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| Koordination
Biologische Bewertung |
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ÜBER
KOBIO
Workshops
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Gewässerlandschaften
der Bundesrepublik Deutschland am 21.05.2003 in
Fulda |
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Workshop
on Phytoplankton in European Rivers am 27.02. -
01.03.2003 in Berlin |
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Typisierung
von Binnengewässern am 27.11. - 28.11. 2002
in Potsdam |
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Seen
und Bodden - Typologie, Leitbilder, Bewertung am
18.11. - 19.11.2002 in Leipzig |
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KoBio-Kick-off-meeting
am 18.06. - 19.06.2002 in Essen |
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Expertengespräch
"Talsperren und EG-WRRL" |
Veranstalter:
| Protokoll |
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| Programm |
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| Tagungsort |
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| Stadtplan
Essen |
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Fachworkshop
"Künstliche Gewässer"
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Thema:
Künstliche Gewässer - Typologie, Bewertung
und Konstruktion des ökologischen Potenzials
Termin und Ort: 08.11./09.11.2004 in Essen
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Fachworkshop
"Küsten- und Übergangsgewässer"
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Thema:
Typologie und Bewertung von Küsten- und
Übergangsgewässern nach EU-Wasserrahmenrichtlinie
Termin und Ort: 16.06./17.06.2004 in Hamburg |
Veranstalter:
KoBio
Bund-Länder-Messprogramm (BLMP)
Umweltbundesamt (UBA)
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| pdf-Versionen
der Vorträge finden Sie hier. |
Inhalt und Organisatorisches:
Der Workshop zur „Typologie und Bewertung
von Küsten- und Übergangsgewässern
nach EU-Wasserrahmenrichtlinie“ findet
am 16./17.06.2004 im BSH in Hamburg
statt. Es sollen die Ergebnisse aus den
nationalen Forschungsprojekten zur Umsetzung
der EU-Wasserrahmenrichtlinie in den Küsten-
und Übergangsgewässern der Nord-
und Ostsee diskutiert werden. Außerdem
wird ein Überblick über den Stand
der Bewertungsverfahren in den Binnengewässern
gegeben.
Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeiter
von Forschungsprojekten zur Umsetzung der
WRRL sowie an die späteren Anwender
der erarbeiteten Bewertungsverfahren in
Landesämtern und privaten Büros.
Die Anmeldung erfolgt über
das Koordinationsbüro KoBio (info@kobio.de)
die Teilnehmerzahl ist auf höchstens
60 Personen begrenzt. |
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Fachworkshop
"Fischfauna" |
Thema:
Fischmonitoring und Gewässerbewertung mit Fischen
Termin und Ort: 25.03./26.03. 2004 in Berlin |
Veranstalter:
AK „Fischereiliche Gewässerzustandsbewertung"
VDFF (Verband Deutscher Fischereiverwaltungsbeamter
und Fischereiwissenschaftler)
KoBio
Umweltbundesamt
Inhalt und Organisatorisches:
Am
25.03./26.03. findet im Besucherzentrum des Bundespresseamtes
(Reichstagsufer 14, 10117 Berlin) im Saal 5/6
ein Workshop zu "Fischmonitoring und Gewässerbewertung
mit Fischen" statt. Beginnen wird die Veranstaltung
um 14:00 am 25.03. und enden am 26.03. um 15:00.
Im Rahmen dieses Workshops wird ein Verfahren
für die Gewässerbewertung vorgeschlagen,
damit in Verbindung stehende Arbeitserfordernisse
erläutert und das weitere Vorgehen im Jahre
2004 besprochen.
Die Teilnehmerzahl ist aufgrund der Saalgröße
auf max. 100 beschränkt. Aus diesem Grund
ist eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung zwingend
erforderlich. Bitte beachten Sie, dass die Anmeldung
an
info@kobio.de
gerichtet werden muss.
Um Ihnen die Suche nach einer Unterkunft zu erleichtern,
haben wir ein Zimmerkontingent vorbestellt und
zwar im:
Hotel Panorama
Lewishamstraße 1 (Am Adenauerplatz)
10629 Berlin
Tel.: 030/329040
Die Zimmer sollten von den Teilnehmern unter Angabe
des Stichwortes "EHR" sowie des Preises
(65 Euro inkl. Frühstück) spätestens
bis zum 08.03.2004 abgerufen werden. Hinweise
zur Anfahrt zum Hotel und zum Tagungsort haben
wir für Sie in obigem pdf-Dokument zusammengestellt.
Für die Verpflegung während des Workshops
fällt ein Unkostenbeitrag von etwa 5 Euro
an, der vor Ort zu entrichten ist; eine Tagungsgebühr
ist nicht vorgesehen.
Sollten Sie noch weitere Fragen haben, so wenden
Sie sich bitte an info@kobio.de.
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Fachworkshop
"Modellierung" |
Thema:
Modellierung und Bewertung der Gewässerqualität
(Wassergüte und Nährstofftransport) und
des guten/sehr guten gewässerökologischen
Zustands
Termin und Ort: 17.11./18.11. 2003 in Potsdam |
Veranstalter:
| vorläufiges
Programm |
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| Plan
Potsdam |
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| Plan
GFZ |
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KoBio
Universität Potsdam
Geoforschungszentrum Potsdam
Inhalt und Organisatorisches:
Beginnen wird die Veranstaltung am 17.11.03 um 13:30
Uhr und Schließen am 18.11. um 13.00 Uhr.
