Koordination Biologische Bewertung
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DIE PROJEKTE
Küste

 
Hier finden sie nähere Informationen zu den Projekten, die sich mit der Typisierung und Bewertung von Küsten- und Übergangsgewässern der deutschen Nord- und Ostseeküste befassen:
Geomorphologische Charakterisierung der deutschen Nord- und Ostseeküstengewässer vor dem Hintergrund internationaler Vereinbarungen
Verbundprojekt: Entwicklung von leitbildorientierten Bewertungsgrundlagen für Übergangsgewässer der deutschen Ostseeküste (ELBO)
Entwicklung leitbildorientierter Bewertungs- und Managementinstrumente für ausgewählte innere und äußere Küstengewässer
Characterisation of the Baltic Sea Ecosystem: Dynamics and function of coastal types (CHARM)
Flensburger Förde Ostsee
Foto: S. Rödiger
Stettiner Haff Ostsee
Foto: S. Rödiger
Wattenmeer bei Friedrichskoog Nordsee
Foto: S. Rödiger
 
Projekttitel: Gemeinsame Charakterisierung der deutschen Nord-und Ostsee-Küstengewässer vor dem Hintergrund internationaler Vereinbarungen
Zuwendungsgeber: BMBF
Projektträger: PTJ Berlin
Laufzeit: Juni 2001 - Mai 2003
Projektleiter/in: Dr. Michael Hanslik
Institut/Büro: Niedersächsisches Landesamt für Ökologie
Forschungsstelle Küste
An der Mühle 5
26548 Norderney
hanslik.crs@t-online.de
Website: ---
Ziele: Ziel des Projektes ist die fachübergreifende (Geomorphologie, Hydrographie, Biologie) Darstellung der wesentlichen beschreibenden und prägenden Merkmale der gesamten deutschen Küstengewässer.
Projektbeschreibung:

Die Zusammenstellung des Kenntnisstandes über die unterschiedlichen Küstenregionen soll in drei Arbeitsschritten vorgenommen werden:

Geomorphologische Typisierung der Übergangs- und Küstengewässer von Nord- und Ostsee unter Berücksichtigung von HELCOM

Im ersten Arbeitsschritt wird geprüft, inwieweit die bereits bestehende Typisierung der Ostseegewässer auf die Nordseeküste übertragbar ist, bzw. welche Kriterien zu einer gemeinsamen Grobeinteilung der beiden Regionen herangezogen werden können. Als erstes Ergebnis wird danach die geomorphologische Typisierung der Nordseegewässer vorgenommen.

Die deutsche Nordseeküste läßt sich in das Barriere-System der ostfriesischen Inseln, den nahezu inselfreien Mündungsbereich von Weser und Elbe und in das nordfriesische Wattenmeer mit seinen Halligen untergliedern. Nach der WRRL ist eine erste, grobe Gebietsabgrenzung nach Salinitätszonen im Einflußbereich der großen Flußmündungen vorgesehen. Daher erfolgte eine erste Typisierung der Übergangs- und Küstengewässer zunächst nach jahresbezogenen durchschnittlichen Salzgehalten; in einem zweiten Schritt wurde die Wellenexposition mit berücksichtigt. Dabei wird eine einheitliche Typisierung von Nord- und Ostsee angestrebt.

Beschreibung bzw. Charakterisierung der ausgewiesenen Gebiete anhand der hydrographischen, physikalisch-chemischen und biologischen Parameter

In dieser Projektphase liegt die Hauptarbeit zur Schaffung der Bewertungsgrundlagen, nämlich das Zusammenstellen aller vorliegenden hydrographischen, physikalisch-chemischen und biologischen Daten. Das bei vielen Behörden und Institutionen vorliegende Datenmaterial muss gesichtet, auf seine Eignung geprüft und zur Verwendung in geographischen Informationssystemen (GIS) in geeignete Datenbankstrukturen übertragen werden.

