Koordination Biologische Bewertung
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ÜBER KOBIO
Workshops

 
Eine der Aufgaben von Kobio ist die Ausrichtung von Workshops in denen die Projektmitarbeiter und Fachleute aus Wasserwirtschaft und Forschung ihre Erfahrungen zu WRRL relevanten Themen austauschen können. So soll eine bessere Zusammenarbeit erreicht und die Kommunikation untereinander gefördert werden.
Informationen zu aktuellen und früheren Veranstaltungen finden sie hier:
Expertengespräch - Talsperren und EG-Wasserrahmenrichtlinie am 03.03.2005 in Essen
   
Künstliche Gewässer - Typologie, Bewertung und Konstruktion des ökologischen Potenzials am 08./09.11.2004 in Essen
   
Typologie und Bewertung von Übergangs- und Küstengewässern nach EU-WRRL am 16. - 17.06.2004 in Hamburg
   
Fischmonitoring und Gewässerbewertung mit Fischen am 25.03. - 26.03. 2004 in Berlin
   
Modellierung und Bewertung der Gewässerqualität (Wassergüte und Nährstofftransport) und des guten/sehr guten gewässerökologischen Zustands’ am 17.11 - 18.11. 2003 in Potsdam
   
Typologie und Bewertungsverfahren für Seen nach WRRL am 12. - 13.11.2003 in Berlin
   
Bewertungsverfahren für Fließgewässern nach WRRL am 25.06. - 26.06. 2003 in Witzenhausen
 
   
Gewässerlandschaften der Bundesrepublik Deutschland am 21.05.2003 in Fulda
   
Workshop on Phytoplankton in European Rivers am 27.02. - 01.03.2003 in Berlin
   
Typisierung von Binnengewässern am 27.11. - 28.11. 2002 in Potsdam
   
Seen und Bodden - Typologie, Leitbilder, Bewertung am 18.11. - 19.11.2002 in Leipzig
   
KoBio-Kick-off-meeting am 18.06. - 19.06.2002 in Essen


Expertengespräch "Talsperren und EG-WRRL"
Veranstalter:
Protokoll
Programm
Tagungsort
Stadtplan Essen

KoBio








Inhalt und Organisatorisches:
Am 03.03.2005 fand in der Universität Duisburg-Essen ein eintägiges Expertengespräch zum Thema "Talsperren und die EG-Wasserrahmenrichtlinie" statt. Ziel des Expertengespräches war es, die existierenden Ansätze zur Typologie und Bewertung dieser "eigenartigen Seen" zu diskutieren und offene Fragen zu erörtern. Zukünftiger Forschungsbedarf sollte somit identifiziert werden. Tagungsort war das "Casino" im Gästehaus der Universität Duisburg-Essen in Essen.
Mit 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fand das Expertengespräch großen Anklang.

Nachfolgend finden Sie die Präsentationen zum Expertengespräch.

Rahmenbedingungen und Prioritäten insbesondere für Trinkwassertalsperren (H. Willmitzer, Thüringer Fernwasserversorgung: Typisierung von Talsperren)

„Sind Talsperren eigenartige Seen?" – Fragen zur typologischen Einordnung und zu Bewertungskriterien gemäß WRRL (Vortrag Dr. E. Nusch, Ruhrverband)

Phytoplankton in Talsperren und natürlichen Seen – Bestehen Ähnlichkeiten oder sind zur Bewertung nach WRRL zusätzliche Seentypen notwendig? (E. Hoehn & U. Riedmüller, Limnologie Büro Hoehn (LBH))

Abschätzung des ökologischen Potenzials von Talsperren nach der Trophie (G. Ackermann, P. Loth & R. Sudbrack, Landestalsperrenverwaltung Sachsen und Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie)

Klassifikation und Bewertung der Makrophytenvegetation der großen Talsperren in NRW gemäß EU-WRRL (K. v.d. Weyer, lanaplan)

Fische in Talsperren: Als Qualitätskomponente für die WRRL geeignet? (C. Schütz, LÖBF NRW)


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Fachworkshop "Künstliche Gewässer"
Thema: Künstliche Gewässer - Typologie, Bewertung und Konstruktion des ökologischen Potenzials
Termin und Ort: 08.11./09.11.2004 in Essen

Veranstalter:
Programm
Tagungsort
Stadtplan Essen
Protokoll
Anmerkung des UBA zum Protokoll

KoBio
Deutsche Gesellschaft für Limnologie










pdf-Versionen der Vorträge finden Sie hier.

Inhalt und Organisatorisches:

Im Rahmen dieses Workshops sollen die besonderen Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie an die Bewertung der künstlichen Gewässer erörtert werden. Es wird dabei vor allem um die künstlichen Seen (Baggerseen, Tagebaurestseen) und "Fließgewässer" (Kanäle, Gräben) gehen. Schwerpunkte werden dabei die Typologie der künstlichen Gewässer, ihre Bewertung sowie die dafür notwendige Ableitung bzw. Konstruktion des (höchsten) ökologischen Potenzials sein.
Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeiter von Forschungsprojekten im Breich der künstlichen Gewässer sowie an Vertreter von Behörden, wissenschaftlichen Einrichtungen und privaten Büros, die mit der Umsetzung der WRRL befasst sind. Die Anmeldung erfolgt über das Koordinationsbüro KoBio (info@kobio.de), die Teilnehmerzahl ist auf höchstens 35 Personen begrenzt.


Hotelempfehlungen:

Hotel Europa
Hindenburgstraße 35
45127 Essen
Tel.: 0201 / 23 20 41
Fax: 0201 / 23 26 56
EZ ab 55 €

Hotel Atelier
Niederstraße 13
45141 Essen
Tel.: 0201/83 21 90
Fax: 0201/83 21 966
www.hotel-atelier.de
EZ ab 48 €

Fachworkshop "Küsten- und Übergangsgewässer"
Thema: Typologie und Bewertung von Küsten- und Übergangsgewässern nach EU-Wasserrahmenrichtlinie
Termin und Ort: 16.06./17.06.2004 in Hamburg
Veranstalter:
Programm_Stand140504
Hinweise zur Anfahrt
Teilnehmerliste

Protokoll


KoBio

Bund-Länder-Messprogramm (BLMP)
Umweltbundesamt (UBA)
pdf-Versionen der Vorträge finden Sie hier.