Jedes der großen Einzugsgebietsprojekte wird
sich mit mindestens einem 30-minütigen Vortrag
präsentieren, der Schwerpunkt liegt hierbei
auf den Teilprojekten zur Gewässergütemodellierung
und zur Bewertung der Gewässergüte. Es
ist außerdem ein einführender Vortrag
zur Bedeutung der Bewertung und Modellierung der
Gewässergüte im Einzugsgebietsmanagement
vorgesehen. Abschließend
wird über den Sachstand der biologischen
Bewertungsverfahren informiert. Für eine
umfassende Abschlussdiskussion ist genügend
Zeit vorgesehen.
Der
Workshop findet im Haus H, Raum V1/2 im Wissenschaftspark
„Albert Einstein“ auf dem Telegraphenberg
statt. Zimmer sind unter dem Stichwort "Gewässergüte"
bei Frau Angela Führer (Tel. 0331/ 907-7012
oder -7002, FAX 0331/907-7013, angela.fuehrer@osgv.de)
bei der Ostdeutschen Sparkassenakademie, Am Luftschiffhafen
1 zu reservieren (Anfahrtsbeschreibung unter www.ostdeutsche-sparkassenakademie.de
Rubrik: Kongreßzentrum).
Falls
Sie sich noch nicht bei uns angemeldet haben bitten
wir außerdem um Rückmeldung unter info@kobio.de.
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Fachworkshop
"Bewertung von Seen" |
Thema:
Typologie und biologische Bewertung von Seen
Termin und Ort: 12./13.11.03 in Berlin |
Veranstalter:
KoBio
| vorläufiges
Programm |
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| Plan
Berlin/UBA |
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Umweltbundesamt
Länderarbeitsgemeinschaft Wasser
Protokoll zum Workshop:
Der von KoBio organisierte und gemeinsam mit dem
Umweltbundesamt (UBA) und der Länderarbeitsgemeinschaft
Wasser (LAWA) ausgerichtete Workshop zur „Typologie
und Bewertung von Seen nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie“
fand am 12./13. November 2003 in Berlin statt.
Gastgeberin der Veranstaltung vor Ort war Frau
Rechenberg vom Umweltbundesamt.
Mit 41 Teilnehmern erwies sich der Workshop als
gut besucht. Fachleute und Entscheidungsträger,
Vertreter von LAWA und UBA sowie vielen Bundesländern
nahmen teil, zusammen mit den Leitern und einigen
Mitarbeitern der Forschungsvorhaben zur Seentypologie
und -bewertung.
Die Leiter der Forschungsvorhaben berichteten
über ihre bisherigen Ergebnisse und den aktuellen
Arbeitsstand zur Typologie und zur Entwicklung
neuer Bewertungsverfahren für die Stillgewässer
Deutschlands. Ziel des Workshops war es, den Austausch
zwischen den Forschungsvorhaben zu fördern,
sowie Kontakte zu Vertretern der Bundesländer
zu vertiefen. Da sich die meisten Projekte noch
in der Entwicklungsphase befinden, stand die Präsentation
aktueller Arbeitsstände im Vordergrund. Offene
Fragen und Probleme sollten diskutiert und Anregungen
der Ländervertreter sowie von LAWA und UBA
gehört werden.
Schwerpunkt
der Vorträge und der Diskussion war zunächst
die Typologie der Seen und die
Frage der Einordnung künstlicher
Gewässer in die bestehende Typenliste.
Die Kennzeichnung künstlicher und natürlicher
Sondertypen in der Typenkarte
war ein weiterer fraglicher Punkt.
Nach lebhafter Diskussion stellte Herr Irmer zur
Frage der Zuordnung von Talsperren fest, diese
seien in Ihrer Mehrzahl zunächst als (potentiell)
erheblich veränderte Fließgewässer
einzuordnen. Nach der Feststellung einer Unabänderlichkeit
der Nutzung seien sie dann als künstliche
Gewässer dem ähnlichsten natürlichen
Typ, höchstwahrscheinlich einem Seentyp,
zuzuordnen. Offen blieb die Frage, ob dann auch
die für Seen erforderliche Mindestgröße
von 50 ha anzusetzen ist.
Anders zu behandeln seien hingegen die Baggerseen
und Tagebauseen, die in ihrer Hydrologie dem natürlichen
Typ des grundwassergespeisten Sees ähneln
und bei ansonsten natürlich ausgeprägter
Flora und Fauna trotz Ihrer künstlichen Entstehung
diesem Typ zuzuordnen seien. Herr Poltz wies darauf
hin, dass die WRRL die Möglichkeit biete,
auch künstliche Gewässer wie natürliche
zu behandeln, wenn sich Ihre Entstehungsart nicht
verfälschend auf die Biozönose auswirke.
Herr Schaumburg berichtet, dass entsprechend europaweiter
Einstufung alle ungeschichteten Seen Flachseen
sind.
Zur Darstellung der künstlichen Gewässer
in der Typenkarte gab es keine abschließende
Einigung. Es wurde als sinnvoll erachtet, die
natürlichen Sondertypen (Moorseen, Strandseen)
in der Karte von künstlichen Sondertypen
wie Talsperren, Baggerseen u. s. w., zu unterscheiden.
Der Vorschlag, die Sondertypen noch weiter zu
unterteilen, stieß nicht auf
Zustimmung. Herr Mathes und Herr Poltz schlugen
vor, zunächst die biozönotische Überprüfung
abzuwarten und dann zu entscheiden, ob eine weitere
Aufspaltung der Typen sinnvoll sei. Offen ist
auch noch die Frage, ob es sich bei regelmäßig
abgelassenen Fischteichen um Gewässer gemäß
WRRL handelt.
