Übersicht | Standards | Literatur | Studienschwerpunkte | Studienverlauf | Auslaufregelung  

ISS - Studienschwerpunkt Organisationsgesellschaft im Wandel

 

Einführung

Die Diplomprüfungsordnung (DPO) für den "Integrierten Studiengang Sozialwissenschaften" (ISS) an der Universität Duisburg-Essen, Standort Duisburg vom 25. Januar 1996 sieht vor, dass im Hauptstudium zwischen einem Studium ohne Sozialwissenschaftlichen Studienschwerpunkt (SSP) und einem Studium mit SSP gewählt werden muss. Da ein Sozialwissenschaftlicher Studienschwerpunkt arbeitsintensiver ist als ein Studium ohne SSP, entfällt für die Studierenden des SSP das 2. Nebenfach/Wahlpflichtfach.

Warum es sinnvoll sein kann, den Studienschwerpunkt "Organisationsgesellschaft im Wandel" zu studieren!

Bürokratische "Organisationen" sind ein zentrales Gestaltungsmittel und Herrschaftsinstrument des modernen Staates - z.B. in Gestalt der öffentlichen Verwaltung. Aber auch und gerade die Organisationsformen der modernen Wirtschaftsunternehmen, die Zusammenschlüsse von Arbeitgebern (Industrieverbände), die Zusammenschlüsse von Arbeitern und Angestellten (Gewerkschaften) sowie die Institutionalisierung des Helfens in Gestalt der Wohlfahrtsverbände sind Erscheinungsformen einer komplexen, auf Arbeitsteilung basierenden Gesellschaft, die auch als "Organisationsgesellschaft" bezeichnet werden kann. Mit der internationalen Verflechtung machen die Organisationsnetze keineswegs an der nationalstaatlichen Grenze halt, sondern sie überschreiten diese. So zwingt beispielsweise der Prozess der europäischen Einigung zahlreiche - nicht nur politische Organisationen oder die staatliche Bürokratie - zu einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Somit sind gesellschaftliche (soziale, ökonomische etc.) Risiken ebenso wie die darauf abzielenden Problemlösungen in einer durch Organisationen geprägten Gesellschaft untrennbar mit dem Wandel von (inter)organisatorischen Strukturen verbunden.

Insofern nun die moderne Gesellschaft "Organisationsgesellschaft" ist, kann es nicht verwundern, dass nahezu alle sozialwissenschaftlichen Berufsrollen in Organisationen des öffentlichen, des privaten und des sogenannten dritten Sektors (Wohlfahrtsverbände etc.) angesiedelt sind. Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler können aber auch als "Organisationsspezialisten" bezeichnet werden. In der Organisationsgesellschaft nimmt die Zahl der Beschäftigten zu, für die die Organisation (i.S. des Organisierens) zum Hauptinhalt ihrer Berufstätigkeit wird. Ob nun zwischen der Umweltverwaltung und Bürgerinitiativen vermittelt werden muss, ob über die Personalentwicklung von Organisationen entschieden werden muss oder ob die Wirtschaftlichkeit oder Zielgenauigkeit organisatorischen Handelns bewertet werden soll: Stets wird das Wissen über Organisationen, über ihre Verflechtungen untereinander sowie über ihr gesellschaftliches Umfeld ausschlaggebend dafür sein, ob Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler im Stande sind, die ihnen in der Organisationsgesellschaft zugedachten Aufgaben zu erfüllen.
Somit stellt der SSP eine wichtige Ergänzung zu den anderen sozialwissenschaftlichen Ausbildungsinhalten dar.

Themengebiet "Theorien organisatorischer Strukturen, organisatorischen Handelns und sozialen Wandels"

Der wissenschaftliche Zugriff auf Realität setzt immer schon Theorie voraus. Im Rahmen des Themengebiets "Theorien organisatorischer Strukturen, organisatorischen Handelns und sozialen Wandels" soll den Studierenden ein Überblick über unterschiedliche Theorien und über die mit der Wahl der abstrakten Betrachtungsperspektive verbundenen Konsequenzen vermittelt werden.

Im einzelnen geht es um die allgemeine und vergleichende Betrachtung formaler Organisationen unter zwei wesentlichen Gesichtspunkten:

  1. das Verhältnis von Gesellschaft und Organisation - also um eine "Gesellschaftstheorie der Organisation" bzw. um den Zusammenhang zwischen sozialem sowie politischem Wandel und der Entwicklung von Organisationen; und
  2. um die Organisation als solche - also um Theorien ihrer Struktur- und Funktionslogik bzw. um Ansätze, die ihre Binnenkonstellationen und Außenbeziehungen zum Thema machen.

Das Feld der Organisationstheorie wird dabei in klassischer Weise durch das Werk Max Webers abgesteckt, der

  1. die Rolle von Organisationen im gesellschaftlichen Entwicklungsprozess der Moderne grundlegend bestimmt und
  2. in seiner Bürokratietheorie wesentliche allgemeine Strukturelemente und Funktionsmerkmale moderner Organisationen herausgearbeitet hat.