Inhalt und Organisatorisches:

Der Workshop zur „Typologie und Bewertung von Küsten- und Übergangsgewässern nach EU-Wasserrahmenrichtlinie“ findet am 16./17.06.2004 im BSH in Hamburg statt. Es sollen die Ergebnisse aus den nationalen Forschungsprojekten zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie in den Küsten- und Übergangsgewässern der Nord- und Ostsee diskutiert werden. Außerdem wird ein Überblick über den Stand der Bewertungsverfahren in den Binnengewässern gegeben.
Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeiter von Forschungsprojekten zur Umsetzung der WRRL sowie an die späteren Anwender der erarbeiteten Bewertungsverfahren in Landesämtern und privaten Büros. Die Anmeldung erfolgt über das Koordinationsbüro KoBio (info@kobio.de) die Teilnehmerzahl ist auf höchstens 60 Personen begrenzt.
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Fachworkshop "Fischfauna"
Thema: Fischmonitoring und Gewässerbewertung mit Fischen
Termin und Ort: 25.03./26.03. 2004 in Berlin
Veranstalter:
Programm
Hinweise zur Anfahrt

Adressenliste der Teilnehmer



AK „Fischereiliche Gewässerzustandsbewertung"
VDFF (Verband Deutscher Fischereiverwaltungsbeamter und Fischereiwissenschaftler)
KoBio
Umweltbundesamt


Ein ausführliches Prototkoll der Veranstaltung finden Sie hier
P
df-Versionen der Vorträge finden Sie hier. Die Liste wird in den nächsten Wochen sukzessive erweitert. Nähere Informationen zum Bewertungsystem für Fließgewässer erhalten Sie von Herrn Rainer Berg oder Herrn Uwe Dußling (Fischereiforschungsstelle Baden-Württemberg); eine ausführliche Darstellung des Bewertungsverfahrens mit allern Details sowie einer Excel-basierten Bewertungssoftware wird bis Mitte Mai auf der Homepage der Fischereiforschungsstelle zum Download bereitgestellt.
Fragen zu den Seen beantworten Herr Markus Diekmann (IGB Berlin) und Herr Uwe Brämik (Institut für Binnenfischerei Potsdam-Sacrow).

Inhalt und Organisatorisches:
Am 25.03./26.03. findet im Besucherzentrum des Bundespresseamtes (Reichstagsufer 14, 10117 Berlin) im Saal 5/6 ein Workshop zu "Fischmonitoring und Gewässerbewertung mit Fischen" statt. Beginnen wird die Veranstaltung um 14:00 am 25.03. und enden am 26.03. um 15:00.
Im Rahmen dieses Workshops wird ein Verfahren für die Gewässerbewertung vorgeschlagen, damit in Verbindung stehende Arbeitserfordernisse erläutert und das weitere Vorgehen im Jahre 2004 besprochen.
Die Teilnehmerzahl ist aufgrund der Saalgröße auf max. 100 beschränkt. Aus diesem Grund ist eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung zwingend erforderlich. Bitte beachten Sie, dass die Anmeldung an
info@kobio.de gerichtet werden muss.

Um Ihnen die Suche nach einer Unterkunft zu erleichtern, haben wir ein Zimmerkontingent vorbestellt und zwar im:

Hotel Panorama
Lewishamstraße 1 (Am Adenauerplatz)
10629 Berlin
Tel.: 030/329040

Die Zimmer sollten von den Teilnehmern unter Angabe des Stichwortes "EHR" sowie des Preises (65 Euro inkl. Frühstück) spätestens bis zum 08.03.2004 abgerufen werden. Hinweise zur Anfahrt zum Hotel und zum Tagungsort haben wir für Sie in obigem pdf-Dokument zusammengestellt.
Für die Verpflegung während des Workshops fällt ein Unkostenbeitrag von etwa 5 Euro an, der vor Ort zu entrichten ist; eine Tagungsgebühr ist nicht vorgesehen.

Sollten Sie noch weitere Fragen haben, so wenden Sie sich bitte an info@kobio.de.
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Fachworkshop "Modellierung"
Thema: Modellierung und Bewertung der Gewässerqualität (Wassergüte und Nährstofftransport) und des guten/sehr guten gewässerökologischen Zustands
Termin und Ort: 17.11./18.11. 2003 in Potsdam
Veranstalter:
vorläufiges Programm
Plan Potsdam
Plan GFZ


KoBio
Universität Potsdam
Geoforschungszentrum Potsdam



Inhalt und Organisatorisches:

Beginnen wird die Veranstaltung am 17.11.03 um 13:30 Uhr und Schließen am 18.11. um 13.00 Uhr. Jedes der großen Einzugsgebietsprojekte wird sich mit mindestens einem 30-minütigen Vortrag präsentieren, der Schwerpunkt liegt hierbei auf den Teilprojekten zur Gewässergütemodellierung und zur Bewertung der Gewässergüte. Es ist außerdem ein einführender Vortrag zur Bedeutung der Bewertung und Modellierung der Gewässergüte im Einzugsgebietsmanagement vorgesehen.

Abschließend wird über den Sachstand der biologischen Bewertungsverfahren informiert. Für eine umfassende Abschlussdiskussion ist genügend Zeit vorgesehen.

Der Workshop findet im Haus H, Raum V1/2 im Wissenschaftspark „Albert Einstein“ auf dem Telegraphenberg statt. Zimmer sind unter dem Stichwort "Gewässergüte" bei Frau Angela Führer (Tel. 0331/ 907-7012 oder -7002, FAX 0331/907-7013, angela.fuehrer@osgv.de) bei der Ostdeutschen Sparkassenakademie, Am Luftschiffhafen 1 zu reservieren (Anfahrtsbeschreibung unter www.ostdeutsche-sparkassenakademie.de Rubrik: Kongreßzentrum).

Falls Sie sich noch nicht bei uns angemeldet haben bitten wir außerdem um Rückmeldung unter info@kobio.de.

