Arbeitsgruppe Biologische Psychiatrie

Untersuchung zum auditorischen sensorischen Gedächtnis 


Dr. B.W. Müller, M. Jüptner, M. Gastpar

Kooperation:

Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie Essen

Zusammenfassung:

Der größte Teil der Informationen die auf den Organismus treffen, hat keine Relevanz für das unmittelbare Handeln und muss ignoriert werden. In dem Strom der eingehenden Reize können aber auch Reize vorkommen, die für das Überleben innerhalb der nächsten Sekunden wichtig sein können. Die Untersuchung der Verarbeitung von nicht vorhersagbar abweichenden Reizen, die ausserhalb des Fokus der gerichteten Aufmerksamkeit auf den Organismus treffen, hat sich als Paradigma der “Mismatch Negativity” etabliert und wird sowohl bei gesunden Probanden, als auch bei Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Störungen untersucht. Aufbauend auf früheren Untersuchungen zu diesem Thema ist zur Zeit besonders die Frage der neuronalen Generatoren interessant, die zur Abweichungs- verarbeitung beitragen. Die Untersuchung der neuronalen Generatoren mit PET und funktioneller Kernspintomografie (fMRI) hat einen wichtigen Einfluss auf Modelle veränderter Informationsverarbeitung bei spezifschen psyhiatrischen Störungen, wie zum Beispiel bei Patienten mit Schizophrenie.

Publicationen:

  • Müller, B.W., Jüptner, M., Jentzen, W., Müller, S.P. (2002). Cortical activation to auditory mismatch elicited by frequency deviant and complex novel sounds. A PET study. NeuroImage, 17(1), 231-39
  • Müller B.W., Achenbach, C., Oades, R.D., Bender, S., Schall, U. (2002). Modulation of mismatch negativity by stimulus deviance and modality of attention. NeuroReport, 13 (10), 1317-1320
  • Grzella, I., Müller, B.W., Oades, R.D., Bender, S., Schall, U., Zerbin, D., Wolstein, J., Sartory, G.(2001): Novelty-elicited mismatch negativity (MMN) in patients with schizophrenia on admission and discharge. Journal of Psychiatry and Neuroscience, 26, 235- 246.

Förderung:

Eigenmittel