Psychische Belastungen, posttraumatische Belastungsstörungen und Lebensqualität nach Lebertransplantation


Prof. Dr. Y. Erim, J. Gräf, PD Dr. S. Beckebaum, Prof. Dr. W. Senf, Prof. Dr. G. Gerken

Kooperation

PD Dr. G. Gerken, Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie, Uniklinikum Essen Laborarztpraxis Dessau, Herr Dr. M: Böttcher

Zusammenfassung

Die Lebertransplantation hat sich im Laufe der letzten zwei Dekaden als eine Alternative in der Behandlung des chronischen Leberversagens im Endstadium etabliert. Aktuell liegen 1-Jahres-Überlebensraten bei 70 – 85 % (Jain AB et al. 1998, Palma F et al. 1999). Im Transplantationszentrum des Klinikums der Universität Duisburg-Essen werden jährlich 80 Lebertransplantationen realisiert. Die Vorkommenshäufigkeit von PTSD nach Lebertransplantation ist noch nicht untersucht. Nach Dew et al. (1996) liegt bei Herztransplantationspatienten die Prävalenz einer Major Depression bei 17 %, einer PTSD bei 14 %. Im klinischen Kontakt berichten viele Patienten von Ereignissen während der Transplantation, die sie als belastend oder traumatisch erlebt haben. Diese Studie zielt darauf ab, die psychische Belastung, posttraumatische Belastungsstörungen und die psychische Lebensqualität von Lebertransplantationspatienten zu untersuchen. Darüber hinaus sollen biologische (z.B. Alkoholabstinenz durch Bestimmung von Ethylglucuronide im Urin) sowie psychosoziale Parameter (z.B. soziale Unterstützung) als Prädiktoren für die Outcomevariablen analysiert werden.
Erhebung: standardisierte Selbstbefragungsbögen an 106 Lebertransplantationspatienten post-TX  Bestandteile: etablierte Skalen zu LQ, psychischer Belastung (SF-36, BSI, ETI) und sozialer Unterstützung (F-SozU). Bestimmung des Ethylglucuronids im Urin mit der (LC/MS-MS Methode chromotographisch) durch Laborarztpraxis Dessau

Status: Erhebungsbeginn Februar 2006; Rekrutierungsende: Mai 2007

Literatur:

Erim Y., Beckmann M., Gräf J., Böttcher M., Beckebaum S., Cicinatti V., Paul A., Senf W. Abstinenz nach Lebertransplantation: Beurteilungsmethoden und psychische Einflüsse. Supplement in der Zeitschrift Transplantationsmedizin

Förderung

Eigenmittel