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| Projekttitel: |
Verbundprojekt
Flusseinzugsgebietsmanagement für die Werra |
| Zuwendungsgeber: |
BMBF |
| Projektträger: |
BEO |
| Laufzeit: |
März
2002 - Februar 2005 |
| Projektleiter/in: |
Prof.
Dr. A. Schumann |
| Institut/Büro: |
Ruhr
Universität Bochum |
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Fakultät
für Bauingenieurwesen
Lehrstuhl für Hydrologie, Wasserwirtschaft
und Umwelttechnik
44780 Bochum
Tel.: 0234/3222688
Fax: 0234/3214153
mail: andreas.schumann@ruhr-uni-bochum.de |
| Website: |
http://www.ruhr-uni-bochum.de/werra/html/_index.html |
| Ziele: |
Das
Verbundprojekt soll naturwissenschaftliche und sozioökonomische
Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit modernen
Verfahren der Informationstechnologie verknüpfen
und hieraus ein fachübergreifendes Flussgebietsmanagment
für die Werra entwickeln. |
| Projektbeschreibung: |
Unter
Bezug zur WRRL
läßt sich das Verbundprojekt in zwei
Hauptbereiche
gliedern:
I. Erfassung der Merkmale der Flussgebietseinheit
Dies erfordert einerseits die Datenerfassung und
-aufbereitung, andererseits belastbare Aussagen
zu den Auswirkungen anthropogener Einflüsse
und Eingriffe auf die ökologischen, physikalisch-chemischen
und hydromorphologischen Verhältnisse, die
mit Hilfe von mathematischen Modellen und Bewertungsansätzen
bereitgestellt werden sollen. Dieser Teil des Verbundprojektes
beinhaltet dementsprechend die Zustandserfassung
für die ökologischen Verhältnisse,
für die Wassermengen und -güteverhältnisse
und die sozioökonomischen Bedingungen. Diese
Merkmale der Flussgebietseinheit werden in einem
Informationssystem zusammengefaßt, das einerseits
zur zur Bereitstellung der erforderlichen Daten
für die Modellierung bzw. Bewertung der Wassermengen
und -güteverhältnisse, des ökologischen
Zustandes der Werra und der sozioökonomischen
Bedingungen dient und andererseits für die
Erarbeitung des geforderten Bewirtschaftungsplanes
genutzt wird.
II. Planung von Maßnahmen zum Schutz und
zur Verbesserung der aquatischen Umwelt und zur
Förderung einer nachhaltigen Wassernutzung
Bei der Maßnahmenplanung ist zu beachten,
dass sich im Flussgebiet im Planungszeitraum Veränderungen
vollziehen, die als Rahmenbedingungen berücksichtigt
werden müssen. Da es keine Möglichkeit
einer detaillierten Vorhersage dieser sozioökonomischen
Entwicklungen gibt, sollten derzeit erkennbare Trends
berücksichtigt und die möglichen Veränderungen
der Rahmenbedingungen bei der Beurteilung der Maßnahmen
hinsichtlich Effizienz und Aufwand als Planungssicherheiten
betrachtet werden. Mit Hilfe von Modellen und Bewertungsverfahren
sind die Wirkungen von Maßnahmen zur Verbesserung
des ökologischen Zustandes hinsichtlich ihrer
Effizienz zu beurteilen. Da es sich um eine Vielzahl
von Maßnahmen handeln kann, die sich sowohl
in ihrem räumlichen Wirkungsbereich als auch
hinsichtlich ihrer Einflüsse auf den ökologischen
Zustand unterscheiden, ist eine Integration dieser
Maßnahmen in ein Informationssystem erforderlich,
das dann als Grundlage für ein Entscheidungsunterstützungssystem
dient.
Neben Bewertungskriterien wie dem ökologischen
Nutzen und den ökonomischen Kosten sind hierbei
vor allem die menschlichen Rahmenbedingungen zu
beachten. Dazu zählt z.B. die in der WRRL verankerte
Pflicht zur Information und Anhörung der Öffentlichkeit,
aber auch die Notwendigkeit, erarbeitete entscheidungsrelevante
Hintergrundinformationen, die z.B. als Modellierungsergebnisse
vorliegen können, für Gruppenentscheidungen
transparent zumachen.
