Therapie- und Langzeitverlauf bei tagesklinisch behandelten Patienten/innen mit Binge-Eating-Störung


Dr. S. Tagay, A. Bredahl, Prof. W. Senf

Kooperation

 

Zusammenfassung

In der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie wurden seit 1997 Binge-Eating Patienten erst vollstationär und dann tagesklinisch ab Ende 2002 behandelt.
An einer Stichprobe von 73 Patienten, die von Oktober 2002 bis Mai 2005 in der Tagesklinik behandelt wurden, hatte die vorliegende Untersuchung zum Ziel, den Gewichtsverlauf nach der Behandlung zu untersuchen. Desweiteren stellt die Arbeit die Entwicklung und die Inhalte eines Behandlungskonzeptes für Binge-Eating Patienten dar.
Die Untersuchung zeigte, dass die Patienten am Ende der 8-wöchigen tagesklinischen Behandlung im Durchschnitt 5,5 Kilogramm abnahmen und dass die Patienten mindestens 6 Monate nach der Entlassung im Durchschnitt 500 Gramm zunahmen. Im Durchschnitt konnten die Patienten das Entlassungsgewicht über einen längeren Zeitpunkt halten. Ferner zeigte sich, dass die Patienten, die ihre Essanfälle reduzierten, die Patienten, die die Kontrolle über das Essen erlangten, die Patienten, die das Konzept der Tagesklinik einhielten, die Patienten, die regelmäßig einer sportlichen Aktivität nachgingen, die Patienten, die an der ambulanten Binge-Eating Gruppe teilnahmen und die Patienten, die eine ambulante Einzeltherapie machten an Gewicht abnahmen.
An dieser Katamnesestudie ist aktuell eine Doktorarbeit angeknüpft (Fr. A. Bredahl, Ärztin).

Literatur

Mewes R., Tagay S., Bredahl A., Senf W. Die mittelfristige Gewichtsentwicklung bei Binge-Eating Patienten nach einer spezialisierten tagesklinischen Behandlung. Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) - 45. Kongress, 2006.

Förderung

Eigenmittel