Psychophysiologie

Zu den in unseren Experimenten gemessenen physiologischen Parametern gehören beispielsweise Hautleitfähigkeitsreaktionen. Als Hautleitfähigkeit bezeichnet man die minimale Schweißabsonderung, die mit emotionalen Reaktionen einhergeht. Diese Art von Schwitzen wird auch „emotionales Schwitzen“ genannt. So geht zum Beispiel Furcht mit einer Erhöhung der Hautleitfähigkeit einher. Gemessen werden können Änderungen der Hautleitfähigkeit mit Elektroden, die auf der Handinnenfläche platziert werden und mit einem Aufzeichnungsgerät verbunden sind. Die so abgeleiteten Daten werden am Computer weiterverarbeitet und ausgewertet. Eine Fragestellung in unserem Fachgebiet ist beispielsweise, ob bestimmte Entscheidungen mit Änderungen der Hautleitleitfähigkeit einhergehen, was wiederum Rückschlüsse auf die emotionalen Reaktionen des Entscheidenden zulässt.

Momentan steht uns ein BrainVision „V-Amp“ (16 Kanal) mit EDA-Sensor, Atemgut, Pulswellensensor, Beschleunigungssensor, und EKG-Elektroden zur Verfügung.

Neuroendokrinologie

Zur Bestimmung von Hormonen im Speichel werden Watteröllchen (Salivetten) benutzt, die für wenige Minuten von den Probanden in den Mund genommen werden. Die Salivetten werden anschließend eingefroren und zur weiteren Analyse in ein kooperierendes Labor geschickt. Mit diesen Speichelproben kann z. B. die Konzentration von Cortisol oder Noradrenalin erfasst werden.

Für unsere Speichelproben ist eine dezidierte Kühlmöglichkeit in unserem Labor vorhanden.

Ansprechpartner: Matthias Brand, Katrin Starcke, Frank P. Schulte