Neue Ansätze knüpfen in gesellschaftstheoretischer Perspektive an diese Tradition an und fragen nach den Formen und Folgen der "Durchorganisierung" moderner Gesellschaften (z.B.: Türk). Hier sind z.B. folgende Fragen von Relevanz: Inwiefern entfalten moderne Organisationen ein besonderes Leistungspotential bei der Erfüllung sozialer, ökonomischer und politischer Aufgaben? Wie schlägt sich sozialer Wandel in der Struktur der Organisationsgesellschaft nieder, etwa in bezug auf Arbeitsteilung und interorganisatorische Kooperation. Und wie beeinflusst organisationaler Strukturwandel die Gesellschaft? Welche Probleme werden durch die moderne Organisationsgesellschaft geschaffen, z.B. was die von Organisationen produzierten externen Effekte anbelangt? In diesem Kontext ist auch zu fragen, wie allgemeine Sozialtheorien (Rational-Choice, Neuer Institutionalismus, polit-ökonomische Theorien) Organisationen begreifen und analysieren. Schließlich geht es um theoretische Analysen zur Entwicklung von Netzwerk- und Interorganisationsstrukturen in administrativen und politischen Steuerungs- bzw. Vermittlungsprozessen.

Theorien der Struktur- und Funktionslogik beziehen sich dagegen auf die Binnenkonstellationen und die Außenbeziehungen von Organisationen als solchen. In kritischer Auseinandersetzung mit den Weber'schen Vorgaben geht es dabei v.a. um folgende drei Dimensionen:

  1. Organisation und Steuerung
  2. Organisation und Umwelt, und
  3. Organisation und Wandel.

Hier sind z.B. folgende Fragen von Relevanz:

  1. Welche Möglichkeiten und Grenzen bestehen in formalen Organisationen hinsichtlich der zielorientierten internen Koordination bzw. Kontrolle? Welche Spannungsfelder zwischen Hierarchie und Verhandlung, informaler und formaler Steuerung tun sich auf? Wie weit findet zweckorientierte Steuerung überhaupt statt, und inwiefern bestimmen Macht und persönliche Interessen das Leben in Organisationen (Friedberg)? In welchem Maße muss aus system- und akteurstheoretischer Perspektive (Luhmann; Simon) das Rationalitätsparadigma differenziert werden? Wie weit sind Organisationen eigensinnig auf sich selbst (und nicht auf ihren offiziellen Zweck) bezogen? Welche Rolle spielen Organisationskulturen? Wie steht es mit der Leistungsfähigkeit, der Aufnahme von Interessen und Erwartungen und dem Herrschaftscharakter im Bereich staatlich-administrativen Handelns?

  2. Wie ist das Verhältnis zwischen Organisation und Umwelt bestimmt? Inwiefern legen externe Daten (Marktzwänge, Rationalitätsmythen etc.) die Organisation bzw. ihre Entwicklung fest (Thompson; DiMaggio/Powell)? Wie (weit) gewinnen Organisationen - auch in "mächtigen" Umwelten - strategische Handlungsspielräume (Weick)? Wie beschreiben allgemeine politik- bzw. verwaltungswissenschaftliche Theorien (Neokorporatismus, Netzwerkansatz, Public Choice) die Rahmenbedingungen für organisationales Handeln?

  3. Wie gestaltet sich organisatorischer Wandel, mit bezug auf die interne Dynamik von Organisationen und ihre turbulenten Umwelten? Wie lernen Organisationen (Wiesenthal)? Werden Organisationen heute zu Märkten oder zu Verhandlungsdemokratien? Was leisten neue "joint ventures" zwischen Organisationen verschiedenen Typs (Wirtschaft und öffentliche Hand?) Gibt es "Organisationspopulationen", die sich epochenweise ausbilden und dann wieder absterben (Hannan/Freeman)? Im Studienschwerpunkt sollen diese und die oben genannten Fragen interdisplinär mit Blick auf spezifische Organisationstypen und auch in bezug auf unterschiedliche (national)kulturelle Rahmenbedingungen behandelt werden.

Literatur

Abrahamson, Bengt, Why Organisations? How and Why People Organize. Sage, Newbury Park 1993 [1986] Adorno, Theodor W., Individuum und Organisation. In: Gesammelte Schriften, Band 8. Frankfurt/M. 1972 [1953] (S. 441-456)
Donnelon, Anne / Heckscher, Charles (Hrsg.), The Post-Bureaucratic Organization, New perspectives on Organizational Change. Thousand Oaks, 1994
Meyer, John W. / Rowan, Brian, Institutionalized Organizations: Formal Structure as Myth and Ceremony. In: Powell, Walter W. / DiMaggio, Paul J. (Hrsg.), The New Institutionalism in Organizational Analyses. 1981 (S. 41-62)
Parsons, Talcot, A Sociological Approach to the Theory of Organizations. In: Parsons, Talcot, Structure and Process in Modern Society. New York 1960 (S. 132-168) Perrow, Charles, Eine Gesellschaft von Organisationen. In: Journal für Sozialforschung (28). 1989 (S. 3-19)
Scott, Richard W., Organizational Sociology: Introduction. In: Scott, Richard W., Organizational Sociology. Dartmouth Pub. Co., Aldershot 1994 Sammlung der wichtigsten Aufsätze zur modernen Organisationstheorie.

