Das Institut für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen ist eines der größten in Deutschland und das größte im Land Nordrhein-Westfalen. Studierende finden hier nicht nur eine sehr gute Betreuungssituation vor – sie profitieren auch von der großen Bandbreite an Forschungsfeldern und Lehrangeboten sowie dem ausgewogenen Verhältnis von fachlicher Breite und Spezialisierung.
Das Studienangebot des Instituts umfasst ein grundständiges Bachelor-Programm sowie zwei weiterführende Master-Programme. Mit ihrer Fokussierung auf die Bereiche „Politikmanagement, Public Policy und öffentliche Verwaltung“ bzw. „Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik“ reflektieren die Master-Programme die Schwerpunkte, in denen die Duisburg-Essener Politikwissenschaft besonders ausgewiesen ist. Das Master-Programm Politikmanagement ist eng an die zum Institut gehörende NRW School of Governance angebunden, die in Aufbau und Programm die Tradition anderer Governance-Schools aufgreift.
Das BA-Programm ist breiter angelegt, bereitet aber auch auf ein weiterführendes Studium in einem dieser Master-Programme vor. Darüber hinaus ist das Fach interdisziplinär breit in andere Studiengänge an der Universität Duisburg-Essen eingebunden. Neben einer Kooperation mit dem Institut für Soziologie im ersten Studienjahr des Bachelor-Programms besteht eine besondere Mitwirkungsverantwortung im Studiengang "Ostasienwissenschaften". Das Fach ist darüber hinaus ein Träger des Lehramtsstudiengangs Sozialwissenschaften am Campus Essen. Mit dem Studium der Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen lassen sich dementsprechend verschiedene Studienabschlüsse erreichen: Bachelor und Master (mit unterschiedlichen Schwerpunkten), Staatsexamen und Promotion. Als Ergänzung zum Studium und zur Stärkung der Berufsfeldorientierung sind Praktika in politischen und administrativen Einrichtungen und Organisationen (im Inland und im Ausland) in den Bachelor- und Master-Programmen vorgesehen. Durch Kooperation mit Partneruniversitäten (vor allem im europäischen Sokrates-Programm) können Studienphasen auch im Ausland absolviert werden. Auch die frühe Einbindung in die Forschung ist im Curriculum der Studiengänge vorgesehen.
Die politikwissenschaftliche Forschung an der Universität Duisburg-Essen ist auf das Themengebiet „Governance und Legitimität in der globalisierten Welt“ fokussiert. Hintergründe, Formen, und Konsequenzen moderner "governance"-Strukturen und -Prozesse werden auf den verschiedenen Ebenen der Politik und mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen untersucht. Von besonderem Interesse sind dabei, vor dem Hintergrund der in unterschiedlicher Ausprägung überall beobachtbaren "Entstaatlichungstendenzen" der Politik, stets die Beziehungen zwischen Staat und gesellschaftlichen Akteuren, d.h. die Dimension der Legitimation politischer Akteure und politischen Handelns. Institutionelle Arrangements, aber auch politisch-kulturelle Muster werden dabei als wichtige Rahmenbedingungen verstanden, die aber auch ihrerseits wandelbar sind. Das Spektrum der durchgeführten Projekte reicht von Studien über globale Probleme (etwa im ökonomischen, ökologischen , Entwicklungs- oder Sicherheitsbereich) und Probleme des politischen Gestaltens in den drei Weltregionen, für welche das Institut für Politische Wissenschaft besondere Expertise besitzt (Europa, Ost- und Südostasien sowie das sub-saharische Afrika) bis zu Analysen der deutschen Innenpolitik, wobei auch Prozesse der Europäisierung und international vergleichende Perspektiven die ihnen gebührende Beachtung finden (z.B. Aspekte der Verwaltungsmodernisierung, Managementprobleme des Regierens in Bund und Ländern oder Probleme der politischen Kommunikation und ihres Einflusses auf die öffentliche Meinung). In der Forschung kooperiert das Institut für Politikwissenschaft eng mit drei dem Institut verbundenen Forschungseinrichtungen: dem In- Institut für Entwicklung und Frieden (INEF), das insbesondere im Bereich Internationale Politik tätig ist; dem Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP e.V.), das als An-Institut vor allem im Bereich der Politikfeld-, Medien- und Verwaltungsforschung ausgewiesen ist, sowie seit 2007 dem Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ), das sich mit Fragen der Arbeits- und Bildungsforschung beschäftigt.