Nach
dem Vortrag über die Referenzzustände
von Brandenburger Seen (I. Schönfelder)
und den Beiträgen zur Seenbewertung
mithilfe der Gewässerflora (Schaumburg,
Hoehn, Nixdorf, Mischke) entspann sich eine lebhafte
Diskussion um die Frage, wie die trophische Situation
von Seen zu bewerten sein.
Frau Schönfelder führte aus, dass es
durchaus auch natürlicherweise eutrophe Zustände
in Seen gegeben habe. Dies ließe sich anhand
von Bohrkernen belegen und mache die Gleichung
oligotropher Zustand = Referenzzustand zumindest
für einige Seentypen fraglich. Das wirke
sich, so Frau Mischke, auch auf die biologischen
Komponenten aus. Es sei keinesfalls sicher, dass
es den nährstoffarmen, makrophytendominierten
Zustand im Tiefland je flächendeckend gegeben
habe. Vielmehr seien erhebliche Schwankungen zwischen
phytoplanktondominierten Phasen und makrophytendominierten
Phasen belegt. Herr Poltz stimmte zu, dass allein
das Fehlen oder das Vorkommen von Makrophyten
noch kein eindeutiges Indiz für den schlechten
oder den guten ökologischen Zustand eines
Sees sei. Natürliche Steuerfaktoren wie die
Sedimentbeschaffenheit oder Wasserbewegungen können
für das lokale Fehlen von Makrophyten ebenso
verantwortlich sein wie eine anthropogen induzierte
Belastung oder gar ein Klimawandel.
Bezüglich der Behandlung von Makrophyten
und Phytobenthos bei der Bewertung steht zunächst
die Mittelung der Ergebnisse an, ggf. können
auch die Einzelwerte betrachtet werden. –
Hierzu bedarf es noch der europaweiten Klärung.
Mit dem Phytoplankton wurde zunächst nur
eine Vorab-Einstufung nach Trophiestatus - Chlorophyll
a und Sichttiefe - vorgenommen. Die Auswertung
der Taxalisten konnte nur nach den Kriterien vorhanden
- nicht vorhanden durchgeführt werden. Die
verfügbaren Daten der Seen sind sehr heterogen
(Hoehn, Mischke). Auch bei Beibehaltung der LAWA-Typen
kann ggf. ein See ? 50 ha zur Abgrenzung von Typen
herangezogen werden. Außerdem solle bei
der Einteilung der Seen die Orientierung anhand
ökologischer Kriterien, nicht nur nach den
LAWA -Typen erfolgen.
Für die Auswertung von Talsperrenuntersuchung
fehlen z. Zt. die finanziellen Mittel (Hoehn).
Offen blieb noch die Frage, inwieweit Tiefenmaxima
von Phytoplankton bewertungsrelevant sind.
Der
Vortrag von Herrn Dokulil zum Stand der Seenbewertung
in Österreich warf die Frage auf,
ob denn durch die Qualitätskomponenten mehr
detektiert werden könne als die Trophie,
die ja auch mit dem herkömmlichen chemischen
Verfahren leicht zu ermitteln ist? Herr Mehner
und Frau Nixdorf erinnerten daran, dass es im
Uferbereich von Seen häufig strukturelle
Defizite gibt, die man eben nicht mit den herkömmlichen
Verfahren indizieren kann und für die daher
eine Bewertung anhand der Biozönose erfolgen
müsse. Seenbewertung dürfe nicht auf
Trophiebewertung reduziert werden, wie es nach
Angabe von Herrn Dokulil in Österreich zur
Zeit geschähe.
Der
Beitrag von Herr Böhmer zum Makrozoobenthos
stellte die Entwicklung einer repräsentativen
Probenahmetechnik und die stark unterschiedliche
Datenqualität als entscheidendes Problem
dar. Die Frage, ob die vorgestellte Makrozoobenthos-
Mischprobe aus dem Sublitoral einen repräsentativen
Querschnitt der Seenfauna bietet, blieb unbeantwortet.
Herr Schaumburg gab zu bedenken, dass das Makrozoobenthos
ja insbesondere zur Detektion struktureller Defizite
im Uferbereich geeignet sei und daher eine Beprobung
von Transekten sinnvoll wäre. Die Trophiebewertung
anhand der Chironomidenfauna wurde als zu aufwendig
abgelehnt, außerdem seien dafür die
pflanzlichen Qualitätselemente geeigneter.
Herr
Diekmann und Herr Brämik berichteten zur
Bewertung mit Fischen. Bei der
Bewertung mit der Fischfauna hat sich insbesondere
die Datenerhebung als schwierig und sehr aufwändig
erwiesen. Während für die kleineren
Gewässer eigene Daten erhoben werden konnten,
ist man bei den Großseen auf Erhebungen
aus der Fischerei angewiesen, die oftmals nicht
den nötigen Standards für die Entwicklung
eines Bewertungsverfahrens genügen, weil
sie für andere Zwecke erhoben wurden. Dieser
Unterschied in der Datenqualität mache es
im Moment nötig, die Großseen getrennt
zu betrachten. Generell ist bei Großseen
mit erheblich höherem Untersuchungsaufwand
und größerer Artenzahl zu rechnen.
Diskutiert wurden auch verschiedene statistische
Auswerteverfahren, um zu erkennen, welche Art
der Degradation von der Fischfauna angezeigt wird.
In
einem abschließenden Statement zum Stande
der Normung von Bewertungsverfahren auf europäischer
Ebene forderte Herr Herbst die Projekte
nachdrücklich auf, die eigenen Ergebnisse,
und seien es auch nur Zwischenstände, in
den Normungsprozess mit einfließen zu lassen.
Die
Abschlussdiskussion griff einige
Themen der Vorträge nochmals auf: Die Anwesenden
waren sich darin einig, dass insbesondere die
Frage der Typisierung künstlicher Gewässer,
wie Talsperren und Baggerseen und Tagebauseen
einer abschließenden Klärung bedürfen.
