Anwendungsfeld Teleteaching
Die zunehmende Nutzung von Videokonferenzen an Hochschulen, die meist unter der Bezeichnung „Teleteaching“ firmiert, speist sich aus zwei Quellen: Auf der einen Seite ist sie Teil umfassenderer Konzepte, die als klassisches Fernstudium, „e-learning“ oder „virtuelle Universität“ räumlich (und vermittels anderer Technologien zeitlich) entkoppeltes Lernen anbieten. Auf der anderen Seite ist sie die Technologie der Wahl zur Zusammenführung getrennter Standorte, wenn Universitäten wie Koblenz-Landau oder Erlangen-Nürnberg Veranstaltungen parallel anbieten.
Grundsätzlich verbirgt sich hinter dem Einsatz audiovisueller Übertragungen eine ganze Reihe unterschiedlicher Kommunikationstechnologien und (im Ergebnis) universitäre Veranstaltungen: Im Vordergrund stehen bis heute Vorlesungen, die aufgrund der eingeschränkten Notwendigkeit einer unmittelbaren Rückkopplung technisch leichter umzusetzen sind. Die Erweiterung um eine solche Option kann in schriftlicher Form (Chat), vermittels einer Hilfskraft oder in relativ direkter Form erfolgen, wenn der Vortragende ein entsprechendes akustisches oder visuelles Feedback erhält oder dieses technisch realisiert wird. Eine entsprechende Technologie ist auch die Voraussetzung für Seminare oder Kolloquien, die dementsprechend bis heute eher die Ausnahme darstellen. Relativ leichter sind wiederum dyadische Szenarien, in denen die Videokonferenz für Prüfungen oder Sprechstunden eingesetzt werden. In allen Varianten ist auf der technischen Ebene zu unterscheiden zwischen den marktüblichen Videokonferenzanlagen nach den Standards der „International Telecommunication Union“ (ITU) und denjenigen, die entweder proprietäre Lösungen (z. B. Camcorder + Videoserver + Wissenschaftsnetz) verwenden oder Ergebnis der Aktivitäten des Deutschen Forschungsnetzes (DFN) sind, das für die Videokonferenz die Multicast Backbone-Technik (Mbone) vorsieht.
Beispiele für den Einsatz der Videokonferenz sind etwa das
OZ der Humboldt-Universität Berlin oder die Universitäten Koblenz-Landau und
Erlangen-Nürnberg.
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