Gründung
Die Themengruppe „Konstruktivistische Theorien der Politik“ wurde im März 2011 auf der Frühjahrstagung der „Sektion für Politische Theorie und Ideengeschichte“ der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) in Augsburg ins Leben gerufen.
Die Themengruppe soll eine Plattform bieten für einen produktiven Austausch und die Vernetzung zwischen Forschern und Forscherinnen, die in diesem Bereich engagiert sind bzw. sich künftig engagieren wollen. Darüber hinaus soll sie zu einer stärkeren Verankerung konstruktivistischer Politiktheorien in der Scientific Community beitragen. Hierzu sind jährliche Tagungen zu verschiedenen Themenschwerpunkten geplant, ggf. in Kooperation mit der „Sektion für Politische Theorie und Ideengeschichte“ oder anderen Sektionen und Arbeitskreisen der DVPW bzw. fachwissenschaftlichen Vereinigungen von Nachbardisziplinen.
Zur Programmatik
Unter dem Sammelbegriff „Konstruktivismus“ lässt sich eine lange ideengeschichtliche Tradition an Vorläufertheorien identifizieren, die bis zu den Skeptikern im dritten Jahrhundert vor unserer Zeit zurückreichen. Der Ausgangspunkt für das gegenwärtige Interesse liegt indes im Jahr 1970 – als Gründungsdokument gilt ein Aufsatz des chilenischen Biologen Humberto Maturana mit dem Schlüsselsatz:
Alles was gesagt wird, wird von einem Beobachter gesagt.
Damit wird die tradierte Vorstellung zurückgewiesen, dass Erkenntnisakte die externe Realität widerspiegeln und es einen archimedischen Punkt gibt, von dem aus die Welt gedanklich erfasst werden kann. Erkenntnisprozesse bilden die Realität nicht einfach ab, sondern sind vielmehr aktiv an ihrer Erzeugung beteiligt. ... mehr lesen
Kontakt
Prof. Dr. Renate Martinsen
Lehrstuhl für Politische Theorie
Institut für Politikwissenschaft
Lotharstraße 65 (Raum LF 154)
Universität Duisburg-Essen
Tel: 0203 379-2282 bzw. -1548 (Sekretariat)
Fax: 0203 379-1685
Email: renate DOT martinsen AT uni-due DOT de