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1. Status der Marikultur in Netzrahmen
Im zweiten Projektjahr konnte die Marikultur mit Netzrahmen
durch 7 weitere Kultureinheiten ergänzt werden, die die Transplantate
von 3 verschiedenen Schwammarten beinhalten. Während der Feldarbeiten
in STARESO wurden alle kultivierten Transplantate regelmäßig
mit Hilfe einer Unterwasserkamera photographiert und so ihr Gesundheitszustand
und die Entwicklung dokumentiert. Nach 12 Monaten konnten alle Transplantate
zur Gewichtsbestimmung (Nassgewicht) aus der Kultur genommen und
die Wachstumsraten bestimmt werden. Nach dem Wiegen wurden alle
Transplantate wieder in die Kultur zurückgesetzt.
 
Marikultur I mit 7 Kultureinheiten (Netzrahmen),
bestückt
v.a. mit Ircinia Fragmenten
(rechts)
Die
Datensätze des ersten Projektjahres wurden bereits ausgewertet.
Ircinia variabilis zeigte die die höchsten Wachstumsraten
mit einem durchschnittlichen Zuwachs von 90,17% in der Frühjahrstransplantation
und 10,91 in der Sommertransplantation mit Maximalwerten von bis
220% in 12 Monaten.
Im
Hinblick auf die zum Teil großen Schäden durch die regelmäßig
auftretenden Winterstürme wurden alle Kultureinheiten auf speziellen
Zementankern befestigt und vertikal als Dreiermodule aufgestellt,
um eine größere Stabilität und eine einfachere Handhabung
bei Wartungsarbeiten zu gewährleisten.
 
Marikultur III
mit Beschattungseinheiten (rechts). Die 9 Einheiten tragen Transplantate
der Gattungen Axinella und Agelas (links).
2.
Versuche zur Kultivierung von Chondrosia reniformis
Darüber hinaus wurden neue Kulturstrukturen mit Hilfe der EAT
Technologie entwickelt und installiert. Spezielle Kulturgerüste
wurden zur Kultivierung des kollagenhaltigen Schwammes Chondrosia
reniformis gebaut. Die Experimente haben gezeigt, dass diese
Schwammart eine artspezifische Kulturstruktur benötigt, die
ein „dripping out“ der Schwämme verhindert. Für diesen
Zweck wurden spezielle Rinnen mit Hilfe der EAT-Technologie entwickelt.
Im September und im November 2002 war die Präzipitation der
Strukturen soweit fortgeschritten, dass jeweils 173 und 250 Transplantate
eingesetzt werden konnten, um zu überprüfen, ob dieser
kollagenhaltige Schwamm die neue Aufwuchsstruktur akzeptiert. Erste
Beobachtungen zeigen schon jetzt, dass die Transplantate sich erfolgreich
mit dem Kalksubstrat verbinden.
 
Spezielle EAT-Strukturen zur Zucht von Chondrosia
reniformis (links). 2 Monate nach Bestückung
hatten die meisten Fragmente aktiv die Matrix überwachsen (rechts).
3.
Neue Kulturstrukturen
Um eine Besiedlung der Kulturnetze zu umgehen, wurde eine neue Kulturstruktur,
bei der die Transplantate auf einzelne Stangen gespießt wurden,
getestet. Im September 2002 wurden 100 Transplantate von Ircinia
variabilis und Sarcotragus muscarum in dieses Kultursystem
genommen. Die weitere Beobachtung wird zeigen, ob sich diese Methode
als erfolgreiche Alternative eignet.
 
Marikulturstruktur
mit Stangen, auf die die Transplantate aufgespiesst werden.
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