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| Projekttitel: |
Entwicklung
einer leitbildorientierten Methode zur Bewertung
des ökologischen Zustands von Seen anhand der
Fischfauna |
| Zuwendungsgeber: |
BMBF |
| Projektträger: |
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| Laufzeit: |
Mai
2001 - Mai 2004 |
| Projektleiter/in: |
PD
Dr. habil. Thomas Mehner |
| Institut/Büro: |
Institut
für Gewässerökologie und Binnenfischerei
(IGB) im Forschungsverbund Berlin e.V. |
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Abteilung Biologie und Ökologie der Fische,
Müggelseedamm 310
12561 Berlin
Tel: 030- 64 181 613
Fax: 030- 64 181 750
Mail: mehner@igb-berlin.de
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| Website: |
--- |
| Ziele: |
Im
vorliegenden Projekt soll eine leitbildorientierte
Bewertungsmethode für Seen des Norddeutschen
Tieflandes (Ökoregion No. 14) anhand von Kenngrößen
der Fischgemeinschaft entwickelt werden. |
| Projektbeschreibung: |
Diese soll die Festlegung typspezifischer biologischer
Referenzbedingungen (Leitbild) und generell die
Bewertung des ökologischen Zustands von Seen
anhand der Fischfauna gemäß den Anforderungen
der EU-WRRL
ermöglichen.
Die Datenbasis liefern 60 Seen des Norddeutschen
Tieflandes (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern),
deren Fischgemeinschaft durch umfangreiche Beprobung
mit standardisierten Methoden erfasst wird. Zum
Einsatz kommen Nordic-Multimaschenstellnetze (Maschenweiten
5 – 55 mm), 70-mm Stellnetze und Elektrofischerei.
Dabei richtet sich der Aufwand der einzusetzenden
Nordic-Multimaschenstellnetze nach Appelberg et
al. (2000). Da diese Netze in Skandinavien entwickelt
wurden, wo größere Cypriniden (z. B.
Blei, Abramis brama) praktisch nicht vorkommen,
werden zusätzlich 70-mm-Stellnetze verwendet.
Grundnetze (jeweils 1,5 m hoch) werden zufällig
in verschiedenen Tiefenzonen der zu untersuchenden
Seen gestellt. Pelagialnetze (jeweils 3 m hoch)
werden bei Seen, die tiefer als 6 m sind, über
der tiefsten Stelle von der Oberfläche bis
zum Grund gestellt. Außerdem wird im Litoralbereich
elektrisch gefischt, um benthische Fischarten (z.
B. Aal, Anguilla anguilla) zu erfassen. Dabei werden
für jeden See sowohl typische Uferstrukturen
(z. B. Schilfgürtel) als auch anthropogene
Strukturen (z. B. Bootsstege) gezielt befischt.
Die Seenauswahl folgt im wesentlichen der Seentypisierung
der LAWA. Allerdings wird neben dem Volumenquotienten
(VQ) und der Schichtung die Frage der Anbindung
zum Auswahlkriterium. Dabei ist eine Anbindung eine
von Fischen passierbare oder besiedelbare Verbindung
eines Sees mit anderen Stand- und/oder Fließgewässern,
unabhängig davon, ob sie natürlich oder
künstlich entstanden ist. Insgesamt ergeben
sich so 8 hypothetische Seentypen in der Untersuchungsregion.
Während der Befischung jedes Sees werden auch
Daten zu Strukturen (z. B. Verbauungen) und Nutzungen
(z. B. Tourismus, Fischerei) erhoben. Eine Gegenüberstellung
der Fischgemeinschaften erlaubt es, diejenigen Kenngrößen
der Fischfauna zu identifizieren, die anthropogene
Belastungen widerspiegeln. Weiterhin werden die
Referenzzustände ermittelt und ein Bewertungsverfahren
in Anlehnung an den für Fließgewässer
entwickelten Index of Biotic Integrity (IBI) erstellt.
Kurzer
Sachstand ( Ende 2002):
Die ersten 27 Seen wurden jeweils im Spätsommer
2001 und Frühsommer 2002 befischt. Im Spätsommer
2002 wurden weitere 33 Seen befischt, und die
Befischung wird im Frühsommer 2003 abgeschlossen.
