Videokonferenzanlagen
Ziel aller Überlegungen zur technischen Ausstattung des Projektes war es, möglichst viele der heute gängigen Videokonferenzkonstellationen realisieren zu können. Abgesehen vom Segment der (unerschwinglichen) Großraumanlagen ist dies mit der Anschaffung zweier Videokonferenzsysteme der Firma
VTEL gelungen: Auf der einen Seite bietet die SmartStation 128 die Videokonferenzlösung am PC-Arbeitsplatz, ergänzt um kooperative Elemente wie Whiteboard oder Application Sharing. Auf der anderen Seite gewährleistet die
Roll-about-Lösung Galaxy mit ihrem 29 Zoll großen TV-Monitor beste Bedingungen für dyadische Gesprächssituationen oder Kleingruppenkonferenzen.
Die Geräte sind beide für Videokonferenzen nach den Standards
H.320 und
H.323 ausgelegt. Die ISDN-Variante wird derzeit lediglich mit einem einfachen S0-Anschluß realisiert, später soll auch die Bündelung mehrerer ISDN-Leitungen ("Switch") realisiert werden. Das LAN der Universität hingegen stellt eine wesentlich größere Bandbreite bereit: Diese beträgt derzeit 10 Mbit/s und soll mittelfristig auf 100
Mbit/s ausgebaut werden. Damit steht eine Infrastruktur zur Verfügung, auf der die Leistungsfähigkeit insbesondere der Galaxy ausgereizt werden kann.
Bei der Galaxy handelt es sich um ein Roll-about System, das auf der Basis eines Intel Pentium III Rechners eine maximale Übertragungsleistungen von 1920
kbit/s im LAN und damit bei maximal 30 Bildern pro Sekunde (
fps) eine auch im Vergleich zu Fernsehbildern ansprechende Qualität bietet. Über insgesamt vier Ports kann per ISDN eine Gesamtleistung von 512 kbit/s errreicht werden. Das System bietet umfangreiche Erweiterungsmöglichkeiten: Den Anschluß weiterer Kameras (oder alternativer Quellen) ebenso wie den eines weiteren Monitors oder (über das Protokoll T.120) eines PC.
Die SmartStation bietet eine maximale Übertragungsrate von 768 kbit/s im LAN bzw. 128 kbit/s über ISDN. Damit ist bei einer Auflösung von 352 x 288 Punkten (
CIF) eine Bildwiederholungsrate von 15 fps möglich, die bei
QCIF (176 x 96) auf 30 fps steigt. Die proprietäre Software AppsView der Firma VTEL basiert auf der im Bereich der PC-basierten Videokonferenzen verbreiteten Software Netmeeting der Firma Microsoft. Sie ermöglicht die gemeinsame Bearbeitung einer Zeichenoberfläche (Whiteboard) bzw. das gemeinsame Bearbeiten Windows-basierter Programme. Darüber hinaus stehen umfangreiche Diagnosetools zur Verfügung.