Grundlegende Literatur

Luhmann, Niklas, Organisation und Entscheidung. Westdeutscher Verlag, Opladen 2000
Weber, Max, Wirtschaft und Gesellschaft. 5. Auflage Mohr, Tübingen 1976 Kap. II und Kap. IX Weick, Karl E., Sensemaking in Organizations. Sage, Thousand Oaks 1995
Tacke, Veronika, Organisation und gesellschaftliche Differenzierung. Wiesbaden 2001

Überblicksliteratur und problemspezifische Abhandlungen

Ackroyd, S., Connecting Organisations and Societies, A Realist Analysis of Structures. In: Ackroyd, S. / Fleetwood, S., Realist Perspectives on Management and Organisations. Routledge, London 2000 (S. 87- 108)
Benz, Arthur, Der moderne Staat, Grundlagen der politologischen Analyse. München; Wien 2001 Büschges, Günter / Abraham, Martin, Einführung in die Organisationssoziologie. (= Teubner Studienskripten) Stuttgart 1997
Clegg, Stewart R. / Hardy, Cynthia / Nord, Walter R. (Hrsg.), Handbook of Organization Studies. Sage, London 1996
Colemann, James, Die asymetrische Gesellschaft: vom Aufwachen in unpersönlichen Systemen. Juventa, Weinheim 1986
Diamond, Stanley / Narr, Wolf-Dieter / Hommann, Rolf (Hrsg.), Bürokratie als Schicksal? (= Leviathan Sonderheft 6) Opladen 1985
DiMaggio, Paul. J. / Powell, Walter W., The Iron Cage Revisited, Institutional Isomorphism and Collective Rationality. In: American Sociological Review (48) 1983, 1983 (S. 147-160)
Geser, Hans, Organisationen als soziale Akteure. In: Zeitschrift für Soziologie (6) 1990, 1990 (S. 401-417)
Hannan, Michael T. / Freeman, John, The Population Ecology of Organizations. In: American Journal of Sociology (82) 5, 1977, 1977 (S. 929-964)
Friedberg, Erhard, Ordnung und Macht, Zur Dynamik kollektiven Handelns. Campus, Frankfurt 1995 Kieser, Alfred, Organisatonstheorien. Kohlhammer, Stuttgart 1999
König, Klaus (Hrsg.), Deutsche Verwaltung an der Wende zum 21. Jahrhundert. Baden-Baden 2002
Minzberg, Henry (Hrsg.), The structuring of organizations: a synthesis of the research. Prentice Hall, Englewood Cliffs 1979
Ouchi, William G., Markets, Bureaucratics and Clans. In: Administrative Science Quarterly 25 1980, 1980 (S. 129-141)
Pfeffer, Jeffrey / Salancik, Gerald, The External Control of Organisations. New York 1978
Schäfer, Ingeborg E., Bürokratietheorie und Autonomie. In: Windhoff-Héritier, Adrienne (Hrsg.), Verwaltung und ihre Umwelt. Festschrift für Thomas Ellwein. Opladen 1987 (S. 44-65)
Scott, W. Richard, Grundlagen der Organisationstheorie. Campus, Frankfurt, New York 1986
Scott, W. Richard, Institutions and Organisations. Sage, Thousand Oaks 2001
Sorge, A., Organization. In: Sorge, A., Organization. Thompson Learning, London 2002 (S. 3-24)
Thompson, James D., Organizations in Action, Social Science Bases of Administrative Theory. Mc Graw Hill, New York 1967
Thürmer, Lothar, Bürokratie und Effizienz staatlichen Handelns. Duncker & Humblot, Berlin 1984
Türk, K. / Lemke, T. et al., Organisation in der modernen Gesellschaft, Eine historische Einführung. Westdeutscher Verlag, Opladen 2002
Wiesenthal, Helmut, Konventionelles und unkonventionelles Organisationslernen, Literaturreport und Ergänzungsvorschlag. In: Zeitschrift für Soziologie (24) 2 1995, 1995 (S. 137-155)

Themengebiet "Politik und Verwaltung"

Im Gewaltenteilungsgrundsatz ist die Trennung von Legislative und Exekutive staatstheoretisch festgeschrieben: Das Parlament entscheidet über gesellschaftsrelevante Fragen, die Verwaltung führt die getroffenen Entscheidungen aus. Das tatsächliche Verhältnis zwischen Politik und Verwaltung hat sich jedoch tiefgreifend verändert: Ministerialbürokratien mit einigen tausend MitarbeiterInnen bereiten komplizierte Gesetzesvorhaben vor und ihr fachlicher und juristischer Kompetenzvorsprung konfrontiert die politischen Entscheider mit Regelwerken, die diese kaum mehr nachvollziehen können. Mehr noch: Bereits bei den politischen Beratungen einer Gesetzesnovelle werden hochkarätige VerwaltungsbeamtInnen beteiligt. So steht ihnen ein direkter Einfluss bei der Politikformulierung offen.