Hierzu gehört der Einfluss der Retentionszeit
und auch der Tiefenwasserabzug bei Talsperren.
[Anmerkung von KoBio: ist zwischenzeitlich geschehen,
siehe Statement von U. Irmer auf www.kobio.de/dokumente
].
Bei der Bewertung darf das Ziel der Wasserrahmenrichtlinie
nicht aus den Augen verloren werden, denn es sieht
die ökologische Bewertung anhand mehrerer
Floren- und Faunenelemente vor. Die reine Trophiebewertung
nach dem bisherigen LAWA-Verfahren reicht dafür
nicht aus, da sie nicht die Wirkung aller anthropogenen
Stressoren auf die Lebensgemeinschaft abbildet,
z. B. den Uferverbau.
Bezüglich der Qualitätssicherung wies
Herr Schaumburg darauf hin, dass beim Bayerischen
Landesamt für Wasserwirtschaft eine Liste
für der „Mindestbestimmbarkeit“
erarbeitet wird. Anmerkungen und Ergänzungen
sind erbeten.
Frau Blondzik betonte noch einmal die Notwendigkeit,
sich jetzt auf die Zahl der Typen und Sondertypen
festzulegen, die in der Karte dargestellt werden
sollen. Diesem Wunsch steht das Problem gegenüber,
dass die Typenliste so lange offen bleiben muss,
bis die Typen biologisch validiert sind.
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Fachworkshop
"Bewertung von Fließgewässern" |
Thema:
Biologische Bewertung von Flüssen
Termin und Ort: 25.06./26.06.03 in Witzenhausen |
Veranstalter:
| Programm |
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KoBio
Universität Kassel, Abteilung Gewässerökologie/Gewässerentwicklung
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Kurzbericht
zu KoBio-Workshop „Fließgewässerbewertung
in Deutschland“ vom 25./26.06.2003
1 Allgemeines, Einführung
Der von KoBio organisierte und gemeinsam mit dem
Umweltbundesamt (UBA) und der Länderarbeitsgemeinschaft
Wasser (LAWA) ausgerichtete Workshop zur „Bewertung
von Fließgewässern nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie“
fand am 25./26. Juni 2003 in Witzenhausen statt.
Gastgeber der Veranstaltung vor Ort war Prof.
Dr. Ulrich Braukmann, Fachgebiet „Gewässerökologie
und Gewässerentwicklung“ der Universität
Kassel.
Die
Resonanz auf die Veranstaltung war schon im Vorfeld
groß: Fachleute und Entscheidungsträger,
Vertreter von LAWA und UBA sowie aus praktisch
allen Bundesländern nahmen am Workshop teil,
zusammen mit den Leitern und einigen Mitarbeitern
der Forschungsvorhaben zur Entwicklung neuer Bewertungsverfahren
insgesamt ca. 65 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Auf
„historischem Boden“ – Witzenhausen
ist eine der Keimzellen der Fließgewässerforschung
in Deutschland, da sich hier die 1950 gegründete
Limnologische Flussstation Freudenthal befand
(heute Limnologische Flussstation des MPI Schlitz)
– berichteten die Leiter der Forschungsvorhaben
über ihre bisherigen Ergebnisse und den aktuellen
Arbeitsstand zur Entwicklung neuer Bewertungsverfahren
für die Bäche und Flüsse Deutschlands
(Pressartikel
Witzenhäuser Allgemeine). Da sich die
meisten dieser Vorhaben in der Abschlussphase
befinden, war es ein guter Zeitpunkt, Forschung
und Anwendung in Gestalt der späteren Nutzer
aus Bundes- und Länderbehörden zusammenzuführen.
Einerseits konnten schon weit gediehene Entwürfe
zu den zukünftigen Werkzeugen der Bewertung
der Fließgewässer vorgestellt werden,
andererseits bestand noch die Möglichkeit,
Hinweise und Bitten der Anwender in der letzten
Projektphase zu berücksichtigen.
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2 Thematische Einführung: Fließgewässerbewertung
in Deutschland (Prof. Dr. U. Braukmann, Universität
Kassel, Außenstelle Witzenhausen, Fachgebiet
Gewässerökologie und Gewässerentwicklung)
In
einer thematischen Einführung berichtete
Prof. Ulrich Braukmann über die Geschichte
der Fließgewässerbewertung bis zum
Beginn der Entwicklung neuer Verfahren der Bewertung
für die Anforderung der WRRL. Die allgemeine
Indikationseignung der vier aquatischen Qualitätskomponenten
– Makrozoobenthos, Fische, Makrophyten/Phytobenthos
und Phytoplankton – wurde ebenso wie die
Möglichkeiten und Grenzen der Herleitung
von Referenzbedingungen für Fließgewässer
erläutert, Bewertungsverfahren und Fallbeispiele
von Bewertungsergebnissen vorgestellt. Der Beitrag
gipfelte in der Frage an die neuen Verfahren,
inwieweit die heute besonders dramatische, strukturelle
Degradation der meisten Fließgewässer
durch biologische Indikatoren adäquat wiedergegeben
werden kann.
3
Vortragsblock zu den aquatischen Qualitätskomponenten
Zu allen für die Bewertung nach WRRL
vorgesehenen aquatischen Qualitätskomponenten
wurden ausführliche Darstellungen gegeben.