Im darauf folgenden Zeitraum bis Sommer 2004 erfolgt
die Datenauswertung und die Entwicklung eines
Indexes zur Bewertung der Gewässerqualität
anhand der Fischfauna. |
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| Seitenanfang |
| Projekttitel: |
Verbundprojekt
: Erforderliche Probenahmen und Entwicklung eines
Bewertungsschemas
zur ökologischen Klassifizierung von Flüssen
anhand ihrer Fischbestände gemäß
EU-WRRL |
| Zuwendungsgeber: |
BMBF |
| Projektträger: |
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| Laufzeit: |
Mai
2001 - Septemeber 2003 |
| Projektleiter/in: |
U.
Dußling, Dr. R. Berg |
| Institut/Büro: |
Staatliche
Lehr- und Versuchsanstalt Aulendorf, |
| |
Fischereiforschungsstelle
Baden-Württemberg
Mühlesch 13
88085 Langenargen
Tel.: (07543) 93 08-0
Fax: (07543) 93 08-20
mail: Uwe.Dussling@lvvg.bwl.de
mail: Berg@lvvg.bwl.de
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| Website: |
|
| Ziele: |
Ziel
des Projektes ist die Ausarbeitung geeigneter Probenahmemethoden,
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die
Festlegung repräsentativer Messnetze, die Fortentwicklung
und praxisgerechte Gestaltung eines bislang nur
im Grundsatz skizzierten Bewertungsschemas sowie
die Benennung von Referenzen für eine ökologische
Klassifizierung anhand der Fischbestände. |
| Projektbeschreibung: |
Die
Umsetzung der EU-WRRL
erfordert unter anderem die |
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Überwachung
des ökologischen Zustands von Fließgewässern
anhand physikalischer, chemischer und biologischer
Qualitätsmerkmale. Unter den Letzteren soll
Fischbeständen zukünftig eine hohe Bedeutung
zukommen, indem diese einer fortlaufenden, leitbildorientierten
Beurteilung hinsichtlich ihrer Artenzusammensetzung,
Abundanzverhältnisse und Altersstruktur unterzogen
werden. Hierzu notwendige regelmäßige
Erfassungen und Bewertungsverfahren sind zukünftig
in einer Qualität vorzunehmen, die im Rahmen
bisheriger Fischbestandsbeurteilungen in der Regel
nicht erreicht wurde. Diese waren sehr häufig
lediglich auf das Erstellen möglichst vollständiger
Listen der in den verschiedenen Gewässern
vorkommenden Arten und deren relativer Häufigkeiten
ausgerichtet.
Allgemeine Richtlinien oder empirische Verfahren
für eine den Erfordernissen der EU-WRRL genügende
Beprobung von Fischbeständen und die Art
der Datenerhebung existieren bislang genauso wenig,
wie Kriterien zur leitbildorientierten Beurteilung
zukünftiger Probenahmeergebnisse. Auch eine
Beschreibung der hierfür notwendigen typspezifischen
Referenzbedingungen wurde bislang noch nicht vorgelegt.
Auf den genannten Gebieten wird daher grundlegender
Forschungsbedarf gesehen.