Die staatstheoretische Vorstellung der Verwaltung als Auftragsempfänger der Politik ist einer Partnerschaft gewichen. In einer hochgradig arbeitsteiligen und interessenpluralistischen Gesellschaft ist ein stark spezialisiertes Fachwissen in der Verwaltung ein Zeichen ihrer Leistungsfähigkeit. Mit der gleichen Begründung gilt manchem die Verwaltung allerdings schon als stärkerer Partner im Verhältnis zur Politik. Es ist gar die Rede von "Vorbereitungsherrschaft", von Politik aus dem "Geiste der Bürokratie", von der Vollzugmacht der Verwaltung.

Zeigt die Realität damit, dass der Verfassungsgrundsatz der Gewaltenteilung als Leitbild für die Organisation und Gestaltung von öffentlichen Aufgaben unzureichend oder sogar unbrauchbar ist? Im Gegenteil: Gerade der Unterschied zwischen "Soll" und "Sein" öffnet das Verhältnis zwischen Politik und Verwaltung für sozialwissenschaftliche und insbesondere verwaltungswissenschaftliche Analyse. Für die Normierung und Kontrolle administrativen Handelns, für die Funktionen und Verfahren innerhalb der öffentlichen Verwaltung und für die Aufgabenverteilung zwischen Politik und Verwaltung bleibt der Grundsatz der Gewaltenteilung unerlässlich.

Die vertiefende Fragestellung des Themengebietes "Verwaltung und Politik" lautet jedoch, wie Legislative und Exekutive bei der Herrschaftsausübung und der Erbringung öffentlicher Leistungen effektiv und effizient zusammenarbeiten und auf sozio-ökonomische Veränderungen reagieren können.

Zur Beantwortung beider Fragestellungen ist es zunächst notwendig, die innere Struktur der Verwaltung und die Formen der Zusammenarbeit mit der Politik systematisch aufzuzeigen. Dazu ist zu klären, nach welchen Struktur- und Organisationsprinzipien die Politik und Verwaltung in das föderative System der Bundesrepublik Deutschland eingegliedert ist. Ihr formaler Aufbau sowie die Zuständigkeiten für Planungen, Entscheidungen und den Verwaltungsvollzug vermitteln zunächst ein statisches Bild des politisch-administrativen Systems. Es dynamisiert sich erst, wenn Verfahren und Verwaltungsabläufe der Politikformulierung und des Politikvollzuges mit betrachtet werden. Von besonderem Interessen sind dabei die Verflechtungen zwischen den verschiedenen Politik- und Verwaltungsebenen (Stadt - staatliche Mittelinstanz - Land - Bund - Europäische Union). Erst bei der Untersuchung einzelner Verwaltungsorganisationen wird die Vielfalt realer Strukturmuster und Arbeitsprozesse deutlich. Die Expansion öffentlicher Aufgaben bedeutet die Ausdifferenzierung unterschiedlicher Organisationsmodelle. Dafür kann Webers Idealtyp Bürokratie zwar noch als Referenzpunkt dienen - aber dies primär, um die faktischen Abweichungen von Verwaltungsorganisationen in verschiedene Politik- und Aufgabenfelder zu belegen: Schulen, Polizeidienststellen, Krankenhäuser, Umweltämter, Sozialarbeit, Kultureinrichtungen, Wirtschaftsförderung geben einen Eindruck von der Heterogenität der Verwaltungsorganisationen.

Nun existieren weder Verwaltung noch Politik als abgeschlossene Systeme innerhalb der Gesellschaft. Erst durch die Rückbindung an gesellschaftliche Interessenlagen und Wertpräferenzen erhalten Verwaltung und Politik ihre Stellung im Gesamtsystem. Zu untersuchen ist hier, wie sich der Aufgabenbestand der Verwaltung weiterentwickelt bzw. wandelt und welche Strategien auch zukünftig eine administrative Leistungserbringung sicherstellen können.