Diese berücksichtigen eine Reihe von Fragen,
die für den praktischen Nutzen und die
Vorgaben der WRRL wichtig sind. Diese sind v.
a. die Anwendbarkeit der LAWA-Fließgewässertypologie,
Untersuchungsmethodiken, Aussagewert der Verfahren,
besondere Handwerkszeuge wie Standard-Artenlisten
und –Datenbanken sowie die Standardisierung
und Qualitätssicherung. Verbleibende Kenntnislücken
und weiterer Forschungsbedarf wurden ebenfalls
diskutiert, hierzu gehören besonders:
- Das Einbeziehen von bisher noch nicht bearbeiteten
Gewässertypen in die Verfahrensentwicklung
- Entwicklung der Verfahren zur Praxisreife,
v. a. im Bezug auf den Untersuchungsaufwand
3.1
Bewertungskomponente Makrophyten & Phytobenthos
(Dr.
Jochen Schaumburg, Bayerisches Landesamt für
Wasserwirtschaft, München)
Für
die Bewertungskomponente „Makrophyten
& Phytobenthos“ berichtete Dr. Jochen
Schaumburg (JS) vom Bayerischen Landesamt für
Wasserwirtschaft, München, über den
gegenwärtigen, noch nicht endgültigen
Arbeitsstand. Nicht nur für Fließgewässer,
auch für Seen entwickelt eine um die TU
München und private Institute ergänzte
Arbeitsgruppe, gefördert durch das BMBF,
ein leitbildbezogenes Bewertungsverfahren (Projektabschluss
August 2003). Die Haupt-Indikationsleistung
der o. g. Organismengruppen liegt im Bereich
Trophie, Saprobie, Versauerung und Versalzung.
Speziell für diese Störgrößen
werden typspezifische Indikatorsysteme vorgeschlagen,
die sich in der Regel aus einem artspezifischen
Referenz- bzw. Bewertungsindex (z. B. Referenzarten,
indifferente Arten, Störungszeiger) und
weiteren Metriks zusammen setzen (z. B. Diversität,
div. Trophie-Indizes, Saprobienindex, Halobienindex).
Für die drei Gruppen Makrophyten, Phytobenthos
und Diatomeen wird jeweils eine Einzelbewertung
vorgenommen und auf eine Einheitsskala von 0
– 1 umgerechnet. Die Gesamtbewertung soll
als arithmetrisches Mittel, ggf. mit Zusatzkriterien,
erfolgen. Defizite bestehen noch bei einigen
Gewässertypen, vorgeschlagen werden eine
Datenergänzung besonders im Norddeutschen
Tiefland, Bestimmungshilfen, Anwenderschulungen,
DV-Programme sowie ein Praxistest. Für
die Erstellung dieser „tools“ ist
ein Anschlussprojekt erforderlich.
3.2
Bewertungskomponente Makrozoobenthos (PD
Dr. Daniel Hering, Universität Duisburg-Essen)
Über
den Stand der Fließgewässerbewertung
anhand des Makrozoobenthos berichtete Dr. Daniel
Hering (DH) für einen Projektverbund aus
einem UBA- und drei assoziierten LAWA-Vorhaben.
Aufbauend auf verschiedenen Vorläuferprojekten
der EU (AQEM), des UBA und der LAWA soll im
aktuellen Projektverbund, zu dem neben der Universität
Duisburg-Essen auch die Universität
Hohenheim, das Forschungsinstitut
Senckenberg, die Landesanstalt
für Umweltschutz Baden-Württemberg
sowie die Bundesanstalt
für Gewässerkunde gehören,
bis März 2004 ein Bewertungsverfahren für
alle Fließgewässertypen Deutschlands
entwickelt werden. Dieses Verfahren umfasst
alle Bereiche der Bewertung von der Probestellenauswahl
über die Beprobung, Laborbehandlung der
Proben, Dateneingabe und Berechnung bis zur
Bewertung einschließlich Interpretationshilfen.
Als Probenahmemethode ist ein „multi-habitat
sampling“, d. h. ein flächenanteiliges
Besammeln aller vorhandenen Substrate über
5 % Deckung, vorgesehen. Operationalisierte
Taxalisten, teils neue Bestimmungsschlüssel
und Eingabe- und Auswertungs-Software ermöglichen
eine standardisierte, modulare und typspezifische
Bewertung anhand multimetrischer Verfahren,
die vor allem die morphologische Degradation,
den saprobiellen Zustand und die Versauerung
der Fließgewässer indizieren. Die
Teilaufgaben sind weitgehend abgeschlossen,
verschiedene Tests zur Vereinfachung bestimmter
Arbeitsschritte (v. a. Auslese der Organismen)
werden gegenwärtig ausgewertet. In einem
Anschlussprojekt soll eine intensive Praxiserprobungsphase
erfolgen.
3.3
Bewertungskomponente Makrozoobenthos in Strömen
(Dr.
Franz Schöll, Bundesanstalt für Gewässerkunde,
Koblenz)
Über
die Anwendung der Bewertungskomponente Makrozoobenthos
in großen Flüssen berichtete Dr.
Franz Schöll (FS) von der Bundesanstalt
für Gewässerkunde. Angesichts der
starken Überformung dieser Flüsse
seit dem 19. Jahrhundert und dem nach Sanierung
der Sauerstoffverhältnisse in jüngerer
Zeit aufgrund vieler eingewanderter Arten sehr
veränderten biozönotischen Besiedlungsbild,
stellen sich hier besondere Probleme, die sowohl
Typologie und Referenzbedingungen der Flüsse
betreffen als auch ein mögliches Bewertungsverfahren.
Grundlage der Bewertung sollte daher die Gesamtheit
aller in Mitteleuropa flusstypischen Arten sein,
wie sie der Potamon-Typie-Index (PTI) darstellt,
der gegenwärtig in Anlehnung an das unter
3.3 dargestellte Verfahren für alle Fließgewässertypen
methodisch erweitert werden soll.
