Universität Duisburg-Essen
FB Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum
 
 
 
Forschungsschwerpunkte

Die Zahl hervorragender wissenschaftlicher Leistungen, die in den Bereichen Klinik, Vorklinik und den theoretischen Fächern erbracht werden, ist zu groß, um sie einzeln vorzustellen. An unserer Medizinischen Fakultät werden drei Forschungsschwerpunkte besonders gefördert, auf die wir im folgenden beispielhaft eingehen wollen: Herz-Kreislauf, Onkologie und Transplantation. Die Vernetzung in diesen Schwerpunkten geht so weit, dass jede Klinik und jedes Institut in mindestens einem der Forschungsschwerpunkte engagiert ist.

Der Forschungsschwerpunkt Herz-Kreislauf ist der jüngste an der Medizinischen Fakultät. Entsprechend dynamisch ist seine Entwicklung. Untersucht werden die Physiologie und Erkrankungen des Herzens, des Kreislaufs, der Gefäße und der Gefäßäneubildungen. Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Forschungen stehen dabei u.a. Untersuchungen zur mangelnden Durchblutung des Herzens. Auf Grundlage dieser experimentellen und klinischen Forschungen können wir immer bessere Verfahren zum Schutz des Herzens, das unter einer mangelnden arteriellen Blutzufuhr leidet, entwickeln. Zum einen sind dies gezielte Eingriffe an „verkalkten” Herzkranzgefäßen, zum anderen Verfahren, die den Herzmuskel schützen. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei auch der Mikrotechnik, wie der Entwicklung und Optimierung von „Stents”, Herzschrittmachern und -kathetern gewidmet.

Auf dem Gebiet der Transplantation zählt das Klinikum zu den herausragendsten Zentren in Europa und sogar weltweit. Besondere Bedeutung kommt dabei der Knochenmark- und der Lebertransplantation zu. Schwerpunkte der Forschung in Bezug auf die Knochenmarktransplantation sind Fragen u.a. zum Immunsystem des Patienten und zur Verbesserung der Spenderauswahl anhand immungenetischer Merkmale. Weitere Forschungen beschäftigen sich mit der Organkonservierung sowie -abstoßung, mit Durchblutungsschäden und der Überwachung der Immunabwehr von Transplantat-Patienten. Die verschiedensten medizinischen Disziplinen sind an den Vorbereitungen des Organempfängers und dem Erhalt des Spenderorgans, der Transplantation sowie der anschließenden lebenslangen Nachsorge des Organempfängers beteiligt. In jedem der geschilderten Abschnitte stehen praktische und theoretische Aufgaben im Vordergrund. Nur die gemeinsame Lösung aller dieser Aufgaben führt zu einem dauerhaften erfolgreichen Gelingen einer Transplantation.

Die Onkologie ist der älteste Schwerpunkt. Ihm gehören eine Vielzahl von Kliniken und Instituten an. Deren spezielles Wissen aus zahlreichen medizinischen und naturwissenschaftlichen Fachgebieten nutzen wir zu intensiver Forschungsarbeit. Dazu gehören die Erforschung der molekularen Grundlagen der Krebsentstehung, die Verbesserung der Tumordiagnostik durch moderne molekularbiologische Verfahren und die Entwicklung neuer Heilverfahren. Auf diese Weise können wir modernste Behandlungs- und Untersuchungsmethoden für Tumorerkrankungen entwickeln. Die Zusammenarbeit der klinischen Forschung und der Grundlagenforschung ist auf die Zukunft gerichtet und garantiert uns und Ihnen, dass wir stets auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand sind. So arbeiten wir beispielweise an einer Alternative zur herkömmlichen Therapie von Tumoren durch Chemotherapeutika, Operation oder Bestrahlung: das so genannte gentherapeutische Verfahren. Die genetische Ausstattung von Tumorzellen soll bei diesem Verfahren so verändern werden, dass ihre Zerstörung möglich ist, ohne dabei gesunde Zellen des Organismus zu beeinflussen.

Weitere Gebiete mit umfangreichen Forschungsarbeiten sind die Humangenetik sowie die Gastroenterologie. Zusätzlich erfolgen gemeinsame Forschungsprojekte mit anderen Fachbereichen der Universität Duisburg-Essen. Gleichzeitig bestehen vielfältige Kooperationen mit in- und ausländischen Forschungseinrichtungen. Die in diesen Projekten und Kooperationen gewonnenen Erkenntnisse nutzen wir ebenfalls für Ihre Behandlung.


Letzte Änderung: Montag, 25. Juni 2007
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