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Lehrstuhl Studium
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(umgeleitet von Forschung.Forschung) Theoretische Perspektive Politische Personal- und Organisationsökonomie Aus der Perspektive der Politischen Organisations- und Personalökonomie sind ökonomische und politische Aspekte bei Entscheidungen gleichermaßen von Bedeutung. Derzeitige Forschungsschwerpunkte: Employment Relations und Personal- bzw. Arbeitskräftestrategien Die Forschung des Lehrstuhls für Arbeit, Personal und Organisation bezieht sich zum einen auf das Forschungsfeld "Employment Relations". Hiermit bezeichnet man die betrieblichen Austauschbeziehung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, zum Teil auf der individuellen Ebene, stärker aber noch auf der kollektiven Ebene Management - Betriebsrat. Die überbetriebliche Ebene kann dabei selbstverständlich nicht ausgeklammert werden - die Tarifebene mit den wichtigsten Akteuren Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften. Generelle Fragen, die sich stellen und die den Ausgangspunkt für detailliertere Fragestellungen bilden, sind vor allem: Welche Ausprägungsformen weisen die ER auf, wie wirken unterschiedliche Formen der ER; wie und wodurch verändern sich die ER? Dies sind selbstverständlich umfassende Fragen. Einen Teilbereich innerhalb der ER bilden die Personal- und Arbeitskräftestrategien. Im Kern geht es um die Analyse der Ursachen, Funktionsvoraussetzungen und Wirkungen von Personal- und Arbeitskräftestrategien. Das generelle Forschungsinteresse des Arbeitsgebietes "Arbeit, Personal und Organisation" richtet sich neben der hierfür notwendigen Verbesserung der theoretischen Grundlagen auf die Erklärung von Personal- und Arbeitskräftestrategien. Es geht dabei nicht so sehr um die isolierte Betrachtung von Fragen der Personalplanung, Personalauswahl, Personalführung usw., sondern um die Analyse der “Bündelung” solcher Funktionsbereiche zu Strategien. Personalstrategien sind hierbei beabsichtigte oder unbeabsichtigte (emergente) Handlungsmuster des Aufbaus, der Aufrechterhaltung und der Veränderung des betrieblichen aggregierten Arbeitsvermögens sowie der Wirksammachung dieses Arbeitsvermögens. Arbeitskräftestrategien umfassen neben den Handlungsmustern in Bezug auf das betriebliche Personal (der betrieblichen Personalstrategie) auch diejenigen Handlungsmuster, welche sich auf das “Fremdpersonal” beziehen, das im Betrieb eingesetzt wird (wie etwa “Neue Selbständige”, Leiharbeiter, Subkontrakt-Arbeitskräfte u.v.m.). Ausgehend von der Annahme, dass betriebliche Entscheidungen von Nutzenüberlegungen sowie Machtstrukturen und -prozessen gesteuert sind, zielt die am Lehrstuhl verfolgte theoretisch-empirische Erforschung auf die Erklärung von Konfigurationen (im Sinne von konsistenten Handlungsmustern) der Ausgestaltung des Umgangs mit menschlicher Arbeit. Gerade wenn der “menschliche Faktor” strategisch von großer Bedeutung für den Unternehmenserfolg ist, sind Erklärungen von Personal- und Arbeitskräftestrategien notwendig. Erklärungen dienen dazu, die Realität besser zu “durchschauen”, was auch dem Gestaltungsziel dienlich ist: Wer weiß, welche Personal- bzw. Arbeitskräftestrategie Unternehmen betreiben, warum sie dies tun und welche alternativen Strategien unter welchen Umständen mit welchen Folgen verbunden sind, sieht Gestaltungsmöglichkeiten und kann Fehler vermeiden. |