Das Verbundprojekt beinhaltet folgende 6 Teilprojekte:
Teilprojekt 1: Ökologie
Teilprojekt 2: Wasser- und Stoffhaushalt
Teilprojekt 3: Gewässergüte
Teilprojekt 4: Sozioökonomie
Teilprojekt 5: GIS- basiertes Informationssystem
Teilprojekt 6: Entscheidungsunterstützungssystem |
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| Projekttitel: |
Interdisziplinäre
Methoden-und Werkzeugentwicklung zur Planung und
Kontrolle von Maßnahmen für das Flußeinzugsgebietsmanagement
mit Geoinformationssystemen (FLUMAGIS) |
| Zuwendungsgeber: |
BMBF |
| Projektträger: |
PTJ |
| Laufzeit: |
März
2002 - Februar 2005 |
| Projektleiter/in: |
Prof.
Dr. Ulrich Streit |
| Institut/Büro: |
Institut
für Geoinformatik (IfGI) |
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WWU
Münster
Robert-Koch-Str. 26-28
48149 Münster
Tel.: 0251/83-33081
mail:
streit@ifgi.uni-muenster.de |
| Website: |
http://www.flumagis.de |
| Ziele: |
Ziel
des Projektes ist die interdisziplinäre Entwicklung
von Methoden und Werkzeugen zur Unterstützung
von Planung und Management in Flusseinzugsgebieten. |
| Projektbeschreibung: |
Im
Mittelpunkt steht die Entwicklung eines Werkzeuges,
das eine (dreidimensionale) Visualisierung des Ist-Zustandes
der gewässer- und landschaftsökologischen
sowie wasser- und stoffhaushaltlichen Bedingungen
von Flussgebietslandschaften ermöglicht. Diese
virtuelle Flussgebietslandschaft soll interaktiv
veränderbar (editierbar) sein.
Um den Maßnahmenbedarf zu ermitteln, wird
eine Kooperation verschiedener Fachexperten aus
den Bereichen Limnologie, Landschaftsökologie,
Bauingenieurwesen, Geoinformatik und Sozioökonomie
angestrebt. Die vorgeschlagenen Maßnahmen
sollen textlich und visuell dargestellt werden.
Schließlich soll durch Kopplung von Fachdaten
und Modellen (Wasserhaushalts-, Schadstoffflussmodelle,
u. a.) eine Kontrolle der Folgen dieser Maßnahmen
ermöglicht werden (prognostizierende Kontrolle).
Als Untersuchungsgebiet wird die nicht-schiffbare
Ems, d. h. vom Quellgebiet bis zum Pegel Rheine,
ausgewählt. Zur Erarbeitung konkreter Methoden
und Werkzeuge für das Maßnahmenmanagement
werden in diesem Untersuchungsgebiet zwei Teileinzugsgebiete
bearbeitet.
Die Projektergebnisse sollen zur Evaluierung ihrer
Übertragbarkeit in einem kleinen Teileinzugsgebiet
in Sachsen Anwendung finden.
Die dabei angestrebten Ziele sind:
Bereitstellung wasser-, stoffhaushaltlicher und
-biologischer (bzw. biozönotischer) Indikatoren,
Kriterien und Regeln für die Wissensbasen für
unterschiedliche Maßstabsebenen (Gesamteinzugsgebiet
Ems, Einzugsgebiete ausgewählter Nebengewässer),
Systemzustände (Bestand, Leitbild, Entwicklungsziel)
und Zeitskalen (Langzeitbilanzen, kontinuierliche
Zeitreihen) mit Hilfe validierter Simulationsmodelle;
Erarbeitung von Methoden zum Maßstabswechsel
(up-/down-scaling) zwischen den meso- und mikroskaligen
Modellen (Verknüpfung skalenspezifischer Prozessfaktoren
und –parameter) und zur Kopplung wasser- und
stoffhaushaltlicher Modelle für die Modellrechnungen;
Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes und Identifikation
des Entwicklungszieles „guter ökologischer
Zustand“ (s. EU-WRRL)
in Kooperation mit den Akteuren;
Definition von Kriterien zur sozioökonomischen
Bewertung des Maßnahmenbedarfs und deren Integration
in die Formulierung von Handlungsoptionen;
Entwicklung eines prozessorientierten Entscheidungsmodells,
in dem die Akteure des Flusseinzugsgebietsmanagements
durch Wissensbasen unterstützt werden;
Integration der Indikatoren, Kriterien und Regeln
aus den beteiligten Arbeitsfeldern in die Wissensbasen;
Kopplung von Wissensbasen, GIS-/SDSS-Komponenten
und Visualisierungstechniken unter Berücksichtigung
von Nutzbarkeits- und Interoperabilitätsaspekten.