Im Rahmen des BMBF-Förderprogramms "Forschung
und Umwelt", Thema "Flusseinzugsgebietsmanagement"
wird nun dieses Verbundprojekt durchgeführt,
das derzeit vorhandene offene Fragen im Zusammenhang
mit der praktischen Umsetzung der EU-WRRL klären
und geeignete Handhaben für die zukünftige
Überwachung von Fischbeständen bereitstellen
soll. In Bezug auf die einzelnen Überwachungsszenarien,
Fließgewässertypen, Einzugsgebiete
und Ökoregionen ergeben sich dabei sehr unterschiedlichen
Erfordernisse. Die Gesamtproblematik verlangt
eine an diesen Erfordernissen ausgerichtete, gesonderte
Bearbeitung der einzelnen Teilaspekte. Darüber
hinaus müssen auch die zoogeographisch grundsätzlich
verschiedenen Fischsiedlungsräume Deutschlands
beachtet werden. Insgesamt wird eine Bearbeitung
in einem Verbundprojekt aus mehreren aufeinander
abgestimmten, eng zusammenarbeitenden Teilprojekten
daher als sinnvoll und notwendig erachtet. Sie
dient den übergeordneten Zielen
(1) Standards und Richtlinien für die Probenahmegestaltung
bei Fischbestandsuntersuchungen in Fließgewässern
gemäß der EU-WRRL auszuarbeiten,
(2) den durch den AK "Fischereiliche Gewässerzustandsüberwachung"
vorgelegten theoretischen Ansatz eines Bewertungsverfahrens
für Fließgewässer anhand von Fischbeständen
in ein allgemeines, anwendungsgerechtes Schema
weiterzuentwickeln, welches eine korrekte Bewertung
gemäß EU-WRRL ermöglicht, sowie
(3) das für die ökologische Bewertung
notwendige Leitbild in Form von typspezifischen
Referenzbedingungen zu beschreiben.
Im Einzelnen umfasst der Verbund folgende Teilprojekte:
Teilprojekt 1: "EU-WRRL-angepasste
Beprobung von Fischbeständen und Bewertung
epipotamal dominierter Flüsse des Zentralen
Mittelgebirges"
Teilprojekt 2: "Erstellung
von fischfaunistischen Leitbildern der Fließgewässer-Typen
Deutschlands im Rahmen der Vorbereitung der EU-WRRL"
Teilprojekt 3: "Erfassung
der Fischfauna und Erprobung eines Bewertungsschemas
in rhithralen Fließgewässerabschnitten
des Zentralen Mittelgebirges als Teilbeitrag zur
Implementierung der EU-WRRL"
Teilprojekt 4: "Erfassung
der Fischgemeinschaftsstruktur und Bewertung großer
Fließgewässer und Fluss-Seen des Zentralen
Flachlands sowie Auswahl von Referenzstrecken
für eine fischereiliche Gewässerüberwachung
nach EU-WRRL"
Die Fischereiforschungsstelle BW übernimmt
in dem Verbundvorhaben die Federführung und
Projektkoordination. Diese erfolgt in Personalunion
mit der Bearbeitung des Teilprojektes 1. Im Rahmen
der Projektkoordination wird insbesondere das
Ziel verfolgt, den notwendigen Informations- und
Datenaustausch zwischen den Teilprojektnehmern
zu organisieren. Die in den Teilprojekten anfallenden
Ergebnisse sollen im Hinblick auf
(1) die als erforderlich erachteten Probenahmen,
(2) die Indikatorfunktion der Fischarten und
(3) die Bewertung der Fischbestände
in den unterschiedlichen Fließgewässertypen
und Ökoregionen laufend zusammengeführt
werden. Erkenntnisse und Schlussfolgerungen aus
diesen sich ergänzenden Arbeiten der einzelnen
Teilprojekte sind durch die Projektkoordination
auf die übergeordneten Projektziele zu reflektieren
und werden in ein generalisiertes, gemeinsames
Gesamtsystem zur Gestaltung der zukünftigen
Überwachung und ökologischen Klassifizierung
von Fließgewässern anhand von Fischbeständen
gemäß EU-WRRL eingearbeitet.
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| Seitenanfang |
| Projekttitel: |
Weiterentwicklung
und Anpassung des nationalen Bewertungssystems für
Makrozoobenthos an neue internationale Vorgaben |
| Zuwendungsgeber: |
UBA |
| Projektträger: |
|
| Laufzeit: |
April
2002 bis März 2004 |
| Projektleiter/in: |
Dr.
Daniel Hering |
| Institut/Büro: |
Universität
Essen |
| |
Institut
für Ökologie
Abteilung Hydrobiologie
45117 Essen
Tel.: 0201 / 183 4308
mail: daniel.hering@uni-essen.de
|
| Website: |
|
| Ziele: |
Entwicklung
und Erprobung eines typspezifischen multimetrischen
Bewertungssystems für alle Fließgewässertypen
Deutschlands nach den Erfordernissen der EU-WRRL,
basierend auf dem Makrozoobenthos. |
| Projektbeschreibung: |
Das
beantragte F+E Vorhaben ist ein Verbundprojekt von
fünf Instituten, die sich in der Vergangenheit
bereits mit der Entwicklung von Bewertungsverfahren
zur Umsetzung der Wasser-Rahmenrichtlinie beschäftigt
haben. Das Projekt ist Teil eines Verbundes mit
drei parallel beantragten LAWA-Projekten.