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Fachworkshop "Bewertung von Seen"
Thema: Typologie und biologische Bewertung von Seen
Termin und Ort: 12./13.11.03 in Berlin
Veranstalter:

KoBio
vorläufiges Programm
Plan Berlin/UBA

Umweltbundesamt
Länderarbeitsgemeinschaft Wasser




Protokoll zum Workshop:


Der von KoBio organisierte und gemeinsam mit dem Umweltbundesamt (UBA) und der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) ausgerichtete Workshop zur „Typologie und Bewertung von Seen nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie“ fand am 12./13. November 2003 in Berlin statt. Gastgeberin der Veranstaltung vor Ort war Frau Rechenberg vom Umweltbundesamt.
Mit 41 Teilnehmern erwies sich der Workshop als gut besucht. Fachleute und Entscheidungsträger, Vertreter von LAWA und UBA sowie vielen Bundesländern nahmen teil, zusammen mit den Leitern und einigen Mitarbeitern der Forschungsvorhaben zur Seentypologie und -bewertung.
Die Leiter der Forschungsvorhaben berichteten über ihre bisherigen Ergebnisse und den aktuellen Arbeitsstand zur Typologie und zur Entwicklung neuer Bewertungsverfahren für die Stillgewässer Deutschlands. Ziel des Workshops war es, den Austausch zwischen den Forschungsvorhaben zu fördern, sowie Kontakte zu Vertretern der Bundesländer zu vertiefen. Da sich die meisten Projekte noch in der Entwicklungsphase befinden, stand die Präsentation aktueller Arbeitsstände im Vordergrund. Offene Fragen und Probleme sollten diskutiert und Anregungen der Ländervertreter sowie von LAWA und UBA gehört werden.

Schwerpunkt der Vorträge und der Diskussion war zunächst die Typologie der Seen und die Frage der Einordnung künstlicher Gewässer in die bestehende Typenliste. Die Kennzeichnung künstlicher und natürlicher Sondertypen in der Typenkarte war ein weiterer fraglicher Punkt.
Nach lebhafter Diskussion stellte Herr Irmer zur Frage der Zuordnung von Talsperren fest, diese seien in Ihrer Mehrzahl zunächst als (potentiell) erheblich veränderte Fließgewässer einzuordnen. Nach der Feststellung einer Unabänderlichkeit der Nutzung seien sie dann als künstliche Gewässer dem ähnlichsten natürlichen Typ, höchstwahrscheinlich einem Seentyp, zuzuordnen. Offen blieb die Frage, ob dann auch die für Seen erforderliche Mindestgröße von 50 ha anzusetzen ist.
Anders zu behandeln seien hingegen die Baggerseen und Tagebauseen, die in ihrer Hydrologie dem natürlichen Typ des grundwassergespeisten Sees ähneln und bei ansonsten natürlich ausgeprägter Flora und Fauna trotz Ihrer künstlichen Entstehung diesem Typ zuzuordnen seien. Herr Poltz wies darauf hin, dass die WRRL die Möglichkeit biete, auch künstliche Gewässer wie natürliche zu behandeln, wenn sich Ihre Entstehungsart nicht verfälschend auf die Biozönose auswirke.
Herr Schaumburg berichtet, dass entsprechend europaweiter Einstufung alle ungeschichteten Seen Flachseen sind.
Zur Darstellung der künstlichen Gewässer in der Typenkarte gab es keine abschließende Einigung. Es wurde als sinnvoll erachtet, die natürlichen Sondertypen (Moorseen, Strandseen) in der Karte von künstlichen Sondertypen wie Talsperren, Baggerseen u. s. w., zu unterscheiden. Der Vorschlag, die Sondertypen noch weiter zu unterteilen, stieß nicht auf
Zustimmung. Herr Mathes und Herr Poltz schlugen vor, zunächst die biozönotische Überprüfung abzuwarten und dann zu entscheiden, ob eine weitere Aufspaltung der Typen sinnvoll sei. Offen ist auch noch die Frage, ob es sich bei regelmäßig abgelassenen Fischteichen um Gewässer gemäß WRRL handelt.

Nach dem Vortrag über die Referenzzustände von Brandenburger Seen (I. Schönfelder) und den Beiträgen zur Seenbewertung mithilfe der Gewässerflora (Schaumburg, Hoehn, Nixdorf, Mischke) entspann sich eine lebhafte Diskussion um die Frage, wie die trophische Situation von Seen zu bewerten sein.
Frau Schönfelder führte aus, dass es durchaus auch natürlicherweise eutrophe Zustände in Seen gegeben habe. Dies ließe sich anhand von Bohrkernen belegen und mache die Gleichung oligotropher Zustand = Referenzzustand zumindest für einige Seentypen fraglich. Das wirke sich, so Frau Mischke, auch auf die biologischen Komponenten aus. Es sei keinesfalls sicher, dass es den nährstoffarmen, makrophytendominierten Zustand im Tiefland je flächendeckend gegeben habe. Vielmehr seien erhebliche Schwankungen zwischen phytoplanktondominierten Phasen und makrophytendominierten Phasen belegt. Herr Poltz stimmte zu, dass allein das Fehlen oder das Vorkommen von Makrophyten noch kein eindeutiges Indiz für den schlechten oder den guten ökologischen Zustand eines Sees sei. Natürliche Steuerfaktoren wie die Sedimentbeschaffenheit oder Wasserbewegungen können für das lokale Fehlen von Makrophyten ebenso verantwortlich sein wie eine anthropogen induzierte Belastung oder gar ein Klimawandel.
Bezüglich der Behandlung von Makrophyten und Phytobenthos bei der Bewertung steht zunächst die Mittelung der Ergebnisse an, ggf. können auch die Einzelwerte betrachtet werden. – Hierzu bedarf es noch der europaweiten Klärung.
Mit dem Phytoplankton wurde zunächst nur eine Vorab-Einstufung nach Trophiestatus - Chlorophyll a und Sichttiefe - vorgenommen. Die Auswertung der Taxalisten konnte nur nach den Kriterien vorhanden - nicht vorhanden durchgeführt werden. Die verfügbaren Daten der Seen sind sehr heterogen (Hoehn, Mischke). Auch bei Beibehaltung der LAWA-Typen kann ggf. ein See ? 50 ha zur Abgrenzung von Typen herangezogen werden. Außerdem solle bei der Einteilung der Seen die Orientierung anhand ökologischer Kriterien, nicht nur nach den LAWA -Typen erfolgen.
Für die Auswertung von Talsperrenuntersuchung fehlen z. Zt. die finanziellen Mittel (Hoehn).
Offen blieb noch die Frage, inwieweit Tiefenmaxima von Phytoplankton bewertungsrelevant sind.