3.4
Bewertungskomponente Phytoplankton (Dr.
Ute Mischke, Leibniz-Institut
IGB, Berlin)
Die
Arbeiten zur Entwicklung eines Bewertungsverfahrens
für Flüsse anhand des Phytoplanktons
wurden von Dr. Ute Mischke (UM) vom Leibniz-Institut
IGB, Berlin, vorgestellt. Das von der LAWA geförderte
Forschungsvorhaben konnte erst am 15. März
2003 begonnen werden, die Arbeitsgruppe kann
jedoch auf eigene, frühere Studien und
Workshops zurückgreifen. Die Hauptindikationsleistung
des Phytoplanktons liegt in der Indikation der
Trophie. Sie ist daher zumindest in großen
Flüssen und Strömen bzw. in staugeregelten
Fließgewässern anwendbar. Zur Bewertung
werden je nach Fragestellung bzw. Gewässertyp
taxonomische Zusammensetzung und Biovolumen
benutzt; Planktonblüten und weitere Parameter
(Chlorophyll-a, Sichttiefe u. a.) werden aufgenommen.
Als besondere „tools“ werden eine
Datenbank mit einer harmonisierten Taxaliste
und der Entwurf einer Mindestbestimmbarkeitsliste
angestrebt. Die Standardisierung der Phytoplanktonanalyse
befindet sich im Entwurfsstadium einer CEN-Norm.
3.5
Bewertungskomponente Fische (Uwe
Dußling, FFS Baden-Württemberg,
Dr. Andreas Hoffmann, NZO GmbH Bielefeld, Dr.
Christian Wolter, IGB Berlin)
Ein
Bewertungsverfahren für Fließgewässer
anhand der Fischfauna wird gegenwärtig
unter Leitung der Fischereiforschungsstelle
Baden-Württemberg (FFS) entwickelt (Dr.
Rainer Berg). Im Verbund arbeiten hier die FFS,
die NZO GmbH, die Landesanstalt für Ökologie/Landesamt
für Agrarordnung NRW und das Leibniz-Institut
IGB, Berlin zusammen, Projektabschluss ist im
September 2003. In Vorträgen von Uwe Dußling
(FFS) (UD), Dr. Andreas Hoffmann (NZO GmbH)
(AH) und Dr. Christian Wolter (IGB) (CW) wurde
der Arbeitsstand vorgestellt. Der Indikationswert
der Fische liegt in ihrer Langlebigkeit und
ihrer Bindung an bestimmte, im Laufe der Entwicklung
wechselnde Gewässerstrukturen (z. B. Laich-
und Aufwuchshabitate). Das Bewertungsverfahren
wird voraussichtlich einen artbezogenen Index
sowie andere Metriks vorsehen (z. B. Anteile
ökologischer Gilden wie Habitat- und Laichsubstratpräferenzen,
Fraß- und Mobilitätstypen). Referenzartenlisten
befinden sich in der Vorbereitung. Methodische
Vorgaben werden erarbeitet, wobei deutlich wird,
dass nur eine Kombination verschiedener Fanggeräte
und Probenahmestrategien sowie mehrfache Befischungen
aller Habitate im Jahresverlauf aussagekräftige
Ergebnisse bringt.
3.6
Kurzbeiträge „Seeausfluss“
und „ Fischfauna Tieflandbäche“
(Dr.
Matthias Brunke, Landesamt für Natur und
Umwelt Schleswig-Holstein, Flintbek)
In
Kurzbeiträgen wurde von Dr. Matthias Brunke
(MB), Landesamt für Natur und Umwelt Schleswig-Holstein,
das Problem „Typisierung und -bewertung
der Seeausflüsse“ und ein Ansatz
der typspezifischen „Charakterisierung
der Fischfauna der Tieflandbäche“
zur Diskussion gestellt.
4.
Statement „Anforderungen der LAWA an die
zukünftigen Bewertungsverfahren für
Fließgewässer“ (Dr.
Klaus Wendling, LA für Wasserwirtschaft
Rheinland-Pfalz, Mainz, als Obmann des LAWA
UA „Biologische Vorarbeiten zur Umsetzung
der EU-WRRL an Fließgewässern“
und MR Jörg Janning, Umweltministerium
Niedersachsen, Vorsitzender LAWA AO)
Die
Anforderungen der LAWA an die zukünftigen
Bewertungsverfahren für Fließgewässer
wurden vom Vorsitzenden der LAWA-Arbeitsgruppe
Oberflächengewässer, Herrn MR Jörg
Janning und dem Obmann des LAWA-Unterausschusses
„Biol. Vorarbeiten zur Umsetzung der EU-WRRL“,
Dr. Klaus Wendling, formuliert. Danach müssen
diese alle Störungsgrößen wiedergeben
können (z. B. Abwasser, überhöhte
Nährstoffgehalte, Gewässerausbau,
Aufstau, Toxizität, Versauerung, Wärme)
und eine vollständige Bewertungssicherheit
bieten. Diese umfasst richtige Typenanspache
und präzise Referenzbedingungen, klare
Klassengrenzen und ausreichende Abstände
der einzelnen Klassen, kritische Bewertung des
Rechenergebnisses und enge Bindung an die Definitionen
der WRRL. Essenziell ist auch die Anwendbarkeit
als Routineverfahren hinsichtlich des erforderlichen
Aufwands bei der Untersuchung, der Nachvollziehbarkeit
der Ergebnisse und der Möglichkeit der
Anwendung auch von Nicht-Spezialisten in der
Taxonomie.