Starke Impulse für einen Wandel im Verhältnis Politik, Verwaltung und Gesellschaft gehen von einer neuen Zusammenarbeit zwischen staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen aus. Immer mehr Steuerungs- und Gestaltungsleistungen der öffentlichen Hand werden auf alternative Organisationsmodelle und Trägerschaften übertragen, an der Organisationen des Dritten Sektors beteiligt werden. Neben dieser Funktionsverlagerung verändert sich auch der Interaktionsstil zwischen dem politisch-administrativen und privaten Bereich: Hoheitliches Handeln tritt immer mehr in den Hintergrund. Statt dessen wird in Politiknetzwerken verhandelt und argumentiert, um so zu kooperativen Lösungsmöglichkeiten - z. B. zu Vertragsformen - zu gelangen. Die Nähe zu privatwirtschaftlich Organisationen bringt noch einen anderen Impuls des Wandels: Eine neue Verwaltungsreform versucht unter dem Schlagwort der "Neuen Steuerungsmodelle" Bewirtschaftungs- und Organisationsformen von Wirtschaftsunternehmen auch in der Verwaltung einzuführen. Aus verwaltungswissenschaftlicher Perspektive wird damit die Frage aufgeworfen, welche funktionellen Veränderungen mit dieser gewaltigen Neustrukturierung einhergehen.

Einen Überblick über die angebotenen Lehrveranstaltungen des Themengebiets "Politik und Verwaltung" finden Sie auf der Internetseite des Fachgebietes. Je nach thematischer Ausrichtung weisen die Lehrveranstaltungen einen besonderen Bezug zu Fragen einer Organisationsgesellschaft im Wandel aus verwaltungswissenschaftlicher Sicht auf.

Literatur

Einführende Aufsätze

Bücker-Gärtner, Heinrich, Verwaltungswissenschaft, Eine wenig geschätzte Disziplin unterstützt die Bearbeitung gesellschaftlicher Probleme. In: Sozialwissenschaften und Berufspraxis 1994/2, 1994> (S. 100-111)
Seibel, Wolfgang, Verwaltungsreformen. In: König, Klaus / Siedentopf, Heinrich (Hrsg.), Öffentliche Verwaltung in Deutschland. Baden-Baden 1996 / 1997 (S. 87-106)
Luhmann, Niklas, Gesellschaftliche und politische Bedingungen des Rechtsstaates. In: Tohidipur, Mehdi (Hrsg.), Der bürgerliche Rechtsstaat. (= 1. Band FfM) 1978 (S. 101 - 117)
Schuppert, Gunnar Folke, Geändertes Staatsverständnis als Grundlage des Organisationswandels öffentlicher Aufgabenwahrnehmung. In: Budäus, Dietrich (Hrsg.), Organisationswandel öffentlicher Aufgabenwahrnehmung. Baden Baden 1998 (S. 19-59)

Grundlegende Literatur

Blanke, Bernhard / Bandemer, Stephan von / Nullmeier, Frank / Wewer, Göttrik (Hrsg.), Handbuch zur Verwaltungsreform. Opladen 2001
Dammann / Grunow / Japp (Hrsg.), Die Verwaltung des Politischen Systems. Opladen 1994
Grimm, Dieter (Hrsg.), Staatsaufgaben. Baden-Baden 1994
Hesse, Joachim Jens (Hrsg.), Politikwissenschaft und Verwaltungswissenschaft. Opladen 1982
König, Klaus / Siedentopf, Heinrich (Hrsg.), Öffentliche Verwaltung in Deutschland. Baden Baden 1996/97
König, Klaus (Hrsg.), Deutsche Verwaltung an der Wende zum 21. Jahrhundert. Baden-Baden 2002
Schubert, Klaus / Bandelow, Nils (Hrsg.), Lehrbuch der Politikfeldanalyse. München 2003

Themengebiet "Dritter Sektor"

Im Themengebiet "Dritter Sektor" des Studienschwerpunkts: Verwaltungs- und Wirtschaftsorganisationen im Wandel geht es um die Analyse von formalen Organisationen, die zwischen dem staatlichen (Verwaltungs-) und dem gewerblichen (Wirtschafts-)Sektor angesiedelt sind und von einer Reihe gemeinsamer, von den Strukturmerkmalen der anderen beiden Sektoren abweichender Eigenschaften gekennzeichnet sind. Dazu gehören idealtypisch: die Erbringung nützlicher Dienstleistungen ohne Erwerbsinteresse, ein hohes Maß an freiwilliger, am Organisationszweck ausgerichteter und häufig wertrational motvierter Mitgliederbeteiligung und das Prinzip der demokratischen Willensbildung. Das Feld umfasst dabei eine Vielzahl unterschiedlicher Organisationstypen wie etwa Vereine, gemeinnützige Unternehmungen, Stiftungen, Genossenschaften, Interessen- oder Wohlfahrtsverbände. Man spricht auch von Nonprofitorganisationen.

Die Gründe für eine gesonderte Befassung mit Organisationen des Dritten Sektors liegen dabei zum einen in dem sozialwissenschaftlichen Interesse an den in diesem Feld zu beobachtenden, spezifischen Vergesellschaftsformen. Diese Formen lassen sich unter dem Stichwort der Intermediarität fassen. Intermediarität bezieht sich auf so verschiedene Dimensionen wie: die kommunikative Abstimmung individueller Interessen und Bedürfnisse, die Transformation sozialer Bedürfnisse in Organisationsleistungen jenseits von Markt und Staat oder die Gestalt der Beziehungen zwischen Bürger und Politik bzw. Ökonomie abseits bürokratischer oder kommerzieller Organisationslogiken. Zum anderen wird aus politikwissenschaftlicher und gesellschaftstheoretischer Perspektive nach den Leistungspotentialen und -grenzen solcher Organisationen gefragt, etwa in den Bereichen Sozialpolitik, Interessenvermittlung oder öffentliche Meinungsbildung.