Nach der Sichtung erfolgt die „Katalogisierung“ der Daten, d.h. es wird festgestellt, ob es sich um Einzelmessungen bzw. Bestandsaufnahmen oder Zeitreihen an den unterschiedlichen Standorten handelt. Bei Zeitreihen werden der Untersuchungszeitraum und die Qualität (Einzelwerte, Mittelwerte) der Daten bestimmt, die in die Datenbank übernommen werden sollen.

Vergleich identischer geomorphologischer Typen aufgrund hydrographischer, physikalisch-chemischer und biologischer Meßgrößen

In der letzten Phase werden anhand der gesamten zur Verfügung stehenden Informationen Vergleiche gleichartiger Gebietstypen angestellt. Mit Hilfe bestehender statistischer Verfahren sollen die möglichen überregionalen Unterschiede der verschiedenen Parameter verdeutlicht werden und diese Erkenntnisse als Verknüpfung zu dem UBA-Projekt zur Entwicklung von Bewertungskriterien zur Verfügung gestellt werden.

Zur Schaffung der Basis für die Bewertung zukünftiger Monitoring-Untersuchungen sollen in der letzten Projektphase Vergleiche unterschiedlicher Messgrössen in geographisch getrennten, von ihren morphologisch-physikalischen Eigenschaften aber ähnlichen Gebieten angestellt werden. Zum Beispiel könnten bestimmte Abschnitte von Ästuaren hinsichtlich ihrer physikalisch-chemischen Wasser- und Sedimenteigenschaften (Korngrössenverteilung, TOC, Belastung mit Schadstoffen) und ihren Besiedlungsmerkmalen (Arten, Abundanzen, Diversität, Stabilität) anhand von geeigneten parametrischen oder nichtparametrischen Tests verglichen werden. Dies wurde vor kurzem mit ähnlicher Fragestellung im Rahmen des BfG-Ästuar-Monitorings 1998 für die Ästuare der Deutschen Bucht einschliesslich der Jade durchgeführt.

Als Ergebnis sollen Grundlagen für die Definition von Gütekriterien zur Beschreibung und Bewertung des Milieuzustandes durch geeignete Parameter erarbeitet werden.

Es wird eine enge Kooperation mit dem anderen WRRL-Küstenprojekt 'Entwicklung leitbildorientierter Bewertungs- und Managementinstrumente für ausgewählte innere und äußere Küstengewässer' angestrebt.

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Projekttitel: Verbundprojekt ELBO
  Entwicklung von leitbildorientierten Bewertungsgrundlagen für Übergangsgewässer nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie: Übergangsgewässer der deutschen Ostseeküste
Zuwendungsgeber: BMBF
Projektträger:  
Laufzeit: Oktober 2000 - September 2003
Projektleiter/in: Prof. Dr. Hendrik Schubert
Institut/Büro: Universität Rostock
  FB Biowissenschaften
Institut für Aquatische Ökologie
Albert Einstein Str. 3
18051 Rostock
Tel. 0381 498 6070
Fax. 0381 498 6072
mail:Hendrik.Schubert@biologie.uni-rostock.de
Projektkoordinator: Dr. Uwe Selig
  Universität Rostock
FB Biowissenschaften
Institut für Aquatische Ökologie
Albert Einstein Str. 3
18051 Rostock
Tel.: 0381/498 6087
Fax: 0381/498 6072
mail: uwe.selig@biologie.uni-rostock.de
Website: http://www.biologie.uni-rostock.de/oekologie/elbo.htm
Ziele: Ziel des Vorhabens ist es, für die Übergangsgewässer der südlichen
  Ostsee ein leitbildbezogenes, ökologisches Bewertungsinstrumentarium für die Komponenten „Makrophyten“ und „Phytoplankton“ nach den Kriterien der EU-WRRL zu erarbeiten.
Projektbeschreibung: Die Übergangsgewässer der südlichen Ostsee
 