5 Aufgaben der EU-Arbeitsgruppe WG 2A
ECOSTAT („Ecological Status“) (MR
Jörg Janning (Vorsitzender LAWA AO) und
Herr Dr. Ulrich Irmer (Umweltbundesamt)
Über
die Aufgaben der EU-Arbeitsgruppe WG
2A ECOSTAT („Ecological Status“),
die zunächst 2003 bis 2004 den Interkalibrierungsprozess
fortsetzen sowie Vorgaben für die ökologische
Klassifizierung erstellen soll, berichteten
Herr MR Jörg Janning (Vorsitzender LAWA
AO) und Herr Dr. Ulrich Irmer (Umweltbundesamt).
Zu den Aufgaben gehört auch die Einrichtung
eines Registers des Interkalibrierungs-Netzwerkes.
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Expertengespräch
"Gewässerlandschaften Deutschlands" |
Thema:
Gewässerlandschaften der Bundesrepublik Deutschland
Termin und Ort: 21.05.03 in Fulda |
Veranstalter:
| Programm |
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ATV-DVWK Wasser und Abfall e.V.
KoBio
Inhalte:
Die Beurteilung des Gewässerzustandes nach
der EU-WRRL erfordert neue Verfahren, die eine
zusammenfassende, fachübergreifende Bewertung
der Gewässer möglich und praktikabel
machen. Grundlage für diese Verfahren ist
die Kenntnis der typischen abiotischen und biotischen
Erscheinungsformen der Gewässer. Die bisher
vorliegenden Forschungsergebnisse haben deutlich
gemacht, dass die wichtigste grundlegende Differenzierungsebene,
auf der alle detaillierten Beschreibungen aufbauen,
die der Gewässerlandschaften ist.
Das Expertengespräch möchte die Möglichkeiten
und Grenzen einer Beurteilung des Gewässerzustandes
an Hand gewässermorphologischer Fließgewässerlandschaften
aufzeigen und wendet sich an Mitarbeiter(innen)
aus Behörden, Städten und Gemeinden,
Umwelt- und Wasserwirtschaftsverbänden sowie
Ingenieurbüros, in deren Aufgabenbereich
die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie fällt.
Anmeldung:
Senden sie bitte Ihre Anmeldung zum Expertengespräch
schriftlich an die ATV-DVWK Geschäftsstelle
in Hennef:
ATV-DVWK
Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft,
Abwasser und Abfall e.V.
Dipl.-Biol. Almuth Spitzer
Theodor-Heuss-Allee 17
53773 Hennef
Tel: 02242/872215
Fax: 02242/872135
mail: spitzer@atv.de
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Workshop:
"Phytplankton" |
| Thema:
Phytoplankton in European Rivers
Termin und Ort: 27.02. - 01.03.2003 in Berlin |
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An international workshop on “Phytoplankton
in European rivers” was held in Berlin
from February 27 to March 1, 2003. The 21
participants represented water authorities
and scientific institutions from Austria,
Belgium, Bulgaria, Czech Republic, France,
Germany, Hungary, Netherlands, Poland and
Spain. They summarized importance, present
state and necessary development of monitoring
and assessment of phytoplankton in European
rivers.
Phytoplankton is an important element of
many river ecosystems. Wherever it reaches
significant biomass, phytoplankton strongly
influence, e.g., transparency, oxygen budget
and availability of nutrients. Biomass and
structure of phytoplankton can therefore
be an excellent indicator of the ecological
quality status of such rivers. Accordingly,
the EU Water Framework Directive requires
the assessment of river ecological status
by the analyses of phytoplankton.
At present, the database for such assessment
is insufficient. Regular monitoring of phytoplankton
is lacking in most Western European rivers.
In central Europe, monitoring programs are
usually limited to chlorophyll a measurements.
In some countries (e.g., Bulgaria, Czech
Republic, Hungary, Poland) indicator species
of the saprobic system of Pantle-Buck have
been recorded for some decades.
Biomass and structure of phytoplankton in
rivers is indicative for nutrient concentration
and availability, biotic interactions, river
morphology and hydrology. It is, however,
questionable if saprobity (the intensity
of microbial biodegradation) can be indicated
by primary producers. The present classification
systems are not suitable to assess river
quality by phytoplankton analyses.
The Water Framework Directive distinguishes
between surveillance, operational and investigative
monitoring. The participants proposed the
following strategy to monitor and assess
phytoplankton in European rivers:
1)
Surveillance monitoring of phytoplankton
biomass is necessary in each river system
fulfilling at least one of the following
conditions:
a) time of flow (theoretical retention time)
exceeds about six days,
b) the drainage basin of the river contains
any hydrologically relevant impoundment,
reservoir or lake,
c) the mean discharge is below the thresholds
given in the following table:
| catchment
area (km²) |
discharge
(m³/s) |
| 50.000 |
<
800 |
| 10.000 |
<
90 |
| 1.000 |
<
5 |
For
the surveillance monitoring of these river
systems, we recommend at least monthly sampling
during the vegetation period (usually March-October).
Sampling points should be representative
for the lower course.
Chlorophyll a, as selective measure of phytoplankton
biomass, should be analysed according to
international standard procedures to assure
comparability of results, e. g. for spectrophotometry
ISO 10260 shall be applied. For fluorometric
methods, preferably in vivo and online,
suitable equipment is commercially available.
2)
If screening reveals chlorophyll a concentration
> 20 µg/L, operational monitoring
should include assessment of phytoplankton.
