fMRT bei Patienten mit Anorexia nervosa


Prof. S. Herpertz, PD Dr. E. Gizewski, Dipl. Psych. C. Rosenberger, Prof. W. Senf

Kooperation

Prof. Dr. S. Herpertz, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Ruhr-Universität Bochum
PD. Dr. E. Gizewski, Abteilung für Neuroradiologie, Universität Duisburg-Essen

Zusammenfassung

Anorektikerinnen (AN) haben trotz eines Body mass index (BMI) unterhalb der Norm, das ausgeprägte Gefühl zu dick sein. Ob diese Empfindung eine biologische Repräsentation hat, wird kontrovers diskutiert. Daraus ergab sich die Hypothese, dass die zerebralen Aktivierungsmuster die differierende Bewertung von Nahrungsmitteln und unterschiedliche emotionale Reaktionen auf hochkalorische Reize der Anorektikerinnen abbilden. 12 AN und 12 Frauen einer Kontrollgruppe mit einem normalen BMI wurden im fMRT (1,5 T) mit visueller Darbietung hochkalorischer Bilder im Blockdesign untersucht. Die Auswertung erfolgte mit SPM 99. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen ein differierendes Aktivierungsmuster bei AN im Vergleich zu Frauen der Kontrollgruppe bei visueller Darbietung hochkalorischer Nahrungsmittel. Dies deutet auf eine biologische Repräsentation der subjektiven Sättigungsempfindung und negativen oder Angst besetzter Bewertung hin, zudem aber auch auf eine vermehrte kognitive Kontrolle

Literatur

 

Förderung

IFORES, Universitätsklinikum Essen