weisen eine Reihe von Besonderheiten auf, die sowohl eine verallgemeinernde Übertragung der an vollmarin geprägten, gezeitenbeeinflußten Ästuarsystemen als auch der an Fließ- und Standgewässern gewonnenen Erkenntnisse unmöglich macht.
Ein generell anerkanntes Bewertungsverfahren für die Qualität dieser Gewässer existiert bis jetzt nicht. In den bisher von einzelnen Einrichtungen verwendeten Verfahren zur Beurteilung des Gewässerzustandes waren Makrophyten nicht bzw. nur als Randparameter einbezogen, das Phytoplankton ging nur als Summenparameter (Chl.a, bestenfalls noch Massenentwicklungen) in die Bewertung ein.
Entsprechend des in der EU-WRRL geforderten gesamtökologischen Ansatzes sollen neben der Gewässertypisierung auch die entsprechenden Daten für Referenzgewässer erarbeitet werden. Dabei ist die Salinität der Ostsee zu berücksichtigen, was über die Einbeziehung von Untersuchungsgebieten westlich (westl. Ostsee) und östlich der Darßer Schwelle (eigentliche Ostsee) erfolgen soll.
Das Verbundprojekt ELBO gliedert sich in drei Teilprojekte:
Teilprojekt 1
Erfassung der Makrophytenbestände zur Typisierung der Referenz- und degradierten Übergangsgewässer entsprechend EU-Wasserrahmenrichtlinie
Teilprojekt 2
Ökophysiologische Zustandsanalyse ausgewählter Makrophytenarten der Referenz- und degradierten Übergangsgewässer entsprechend der EU-Wasserrahmenrichtlinie
Teilprojekt 3
Analyse der Phytoplanktondaten zur Typisierung der Referenz- und degradierten Übergangsgewässer entsprechend EU-Wasserrahmenrichtlinie

Es wird eine enge Kooperation mit den anderen WRRL-Küstenprojekten 'Entwicklung leitbildorientierter Bewertungs- und Managementinstrumente für ausgewählte innere und äußere Küstengewässer' und 'Geomorphologische Charakterisierung der deutschen Nord-und Ostseeküstengewässer vor dem Hintergrund internationaler Vereinbarungen' angestrebt.

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Projekttitel: Entwicklung leitbildorientierter Bewertungs- und Managementinstrumente für ausgewählte innere und äußere Küstengewässer
Zuwendungsgeber: BMBF
Projektträger: PTJ Berlin
Laufzeit: April 2002 - Dezember 2003
Projektleiter/in: PD Dr. Holmer Sordyl
Institut/Büro: Institut für Angewandte Ökologie GmbH
  Lindenweg 2
18184 Neu Broderstorf
Tel.: 038204/6180
Fax: 038204/61810
mail: sordyl@ifaoe.de
Website: ---
Partner: Universität Stettin
  Fischereiinstitut Stettin
Ziele: Entwicklung einer leitbildorientierten ökologischen Bewertungsgrundlage für die Mündungsbereiche der großen Flußsysteme in das Brackwasser der Ostsee.
Projektbeschreibung:

Im Bereich der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns wurden Modellgebiete ausgewählt, in denen die vier großen Flußsysteme der Trave, Warnow, Recknitz und Peene sowie der Salzgradient berücksichtigt sind. Die Bewertungskomponenten sind ganzheitlich ökologisch, wobei eine indikatorische Klassifizierung der benthischen wirbellosen Fauna nach den Kriterien der WRRL vorgenommen wird. Aus den Ergebnissen werden Leitlinien und Handlungsanweisungen zum Schutz der Meeresgewässer abgeleitet.
Erster Schritt ist die Durchführung einer Istzustandsanalyse für den Beobachtungsraum, die die Basis für die Entwicklung späterer Bewertungen liefert. Kenntnisse über biologische Komponenten werden hier mit hydromorphologische, chemische und chemisch-physikalische Komponenten vernetzt. Berücksichtigt werden auch Informationen über Schadstoffe und andere gebietspezifische Besonderheiten und Belastungen.
Im zweiten Schritt wird die Analyse durch Ergebnisse aktueller Untersuchungen ergänzt. Es wird eine historische Analyse vorgenommen, aus der theoretische Ziele abgeleitet werden.
Auf dieser Basis wird dann, drittens, eine Bewertungsgrundlage für die benthische, wirbellose Fauna erarbeitet. Eine graduierte Begriffsbestimmung für den Zustand der Küstengewässer, die Ausweisung von benthischen wirbellosen Indikatoren und die Entwicklung von Leitbildern sind Bestandteil dieser Arbeiten.Davon abgeleitet werden schließlich Handlunganweisungen, die den Erhalt oder die Verbesserung des Zustands der Küstengewässer-Ökosysteme ermöglichen.
Die Ergebnisse stehen den Fachbehörden als Metadaten und Informationen GIS-verknüpft zur Verfügung.
Das Projekt liefert eine Bewertungsgrundlage für das Makrozoobenthos (mit ganzheitlicher ökologischer Verknüpfung) und ein GIS-Metadaten- und Informationssystem als Grundlage für die Umsetzung der WRRL.

Es wird eine enge Kooperation mit dem anderen WRRL-Küstenprojekt 'Geomorphologische Charakterisierung der deutschen Nord-und Ostseeküstengewässer vor dem Hintergrund internationaler Vereinbarungen' angestrebt.

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Projekttitel: Characterisation of the Baltic Sea Ecosystem: Dynamics and Function of Coastal Types (CHARM)
Zuwendungsgeber: EU
Projektträger:  
Laufzeit: Januar 2002 - Dezember 2005
Projektkoordinator/in: Bo Riemann
Institut/Büro:

NERI (National Environmental Research Institute, Denmark)
Postboks 358
Frederiksborgvej 399
DK-4000 Roskilde
Denmark
Tel.: +45 4630 1360
BRI@dmu.dk

Website: http://www.dmu.dk/1_Viden/2_Miljoetilstand/3_vand/4_Charm/charm_main.htm
Ziele: The CHARM project will develop recommendations on typology, reference conditions and monitoring strategies for implementing the EC Water Framework Directive in the coastal zone of the Baltic Sea.
Projektbeschreibung:

The scientific objectives of the study are to develop a common methodology for establishing coastal types in the Baltic Sea by identifying the key factors triggering ecosystem alteration and their relative importance and key indicators for ecosystem functioning in relation to alteration of the coastal ecosystems.

In addition, quantitative ecological relationships and empirical models that describe the relationship between anthropogenic pressure and key indicators in the coastal zone and ecological reference conditions for Baltic coastal water bodies will be developed.

The WFD requires that the ecological state of all coastal waters is quantified by first identifying appropriate type areas (typology) and for each of the type areas establish reference conditions, corresponding to pristine condidtions, for the different quality elements. The ecological state of each parameter is referenced to the pristine condition.

The Baltic Sea has, however, been strongly affected by anthropogenic activities such as nutrient loading, pollution and mechanical impact during the history of human occupation. Consequently pristine conditions cannot be identified and measured directly in this region. An alternative method to derive reference conditions is to develop functional relationships that relate anthropogenic pressures to ecosystem responses.The project will result in recommendations on how to develop new monitoring strategies for Baltic Sea coastal ecosystems, based on the derived typology, reference conditions and key indicators.

The study will provide decision-makers with an internationally uniform system to identify appropriate type areas and reference conditions for the Baltic ecoregion based on a sound scientific foundation.

The project participants are from research institutions in Denmark, Sweden, Finland, Lithuania, Estonia, Latvia, Poland and Germany. For Germany these are:

Universität Rostock (Prof.Henrik Schubert): phytoplankton, macrophytes, dissemination

Institut für Ostseeforschung Warnemünde IOW (Dr.Gerald Schernewski): typology

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