Ziele des Projektes sind:
Entwicklung und Erprobung eines multimetrischen,
modular aufgebauten Bewertungssystems für alle
Fließgewässertypen Deutschlands, basierend
auf dem Makrozoobenthos;
Berücksichtigung der Vorgaben der LAWA und
des Umweltbundesamtes;
Gewässertyp-spezifische Differenzierungen des
Bewertungsverfahrens, basierend auf der Gewässertypen-Tabelle
von Schmedtje et al. (2001);
Definition der Klassengrenzen für den ökologischen
Zustand;
Entwicklung einer benutzerfreundlichen Bewertungs-Software,
basierend auf einem bereits existierenden Programm.
Das Entwicklungsverfahren beruht auf bereits geleisteten
Vorarbeiten im Rahmen von Projekten, die von den
Antragstellern im Auftrag verschiedener Institutionen
durchgeführt wurden. Angestrebt wird ein modular
aufgebautes, Gewässertyp-spezifisches Verfahren,
das die Auswirkungen verschiedener Stressoren soweit
möglich differenziert.
Das Projekt umfasst folgende Bearbeitungsschritte:
Vereinheitlichung der Datengrundlage (Zusammenstellung
und Evaluierung der vorhandenen Daten; Ausweisen
der Datenlücken; Erstellung einer Datenbank;
Erstellung von Teildatenbanken als Berechnungsgrundlage
für jeden einzelnen Gewässertyp)
Kriterienentwicklung (Vereinheitlichung der
Kriterien für Referenzzustände; Kriterien
für die Auswahl der Bewertungsverfahren; Festlegung,
welche Module für welchen Gewässertyp
relevant sind)
Berechnungen (Anpassung bestehender Berechnungstools;
Entwicklung des Moduls „Allgemeine Degradation“
als multimetrischer Index, mit einen artbezogenen
„Faunaindex“ als Kern; Identifikation
zusätzlicher aussagekräftiger Metrics;
Verrechnungsmodus der Module; Zusammenfassung von
Gewässertypen; Festlegung von Klassengrenzen;
Validierung)
Implementierung (Diskussion und Implementierung
der Vorschlages in den relevanten Fachgremien; ggf.
Korrektur nach Hinweisen aus den Fachgremien; Erarbeitung
eines Berechnungsprogramms).
Voraussichtlicher Aufbau des Bewertungsverfahrens:
Für die Bewertung wird ein Gewässertyp-spezifischer
und (soweit möglich) Stressoren-spezifischer
Ansatz bevorzugt. Die Bewertungsverfahren für
die einzelnen Gewässertypen beruhen auf dem
gleichen Prinzip, können sich jedoch durch
die Zusammensetzung der jeweils verwendeten Indizes
unterscheiden.
Es ist vorgesehen, ein Verfahren mit fest definierten
Formeln, Einstufungen der Organismen und Klassengrenzen
zu entwickeln, die von den Anwendern nicht verändert
werden können. Das vorgeschlagene Bewertungsverfahren
besteht aus drei Modulen und ist Stressoren-spezifisch
aufgebaut.
Weitere Projekte des Verbundes:
Validation der Fließgewässer-Typologie
Deutschlands, Ergänzung des Datenbestandes
und Harmonisierung der Bewertungsansätze der
verschiedenen Forschungsprojekte zur Umsetzung der
EU-WRRL (Modul Makrozoobenthos)
Standardisierung der Erfassungs-
und Auswertungsmethodik von Makrozoobenthosuntersuchungen
in Fließgewässern
Zentrale Datenbank und Auswertung biologischer Daten
für die EU-WRRL |
|
| Seitenanfang |
| Projekttitel: |
Validation
der Fließgewässer-Typologie Deutschlands,
Ergänzung des Datenbestandes und Harmonisierung
der Bewertungsansätze der verschiedenen Forschungsprojekte
zur Umsetzung der EU-WRRL (Modul Makrozoobenthos) |
| Zuwendungsgeber: |
LAWA |
| Projektträger: |
|
| Laufzeit: |
April
2002 bis März 2004 |
| Projektleiter/in: |
Dr.