Im Studiengebiet Dritter Sektor geht es allgemein um die interne Struktur solcher Organisationen sowie um das Verhältnis zwischen Drittem Sektor und Politik oder Gesellschaft. Bezüglich des Außenverhältnisses von Dritt- Sektor-Organisationen sind dabei folgende Fragen von Belang: Welche politische und sozialhistorische Entstehungsgeschichte haben Organisationen des Dritten Sektors? Sind sie "Restbestände" traditionaler Gesellschaften oder aber moderne kreative Sozialakteure? Tragen sie zur Lösung gesellschaftlicher oder politischer Probleme bei, oder beschränken sie sich auf Lückenfüllerfunktionen? Was sind die Handlungsfelder von morgen angesichts der sich verändernden politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen?

Im Hinblick auf die interne Struktur der Organisationen des Dritten Sektors geht es v.a. um folgende Aspekte: Wie funktionieren Vereinigungen des dritten Sektors im Unterschied zu staatlichen oder am Markt ausgerichteten Organisationen? Sind sie basisnahe Dienstleistungsagenturen oder funktionale Dilettanten? Wie lassen sich demokratisch verfasste, teils auf ehren-, teils auf hauptamtlicher Beteiligung aufbauende Organisationen überhaupt steuern? Welches Verhältnis besteht in Nonprofitorganisationen zwischen Wert- und Zweckrationalität? Haben sie eine innewohnende Tendenz zur Bürokratisierung?

Für beide Perspektiven - also die auf die internen Strukturen und die auf die Außenverhältnisse gerichtete – können wertvolle Erkenntnisse auch über Länder- bzw. Kulturvergleiche gewonnen werden. Entsprechend umfasst das Themengebiet "Dritter Sektor" im Studienschwerpunkt auch Analysen der Verhältnisse in anderen Ländern.

Literatur

Einführende Aufsätze

Di Maggio, Paul J. / Anheier, Helmut K., The Sociology of Nonprofit Organizations and Sectors. In: Annual Review of Sociology (16) 1990, 1990 (S. 137-159)
Kramer, Ralph M., A Third Sector in the Third Millennium? In: Voluntas 11 (1), 2000 (S. 1-24)
Halfpenny, Peter / Reid, Margaret, Research on the Voluntary Sector, An Overview. In: Policy & Politics 30 (4), 2002 (S. 533-550)

Grundlegende Literatur

Anheier, Helmut / Priller, Eckhard / Zimmer, Annette (Hrsg.), Der Dritte Sektor in Deutschland, Organisationen zwischen Staat und Markt im gesellschaftlichen Wandel. Edition Sigma, Berlin 1997
Simsa, Ruth, Gesellschaftliche Funktionen und Einflussformen von Nonprofit-Organisationen, Eine systemtheoretische Analyse. Lang, Frankfurt 2001
Priller, Eckhard / Zimmer, Annette (Hrsg.), Der Dritte Sektor international, Mehr Markt - weniger Staat? Sigma, Berlin 2001
Horch, Hans-Dieter, Strukturbesonderheiten freiwilliger Vereinigungen. Campus, Frankfurt / New York 1983
Knoke, David, Organizing for Collective Action, The Political Economies of Associations. De Gruyter, Berlin / New York 1990
Powell, Walther W. / Clements, Elisabeth (Hrsg.), Private Action and the Public Good. Yale University Press, New Haven / London 1998
Evers, Adalbert / Rauch, Ulrich / Stitz, Uta, Von öffentlichen Einrichtungen zu sozialen Unternehmen, Hybride Organisationsformen im Bereich sozialer Dienstleistungen. Sigma, Berlin 2002

Themengebiet "Wirtschaftsorganisationen im Wandel"

Im Themengebiet "Wirtschaftsorganisationen im Wandel" geht es um die Analyse der Funktionsweise und des Strukturwandels erwerbswirtschaftlich operierender Organisationen, insbesondere privater, z.T. aber auch gemischtwirtschaftlicher Unternehmen bzw. Betriebe.

In einer historischen Perspektive ist dabei wesentlich, dass sich im Zuge der Formierung der modernen Industriegesellschaft aus den hauswirtschaftlichen Formen der Produktion ein primär an erwerbswirtschaftlichen Motiven orientiertes Handlungssystem ausdifferenziert hat. Dabei dominiert die marktwirtschaftlich vermittelte Erzeugung und Verteilung von Gütern und Dienstleistungen, also die Regulierung der gesellschaftlichen Produktion durch Angebot und Nachfrage auf anonymen Märkten. Eng verknüpft mit dieser Entwicklung ist die evolutionäre Veränderung der Herstellungstechniken und Betriebsformen, in denen die arbeitsteilige Kooperation immer effizienter organisiert werden soll: von der "Knochenmühle" des Frühkapitalismus über die tayloristische Organisation der Fließbandarbeit im Zeitalter der Massenproduktion bis zur "lean-production" in der "Fabrik 2000" oder dem "papierlosen Büro" in der "virtuellen Fabrik".