Der Vortrag von Herrn Dokulil zum Stand der Seenbewertung in Österreich warf die Frage auf, ob denn durch die Qualitätskomponenten mehr detektiert werden könne als die Trophie, die ja auch mit dem herkömmlichen chemischen Verfahren leicht zu ermitteln ist? Herr Mehner und Frau Nixdorf erinnerten daran, dass es im Uferbereich von Seen häufig strukturelle Defizite gibt, die man eben nicht mit den herkömmlichen Verfahren indizieren kann und für die daher eine Bewertung anhand der Biozönose erfolgen müsse. Seenbewertung dürfe nicht auf Trophiebewertung reduziert werden, wie es nach Angabe von Herrn Dokulil in Österreich zur Zeit geschähe.

Der Beitrag von Herr Böhmer zum Makrozoobenthos stellte die Entwicklung einer repräsentativen Probenahmetechnik und die stark unterschiedliche Datenqualität als entscheidendes Problem dar. Die Frage, ob die vorgestellte Makrozoobenthos- Mischprobe aus dem Sublitoral einen repräsentativen Querschnitt der Seenfauna bietet, blieb unbeantwortet. Herr Schaumburg gab zu bedenken, dass das Makrozoobenthos ja insbesondere zur Detektion struktureller Defizite im Uferbereich geeignet sei und daher eine Beprobung von Transekten sinnvoll wäre. Die Trophiebewertung anhand der Chironomidenfauna wurde als zu aufwendig abgelehnt, außerdem seien dafür die pflanzlichen Qualitätselemente geeigneter.

Herr Diekmann und Herr Brämik berichteten zur Bewertung mit Fischen. Bei der Bewertung mit der Fischfauna hat sich insbesondere die Datenerhebung als schwierig und sehr aufwändig erwiesen. Während für die kleineren Gewässer eigene Daten erhoben werden konnten, ist man bei den Großseen auf Erhebungen aus der Fischerei angewiesen, die oftmals nicht den nötigen Standards für die Entwicklung eines Bewertungsverfahrens genügen, weil sie für andere Zwecke erhoben wurden. Dieser Unterschied in der Datenqualität mache es im Moment nötig, die Großseen getrennt zu betrachten. Generell ist bei Großseen mit erheblich höherem Untersuchungsaufwand und größerer Artenzahl zu rechnen. Diskutiert wurden auch verschiedene statistische Auswerteverfahren, um zu erkennen, welche Art der Degradation von der Fischfauna angezeigt wird.

In einem abschließenden Statement zum Stande der Normung von Bewertungsverfahren auf europäischer Ebene forderte Herr Herbst die Projekte nachdrücklich auf, die eigenen Ergebnisse, und seien es auch nur Zwischenstände, in den Normungsprozess mit einfließen zu lassen.

Die Abschlussdiskussion griff einige Themen der Vorträge nochmals auf: Die Anwesenden waren sich darin einig, dass insbesondere die Frage der Typisierung künstlicher Gewässer, wie Talsperren und Baggerseen und Tagebauseen einer abschließenden Klärung bedürfen. Hierzu gehört der Einfluss der Retentionszeit und auch der Tiefenwasserabzug bei Talsperren. [Anmerkung von KoBio: ist zwischenzeitlich geschehen, siehe Statement von U. Irmer auf www.kobio.de/dokumente ].
Bei der Bewertung darf das Ziel der Wasserrahmenrichtlinie nicht aus den Augen verloren werden, denn es sieht die ökologische Bewertung anhand mehrerer Floren- und Faunenelemente vor. Die reine Trophiebewertung nach dem bisherigen LAWA-Verfahren reicht dafür nicht aus, da sie nicht die Wirkung aller anthropogenen Stressoren auf die Lebensgemeinschaft abbildet, z. B. den Uferverbau.
Bezüglich der Qualitätssicherung wies Herr Schaumburg darauf hin, dass beim Bayerischen Landesamt für Wasserwirtschaft eine Liste für der „Mindestbestimmbarkeit“ erarbeitet wird. Anmerkungen und Ergänzungen sind erbeten.
Frau Blondzik betonte noch einmal die Notwendigkeit, sich jetzt auf die Zahl der Typen und Sondertypen festzulegen, die in der Karte dargestellt werden sollen. Diesem Wunsch steht das Problem gegenüber, dass die Typenliste so lange offen bleiben muss, bis die Typen biologisch validiert sind.

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Fachworkshop "Bewertung von Fließgewässern"
Thema: Biologische Bewertung von Flüssen
Termin und Ort: 25.06./26.06.03 in Witzenhausen
Veranstalter:
Programm

KoBio

Universität Kassel, Abteilung Gewässerökologie/Gewässerentwicklung


Kurzbericht zu KoBio-Workshop „Fließgewässerbewertung in Deutschland“ vom 25./26.06.2003

1 Allgemeines, Einführung

Der von KoBio organisierte und gemeinsam mit dem Umweltbundesamt (UBA) und der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) ausgerichtete Workshop zur „Bewertung von Fließgewässern nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie“ fand am 25./26. Juni 2003 in Witzenhausen statt. Gastgeber der Veranstaltung vor Ort war Prof. Dr. Ulrich Braukmann, Fachgebiet „Gewässerökologie und Gewässerentwicklung“ der Universität Kassel.

Die Resonanz auf die Veranstaltung war schon im Vorfeld groß: Fachleute und Entscheidungsträger, Vertreter von LAWA und UBA sowie aus praktisch allen Bundesländern nahmen am Workshop teil, zusammen mit den Leitern und einigen Mitarbeitern der Forschungsvorhaben zur Entwicklung neuer Bewertungsverfahren insgesamt ca. 65 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Auf „historischem Boden“ – Witzenhausen ist eine der Keimzellen der Fließgewässerforschung in Deutschland, da sich hier die 1950 gegründete Limnologische Flussstation Freudenthal befand (heute Limnologische Flussstation des MPI Schlitz) – berichteten die Leiter der Forschungsvorhaben über ihre bisherigen Ergebnisse und den aktuellen Arbeitsstand zur Entwicklung neuer Bewertungsverfahren für die Bäche und Flüsse Deutschlands (Pressartikel Witzenhäuser Allgemeine). Da sich die meisten dieser Vorhaben in der Abschlussphase befinden, war es ein guter Zeitpunkt, Forschung und Anwendung in Gestalt der späteren Nutzer aus Bundes- und Länderbehörden zusammenzuführen. Einerseits konnten schon weit gediehene Entwürfe zu den zukünftigen Werkzeugen der Bewertung der Fließgewässer vorgestellt werden, andererseits bestand noch die Möglichkeit, Hinweise und Bitten der Anwender in der letzten Projektphase zu berücksichtigen.