Der integrierte Ansatz des Flusseinzugsgebietsmanagements
macht die Zusammenführung unterschiedlicher
Wissensstände erforderlich. Konzeption und
Realisierung des Systems erfolgen deshalb in einem
interdisziplinären Arbeitsprogramm. |
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| Projekttitel: |
Verbundprojekt
Bewirtschaftungsmöglichkeiten im Einzugsgebiet
der Havel |
| Zuwendungsgeber: |
BMBF |
| Projektträger: |
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| Laufzeit: |
Juli
2002 bis Juni 2004 |
| Projektleiter/in: |
Prof.
Dr. Axel Bronstert |
| Institut/Büro: |
Universität
Potsdam |
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Institut
für Geoökologie
Postfach 601553
14415 Potsdam
Tel.: 0331/9772548
Fax: 0331/9772068
mail: axelbron@rz.uni-potsdam.de |
| Website: |
http://www.havelmanagement.de |
| Ziele: |
Das
Ziel des Vorhabens besteht darin, für das Einzugsgebiet
Bewirtschaftungsoptionen unter sich ändernden
naturräumlichen und sozioökonomischen
Randbedingungen zu entwickeln und deren Auswirkungen
auf Wasserverfügbarkeit und -qualität
sowie die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse
der Gewässerbenutzer zu ermitteln. |
| Projektbeschreibung: |
Es
werden insbesondere die Auswirkungen verschiedener
Bewirtschaftungsoptionen
der Gewässer und ihrer Einzugsgebiete hinsichtlich
Wassermenge und -qualität untersucht. Mit dem
Projekt sollen die wissenschaftlichen Grundlagen
für die Abbildung gewässerökologischer
Referenzzustände und die Bewertung des Zustandes
der Gewässer sowie künftiger Handlungsoptionen
und Entwicklungsszenarien geschaffen werden. Neben
den methodischen Aufgaben zur Erstellung, Anpassung
und Kopplung von Modellwerkzeugen (Systemmodelle,
Szenarientechniken) werden naturraumspezifische
und sozioökonomische Bewertungsmaßstäbe,
umsetzungsorientierte Handlungsoptionen sowie Werkzeuge
für die Verwertung der Ergebnisse durch die
Fachverwaltung erarbeitet.
Die Havel stellt als langsam fließender Tieflandfluss
mit eingelagerten Flachseen und weit gespannten
Auen eine ideale Versuchsanordnung der Natur zur
Verfolgung von Fragestellungen bezüglich Wechselwirkungen
zwischen Hydrologie und Gewässergüte im
Tiefland dar. Da die unzureichende Wasserqualität,
insbesondere die Eutrophierung, ein Kernproblem
der Havel ist, liegt das Hauptaugenmerk des Projektes
auf dem Themenkomplex "Wasserqualität
in der Havel und Möglichkeiten des Managements
zu seiner Verbesserung". In diesem Rahmen werden
vor allem folgende Themen bearbeitet:
(A) Stoffeintrag
(B) Abflussdynamik in den Fliessgewässern
(C) Strömungsverhalten in den Standgewässern
und Absatz- und Remobilisierungsvorgänge der
Nährstoffe
(D) Interaktion der Einzugsgebietsfläche mit
den Fließ- und Standgewässern
(E) Wasserwirtschaftliches Management
Da die Gewässergüte im Schnittpunkt verschiedener
Nutzungsinteressen steht, werden außer dem
Gewässerschutz sämtliche Belange der Wasserwirtschaft
(Wasserver- und -entsorgung, Abflussregulierung)
sowie Landwirtschaft und Naturschutz in den Ansatz
mit einbezogen. Die gewässerökologischen
Konflikte und Synergismen zwischen den verschiedenen
Nutzungen sollen dadurch herausgearbeitet und bei
der Ableitung des Maßnahmenprogramms berücksichtigt
werden. Außerdem werden im Sinne einer nachhaltigen
Gewässernutzung auch die ökonomischen
und sozialen Auswirkungen der Managementoptionen
einbezogen. Vor allem der Ausgleich möglicher
Nutzungsauflagen oder Kosten für Bewirtschaftungsmaßnahmen
sowie Kosten-Nutzen-Relationen zur Bestimmung von
Handlungsprioritäten stehen dabei im Mittelpunkt.