Die Rekonstruktion dieser historischen Entwicklung und des Wandels von Betriebsformen, etwa im Zusammenhang mit der sektoralen Verlagerung der Wirtschaftstätigkeiten vom verarbeitenden Gewerbe hin zum Dienstleistungsbereich, ist ein Bestandteil des Studiengebietes. In Wirtschaftssystemen, die durch die unsichtbare Hand des Marktes und nicht etwa durch staatliche Planung und Lenkung gesteuert werden, operieren Unternehmen und Betriebe häufig in einer hochgradig unsicheren, instabilen und intransparenten Umwelt. Man kann die Entwicklung und Funktionsweise von modernen Wirtschaftsorganisationen auch als Form des Umgangs mit dieser marktbedingten Instabilität interpretieren. Unternehmen und Betriebe bearbeiten Unsicherheit nämlich u.a. in riskanten Entscheidungen, z.B. : über den Standort, das Produktportfolio, den Einsatz von Technik und die Selektion bzw. Rekrutierung von Mitarbeitern. Dadurch werden organisationsintern Erwartungsstrukturen stabilisiert, die einerseits die Möglichkeiten künftiger Entscheidungen begrenzen, aber gleichzeitig die Variation auf der Ebene von Abläufen nicht nur zulassen, sondern hervorrufen. Die relative Rationalität und Geregeltheit, die organisationsintern geschaffen wird, wird so gleichzeitig zum Mittel der Rationalisierung von Prozessen und institutionalisiert einen dauerhaften Druck zur Kontrolle und Veränderung der Strukturen bzw. zur Innovation. Dies ist eine Form, wie Organisationen sich selbst beobachten, lernen und unter Wandlungsdruck setzen können. Die Analyse der Binnenstrukturen von Unternehmen bzw. Betrieben ist damit ein wesentlicher weiterer Gegenstand des Themengebiets: "Wirtschaftsorganisationen im Wandel". Hier ergeben sich folgende Fragestellungen: Wie sind die innerbetrieblichen Formen der vertikalen oder horizontalen Arbeitsteilung und Kommunikation ausgestaltet? Welche formale Struktur von Stellen, Aufgabenzuschnitten, Qualifikationsprofilen und spezifizierten Arbeitsrollen lässt sich in Wirtschaftsorganisationen ausmachen? Inwieweit sind - neben dieser "Blaupausenstruktur" - informelle bzw. irrationale Koordinationsmechanismen und Strukturlogiken ausgebildet, die ihrerseits wiederum Unsicherheiten erzeugen können. Neben der organisationsinternen Bearbeitung von Unsicherheiten durch Entscheidungen lassen sich allerdings auch andere Formen der Eingrenzung von Unsicherheit beobachten. Beispielsweise die Substitution von Konkurrenz zwischen Organisationen durch zwischenbetriebliche Kooperation etwa in Netzwerken – und die Schaffung vertrauensbasierter anstelle von kurzfristig nutzenorientierten Beziehungen zwischen den Wirtschaftsakteuren. Die unterschiedliche Konfiguration derartiger - marktvermittelter, hierarchischer oder netzwerkförmiger - Koordinationsmechansimen in und zwischen Wirtschaftsorganisationen ist ein weiterer wesentlicher Untersuchungsgegegenstand.

Erwerbswirtschaftlich operierende Organisationen sind zunächst auf ihre primäre Umwelt, das Wirtschaftssystem verwiesen. Dieses steht seinerseits jedoch in Austausch- und Leistungsbeziehungen zu anderen Funktionssystemen (Recht; Politik; Wissenschaft, etc.), es ist institutionell, sozial und kulturell - mehr oder weniger - "eingerahmt". Das deutsche Modell einer "sozialen Marktwirtschaft" ist ein historisch, kulturell und national spezifisches Beispiel einer solchen "Rahmung", dessen "Besonderheit" im internationalen Vergleich deutlich gemacht werden kann.

