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ISS-Studienschwerpunkt Kultur und Kommunikation

 

Gesellschaftliche Kommunikation unterliegt in jüngerer Zeit einem sich verstärkenden Trend zur Technisierung und Globalisierung (Beispiel Internet), eine Entwicklung, die auf Dauer nicht ohne Rückwirkungen auf die regionalen und nationalen Kulturen bleiben kann. Pessimisten befürchten eine allgemeine Nivellierung diesbezüglicher Strukturen und Vermittlungsprozesse sowie einen Verlust der Orientierungs- und Integrationsfunktionen von (Alltags- und "Hoch"-) Kultur. Optimisten sehen dagegen in diesen Trends den Ansatz zur Entwicklung einer "Weltgesellschaft". Gegenstand des Studienschwerpunkts ist die Vermittlung von Kenntnissen über den Stand der Forschung in diesem Felde und die Befähigung der Studierenden zur selbständigen Befassung mit grundlegenden Problemstellungen aus diesem Bereich. Das Lehrangebot im Studienschwerpunkt umfaßt einen Grundlagenteil und drei Spezialisierungsgebiete. Zum ersteren gehören beispielsweise Theorieansätze zum Zivilisationsprozeß, zu Lebenswelten und Alltagskultur oder zur politischen Kommunikation und Sozialisation. Spezialisierungsgebiete sind:

  1. Lebenswelten und historische Ökologie;
  2. politische Kommunikation und Medien;
  3. politische Kultur, politische Bildung, politisches Bewußtsein und Mentalitäten.

Der Studienschwerpunkt steht in enger Beziehung zu dem im Aufbau befindlichen neuen Bachelor-/Master-Studiengang "Angewandte Medien- und Kommunikationswissenschaft". Obwohl der Studienschwerpunkt im engeren Sinne keine Berufsausbildung wie etwa ein Journalistik-Studiengang anstrebt, zeigt die Erfahrung der ersten Jahre seit Einführung der neuen Diplomprüfungsordnung jedoch, daß AbsolventInnen mit diesem Studienschwerpunkt gute Chancen in den Berufsfeldern Publizistik, Marketing/PR, politische Kommunikation und kulturbezogene Gemeinwesenarbeit haben.