Gruppenbild Witzenhausen

2 Thematische Einführung: Fließgewässerbewertung in Deutschland (Prof. Dr. U. Braukmann, Universität Kassel, Außenstelle Witzenhausen, Fachgebiet Gewässerökologie und Gewässerentwicklung)

In einer thematischen Einführung berichtete Prof. Ulrich Braukmann über die Geschichte der Fließgewässerbewertung bis zum Beginn der Entwicklung neuer Verfahren der Bewertung für die Anforderung der WRRL. Die allgemeine Indikationseignung der vier aquatischen Qualitätskomponenten – Makrozoobenthos, Fische, Makrophyten/Phytobenthos und Phytoplankton – wurde ebenso wie die Möglichkeiten und Grenzen der Herleitung von Referenzbedingungen für Fließgewässer erläutert, Bewertungsverfahren und Fallbeispiele von Bewertungsergebnissen vorgestellt. Der Beitrag gipfelte in der Frage an die neuen Verfahren, inwieweit die heute besonders dramatische, strukturelle Degradation der meisten Fließgewässer durch biologische Indikatoren adäquat wiedergegeben werden kann.

3 Vortragsblock zu den aquatischen Qualitätskomponenten

Zu allen für die Bewertung nach WRRL vorgesehenen aquatischen Qualitätskomponenten wurden ausführliche Darstellungen gegeben. Diese berücksichtigen eine Reihe von Fragen, die für den praktischen Nutzen und die Vorgaben der WRRL wichtig sind. Diese sind v. a. die Anwendbarkeit der LAWA-Fließgewässertypologie, Untersuchungsmethodiken, Aussagewert der Verfahren, besondere Handwerkszeuge wie Standard-Artenlisten und –Datenbanken sowie die Standardisierung und Qualitätssicherung. Verbleibende Kenntnislücken und weiterer Forschungsbedarf wurden ebenfalls diskutiert, hierzu gehören besonders:

- Das Einbeziehen von bisher noch nicht bearbeiteten Gewässertypen in die Verfahrensentwicklung
- Entwicklung der Verfahren zur Praxisreife, v. a. im Bezug auf den Untersuchungsaufwand

3.1 Bewertungskomponente Makrophyten & Phytobenthos (Dr. Jochen Schaumburg, Bayerisches Landesamt für Wasserwirtschaft, München)

Für die Bewertungskomponente „Makrophyten & Phytobenthos“ berichtete Dr. Jochen Schaumburg (JS) vom Bayerischen Landesamt für Wasserwirtschaft, München, über den gegenwärtigen, noch nicht endgültigen Arbeitsstand. Nicht nur für Fließgewässer, auch für Seen entwickelt eine um die TU München und private Institute ergänzte Arbeitsgruppe, gefördert durch das BMBF, ein leitbildbezogenes Bewertungsverfahren (Projektabschluss August 2003). Die Haupt-Indikationsleistung der o. g. Organismengruppen liegt im Bereich Trophie, Saprobie, Versauerung und Versalzung. Speziell für diese Störgrößen werden typspezifische Indikatorsysteme vorgeschlagen, die sich in der Regel aus einem artspezifischen Referenz- bzw. Bewertungsindex (z. B. Referenzarten, indifferente Arten, Störungszeiger) und weiteren Metriks zusammen setzen (z. B. Diversität, div. Trophie-Indizes, Saprobienindex, Halobienindex). Für die drei Gruppen Makrophyten, Phytobenthos und Diatomeen wird jeweils eine Einzelbewertung vorgenommen und auf eine Einheitsskala von 0 – 1 umgerechnet. Die Gesamtbewertung soll als arithmetrisches Mittel, ggf. mit Zusatzkriterien, erfolgen. Defizite bestehen noch bei einigen Gewässertypen, vorgeschlagen werden eine Datenergänzung besonders im Norddeutschen Tiefland, Bestimmungshilfen, Anwenderschulungen, DV-Programme sowie ein Praxistest. Für die Erstellung dieser „tools“ ist ein Anschlussprojekt erforderlich.

3.2 Bewertungskomponente Makrozoobenthos (PD Dr. Daniel Hering, Universität Duisburg-Essen)

Über den Stand der Fließgewässerbewertung anhand des Makrozoobenthos berichtete Dr. Daniel Hering (DH) für einen Projektverbund aus einem UBA- und drei assoziierten LAWA-Vorhaben. Aufbauend auf verschiedenen Vorläuferprojekten der EU (AQEM), des UBA und der LAWA soll im aktuellen Projektverbund, zu dem neben der Universität Duisburg-Essen auch die Universität Hohenheim, das Forschungsinstitut Senckenberg, die Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg sowie die Bundesanstalt für Gewässerkunde gehören, bis März 2004 ein Bewertungsverfahren für alle Fließgewässertypen Deutschlands entwickelt werden. Dieses Verfahren umfasst alle Bereiche der Bewertung von der Probestellenauswahl über die Beprobung, Laborbehandlung der Proben, Dateneingabe und Berechnung bis zur Bewertung einschließlich Interpretationshilfen. Als Probenahmemethode ist ein „multi-habitat sampling“, d. h. ein flächenanteiliges Besammeln aller vorhandenen Substrate über 5 % Deckung, vorgesehen. Operationalisierte Taxalisten, teils neue Bestimmungsschlüssel und Eingabe- und Auswertungs-Software ermöglichen eine standardisierte, modulare und typspezifische Bewertung anhand multimetrischer Verfahren, die vor allem die morphologische Degradation, den saprobiellen Zustand und die Versauerung der Fließgewässer indizieren. Die Teilaufgaben sind weitgehend abgeschlossen, verschiedene Tests zur Vereinfachung bestimmter Arbeitsschritte (v. a. Auslese der Organismen) werden gegenwärtig ausgewertet. In einem Anschlussprojekt soll eine intensive Praxiserprobungsphase erfolgen.