Peter Haase |
| Institut/Büro: |
Forschungsinstitut
Senckenberg |
| |
Forschungsstation
für Mittelgebirge
Lochmühle 2
63599 Biebergemünd-Bieber
Tel.: 06050 / 91140
mail: phaase@sng.uni-frankfurt.de |
| Website: |
|
| Ziele: |
Vervollständigung
der Datensätze zu Referenzstellen und Degradationsstufen
aller deutschen Fließgewässertypen und
Bereitstellung als Grundlage für die Entwicklung
eines gewässertypspezifischen Bewertungsverfahrens.
Erstellung standardisierter, hochwertiger Artenlisten
zu Referenz- und Degradationsstellen für jeden
Gewässertyp in digitaler Form.
Validierung der Fließgewässertypologie
für die Bundesrepublik Deutschland für
die Qualitätskomponente Makrozoobenthos. |
| Projektbeschreibung: |
Das
Vorhaben ist Teil eines Verbundes von drei LAWA-
und einem UBA-Vorhaben zur Vorbereitung der Umsetzung
der EU-WRRL
in Deutschland für den Bereich biologische
Bewertung von Fließgewässern anhand des
Makrozoobenthos. Die beschriebenen Hauptziele -
Schließen von Datenlücken zu den 20 wichtigsten
biozönotisch relevanten Fließgewässertypen
Deutschlands (nach Schmedtje et al. 2001), Standardisierung
der Taxalisten, Validierung des Typologieentwurfes
- werden zunächst durch ergänzende, standardisierte
Freilandaufsammlungen (Nacherhebungen) zu bislang
wenig bearbeiteten Gewässertypen angegangen.
Hintergrund ist, dass zwar zu den meisten Fließgewässertypen
Daten vorliegen, die die Entwicklung eines Bewertungsmoduls
'Saprobie' zulassen, doch sind viele Datensätze
unvollständig, während andere qualitative
Mindestanforderungen nicht erfüllen.
Bereits vorliegenden Makrozoobenthosdaten aus verschiedenen
Forschungsprojekten werden zusammengestellt und
ihre Qualität nach einem Anforderungsprofil
bewertet.
Für jede Probestelle werden eine große
Zahl abiotischer Parameter aufgenommen. Zusätzlich
können die Daten mit den Ergebnissen der Gewässerstrukturgütekartierung
verschnitten werden.
Die vorliegende Fließgewässertypologie
Deutschlands soll anhand der in diesem Projekt vervollständigten
Datensätze zu den 20 Typen abschließend
biozönotisch validiert werden.
Weitere Projekte des Verbundes:
Standardisierung der Erfassungs-
und Auswertungsmethodik von Makrozoobenthosuntersuchungen
in Fließgewässern
Zentrale Datenbank und Auswertung biologischer Daten
für die EU-WRRL
Weiterentwicklung
des nationalen Bewertungssystems für Makrozoobenthos
an neue internationale Vorgaben |
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| Seitenanfang |
| Projekttitel: |
Standardisierung
der Erfassungs- und Auswertungsmethodik von Makrozoobenthosuntersuchungen
in Fließgewässern |
| Zuwendungsgeber: |
LAWA |
| Projektträger: |
|
| Laufzeit: |
April
2002 – März 2004 |
| Projektleiter/in: |
Dr.
Peter Haase |
| Institut/Büro: |
Forschungsinstitut
Senckenberg |
| |
Forschungsstation
für Mittelgebirge
Lochmühle 2
63599 Biebergemünd-Bieber
Tel.: 06050 / 91140
mail: phaase@sng.uni-frankfurt.de |
| Website: |
|
| Ziele: |
Zwei
Hauptziele werden verfolgt: Die Entwicklung und
Empfehlung einer
standardisierten Aufsammlungsmethodik für Makrozoobenthosproben
aus durchwatbaren Fließgewässern und
die Erstellung einer operationellen Taxaliste mit
hinterlegten Indexinformationen, Bestimmungshinweisen
und neuen Bestimmungsschlüsseln. |
| Projektbeschreibung: |
Das
Vorhaben ist Teil eines Verbundes von drei LAWA-
und einem UBA-Vorhaben
zur Vorbereitung der Umsetzung der EU-WRRL
in Deutschland für den Bereich biologische
Bewertung von Fließgewässern anhand des
Makrozoobenthos.