Neben den für Wirtschaftsorganisationen konstitutiven Beziehung zu den Absatz- und Beschaffungsmärkten, stellen also die Beziehungen zu anderen gesellschaftlichen Teilbereichen und Funktionssystemen eine weitere relevante Analyseperspektive dar. Dabei geht es insbesondere um die institutionell - im Rechtssystem – garantierten Verfügungsrechte über Produktionsfaktoren; die Leistungen eines im Wissenschafts- und Bildungssystem erzeugten technischen und beruflichen Wissens; die Institutionalisierung von (Arbeits-) Märkten und der durch sie vermittelten Informationen; die Leistungen eines sozialen (staatlichen) Sicherungssystems; die Institutionalisierung von Mechanismen der Konfliktregulierung im System der industriellen Beziehungen; die Erzeugung von Formen der Lebensführung, also Mustern der Erwerbsbeteiligung (z.B. von Frauen) und Konsumgewohnheiten, die sich mit den Strategien der Nutzung von Arbeitskraft durch die Wirtschaftsorganisationen und ihren Absatzsstrategien verschränken; schließlich: die Ausbildung von Arbeitseinstellungen und Wertorientierungen als kulturelle Grundlage unternehmerischen Handelns und der Leistungsbereitschaft von abhängig Beschäftigten. Dies alles sind in den Blick zu nehmende "Rahmenbedingungen" für das Operieren von Wirtschaftsorganisationen. Als Fragestellungen ergeben sich: Wie und in welchem Umfang werden diese "Leistungsangebote" von Organisationen des Wirtschaftssystems in Anspruch genommen, um ihre internen Strukturen entwickeln und verändern zu können? Inwieweit wird also ihre Leistungsfähigkeit und Autonomie dadurch gesteigert, und verleiht ihnen das gewissermaßen eine "Führungsrolle" im Wandel der Organisationsgesellschaft? Oder werden sie andererseits von diesen "Angeboten" abhängig und geraten nicht zuletzt dadurch unter einen erhöhten Anpassungsdruck in sich wandelnden Umwelten?

Dabei kann der internationale Vergleich von Wirtschaftsorganisationen, also etwa ihrer (zunehmend transnationalen) Kooperations- und Wettbewerbsstrategien - auch vor dem Hintergrund der jeweils nationalspezifischen gesellschaftlichen Einrahmung des Wirtschaftssystems - sehr aufschlussreich sein.

Literatur

Einführende Aufsätze

Asdonk, Jupp u.a., Innovation als rekursiver Prozeß, Zur Theorie und Empirie der Technikgenese am Beispiel der Produktionstechnik. In: Zeitschrift für Soziologie Jg. 20, Heft 4, August 1991, 1991 (S. 290-304)
Beckert, Jens, Was ist soziologisch an der Wirtschaftssoziologie? Ungewißheit und die Einbettung wirtschaftlichen Handelns. In: Zeitschrift für Soziologie Jg. 25, Heft 2, April 1996, 125-146
Deutschmann, Christoph u.a., Veränderungen der Rolle des Managements im Prozeß reflexiver Rationalisierung. In: Zeitschrift für Soziologie Jg. 24, Heft 6, Dezember 1995, 1995 (S. 436-450)
Hirsch-Kreinsen, Hartmut, Die Internationalisierung der Produktion, Wandel von Rationalisierungsstrategien und Konsequenzen für Industriearbeit. In: Zeitschrift für Soziologie Jg. 23, Heft 6, Dezember 1994, (S. 434-446)
Hollingsworth, Rogers J., Die Logik der Koordination des verarbeitenden Gewerbes in Amerika. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie Jg. 43, 1991 (S. S. 18-43)
Luhmann, Niklas, Organisation und Entscheidung. In: Luhmann, Niklas, Soziologische Aufklärung Bd.3. Opladen 1981 (S. 335-389)
Windolf, P. / Beyer, Jürgen, Kooperativer Kapitalismus, Unternehmensverflechtungen im internationalen Vergleich. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 47. Jg., März 1995, 1995 (S. 1-36)

Sammelbände

Beckenbach, Niels / van Treeck, Werner (Hrsg.), Umbrüche gesellschaftlicher Arbeit. (= Soziale Welt Sonderband 9) Göttingen 1994
Heinemann, Klaus (Hrsg.), Soziologie wirtschaftlichen Handelns. (= Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Sonderheft 28) Opladen 1987
Smelser, Neil J. / Swedberg, Richard (Hrsg.), The Handbook of Economic Sociology. Princeton, N.Y. 1994

Grundlegende Literatur

Kenis, Patrik / Schneider, Volker (Hrsg.), Organisation und Netzwerke, Institutionelle Steuerung in Wirtschaft und Politik. Wien 1996
Kocka, Jürgen, Unternehmensverwaltung und Angestelltenschaft. Stuttgart 1969
March, J. G. (Hrsg.), Entscheidung und Organisation. Wiesbaden 1990
March, J. G. / Olsen, J. P., Rediscovering Institutions. New York 1989
Ortmann, Günter, Formen der Produktion, Organisation und Rekursivität. Opladen 1995
Ortmann, Günther / Sydow, Jörg / Türk, Klaus (Hrsg.), Theorien der Organisation, Die Rückkehr der Gesellschaft. Opladen 1997
Sydow, Jörg, Strategische Netzwerke, Evolution und Organisation. Wiesbaden 1992
Türk, Klaus, Neuere Entwicklungen in der Organisationsforschung, Ein Trend Report. Stuttgart 1989