3.3 Bewertungskomponente Makrozoobenthos in Strömen (Dr. Franz Schöll, Bundesanstalt für Gewässerkunde, Koblenz)

Über die Anwendung der Bewertungskomponente Makrozoobenthos in großen Flüssen berichtete Dr. Franz Schöll (FS) von der Bundesanstalt für Gewässerkunde. Angesichts der starken Überformung dieser Flüsse seit dem 19. Jahrhundert und dem nach Sanierung der Sauerstoffverhältnisse in jüngerer Zeit aufgrund vieler eingewanderter Arten sehr veränderten biozönotischen Besiedlungsbild, stellen sich hier besondere Probleme, die sowohl Typologie und Referenzbedingungen der Flüsse betreffen als auch ein mögliches Bewertungsverfahren. Grundlage der Bewertung sollte daher die Gesamtheit aller in Mitteleuropa flusstypischen Arten sein, wie sie der Potamon-Typie-Index (PTI) darstellt, der gegenwärtig in Anlehnung an das unter 3.3 dargestellte Verfahren für alle Fließgewässertypen methodisch erweitert werden soll.

3.4 Bewertungskomponente Phytoplankton (Dr. Ute Mischke, Leibniz-Institut IGB, Berlin)

Die Arbeiten zur Entwicklung eines Bewertungsverfahrens für Flüsse anhand des Phytoplanktons wurden von Dr. Ute Mischke (UM) vom Leibniz-Institut IGB, Berlin, vorgestellt. Das von der LAWA geförderte Forschungsvorhaben konnte erst am 15. März 2003 begonnen werden, die Arbeitsgruppe kann jedoch auf eigene, frühere Studien und Workshops zurückgreifen. Die Hauptindikationsleistung des Phytoplanktons liegt in der Indikation der Trophie. Sie ist daher zumindest in großen Flüssen und Strömen bzw. in staugeregelten Fließgewässern anwendbar. Zur Bewertung werden je nach Fragestellung bzw. Gewässertyp taxonomische Zusammensetzung und Biovolumen benutzt; Planktonblüten und weitere Parameter (Chlorophyll-a, Sichttiefe u. a.) werden aufgenommen. Als besondere „tools“ werden eine Datenbank mit einer harmonisierten Taxaliste und der Entwurf einer Mindestbestimmbarkeitsliste angestrebt. Die Standardisierung der Phytoplanktonanalyse befindet sich im Entwurfsstadium einer CEN-Norm.

3.5 Bewertungskomponente Fische (Uwe Dußling, FFS Baden-Württemberg, Dr. Andreas Hoffmann, NZO GmbH Bielefeld, Dr. Christian Wolter, IGB Berlin)

Ein Bewertungsverfahren für Fließgewässer anhand der Fischfauna wird gegenwärtig unter Leitung der Fischereiforschungsstelle Baden-Württemberg (FFS) entwickelt (Dr. Rainer Berg). Im Verbund arbeiten hier die FFS, die NZO GmbH, die Landesanstalt für Ökologie/Landesamt für Agrarordnung NRW und das Leibniz-Institut IGB, Berlin zusammen, Projektabschluss ist im September 2003. In Vorträgen von Uwe Dußling (FFS) (UD), Dr. Andreas Hoffmann (NZO GmbH) (AH) und Dr. Christian Wolter (IGB) (CW) wurde der Arbeitsstand vorgestellt. Der Indikationswert der Fische liegt in ihrer Langlebigkeit und ihrer Bindung an bestimmte, im Laufe der Entwicklung wechselnde Gewässerstrukturen (z. B. Laich- und Aufwuchshabitate). Das Bewertungsverfahren wird voraussichtlich einen artbezogenen Index sowie andere Metriks vorsehen (z. B. Anteile ökologischer Gilden wie Habitat- und Laichsubstratpräferenzen, Fraß- und Mobilitätstypen). Referenzartenlisten befinden sich in der Vorbereitung. Methodische Vorgaben werden erarbeitet, wobei deutlich wird, dass nur eine Kombination verschiedener Fanggeräte und Probenahmestrategien sowie mehrfache Befischungen aller Habitate im Jahresverlauf aussagekräftige Ergebnisse bringt.

3.6 Kurzbeiträge „Seeausfluss“ und „ Fischfauna Tieflandbäche“ (Dr. Matthias Brunke, Landesamt für Natur und Umwelt Schleswig-Holstein, Flintbek)

In Kurzbeiträgen wurde von Dr. Matthias Brunke (MB), Landesamt für Natur und Umwelt Schleswig-Holstein, das Problem „Typisierung und -bewertung der Seeausflüsse“ und ein Ansatz der typspezifischen „Charakterisierung der Fischfauna der Tieflandbäche“ zur Diskussion gestellt.

4. Statement „Anforderungen der LAWA an die zukünftigen Bewertungsverfahren für Fließgewässer“ (Dr. Klaus Wendling, LA für Wasserwirtschaft Rheinland-Pfalz, Mainz, als Obmann des LAWA UA „Biologische Vorarbeiten zur Umsetzung der EU-WRRL an Fließgewässern“ und MR Jörg Janning, Umweltministerium Niedersachsen, Vorsitzender LAWA AO)

Die Anforderungen der LAWA an die zukünftigen Bewertungsverfahren für Fließgewässer wurden vom Vorsitzenden der LAWA-Arbeitsgruppe Oberflächengewässer, Herrn MR Jörg Janning und dem Obmann des LAWA-Unterausschusses „Biol. Vorarbeiten zur Umsetzung der EU-WRRL“, Dr. Klaus Wendling, formuliert. Danach müssen diese alle Störungsgrößen wiedergeben können (z. B. Abwasser, überhöhte Nährstoffgehalte, Gewässerausbau, Aufstau, Toxizität, Versauerung, Wärme) und eine vollständige Bewertungssicherheit bieten. Diese umfasst richtige Typenanspache und präzise Referenzbedingungen, klare Klassengrenzen und ausreichende Abstände der einzelnen Klassen, kritische Bewertung des Rechenergebnisses und enge Bindung an die Definitionen der WRRL. Essenziell ist auch die Anwendbarkeit als Routineverfahren hinsichtlich des erforderlichen Aufwands bei der Untersuchung, der Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse und der Möglichkeit der Anwendung auch von Nicht-Spezialisten in der Taxonomie.


