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Forschungsprojekt Besetzung und Struktur von Hochschulräten in deutschen Universitäten Ein Arbeitspapier mit ausführlichen Befunden, das in Heft 3, 2008, in der Zeitschrift "Hochschulmanagement" veröffentlicht wurde, finden Sie hier. Und hier noch eine weitere Publikation... (download).
Projektbearbeiter, Finanzierung und Projektdauer
Gegenstand, Ziele und Untersuchungsfragen des Forschungsprojektes Gegenstand der Studie sind die seit wenigen Jahren eingerichteten Hochschulräte deutscher Hochschulen. Diese Gremien werden im Hinblick auf ihre soziale Struktur und deren Bestimmungsgründe untersucht. Die Fragen des Projekts lauten daher:
Warum ist dieses Forschungsprojekt von wissenschaftlichem Interesse? Bei Hochschulräten handelt es sich um ein relativ neuartiges Phänomen in der deutschen Hochschullandschaft. Nach der Novellierung des Hochschulrahmengesetzes von 1998 erhielten die Landesgesetzgeber vollständige Gestaltungsfreiheit in der Regelung der Hochschulleitung und Hochschulorganisation. Darüber hinaus sollte die Autonomie der Hochschulen gestärkt werden. Die Rektorate sollten einerseits größere Entscheidungsfähigkeit erhalten, andererseits durch ein nicht-staatliches Gremium kontrolliert werden – eben den Hochschulrat. Der Hochschulrat fungiert, so ein weiterer Leitgedanke der Reform, als Bindeglied zwischen Hochschule, Wirtschaft und Gesellschaft, da er sich aus hochschulangehörigen und externen Mitgliedern rekrutiert. Zusammensetzung und Einflusspotential der Hochschulräte variieren allerdings erheblich je nach Landesgesetzgebung. Aufgrund der relativen Neuheit der Institution finden sich in Deutschland keine tiefergehenden und größerzahligen Untersuchungen, die sich mit der Zusammensetzung und politischen Funktion von Hochschulräten beschäftigen. Dabei ist das Thema nicht nur deskriptiv-empirisch ergiebig, sondern auch analytisch-theoretisch: Erstens schließt unsere Forschung konzeptionell an die Forschung zur Zusammensetzung von Kontroll- und Aufsichtsgremien in Profitorganisationen an, insbesondere an die angloamerikanische Forschung über die Struktur der "board of directors". Wir greifen ebenfalls auf die Resource Dependence-Theorie (siehe hierzu vor allem Pfeffer, J.; Salancik, G. 2003: The External Control of Organizations. A Resource Dependence Pespective. Stanford) zurück. Die theoretische Grundidee lautet: In Gremien sind diejenigen Akteure vertreten, die für die Organisation wichtige Ressourcen kontrollieren. So lässt sich die Mitgliedschaft in einem Hochschulrat insb. unter dem Gesichtspunkt der Kontrolle über Wissen, über soziales Kapital, aber auch ökonomisches Kapital interpretieren. Methoden der Datenerhebung und -auswertung Bereits weitgehend abgeschlossen ist eine Primärerhebung der Daten von Hochschulräten an deutschen Hochschulen (Name, Vorname, akademischer Titel, Geschlecht, Geburtsjahr, internes/externes Mitglied, ggf. Professur, Vorsitzender des Hochschulrats, Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglied in Wirtschaftsunternehmen sowie weitere Positionen, Branche und Bundesland der jeweiligen Hochschule). Als Datenquelle dienten in erster Linie die Webseiten der Universitäten, zum anderen zusätzliche Erhebungen mittels Telefon- und Email-Anfragen. In einem weiteren Schritt sind über die Zusammensetzung des Hochschulrates hinausgehende Merkmale der Hochschulen erhoben worden, etwa deren Größe, Anzahl der Studierenden, Fächerstruktur, Höhe und Zusammensetzung der finanziellen Mittel usw. Die Datenauswertung zielt erstens auf eine Beschreibung der Zusammensetzung der Hochschulräte. Zweitens werden die Zusammenhänge zwischen den Strukturmerkmalen der Hochschule und der Hochschulratsstruktur auch mittels multivariater Verfahren untersucht. Drittens ist geplant, mittels einer quantitativen Netzwerkanalyse Organisationsnetzwerke zu identifizieren. Erste Befunde
Hier finden Sie zwei Aufsätze von uns:
Berichte in Medien Die Befunde unseres Projektes über Hochschulräte finden eine deutliche Resonanz in den Medien. Hier ausgewählte Links auf Berichte:
Weitere Projekte zu Hochschulräten
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