Das Verbundprojekt beinhaltet elf Teilprojekte,
von denen sich die folgenden unter anderem mit biologischer
Bewertung im Sinne der EU-WRRL befassen:
Teilprojekt 1: Paläolimnische
Leitbildkonstruktion und biozönotische Bewertungsansätze
für Flussseen
Teilprojekt 8: GIS-basiertes Szenarienanalyse-
und Bewertungstool zur Darstellung von Wassermenge
und Wasserqualität im Gewässersystem
Teilprojekt 9: Leitbildorientierte
Bewertung von Landschaftsszenarien als Grundlage
für das Management
Die anderen Teilprojekte umfassen vor allem den
Themenkomplex Nährstoffmodellierung, sowie
sozioökonomische Themenbereiche. Weiteres hierzu
unter http://www.havelmanagement.de/Havel-ger/Forschungsverbund/Teilprojekte/teilprojekte.htm.
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Seitenanfang |
| Projekttitel: |
Entscheidungshilfen
für ein integriertes Flusseinzugsgebietsmanagement
- Konfliktbewertung und Lösungsansätze
am Beispiel der Weißen Elster |
| Zuwendungsgeber: |
BMBF |
| Projektträger: |
PTJ |
| Laufzeit: |
Juli
2001 bis Juni 2004 |
| Projektleiter/in: |
Prof.
Dr. Bernd Hansjürgens |
| Institut/Büro: |
UFZ
- Umweltforschungszentrum |
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Leipzig-Halle
GmbH
Sektion Ökonomie, Soziologie und Recht (ÖKUS)
Permoserstraße
15
04318 Leipzig
Tel.: 0341/2352517
Fax: 0341/2352511
mail: hansjuer@alok.ufz.de |
| Website: |
http://www.ufz.de/index.php?de=1590 |
| Ziele: |
Das
Hauptziel des Vorhabens besteht darin, ein EDV-gestütztes
System zur Entscheidungsunterstützung (decision
support system) für ein integriertes Flusseinzugsgebietsmanagement
zu entwickeln und am Beispiel des mesoskaligen,
länderübergreifenden Flusseinzugsgebietes
der Weißen Elster und in enger Abstimmung
mit den zuständigen Fachbehörden anzuwenden. |
| Projektbeschreibung: |
Im
Weiße Elster-Gebiet bestehen eine Reihe
von Nutzungen, die den Zielen der WRRL zuwiderlaufen,
dies betrifft vor allem die Landwirtschaft, sowie
die Einleitung von Siedlungs-und Industrieabwässern.
Mit Hilfe eines Systems zur Entscheidungsunterstützung
sollen Die sich daraus ergebenden Nutzungskonflikte
untersucht werden.
Kernstücke dieses Systems sind ein objektorientiertes
und internetbasiertes modulares Modellierungssystem
und, damit verknüpft, ein intergriertes,
multikriterielles Bewertungsverfahren.Das Modellierungssystem
integriert Wasser-und Stoffhaushaltsmodelle sowie
sozioökonomische Prognosemethoden.
