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Lehrstuhl Studium
Forschung
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Soziale Konstruktion der Organisation (Vorlesung/Lektürekurs) Ausgehend von unterschiedlichen wissenschaftlichen Konstruktionen von Organisationen, nämlich betriebswirtschaftlichen einerseits und soziologischen andererseits, sollen in diesem interdisziplinären Seminar unterschiedliche Spielarten konstruktivistischer Organisationstheorien und deren empirische Umsetzung diskutiert werden. Die Vorlesung findet im Sommersemester 2007 als Kooperation der Professoren Hanns-Georg Brose (Soziologie, Standort Duisburg) und Werner Nienhüser (Wirtschaftswissenschaften, Standort Essen) einmalig statt. Ein Scheinerwerb ist zum Ende des Semesters im Rahmen einer Klausur möglich. Inhalte der Veranstaltung Gegenstand der Veranstaltung sind die sozialen Konstruktionsprozesse, die im Resultat Organisationen hervorbringen. Einer konstruktivistischen Sicht zufolge verdanken Organisationen ihre Existenz dem aufeinander bezogenen Reden und Handeln der Beteiligten, die versuchen, ihrem Tun und der Welt, auf die sie sich beziehen, Bedeutungen zuzuweisen. Diese Konstitution von Sinn wird durch die benutzten Unterscheidungen oder Interpretationsmuster bestimmt und ist deshalb immer beobachterrelativ. In diesem Sinne ist die wahrgenommene Wirklichkeit der Organisation als Ergebnis sozialer Konstruktionsprozesse zu verstehen, diese sozialkognitiv konstruierte "Wirklichkeit" ist nicht identisch mit Wirklichkeit im Sinne objektiver Gegebenheit. Die Fruchtbarkeit einer solchen konstruktivistischen Perspektive für die Organisationsforschung zeigt sich in unterschiedlichen Bereichen. Sie steigert etwa die Sensibilität für die Kontingenz bestimmter Sinngebungspraktiken und die dahinter liegenden Interessen und Machtverhältnisse, oder macht verständlich, warum Organisationen in unterschiedlicher Weise auf vermeintlich objektive Umweltbedingungen reagieren bzw. warum eine solche Reaktion unterbleibt. Veranstaltungsplan/behandelte Literatur
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