Der Einfluss protektiver Faktoren wie Selbstwirksamkeit und Kontrollüberzeugung auf die psychische Belastung und Lebensqualität bei Patienten auf der Warteliste für eine Lebertransplantation.
Prof. Dr. Y. Erim, Prof. Dr. A. Paul, Prof. Dr. W. Senf
Kooperation
Prof. Dr. A. Paul, Klinik für Allgemeinchirurgie, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Uniklinikum Essen
Zusammenfassung
Die Wartezeit auf die Lebertransplantation, die bei terminalen Lebererkrankungen die einzige Überlebensalternative darstellt, wird von den Patienten als eine psychisch stark belastende Phase erlebt. Zipfel et al. (1998) wiesen bei Patienten, die auf eine Herztransplantation warten, ein signifikanten Anstieg depressiver Symptomatik wie auch Einschränkungen hinsichtlich sozialer Aktivitäten und im Bereich des täglichen Lebens nach. Die Autoren unterstreichen die Notwendigkeit professioneller psychosozialer Unterstützung während der Wartezeit auf ein Organ. Häufig werden depressive und ängstliche Symptomatiken sowie eine eingeschränkte psychische Lebensqualität beschrieben. Neuere Studien haben die Relevanz von protektiven Faktoren bei der Bewältigung von Stress unterstrichen (Erim et al. 2007). Das Ziel der vorliegenden Studie besteht darin, personale Ressourcen wie z.B. die Selbstwirksamkeit und Kontrollüberzeugungen, die gegen psychiatrische Störungen schützen und als wichtige Kraft bei der Anpassung an belastende Lebensereignisse berichtet werden, die als mögliche Prädiktoren psychischer Belastung bei LTX-Kandidaten in der Wartezeit auf eine Transplantation zu untersuchen. Erhebung: standardisierte Selbstbefragungsbögen an 83 Lebertransplantationspatienten auf der Warteliste für eine Lebertransplantation. Bestandteile: etablierte Skalen zu LQ, psychischer Belastung (SF-36, HADS-D, BSI), Selbstwirksamkeit (SWE) und der Fragebogen zu Kompetenz- und Kontrollüberzeugungen (Krampen 1991).
Status: Erhebungsbeginn Mai 2007; Rekrutierungsende: Oktober 2007
Förderung
Eigenmittel