Das Teilpaket I "Wasser-und Stoffhaushaltsmodellierung"
untergliedert sich in drei Unterprojekte:
1. Fernerkundung, Landnutzungserhebung und Prognose
von Landnutzungsänderungen
2. Modellierung der Phosphor- und Sticksoffflüsse
in mesoskaligen Einzugsgebieten
3. Gewässergütemodellierung
Für das gesamte naturwissenschaftliche Modellsystem
werden Unsicherheitsanalysen in Abhängigkeit
möglicher Fehlerspannen der Eingangsvariablen
durchgeführt.
Im Teilpaket II "Makroökonomische Modellierung
volkswirtschaftlicher Effekte mittels Input-Output-Analyse"
werden durch makroökonomische Mdellierung
(Input-Output-Modell aufbauend auf Klauer 2001)
die ökonomischen und sozialen Effekten von
Maßnahmen zur Erreichung der Ziele der WRRL
unter verschiednene Rahmenbedingungen abgeschätzt.
Im Teilpaket III "Entwicklung eines integrierenden
objektorientierten Modellierungssystems"
soll dann eine gemeinsam nutzbare Datenbank aufgebaut
werden, die sämtliche Daten für die
Projektpartner bereitstellt.
Weiter wird ein gemeinschaftliches integriertes
Modellierungsystem auf Basis des Object Modelling
Systems aufgebaut.
Das Teilpaket IV "Volkswirtschaftliche Bewertung
und Multikriterienanalyse" bildet das konzeptionelle
Kernstück des gesamten Systems. Hier werden
Bewertungen nach naturwissenschaftlichen, ökonomischen
und sozialen Kriterien zusammengeführt und
dabei die Entscheidungsträger und wichtige
Interessnvertreter einbezogen.
Die Untersuchung der juristischen, ökonomischen
und soziologischen Grundlagen des Projektes erfolgt
in Teilpaket V " Institutionelle und rechtliche
Grundlagen für die Erarbeitung und Umsetzung
von Bewirtschaftungsplänen der WRRL".
Das Teilpaket VI "Koordination" schließlich
soll das Projekt koordinieren und den Kontakt
zu Fachbehörden und Interessenvertretern
pflegen.
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| Projekttitel: |
Verbundprojekt:
Entwicklung von Methoden und Verfahren zur Ausweisung
erheblich veränderter Fließgewässer
und Herleitung des 'guten ökologischen Potentials'
gemäß EU-WRRL (MAKEF) |
| Zuwendungsgeber: |
BMBF |
| Projektträger: |
PTJ |
| Laufzeit: |
September 2001 bis August
2004 |
| Projektleiter/in: |
Dr.
Petra Podraza |
| Institut/Büro: |
Universität
Essen |
| |
Institut
für Ökologie
Abteilung Hydrobiologie
45117 Essen
Tel.: 0201 / 183 4308
mail: petra.podraza@uni-essen.de |
| Website: |
http://www.makef.bfua.de |
| Ziele: |
Die
Wasserrahmenrichtlinie bezieht sowohl Fließgewässer
als auch stehende und Küstengewässer mit
ein. In dem Projekt MAKEF wird am Beispiel von zwei
Einzugsgebieten (Ruhr und Mulde) eine Methodik entwickelt,
mit deren Hilfe die Ausweisung von "erheblich
veränderten" Fließgewässern
durchgeführt werden kann. Dieser Leitfaden
besteht aus einem digitalen Kriterienkatalog und
einem auf raumbezogenen Daten basierenden, klassifizierenden
Bewertungsverfahren. |
| Projektbeschreibung: |
Durch
flächenhafte Anwendung des Systems soll dieses
Regelwerk zu einem abgesicherten Prognoseinstrument
entwickelt werden, das durch punktuelle Felduntersuchungen
verifiziert wird.
Unter Berücksichtigung naturräumlicher
Bedingungen und sozioökonomischer Einschränkungen
wird für die verschiedenen Ausprägungstypen
der Kategorie "künstliche" und
"erheblich veränderte Wasserkörper"
das "maximale" und das "gute ökologische
Potential" mittels des Bewertungssystems
hergeleitet.
