Klinik für Neurologie

Hufelandstr. 55
45147 Essen

Tel.: 0201 - 723 - 2368
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Schlaganfall

Die meisten Schlaganfälle entstehen durch Verstopfung eines Blutgefässes mit Unterbrechung der Blutzufuhr zu einem Teil des Gehirns. Die Symptome treten meist plötzlich auf und können vielfältig sein: Lähmungserscheinungen und Gefühlsstörungen auf einer Körperseite, Sprechstörungen, Sprachverständnisstörungen oder Sehstörungen auf einem Auge.



Patienten mit diesen oder anderen plötzlich aufgetretenen Ausfällen sollten über Notruf in ein Zentrum mit Stroke Unit transportiert werden und dort möglichst rasch abgeklärt werden. Dies geschieht vor allem mittels neurologischer Untersuchung, Bildgebung des Gehirns, Ultraschall der hirnversorgenden Arterien und des Herzens, Elektrokardiogramm, sowie Laboranalysen. In diesen Zentren ist innerhalb der ersten Stunden nach Ereignis oft noch eine gezielte Therapie des ursächlichen Gefäßverschlusses möglich. Auf der Stroke Unit werden gleichzeitig mögliche Komplikationen behandelt und eine medikamentöse Prophylaxe begonnen. Ebenso wichtig für die Verhinderung eines erneuten Schlaganfalls ist die Einstellung der Risikofaktoren wie Bluthochdruck, schlecht eingestellter Blutzucker, Fettstoffwechselstörungen, Rauchen und starker Alkoholkonsum.

Die Stroke Unit in der Uniklinik Essen ist eine der ersten beiden Schlaganfall-Stationen in Deutschland und ist insbesondere spezialisiert auf die Wiedereröffnung von verstopften Gefäßen mittels Thrombolyse innerhalb der ersten 6 Stunden nach Schlaganfall. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Durchführung klinischer Studien zur Einführung neuer Therapieformen sowie Diagnose und Behandlung von unklaren und schweren Schlaganfällen. Hierzu stehen sechs Betten mit zentraler Überwachungseinheit sowie ein erfahrenes Behandlungsteam rund um die Uhr zur Verfügung. Auf der neurologischen Intensivstation ist darüber hinaus auch eine intensiv-neurologische Behandlung inklusive post-operativer Überwachung und Beatmung möglich.

Tel.-Nr. der Stroke Unit: 0201 / 723 2266
Tel.-Nr. der Intensiv-Station: 0201 / 723 2566


Wissenschaftliche Veröffentlichungen:

Diener HC, Bogousslavsky J, Brass LM, Cimminiello C, Csiba L, Kaste M, Leys D, Matias-Guiu J, Rupprecht H-J on Behalf of the MATCH Investigators. Acetylsalicylic acid on a background of clopidogrel in high-risk patients randomised after recent ischaemic stroke or transient ischaemic attack: The MATCH trial results. Lancet, 2004;364:331-337

Kraywinkel K, Weimar C, Busse O, Haass AJ, Ehrenfeld CE, Diener HC (2004) Praxis der Vollheparinisierung nach ischämischem Schlaganfall in Deutschland zwischen 1998-2003: Ergebnisse aus zehn Zentren des Studienverbundes Schlaganfall. Akt Neurol. 31:383-8.

Weimar C, Diener HC (2003) Diagnose und Therapie der Schlaganfall-Behandlung in Deutschland - Ergebnisse der deutschen Schlaganfall-Datenbank. Dtsch Ärztebl 100 (40):A 2576-25


Weiterführende Informationen:


Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
www.schlaganfall-hilfe.de
(Laieninformationen)

Deutsche Schlaganfall Gesellschaft
www.dsg-info.de
(Fachinformationen)