machen, wie wir in unserer kleinen Arbeitsgruppe überhaupt darauf gekommen sind, uns mit dem Thema Fritz zu Beschäftigen.
Wir haben hauptsächlich Datenkonferenzen über Netmeeting durchgeführt in Verbindung mit 3er- Telefonkonferenzen (via ISDN) über, entweder die MCU Bochum oder DFN Berlin, je nach Verfügbarkeit.
Bereits beim Versuch technische Probleme zu überwinden ist die Situation eingetreten, dass es nicht möglich war, nach Eingabe der IP-Nummer von einem der Teilnehmer (Christian), eine Netmeetingkonferenz aufzubauen, also ihn "anzurufen". Erste Vermutung der Gruppe für dieses Problem war, dass er vielleicht nur aus Versehen die falsche IP
angegeben hatte. Dies war aber nicht der Fall.
Eine zweite Vermutung lief darauf hinaus, dass der Teilnehmer für die Internetverbindung über eine Telefonanlage (Eumex-604) verbunden war, die interne IP´s an den verbundenen Rechner zuweist, so dass eine Art Firewall gegen Eingriffe von außen zustande kommt. Es stellte sich nach kurzer Zeit außerdem noch heraus, daß beim gleichen Teilnehmer eine
Besonderheit in Bezug auf die Internetzugangssoftware gegeben war. Die ISDN-Verbindung seines Rechners war mit Hilfe des Programms Fritzweb, das beim Kauf einer Fritzkarte jeglicher Art mitgeliefert wird, aufgebaut worden.
Es galt also nun zu überprüfen, welche der beiden Möglichkeiten tatsächlich Quelle des Problems waren, dass keine Verbindung zu diesem Teilnehmer, bei Angabe der IP-Nummer unter Netmeeting, aufgebaut werden konnte, er aber seinerseits die beiden anderen Teilnehmer ohne weiteres anrufen konnte. Zunächst wurde vereinbart, dass jeder eigenständig
recherchieren sollte, wie die Telefonanlage Eumex-604 (vom Telekom vertrieben jedoch von DeTeWe hergestellt) funktioniert, um dadurch vielleicht feststellen zu können ob das Problem bei diesem Gerät lag.
Eumex 604 PC Homenet

Bei der nächsten Sitzung gingen wir den zweiten Weg; wir prüften ob das Problem mit Hilfe einer "normal" erstellten DFÜ-Verbindung behoben werden konnte. Bei Nicht-Anwendung der Zugangssoftware FritzWeb war es uns möglich Christian via Netmeeting anzurufen. Das Problem lag also offensichtlich an FritzWeb.

Um sich die Leistungsmerkmale dieser Software am besten vor Augen zu führen wird an dieser Stelle auf die Beschreibung von FritzWeb der Seite von AVM verwiesen (FritzWeb-AVM).
Zusätzlich zu den Recherchen über FritzWeb, nahmen wir Kontakt zu der Supportabteilung der Firma AVM auf, und stellten die Frage, woran es liegen könnte, dass wir bei dem Versuch einer Netmeetingkonferenz (mit FritzWeb als Zugangssoftware), den Teilnehmer per Eingabe der IP-Nummer nicht anwählen konnten.
Hier die Antwort :
From: support@avm.de
To: <andres_freese@hotmail.com>
Date: Donnerstag, 4. Juli 2002 14:06 Uhr
Subject: Re: AVM-Support-Call CID499241
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Weitere Informationen oder Korrekturen zu diesem Support-Call schicken Sie
uns bitte über unsere Internetseite unter
http://www.avm.de/de/Service/Support/Ergaenzung.html
oder wählen Sie unter http://www.avm.de > SERVICE > SUPPORT. Auf der
Support-Seite finden Sie einen Link auf das Ergänzungsformular.
Sollten wir innerhalb der nächsten 14 Tage keine Rückmeldung von Ihnen
erhalten, gehen wir davon aus, dass wir Ihren Support Call schließen
können.
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AVM Support-Call CID499241
Sehr geehrter Herr Freese,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
FRITZ!web agiert als Firewall mit IP-Masquerading, d.h. es werden zur
gesteigerten Sicherheit vom Computer nur Datenpakete aus dem Internet
entgegengenommen, die auch explizit von FRITZ!web angefordert wurden; die
eigentliche dynamisch zugewiesene IP-Adresse wird "verschleiert". Aus
diesem Grunde erhalten auch bestimmte Chatprogramme (z.B. NetMeeting) keine
Meldung aus dem Internet mehr - da diese Meldungen nicht explizit vom
Computer aus angefordert wurden - und wähnen die Verbindung getrennt. Für
die Verwendung von NetMeeting, anderen Chatprogrammen sowie anderer
Firewall-Anwendungen empfehle ich Ihnen weiterhin die Verwendung des
DFÜ-Netzwerks.
Mit freundlichen Grüßen
Uwe Grabowski (AVM Support)
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FritzWeb sorgt also dafür, dass nur die Daten entgegengenommen werden, die das Programm explizit angefordert hat, und schützt den verbundenen Rechner dadurch, dass die vom Anbieter zugewiesene IP durch IP-Masquerading verborgen bleibt. Damit war unsere Frage geklärt.
Wir hoffen, dass wir mit der kleinen Gruppenarbeit etwas zum Kittprojekt beitragen konnten. |