Dieses soll auf den Messergebnissen aus beiden
Einzugsgebieten einerseits und theoretischen Erkenntnissen
zu autökologischen Ansprüchen der Makroinvertebratenarten
andererseits basieren und das unter den gegebenen
Bedingungen maximal bzw. mit vertretbarem Aufwand
Erreichbare im Vergleich zur Leitbildbiozönose
definieren.
Die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere
Gewässer wird an Hand von Untersuchungsdaten
aus Projekten von Kooperationspartnern überprüft.
Das Forschungsvorhaben verfolgt mehrere wissenschaftliche
Arbeitsziele:
Die Entwicklung eines Verfahrens zur Ermittlung
der "künstlichen" und "erheblich
veränderten Fließgewässer".
Dieses operationalisiert den Abwägungsprozess
zwischen ökologischen Ansprüchen, sozioökonomisch
relevanten Nutzungsrestriktionen und sozialer
Akzeptanz. Es sieht Schnittstellen vor, mit denen
die verschiedenen Belange unterschiedlich gewichtet
bzw. bewertet werden können und ermöglicht
so die Simulation verschiedener Szenarien. Auf
diese Weise werden Grundlagen für einen nachvollziehbaren
und transparenten Entscheidungsprozess geschaffen,
welche zukünftig auf andere Flusseinzugsgebiete
übertragbar und als Verfahren in der Wasserwirtschaft
anwendbar sind.
Die Aufstellung einer Kriterienliste anthropogener
Faktorenkomplexe, die potentiell die Zuordnung
eines Gewässers zur Kategorie der "künstlichen"
und "erheblich veränderten Wasserkörper"
verursachen können und Überprüfung
der Wirksamkeit dieser Effekte an Probestellen
in den beiden Flusseinzugsgebieten.
Das Testen verschiedener Verfahren zur Ermittlung
von Abhängigkeiten zwischen Ausprägungsmerkmalen
der Makrozoobenthosbesiedlung und anthropogenen
Einflusskomplexen. Neben dem Einsatz klassischer
statistischer Methoden (z.B. Ähnlichkeitsindizes,
Cluster-Analyse oder KanoKo) soll die Anwendbarkeit
moderner Algorithmen (z.B. Expertensysteme, künstliche
neuronale Netze, fuzzy-Modelle) erprobt werden.
Entwurf eines Datenmodells und Aufbau einer Geo-Datenbank
als Basis von Gewässerinformationssystemen
"Ruhr" und "Mulde" entsprechend
der Richtlinien der CIS Working Group GIS. Beide
Informationssysteme werden Daten enthalten, die
zur Ausweisung und Bewertung von Gewässern
der Kategorie "künstlich" bzw.
"erheblich verändert" erforderlich
sind. Durch Informationsaustausch mit anderen
Stellen, die zur Zeit an der Konzeption und Aufstellung
von Gewässerinformationssystemen arbeiten
(z.B. Nordrhein-Westfalen: Arbeitskreis "Gewässerdatenbanken"
des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz, an dem auch
die Antragsteller teilnehmen) wird eine zukünftige
Ergänzungsoption bzw. Kompatibilität
zu anderen Systemen gewährleistet.
Die Erstellung eines Leitfadens zur Ausweisung
und Bewertung "künstlicher" und
"erheblich veränderter Fließgewässer".
Dieser wird praxisorientiert konzipiert und soll
eine Anwendung nicht nur durch Spezialisten sondern
für die breite Gruppe der Praktiker in der
Gewässerbewirtschaftung ermöglichen.
Dieser Leitfaden umfasst außerdem die bei
der Projektbearbeitung erstellten Softwaretools
zur Entscheidungsunterstützung.
Die weiteren Partner im Verbund sind:
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität
Bonn
Geographisches Institut
Arbeitsgruppe GIS
Prof. Dr. K. Greve
Meckenheimer Allee 166
53115 Bonn
Umweltbüro
Essen
Dipl. Biol. Martin Halle
Rellinghauser Str. 334 F
45136 Essen
Büro
für Umweltanalytik Bonn/Essen
Dr. Andreas Müller & Dr. Thomas Zumbroich
Breite Str. 21
53111 Bonn
Büro
Glacer
Dipl.-Ing. Dirk Glacer
Horster Str. 25e
45279 Essen
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