Die Implementierung der EU-Wasserrahmenrichtlinie
erfordert neue Erfassungs- und Bewertungsverfahren
für Fließgewässer, die in viel stärkerem
Maße als bisher auf biotische Komponenten
gestützt sein werden. Neben Fischen und der
aquatischen Flora wird der Erfassung des Makrozoobenthos
eine besondere Rolle zukommen. Die bisherigen Erfahrungen
bei der Entwicklung neuer biologischer Bewertungsverfahren
zeigen, dass reproduzierbare Methoden, die wirkungsvoll
die Degradation von Gewässern anzeigen, zwingend
eine Standardisierung erfordern. Die Anwendbarkeit
und Aussagekraft der neu entwickelten Bewertungsverfahren
steht und fällt daher mit der Standardisierung
und Normierung vor allem der folgenden Bereiche:
Standardisierung der Erfassungsmethodik (Aufsammlung,
Unterprobennahme, Sortierung), Standardisierung
der Probenauswertung (Bestimmung der Taxa), Standardisierung
des Bewertungsrahmens zur Ableitung des klassifizierten
ökologischen Zustands eines Gewässers
(nicht Gegenstand dieses Antrages).
Die daher notwendige Standardisierung der Erfassungsmethodik
hat folgende Aspekte zu berücksichtigen. Die
Methode muss:
reproduzierbare Ergebnisse liefern und einer Qualitätssicherung
zugänglich sein;
Daten liefern, die den Anforderungen der derzeit
entwickelten Bewertungssysteme entsprechen;
mit einem vertretbaren Zeit- und Kostenaufwand durchführbar
sein (max. 500 Euro Gesamtkosten pro Probe);
Akzeptanz bei zukünftigen Nutzern finden.
Zudem sind für 'durchwatbare' (kleine und mittelgroße)
und 'nicht durchwatbare' Fließgewässer
(große Fließgewässer und Ströme)
unterschiedliche Methodiken zudefinieren.
Weitere
Projekte des Verbundes:
Validation
der Fließgewässer-Typologie Deutschlands,
Ergänzung des Datenbestandes und Harmonisierung
der Bewertungsansätze der verschiedenen Forschungsprojekte
zur Umsetzung der EU-WRRL (Modul Makrozoobenthos)
Zentrale Datenbank und Auswertung biologischer
Daten für die EU-WRRL
Weiterentwicklung
des nationalen Bewertungssystems für Makrozoobenthos |
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| Seitenanfang |
| Projekttitel: |
Leitbildbezogenes
Bewertungsverfahren für Makrozoobenthos in
stehenden Gewässern |
| Zuwendungsgeber: |
LAWA |
| Projektträger: |
|
| Laufzeit: |
August
2000 - Dezember 2002 |
| Projektleiter/in: |
PD
Dr. Jürgen Böhmer |
| Institut/Büro: |
Universität
Hohenheim |
|
|
Institut
für Zoologie
Bereich Aquatische Ökologie
Garbenstr. 30
705933 Stuttgart
Tel.: 0711/4592256
mail: boehmer@uni-hohenheim.de |
| Website: |
|
| Ziele: |
Ziel
des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines
multimetrischen Bewertungsverfahrens entsprechend
der WRRL für Stehgewässer in Deutschland
anhand der Makrozoobenthosfauna. |
| Projektbeschreibung: |
Das
Projekt umfasst dabei folgende Arbeitsschritte:
Sammlung und hierarchische Strukturierung vorhandenerer
Daten aus früheren Untersuchungen sowie aus
Neuerhebungen in einer Access-Datenbank.
Nacherhebung fehlender abiotischer Gewässerdaten.