5 Aufgaben der EU-Arbeitsgruppe WG 2A ECOSTAT („Ecological Status“) (MR Jörg Janning (Vorsitzender LAWA AO) und Herr Dr. Ulrich Irmer (Umweltbundesamt)

Über die Aufgaben der EU-Arbeitsgruppe WG 2A ECOSTAT („Ecological Status“), die zunächst 2003 bis 2004 den Interkalibrierungsprozess fortsetzen sowie Vorgaben für die ökologische Klassifizierung erstellen soll, berichteten Herr MR Jörg Janning (Vorsitzender LAWA AO) und Herr Dr. Ulrich Irmer (Umweltbundesamt). Zu den Aufgaben gehört auch die Einrichtung eines Registers des Interkalibrierungs-Netzwerkes.

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Expertengespräch "Gewässerlandschaften Deutschlands"
Thema: Gewässerlandschaften der Bundesrepublik Deutschland
Termin und Ort: 21.05.03 in Fulda

Veranstalter:
Programm

ATV-DVWK Wasser und Abfall e.V.
KoBio


Inhalte:
Die Beurteilung des Gewässerzustandes nach der EU-WRRL erfordert neue Verfahren, die eine zusammenfassende, fachübergreifende Bewertung der Gewässer möglich und praktikabel machen. Grundlage für diese Verfahren ist die Kenntnis der typischen abiotischen und biotischen Erscheinungsformen der Gewässer. Die bisher vorliegenden Forschungsergebnisse haben deutlich gemacht, dass die wichtigste grundlegende Differenzierungsebene, auf der alle detaillierten Beschreibungen aufbauen, die der Gewässerlandschaften ist.
Das Expertengespräch möchte die Möglichkeiten und Grenzen einer Beurteilung des Gewässerzustandes an Hand gewässermorphologischer Fließgewässerlandschaften aufzeigen und wendet sich an Mitarbeiter(innen) aus Behörden, Städten und Gemeinden, Umwelt- und Wasserwirtschaftsverbänden sowie Ingenieurbüros, in deren Aufgabenbereich die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie fällt.

Anmeldung:
Senden sie bitte Ihre Anmeldung zum Expertengespräch schriftlich an die ATV-DVWK Geschäftsstelle in Hennef:

ATV-DVWK
Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.
Dipl.-Biol. Almuth Spitzer
Theodor-Heuss-Allee 17
53773 Hennef
Tel: 02242/872215
Fax: 02242/872135
mail: spitzer@atv.de

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Workshop: "Phytplankton"
Thema: Phytoplankton in European Rivers
Termin und Ort: 27.02. - 01.03.2003 in Berlin

An international workshop on “Phytoplankton in European rivers” was held in Berlin from February 27 to March 1, 2003. The 21 participants represented water authorities and scientific institutions from Austria, Belgium, Bulgaria, Czech Republic, France, Germany, Hungary, Netherlands, Poland and Spain. They summarized importance, present state and necessary development of monitoring and assessment of phytoplankton in European rivers.
Phytoplankton is an important element of many river ecosystems. Wherever it reaches significant biomass, phytoplankton strongly influence, e.g., transparency, oxygen budget and availability of nutrients. Biomass and structure of phytoplankton can therefore be an excellent indicator of the ecological quality status of such rivers. Accordingly, the EU Water Framework Directive requires the assessment of river ecological status by the analyses of phytoplankton.
At present, the database for such assessment is insufficient. Regular monitoring of phytoplankton is lacking in most Western European rivers. In central Europe, monitoring programs are usually limited to chlorophyll a measurements. In some countries (e.g., Bulgaria, Czech Republic, Hungary, Poland) indicator species of the saprobic system of Pantle-Buck have been recorded for some decades.
Biomass and structure of phytoplankton in rivers is indicative for nutrient concentration and availability, biotic interactions, river morphology and hydrology. It is, however, questionable if saprobity (the intensity of microbial biodegradation) can be indicated by primary producers. The present classification systems are not suitable to assess river quality by phytoplankton analyses.
The Water Framework Directive distinguishes between surveillance, operational and investigative monitoring. The participants proposed the following strategy to monitor and assess phytoplankton in European rivers:

1) Surveillance monitoring of phytoplankton biomass is necessary in each river system fulfilling at least one of the following conditions:
a) time of flow (theoretical retention time) exceeds about six days,
b) the drainage basin of the river contains any hydrologically relevant impoundment, reservoir or lake,
c) the mean discharge is below the thresholds given in the following table:

catchment area (km²) discharge (m³/s)
50.000 < 800
10.000 < 90
1.000 < 5
 

For the surveillance monitoring of these river systems, we recommend at least monthly sampling during the vegetation period (usually March-October). Sampling points should be representative for the lower course.
Chlorophyll a, as selective measure of phytoplankton biomass, should be analysed according to international standard procedures to assure comparability of results, e. g. for spectrophotometry ISO 10260 shall be applied. For fluorometric methods, preferably in vivo and online, suitable equipment is commercially available.

2) If screening reveals chlorophyll a concentration > 20 µg/L, operational monitoring should include assessment of phytoplankton. The number of sampling points, the frequency of sampling, the necessary level of taxonomic resolution and the additional factors to be measured (e.g., nutrient concentration, mean water depth, water transparency) depend on the objectives of the final assessment system. This assessment system shall be based on microscopic enumeration and determination of phytoplankton species at few relevant and representative sites and on additional measurements of chlorophyll a covering the middle and lower course, main tributaries and outlets of lakes or reservoirs. We recommend monthly analyses from March-October. Analysis of phytoplankton biomass and composition needs special expertise, therefore taxonomic ability shall be promoted.

3) Investigative monitoring programmes have to be designed ”tailor-made” according to the special requirements of the analysed river system.

To our knowledge, only one planned project is intended to develop an assessment system for phytoplankton in rivers. This project will focus on German rivers but its results could be adapted to similar river systems in neighbouring countries. In semi-arid regions, however, changes between dry and wet periods may superimpose on other driving forces of phytoplankton development. Additional datasets and complementing projects are necessary to extend the database for development and validation of an European assessment system.


