1939 geboren, wuchs HA Schult in den Trümmern von Berlin auf und studierte von 1958 bis 1961 an der Düsseldorfer Kunstakademie.
In den 60ern erfand er die Begriffe "Macher" und "Biokinetik". Seitdem stellt er die soziale Fauna von Städten und Landschaften in den Mittelpunkt seiner Arbeit. So Venedig ("Venezia Vive", 1976), New York ("Crash", 1977), Berlin ("N.Y. ist Berlin", 1985), Köln ("Fetisch Auto", 1989), St. Petersburg ("Krieg und Frieden", 1994), Paris, Moskau, Peking, Kairo, Kilkenny und Zermatt ("Trash People",1999-2004), Deutschland ("Aktion 20.000 km", 1970), das Ruhrgebiet ("Ruhr-Tour", 1978) und das Rheinland ("Rheingeist", 1996).
1999 entstand mit seinem "Hotel Europe" an der Flughafenautobahn Köln-Bonn die, bis zu ihrer Sprengung am 13. Mai 2001, weltgrößte Skulptur. 2001 errichtete er aus 100.000 Liebesbriefen das "LoveLetters Building" in Berlin-Mitte. 2003 entstand der Friedenswald "Trees for Peace" auf Zollverein in Essen. Seit 1991 steht sein "Goldener Vogel" auf dem Turm des Kölnischen Stadtmuseums. 2000 versetzte er seine "Weltkugel" vom Pylon der Severinsbrücke zur Zoobrücke.
Dadurch, dass er als erster Künstler das Ungleichgewicht des ökologischen Haushalts zum Hauptthema seiner Arbeit machte, leistete er einen entscheidenden Beitrag zu einem geschärften Umweltbewusstsein.
Seine Arbeiten wurden auf allen Kontinenten gezeigt und sind im Besitz zahlreicher internationaler Museen, öffentlicher und privater Sammlun-gen. Er nahm zweimal, 1972 und 1977, an der documenta teil.
Seit 1968 lebt und arbeitet er in München, Köln, New York und Berlin. 1986 wurde das ’HA Schult-Museum für Aktionskunst’ in Essen gegründet, welches 1996 nach Köln umzog.