Determination und Auswertung von Benthosproben aus
drei Bundesländern zur weiteren Ergänzung
der Datenbank
Zuordnung der Stehgewässer aufgrund der abiotischen
Daten zu den Gewässertypen entsprechend dem
Teilprojekt „Seentypisierung in Deutschland“. Anhand
der biologischen Daten wird überprüft,
ob diese Typisierungsansätze den biologischen
Notwendigkeiten gerecht werden oder eventuell angepasst
werden müssen.
Einstufung der Seen in fünf Degradationsstufen
mit Hilfe vorhandener Stammdaten, Kartenmaterial
und Kontakt mit Fachleuten vor Ort. Für jeden
Gewässertyp wird dann auf der Basis der Makrozoobenthosdaten
ein Leitbild als Bewertungsgrundlage entwickelt.
Überprüfung erster Bewertungsansätze
mit den in der Datenbank vorhandenen Testdatensätzen
und Auswahl tauglicher Einzelindices. Diese werden
zu multimetrischen Indices kombiniert und auf die
Tauglichkeit zur Bewertung von Belastungen getestet.
Insbesondere die Trennung zwischen Klasse 2 und
3 (Sanierungsbedarf vorhanden oder nicht) wird mittels
statistischer Verfahren überprüft.
Entwicklung einer Vorschrift zur standardisierten
Makrozoobenthosprobenahme in Seen Ein erster Vorschlag
basierend auf vielen Anregungen von den Bearbeitern
in den Ländern und auch eigenen Erprobungen
in der Praxis wird nun ergänzt und überarbeitet.
Handbuch zum Bewertungsverfahren.
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| Seitenanfang |
| Projekttitel: |
The
Development and Testing of an Integrated Assessment
System
for the Ecological Quality of Streams and Rivers
throughout Europe using Benthic Macroinvertebrates
(AQEM) |
| Zuwendungsgeber: |
EU
(The AQEM project is a research project supported
by the European Commission under the Fifth Framework
Programme and contributing to the implementation
of the Key Action "Sustainable Management and Quality
of Water" within the Energy, Environment and Sustainable
Development Programme.) |
| Projektträger: |
|
| Laufzeit: |
March
2000 to February 2002 |
| Projektleiter/in: |
Dr.
Daniel Hering |
| Institut/Büro: |
Universität
Essen |
|
|
Institut
für Ökologie
Abteilung Hydrobiologie
45117 Essen
Tel.: 0201 / 183 4308
mail: daniel.hering@uni-essen.de
|
| Website: |
http://www.aqem.de |
| Ziele: |
The
AQEM consortium has developed an assessment system
for
streams in eight European countries based on benthic
macroinvertebrates. |
| Projektbeschreibung: |
The
AQEM assessment system is the main result of the
EuropeanUnion
funded project AQEM. It serves the implementation
of the EU Water Framework Directive and provides
a system for assessing ecological quality in European
streams with benthic macroinvertebrates.
Aims of the AQEM system are: to classify a stream
stretch in a quality class from 5 (high) to 1 (bad)
based on a macroinvertebrate taxa list and to give
information about the cause of a possible degradation
to help direct future management practices.
In contrast to many other comparable projects, the
development of the AQEM system has been based on
a new dataset covering both the fauna and general
stream characteristics of 28 common European stream
types.
The AQEM system classifies a stream stretch in a
quality class from 5 (high) to 1 (bad) and gives
information about the cause of a possible degradation.
As demanded by the Water Framework Directive AQEM
applies a stream type-specific approach. Particularly
at the European scale this is inevitable, since
e.g. an highland stream in Sweden and a lowland
stream in Italy are inhabited by very different
macroinvertebrate communities. Therefore, for each
stream type different calculation methods are applied
based on the comparison with different reference
conditions. However, the system always follows the
same evaluation scheme and each stream-type specific
method fits into the general assessment framework.
This framework can be defined as follows:
Stressor-specific approach: For each stream type
the "main" degradation factor presently affecting
the stream is assessed. This might be acidification
(e.g. in Northern Sweden), degradation in stream
morphology (e.g. in Central Europe) or organic pollution
(e.g. in Southern Europe). In some cases more than
one stressor is separately assessed and the results
of the individual steps are then combined to a final
assessment result or the assessment is addressing
the "general degradation".