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  Fachworkshop "Typologie"


Am 27./28.11.02 fand in Potsdam ein Fachworkshop statt, zu dem KoBio, die Länderarbeitsgemeinschaft Wasser und das Umweltbundesamt gemeinsam einluden.

Thema: "Typisierung von Binnengewässern"

Es nahmen 42 Personen an diesem Workshop teil (Teilnehmerliste).
Die in Vorträgen und Diskussionen behandelten Themen waren unter anderem:

Die Typologie und Validierung von Seen
Die Grundlagen der Fließgewässer-Typisierung
  Karte der Gewässerlandschaften
Tabelle der potenziellen biozönotischen Fließgewässertypen Deutschlands
Biozönotische Validierungen von Fließgewässern
  Makrozoobenthos
Makrophyten/Phytobenthos
Phytoplankton
Fische
Die Karte der biozönotisch bedeutsamen Fließgewässertypen

Wesentliches Ergebnis ist die Validierung und Revision der bundesdeutschen Fließgewässertypen, die zunächst vorwiegend anhand des Makrozoobenthos erfolgte. KoBio wurde als Service für Wasserwirtschaft und Wissenschaft (Forschungsvorhaben) mit der Fortführung und Pflege der Liste der Fließgewässertypen betraut und erstellt gegenwärtig zu allen Typen kurze Beschreibungen Eine einfache Liste der Typen findet sich in beigefügter Tabelle, in dieser Form sind die aktuellen Typen auch Bestandteil der Musterverordnung geworden. Anregungen zur Typologie nimmt KoBio gerne entgegen.

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KoBio Fachworkshop "Seen und Bodden"

Eine Anregung aus dem Kick off-Meeting von KoBio aufgreifend, veranstaltet KoBio einen Fachworkshop im begrenzten Teilnehmerkreis.

Thema: "Seen und Bodden - Typologie, Leitbilder,
Bewertung vor dem Hintergrund der EU-Wasser-Rahmenrichtlinie".
Termin und Ort: 18./19.11.2002 in Leipzig

Ziele sind u. a. die Abstimmung der Referenzbedingungen zu Seen und Bodden, die Typologie dieser Gewässer sowie der Austausch über Bewertungsansätze. Mögliche konkrete Ergebnisse sind Strategie- oder Beschlusspapiere, die den Projekten sowie der LAWA als Hilfen dienen sollen.
Flora und Fauna werden dabei nicht getrennt behandelt und sowohl Fisch- und Makrozoobenthos- als auch Makrophyten- und Phytoplankton-Arbeitsgruppen beteiligt. Seen und Bodden sollen wegen zum großen Teil gleicher Problemstellungen gemeinsam diskutiert werden.

Das Arbeitstreffen findet statt im Seminarraum im Erdgeschoss des UFZ-Turms im Gelände der Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH, Permoserstraße 15, Leipzig (Gebäude 6.1; siehe Lageplan und http://www.ufz.de). Das UFZ ist zu Fuß oder mit dem ÖPNV in ca. 15 Minuten vom Hbf. Leipzig, aber auch von den meisten aufgeführten Unterkünften erreichbar.

Bei Interesse an der Teilnahme am Seen und Bodden Fachworkshop oder für weitere Informationen wenden sie sich bitte an: info@kobio.de.

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Kick off-Meeting von KoBio am 18./19.06.2002 in Essen

Am 18. und 19. Juni 2002 fand in Essen mit dem Kick off-Meeting der erste, von KoBio ausgerichtete größere Workshop statt. Eingeladen waren neben den von KoBio betreuten 30 Projekten (Projektliste) auch die Mitglieder des 8-köpfigen wissenschaftlichen Beirates der Koordinationsstelle.

Insgesamt nahmen 40 Personen am Kick off-Meeting teil. Nach Begrüßungen durch den Vertreter des Projektträgers PTJ, Herrn Dr. Fitting, der gastgebenden Universität Essen, Prof. Schuhmacher, den Obmann der LAWA AO, Herrn Dipl.-Chem. Janning und die Verantwortlichen von KoBio, Prof. Friedrich und Dr. Sommerhäuser, stellten sich 30 Projekte bzw. Teilprojekte in Kurzbeiträgen (Vorträge) vor.

Anwesend waren Vertreter von 19 BMBF-, 5 LAWA-, 2 UBA- und 4 EU-Vorhaben, die ein anschauliches Bild der aktuellen Arbeiten zur Vorbereitung der Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie im Bereich Flusseinzugsgebietsmanagement in Deutschland gaben.
Schwerpunktthemen waren die Bereiche "Bewertung von Fließgewässern und Seen" , "Charakterisierung und Bewertung von Küstengewässern" und das "Einzugsgebietsmanagement". Da ein Endziel der in den Projekten entwickelten Konzepte und Methoden die praktische, verbindliche und bundeseinheitliche Anwendung sein soll, infomierte Dr. Nusch (Ruhrverband) als Beiratsmitglied von KoBio über Bedeutung und Stand der nationalen und internationalen Normung (DIN, CEN, ISO).

Als Fazit der gut besuchten und lebhaften Veranstaltung stellten Ausrichter und Teilnehmer fest:

Die Einrichtung der Koordinationsstelle KoBio wird von allen begrüßt, um die Kommunikation untereinander und den Informationserhalt zu erleichtern.
Als besondere Brennpunkte wurden identifiziert
1. Abstimmung von Datenbanken und Datenverwaltung (einheitliche Systeme),
2. Harmonisierung der benutzten Modelle,
3. praxisnahe Anwendbarkeit der GIS-Tools auch durch "Laien",
4. Abstimmung und Abschluss der deutschen Typologieansätze,
5. Verständigung auf die Referenzbedingungen, besonders bei den Seen,
6. und die spätere Zusammenführung der verschiedenen Bewertungskomponenten (biologische Qualitätskomponenten).

Zu einigen dieser "Hot spots" werden noch in diesem Halbjahr Workshops durchgeführt. Zusätzlich zu solchen themenbezogenen Workshops wurde es sehr gewünscht, sich in diesem großen interdisziplinären Forum aller Projekte mindestens einmal jährlich zu treffen.

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