The number of sampling points, the frequency
of sampling, the necessary level of taxonomic
resolution and the additional factors to
be measured (e.g., nutrient concentration,
mean water depth, water transparency) depend
on the objectives of the final assessment
system. This assessment system shall be
based on microscopic enumeration and determination
of phytoplankton species at few relevant
and representative sites and on additional
measurements of chlorophyll a covering the
middle and lower course, main tributaries
and outlets of lakes or reservoirs. We recommend
monthly analyses from March-October. Analysis
of phytoplankton biomass and composition
needs special expertise, therefore taxonomic
ability shall be promoted.
3)
Investigative monitoring programmes have
to be designed ”tailor-made”
according to the special requirements of
the analysed river system.
To
our knowledge, only one planned project
is intended to develop an assessment system
for phytoplankton in rivers. This project
will focus on German rivers but its results
could be adapted to similar river systems
in neighbouring countries. In semi-arid
regions, however, changes between dry and
wet periods may superimpose on other driving
forces of phytoplankton development. Additional
datasets and complementing projects are
necessary to extend the database for development
and validation of an European assessment
system.
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KoBio
Fachworkshop "Seen und Bodden" |
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Eine Anregung aus dem Kick off-Meeting von KoBio
aufgreifend, veranstaltet KoBio
einen Fachworkshop im begrenzten Teilnehmerkreis.
Thema:
"Seen und Bodden - Typologie, Leitbilder,
Bewertung vor dem Hintergrund der EU-Wasser-Rahmenrichtlinie".
Termin und Ort: 18./19.11.2002 in Leipzig
Ziele
sind u. a. die Abstimmung der Referenzbedingungen
zu Seen und Bodden, die Typologie dieser Gewässer
sowie der Austausch über Bewertungsansätze.
Mögliche konkrete Ergebnisse sind Strategie-
oder Beschlusspapiere, die den Projekten sowie
der LAWA als Hilfen dienen sollen.
Flora und Fauna werden dabei nicht getrennt behandelt
und sowohl Fisch- und Makrozoobenthos- als auch
Makrophyten- und Phytoplankton-Arbeitsgruppen
beteiligt. Seen und Bodden sollen wegen zum großen
Teil gleicher Problemstellungen gemeinsam diskutiert
werden.
Das
Arbeitstreffen findet statt im Seminarraum im
Erdgeschoss des UFZ-Turms im Gelände der
Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH, Permoserstraße
15, Leipzig (Gebäude 6.1; siehe Lageplan
und http://www.ufz.de).
Das UFZ ist zu Fuß oder mit dem ÖPNV
in ca. 15 Minuten vom Hbf. Leipzig, aber auch
von den meisten aufgeführten Unterkünften
erreichbar.
Bei Interesse an der Teilnahme am Seen und Bodden
Fachworkshop oder für weitere Informationen
wenden sie sich bitte an: info@kobio.de.
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Kick
off-Meeting von KoBio
am 18./19.06.2002 in Essen |
Am 18. und 19. Juni 2002 fand in Essen mit dem
Kick off-Meeting der erste, von
KoBio ausgerichtete
größere Workshop statt. Eingeladen
waren neben den von KoBio betreuten 30 Projekten
(Projektliste)
auch die Mitglieder des 8-köpfigen wissenschaftlichen
Beirates der Koordinationsstelle.
Insgesamt nahmen 40 Personen am Kick off-Meeting
teil. Nach Begrüßungen durch den Vertreter
des Projektträgers PTJ, Herrn Dr. Fitting,
der gastgebenden Universität Essen, Prof.
Schuhmacher, den Obmann der LAWA AO, Herrn Dipl.-Chem.
Janning und die Verantwortlichen von KoBio,
Prof. Friedrich und Dr. Sommerhäuser, stellten
sich 30 Projekte bzw. Teilprojekte in Kurzbeiträgen
(Vorträge) vor. |
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Anwesend
waren Vertreter von 19 BMBF-, 5 LAWA-, 2 UBA-
und 4 EU-Vorhaben, die ein anschauliches Bild
der aktuellen Arbeiten zur Vorbereitung der Umsetzung
der EG-Wasserrahmenrichtlinie im Bereich Flusseinzugsgebietsmanagement
in Deutschland gaben.
Schwerpunktthemen waren die Bereiche "Bewertung
von Fließgewässern und Seen" ,
"Charakterisierung und Bewertung von Küstengewässern"
und das "Einzugsgebietsmanagement".
Da ein Endziel der in den Projekten entwickelten
Konzepte und Methoden die praktische, verbindliche
und bundeseinheitliche Anwendung sein soll, infomierte
Dr. Nusch (Ruhrverband) als Beiratsmitglied von
KoBio
über Bedeutung und Stand der nationalen und
internationalen Normung (DIN, CEN, ISO).
Als
Fazit der gut besuchten und lebhaften Veranstaltung
stellten Ausrichter und Teilnehmer fest:
Die
Einrichtung der Koordinationsstelle KoBio wird
von allen begrüßt, um die Kommunikation
untereinander und den Informationserhalt zu erleichtern.
Als besondere Brennpunkte wurden identifiziert
1. Abstimmung von Datenbanken und Datenverwaltung
(einheitliche Systeme),
2. Harmonisierung der benutzten Modelle,
3. praxisnahe Anwendbarkeit der GIS-Tools auch
durch "Laien",
4. Abstimmung und Abschluss der deutschen Typologieansätze,
5. Verständigung auf die Referenzbedingungen,
besonders bei den Seen,
6. und die spätere Zusammenführung der
verschiedenen Bewertungskomponenten (biologische
Qualitätskomponenten).
Zu einigen dieser "Hot spots" werden
noch in diesem Halbjahr Workshops durchgeführt.
Zusätzlich zu solchen themenbezogenen Workshops
wurde es sehr gewünscht, sich in diesem großen
interdisziplinären Forum aller Projekte mindestens
einmal jährlich zu treffen.
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