Multimetric system: For each stream type those calculation
methods have been identified, which are best at
indicating a sites' state of degradation. The results
of the individual calculation methods are then combined
in a "multimetric formula", which is always the
same.
The 'core results' of AQEM are (available via www.aqem.de):
AQEM software package (a calculation program designed
to assess the Ecological Quality of 28 European
stream types based on macroinvertebrate taxa lists)
AQEM software manual
AQEM manual (detailed description of the AQEM procedure
to assess European streams with benthic macroinvertebrates,
covering the whole process from sampling site selection
to data interpretation)
AQEM taxalist (a comprehensive list of >7.700 European
macroinvertebrate taxa, which is the scientific
base of the AQEM software AQEM site protocol and
manual (a comprehensive method to record 'abiotic'
stream characteristics. The documents describe a
harmonized procedure to record data on stream morphology,
chemistry and catchment characteristics which is
suited for both, scientific and applied purposes
in all of Europe.
AQEMDip (comprehensive list of determination literature
for macroinvertebrates in Europe. This document
provides a compilation of determination literature
for benthic macroinvertebrates in eight European
countries, including some key references for the
determination of the terrestrial stages
AQEMdip software (a tool for storing both, macroinvertebrate
taxa lists and data on stream characteristics, based
on the Austrian software ECOPROF. The software is
capable of storing all data recorded in the AQEM
site protocol. It offers a large variety of export
functions.) |
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| Seitenanfang |
| Projekttitel: |
Standardisation
of River Classifications: Framework method for
calibrating different biological survey results
against ecological quality classifications to be
developed for the Water Framework Directive (STAR)
|
| Zuwendungsgeber: |
EU
(The Star project is a research project supported
by the European Commission under the Fifth Framework
Programme and contributing to the implementation
of the Key Action "Sustainable Management and Quality
of Water" within the Energy, Environment and Sustainable
Development Programme.) |
| Projektträger: |
|
| Laufzeit: |
January
2002 to December 2004 |
| Projektleiter/in: |
Dr.
Michael Furse |
| Institut/Büro: |
CEH
- Centre for Ecology and Hydrology |
| |
Dorset
(Co-ordinator)
Winfrith Technology Centre, Winfrith Newburgh
DT2 8ZD Dorchester
Office: Do Sturmey
mail: mtf@ceh.ac.uk
|
| Website: |
http://www.eu-star.at |
| Ziele: |
The
project aims to derive a detailed picture of which
assessment
methods are best suited for which circumstances
as a basis for standardisation of river classfication
in the EU. A standard for determining class boundaries
of Ecological Status and another for inter-calibrating
existing methods will be developed |
| Projektbeschreibung: |
The
variety of assessment methods for streams and rivers
in Europe
provides good opportunities for implementing the
Water Framework Directive but their diversity may
also result in serious strategic problems. The number
of organism groups that will be used to assess Ecological
Status, and the number of methods available for
doing so are so diverse that inter-calibration and
standardisation of methods is crucial. Similarly,
protocols need to be devised to integrate the information
gathered on the different taxonomic groups. The
project aims to derive a detailed picture of which
methods are best suited for which circumstances
as a basis for standardisation. We propose to develop
a standard for determining class boundaries of Ecological
Status and another for inter-calibrating existing
methods.
The project will provide a general concept understanding
of how to use different organism groups for stream
assessment. The project findings will be implemented
through a decision support system.
Existing methods based on benthic macroinvertebrates
will be inter-calibrated to enable a future comparison
of river quality classes throughout Europe. Existing
assessment methods will be supplemented by an 'error
module'. A matrix of possible class boundaries of
grades of 'Ecological Status' associated with different
methods and stressors will be developed.
Committee drafts for the relevant CEN
working group and draft standards on stream assessment
methods will be produced.
The consortium of the STAR Project consists of the
following partner countries: United Kingdom (Co-ordinator),
Austria, Czech Republic, Denmark, France, Germany,
Greece, Italy, The Netherlands, Portugal, Sweden.
|
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